Toya Setsuno ist ein männlicher Schurke aus dem Franchise My Hero Academia, Mitglied der Organisation Shie Hassaikai und Teil der Eliteeinheit der Hassaikai-Acht.
Name: Toya Setsuno
Geschlecht: Männlich
Zugehörigkeit: Shie Hassaikai, Hassaikai-Acht
Rolle: „Kanonenfutter“ der Organisation, Spezialist für Diebstahl im Gefecht
Individuum (Fähigkeit): „Diebstahl“
Synchronsprecher (Anime, Originalfassung): KENN
Die offiziellen Charakterunterlagen beschreiben ihn als Mann, der aus absoluter Verzweiflung ins Nichts springen wollte und dann als „Profi des Blitzdiebstahls“ wiederauferstand.
Sein Stil wird vom Autor als „cool und sehr zeitgemäß“ beschrieben, weshalb er oft als heimlicher „Pretty-Boy“-Schurke gesehen wird.
Toya Setsuno gehört zur Untergrundorganisation Shie Hassaikai, die von Kai Chisaki (Overhaul) angeführt wird.
Innerhalb dieser Gruppe ist er Mitglied der Hassaikai-Acht, einer Spezialeinheit, die für besonders gefährliche Einsätze genutzt wird.
Er wird vorrangig dazu eingesetzt, Helden und Polizei zu behindern, sie zu entwaffnen und ihre Formation ins Chaos zu stürzen.
Gemeinsam mit Yu Hojo und Soramitsu Tabe bildet er ein äußerst effektives Trio, das selbst Profihelden in Bedrängnis bringen kann.
Toya Setsuno ist ein schlanker Mann mit auffälligen Vier-Weiß-Augen, bei denen das Weiße der Augen stark dominiert und die Pupillen verhältnismäßig klein wirken.
Er trägt eine schwarze Pestmaske, die nur den Mundbereich bedeckt, was ihm ein unheimliches und zugleich modern-stylisches Erscheinungsbild gibt.
Charakterlich ist er listig und opportunistisch, aber keineswegs dumm oder kopflos.
Er agiert überlegt, nutzt jede Schwäche des Gegners aus und setzt seine Fähigkeit nicht nur zum plumpen Stehlen, sondern sehr taktisch ein.
Trotz seiner Schurkenrolle ist er kein reiner Sadist, sondern jemand, der von der Gesellschaft aufgegeben wurde und sich damit abgefunden hat, auf der „dunklen Seite“ zu stehen.
Er bezeichnet sich und seine engsten Kameraden offen als „Müll“, erkennt darin aber paradoxerweise auch eine Art eigene, sehr enge Kameradschaft.
In der Vergangenheit wurde Toya Setsuno von seiner eigenen Partnerin verraten.
Sie ließ ihn auf große Schulden sitzen, wodurch er finanziell und psychisch in den Abgrund stürzte.
In seiner Verzweiflung versuchte er, sich das Leben zu nehmen, indem er sich von einem Gebäude stürzte.
Ein Profiheld rettete ihn im letzten Moment, doch genau diese Rettung stürzte ihn in eine noch tiefere Form der Hoffnungslosigkeit.
Er kam zu der bitteren Erkenntnis, dass er in einer Welt lebt, in der er nicht einmal selbstbestimmt sterben darf.
Diese zynische Sicht auf Helden und Gesellschaft bereitete den Boden für seinen endgültigen Weg in die Kriminalität.
Kai Chisaki, alias Overhaul, fand ihn in diesem Zustand und erkannte sofort seinen Nutzen.
Overhaul nahm ihn in die Shie Hassaikai auf, und Toya fühlt seitdem eine deutliche, wenn auch pragmatische Form von Dankbarkeit und Loyalität gegenüber seinem Anführer.
Beziehung zu Kai Chisaki (Overhaul)
Toya Setsuno sieht Kai Chisaki als denjenigen, der ihm nach seiner „gescheiterten Flucht“ aus dem Leben einen Platz gab.
Da Overhaul seinen Nutzen erkannt und ihn nicht weggeworfen hat, empfindet Toya ihm gegenüber eine gewisse Form von Respekt und Schuldgefühl.
Diese Loyalität ist nicht idealistisch, sondern eher nüchtern: Overhaul hat ihm einen Sinn und eine Rolle gegeben, also arbeitet er für ihn.
Er akzeptiert ohne viel Widerspruch, dass er ein Werkzeug in Overhauls Plan ist.
Beziehung zu Yu Hojo und Soramitsu Tabe
Zu Yu Hojo und Soramitsu Tabe hat Toya Setsuno eine besondere Bindung.
Die drei kennen die dunklen Seiten der Vergangenheit des jeweils anderen, was ihre Verbindung stark vertieft.
Toya beschreibt dieses Band mit den Worten, dass sie zwar „Müll“ seien, aber eben „Müll mit einer eigenen Art von Zusammenhalt“.
Er sieht in dieser Kameradschaft etwas, das ihm die Gesellschaft nie gegeben hat – Verständnis unter Außenseitern.
Im Kampf vertrauen die drei einander blind.
