Ryoka Miketa ist eine fiktive Figur und Grundschülerin aus dem Manga „Medalist“, die im Mädchen-Einzellauf des Eiskunstlaufs antritt und als potenzielles Wunderkind auf dem Niveau von Hikaru Kamisaki gehandelt wird.
Ryoka Miketa ist die einzige Schülerin von Mario Nachi im Verein Gravity Sakuradori FSC.
Sie stammt aus der Region Ost-Mikawa und spricht deutlich erkennbaren Mikawa-Dialekt.
Bei ihrem ersten Auftritt ist sie in der dritten Klasse der Grundschule und mit 133 cm kleiner als Inori Yuitsuka.
Sie selbst ist überzeugt, dass Katzen das Süßeste der Welt sind und trägt eine Frisur, die an Katzenohren erinnert.
Ihre Spitznamen sind „Mike“ bzw. „Miké-chan“.
Sie nimmt am Mädchen-Einzelwettbewerb im Eiskunstlauf teil und fällt durch enorme Sprungkraft und Ausdauer auf.
In der Geschichte wird mehrfach angedeutet, dass sie zu einer ähnlich außergewöhnlichen Läuferin wie Hikaru Kamisaki reifen könnte.
Trotz ihres Talents sorgt ihre schwierige Familiengeschichte und ihr eigensinniger Charakter immer wieder für Reibung mit Erwachsenen.
Vollständiger Name: Ryoka Miketa
Ehemaliger Familienname: Kuroda (Familienname des Vaters)
Geschlecht: weiblich
Alter:
– bei Erstauftritt: Grundschule, 3. Klasse
– später: Grundschule, 5. Klasse
Geburtstag: 10. August
Blutgruppe: 0
Größe: 133 cm (in der 3. Klasse der Grundschule)
Herkunft: Ost-Mikawa, in einem Crossover eindeutig als aus der Stadt Toyohashi stammend beschrieben
Sportart: Eiskunstlauf, Damen-Einzel
Verein/Zugehörigkeit: Gravity Sakuradori FSC (einzige Schülerin des Vereins)
Trainerin (Headcoach): Mario Nachi
Synchronsprecherin (Anime/Drama-CD): Hina Kino
Hobbys: Sammeln von Katzensouvenirs und Katzengadgets
Lieblingsessen: Milchgetränk „Milmake“ (Instant-Milchzusatzgetränk)
Unliebsames Essen: Fischeier (Rogen, etwa Kaviar, Tarako usw.)
Lieblingssprung: Doppelsalchow
Wettkampfmusik (bekannter Kürlauf): „Secrets of the Toy Chest“
Ryoka ist temperamentvoll und hat ein ausgeprägt hitziges Wesen.
Sie reagiert schnell trotzig, lässt sich aber von Rückschlägen selten dauerhaft entmutigen.
Gegenüber Erwachsenen zeigt sie eine bemerkenswerte innere Stärke: Egal, was man ihr sagt, sie kontert innerlich mit einem entschlossenen „Jetzt erst recht!“.
Diese Haltung macht sie stur, aber auch bewundernswert widerstandsfähig.
Sie war zeitweise ein „Ich-bin-ein-Junge“-Typ und sprach in einer eher burschikosen Art von sich selbst.
Heute zeigt sie nach außen hin mehr typische „Mädchen“-Züge, ohne ihren rauen Kern verloren zu haben.
Zu Katzen fühlt sie sich auf fast schon fanatische Weise hingezogen.
Sie hält Katzen für das Niedlichste der Welt und richtet Frisur und Accessoires konsequent an diesem Thema aus.
Anfänge und Trainingsstil
Ryoka hat Eiskunstlauf zunächst weitgehend autodidaktisch trainiert.
Dadurch entwickelte sie frühe Sprungkraft und enorme Ausdauer, ignorierte aber häufig Ratschläge von Erwachsenen.
Anfangs war sie überzeugt, keinen Coach zu benötigen.
Das machte die Zusammenarbeit für Mario Nachi anfangs schwer, brachte aber auch ihre starke Eigenmotivation zum Vorschein.
Sie verfügt über eine herausragende Kondition, die ihr ein sehr gutes Rhythmusgefühl auf dem Eis ermöglicht.
Besonders ihre hohen, kraftvollen Sprünge sind ihr Markenzeichen.
Schon als Läuferin der Anfängerklasse schafft sie eine Kombination aus doppeltem Salchow und einfachem Axel mit einer Erfolgsquote von über 90 %.
Das ist für ihre Alters- und Leistungsklasse außergewöhnlich.
Leistungsklasse und Entwicklung
Zum Zeitpunkt ihres Debüts startet Ryoka bewusst in der Anfängerklasse, um einen sicheren Sieg anzustreben.
Etwa ein Jahr später ist sie bereits deutlich aufgestiegen und tritt in der Kategorie „Novice B“ an.
Aus Erzählungen in der Handlung geht hervor, dass sie in dieser Klasse nahezu konkurrenzlos ist.
Beim Trainingslager in Nagano wird sie als besonders talentiert hervorgehoben.
Obwohl sie „nur“ Novice B ist, darf sie mit einer Sondergenehmigung an einem Trainingslager für Teilnehmerinnen der Junior-Grand-Prix-Serie in Osaka teilnehmen.
Das gilt als starkes Zeichen, dass sie in ihrem Jahrgang zu den absolut Besten zählt.
In einem Gespräch bewertet sie die Fähigkeiten von Tsukasa Akeuraji.