Ihre Rollen ergänzen sich perfekt: Setsuno als Entwaffner und Störer, Hojo als Nahkampf-Kraftpaket und Tabe mit seiner grotesken, aber gefährlichen Fähigkeit.
Name und Grundprinzip
Das Individuum von Toya Setsuno heißt „Diebstahl“.
Es erlaubt ihm, Gegenstände, die eine Person am Körper trägt, augenblicklich in seine eigene Hand zu teleportieren.
Das reicht von Waffen über Ausrüstung bis hin zu Objekten, die aus dem Körper des Gegners heraus erzeugt wurden – sofern sie als „am Körper getragen“ gelten.
Damit ist die Anwendungsbreite seiner Fähigkeit überraschend groß, vor allem im Kampf gegen stark ausgerüstete Gegner oder Helden mit Gadgets.
Anwendungsbereich im Kampf
Im Gefecht agiert Toya Setsuno als hochspezialisierter Stör- und Entwaffnungskämpfer.
Er nimmt seinen Gegnern Waffen, Schutzkleidung oder wichtige Hilfsmittel, bevor diese sie überhaupt richtig einsetzen können.
Gegen Helden, die stark auf Ausrüstung angewiesen sind, ist er besonders gefährlich.
Ein gezielter Diebstahl im richtigen Moment kann ein komplettes Kampfkonzept zum Einsturz bringen.
Da er auch Dinge stehlen kann, die aus dem Körper eines Gegners erzeugt werden – etwa Waffen aus dem eigenen Körper oder ähnliches –, kann er manche Individualitäten direkt sabotieren.
In Kombination mit den Fähigkeiten von Hojo und Tabe wird aus seinem Diebstahl eine perfekte Vorlage für brutale Folgeangriffe.
Einschränkungen der Fähigkeit
Trotz ihrer Stärke hat die Fähigkeit „Diebstahl“ klare Grenzen.
Toya kann nur Dinge stehlen, die er mit eigenen Augen sehen kann.
Verborgene Gegenstände unter Kleidung, in Taschen oder in Körperöffnungen entziehen sich seiner Fähigkeit.
Ein Revolver im Holster unter einem Mantel kann etwa nicht direkt entwendet werden, solange er verdeckt bleibt.
Außerdem kann er keine Objekte stehlen, die zu groß sind oder eine gewisse Massengrenze überschreiten.
Damit bleiben Fahrzeuge, große Maschinen oder massive Teile der Umgebung außerhalb seines Einflussbereichs.
Diese Einschränkungen zwingen ihn dazu, sehr präzise zu agieren und auf den richtigen Moment zu warten.
Sie verhindern auch, dass seine Fähigkeit übermächtig wirkt und machen ihn auf Teamarbeit und taktisches Vorgehen angewiesen.
Einsatz bei der Durchsuchung der Shie Hassaikai
Als die Shie Hassaikai von Polizei und Profihelden gestürmt wird, nimmt Toya Setsuno eine Schlüsselrolle als Verteidiger ein.
Gemeinsam mit Yu Hojo und Soramitsu Tabe positioniert er sich in einer großen Halle als Hinterhalttruppe.
Ihre Aufgabe ist es, die vorrückenden Helden aufzuhalten, Chaos zu stiften und vor allem Zeit für die Pläne von Kai Chisaki zu schinden.
Toya fokussiert sich dabei auf das Entwaffnen, während Hojo und Tabe mit roher Gewalt und bizarren Angriffen nachsetzen.
Das Trio bekommt es unter anderem mit Tamaki Amajiki zu tun, dem Profihelden mit dem Heldnamen „Suneater“.
Obwohl Tamaki ein extrem fähiger Held ist, gelingt es den dreien zunächst, ihn mit ihrer perfekten Abstimmung zu überwältigen.
Ihre Teamarbeit ist so effektiv, dass sogar ein Profiheld wie Tamaki massiv unter Druck gerät.
Sie zeigen dort, dass „Müll“ in der richtigen Kombination brandgefährlich sein kann.
Niederlage und Festnahme
Trotz ihrer anfänglichen Überlegenheit gelingt es Tamaki Amajiki schließlich, Toya Setsuno, Yu Hojo und Soramitsu Tabe zu überwinden.
Tamaki nutzt seine Vielseitigkeit und Entschlossenheit, um die Stärken des Trios zu neutralisieren und ihre Koordination zu brechen.
Am Ende des Kampfes wird Toya Setsuno zusammen mit seinen beiden Kameraden besiegt.
Sie werden von der Polizei festgenommen und aus dem Geschehen der Shie-Hassaikai-Operation entfernt.
Im Anime wird Toya Setsuno im Original von KENN gesprochen, der ebenfalls dem Profihelden Native seine Stimme leiht.
Damit spricht derselbe Schauspieler sowohl eine Heldengestalt als auch einen Schurken aus derselben Welt, was einen interessanten Kontrast bildet.
Der Autor von My Hero Academia hat angemerkt, dass Toya Setsuno „cool“ und „zeitgemäß“ wirken soll.
In der Fangemeinde wird er deshalb gern als „gutaussehender Schurke“ bzw. als moderner, stilvoller Gegner angesehen, der optisch aus der Masse heraussticht.
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