Da Tsukasa in ihrer gemeinsamen Einheit keine Sprünge zeigte, meint Ryoka, dass man sie erst beurteilen könne, wenn sie Sprünge zeige – für Ryoka ist das Sprungniveau das entscheidende Kriterium für die Stärke einer Läuferin.
Ryoka trifft Inori Yuitsuka erstmals beim gemeinsamen Training vor dem „Meiko-Cup“ im Eiskunstlauf.
Beide sind damals in der Anfängerklasse gemeldet und noch am Anfang ihrer sportlichen Laufbahn.
Die beiden verstehen sich zunächst gut und werden schnell Freundinnen.
Allerdings differieren ihre Einstellungen zu ihren Coaches fundamental, was zu Spannungen führt.
Ryoka, die lange ohne Trainerin gearbeitet hat und sehr misstrauisch gegenüber Erwachsenen ist, kann Inoris starke Bindung zu ihrem Coach nicht nachvollziehen.
Dies führt dazu, dass sie Inori vorübergehend von sich stößt.
Beim eigentlichen Wettkampf des Meiko-Cups macht Ryoka mehrere Fehler.
Ihre mentale Instabilität sorgt dafür, dass sie ihre sonst sichere Sprungkombination nicht sauber abrufen kann.
Dieser Wettkampf wird zu einem Wendepunkt.
Nach der Erfahrung des Scheiterns setzt sie sich intensiv mit ihren Schwächen auseinander und setzt sich wieder mit Inori auseinander, was zur Versöhnung und zur Vertiefung ihrer Freundschaft führt.
Seit dieser Versöhnung hängt Ryoka sehr an Inori.
Die beiden sind gleichzeitig enge Freundinnen und sportliche Rivalinnen, was ihre Beziehung dynamisch und spannend macht.
Ryokas große Stärke ist ihre Kombination aus Ausdauer und Sprungkraft.
Sie hält ein hohes Tempo während des gesamten Programms und kann selbst gegen Ende noch hohe Sprünge zeigen.
Ihr Rhythmusgefühl ist ausgezeichnet, was ihr hilft, schwierige Choreografien sicher im Takt zu laufen.
Die Sprünge sind in der Regel hoch, weit und technisch sauber, besonders der doppelte Salchow.
Allerdings ist ihre mentale Stabilität nicht immer auf dem gleichen Niveau wie ihre körperlichen Fähigkeiten.
Unter Druck neigt sie dazu, emotional zu reagieren, was sich direkt auf ihre Sprungkonstanz auswirken kann.
Während eines späteren gemeinsamen Trainings mit dem Verein Lux FSC erkennt sie einen tieferen Grund für ihre Probleme.
Sie hat das Balletttraining – das für die Körperkontrolle im Eiskunstlauf sehr wichtig ist – frühzeitig abgebrochen.
Dadurch wurde ihre Rumpfstabilität schwächer, und ihre Sprünge wurden empfindlicher gegenüber Stimmungsschwankungen.
Sie begreift, dass ein vierjähriger Trainingsrückstand im Ballett nicht einfach aufzuholen ist, was sie kurzzeitig verzweifeln lässt.
Trotz Tränen entscheidet sie sich bewusst dafür, ihren eigenen Weg zu verteidigen.
Sie nimmt sich vor, den vermeintlichen Fehler durch hartes Training zu kompensieren und ihren Stil im Wettkampf erfolgreich zu machen, um zu beweisen, dass ihr Weg nicht falsch war.
Ryoka ist die einzige Schülerin von Mario Nachi im Verein Gravity Sakuradori FSC.
Der kleine, fast „eins-zu-eins“ geführte Verein ist daher sehr stark auf sie fokussiert.
Zwischen Ryoka und Mario Nachi herrscht eine ruppige, aber enge Beziehung.
Sie beschimpfen sich humorvoll und benehmen sich oft wie zwei freche Kinder, was aber ihre wachsende Bindung nicht schmälert.
Trotz der scheinbar respektlosen Umgangsform respektiert Ryoka Mario als Trainerin, auch wenn sie das selten offen zugibt.
Mario wiederum erkennt in Ryoka ein außergewöhnliches Talent, das sie mit unkonventionellen Mitteln zu fördern versucht.
Ryokas Familiengeschichte ist kompliziert und belastet sie emotional.
Ihre Eltern sind ursprünglich zusammen durchgebrannt und haben die Familie verlassen, bevor Ryoka geboren wurde.
Nach ihrer Geburt holte der Großvater die Mutter zurück in die Familie.
Ryoka lebte daraufhin bis zu ihrem sechsten Lebensjahr hauptsächlich mit ihrem Vater zusammen.
Später kam es zu einer Versöhnung innerhalb der Familie.
In der aktuellen Handlungszeit wohnt sie offensichtlich wieder mit beiden Eltern und ihrem Großvater unter einem Dach.
Die Konflikte und das Gefühl von Unsicherheit in der Kindheit haben Ryokas dickköpfige, kämpferische Art verstärkt.
Ihr „Jetzt erst recht“-Reflex gegenüber Erwachsenen kann als Schutzmechanismus vor erneuter Enttäuschung verstanden werden.
Früher trug sie den Familiennamen ihres Vaters, Kuroda, und präsentierte sich als eher „jungenhafte“ Persönlichkeit.
Mit der Zeit und der Rückkehr in den Familienverbund hat sie ihren aktuellen Namen Ryoka Miketa angenommen und beginnt, eine eigene, unverwechselbare Identität als Läuferin aufzubauen.
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