Orpheus ist ein geheimnisvolles Wesen, das aus der Verschmelzung von Himmel und Hölle hervorgegangen ist. Sie trägt die Essenz der Oper „Orpheus in der Unterwelt“ von Jacques Offenbach in sich, was ihren Charakter und ihre Fähigkeiten entscheidend prägt. Auffällig durch ihre vielseitigen Angriffe und legendäre Regenerationskräfte tritt sie als nahezu unbesiegbare Gegnerin auf. Hinter ihrer scheinbar wahnsinnigen Fassade verbergen sich tiefe Verzweiflung und eine morbide Hoffnung, die Welt auf ihre eigene, radikale Weise zu retten.
Orpheus präsentiert sich als imposante, mystische Figur mit zwei gewaltigen, schwarz-weißen Harfen, die sowohl als Waffen als auch als Schilde dienen. Sie kann aus ihrem Körper Klingen wachsen lassen und wird von zahlreichen im Raum schwebenden Minen sowie autonomen Kanonen begleitet. Ihr Äußeres changiert zwischen Licht und Schatten als Symbol für die Vereinigung von Himmel und Hölle.
Sie erscheint auf den ersten Blick exzentrisch und wahnsinnig. Doch hinter ihrer Fassade steckt Mitgefühl sowie ein melancholisches Verständnis für den Schmerz und die Hoffnungslosigkeit anderer, besonders für Sagan, mit dem sie eine besondere Verbindung teilt. Orpheus glaubt fest daran, dass nur durch radikale Methoden die Welt gerettet werden kann, indem sie die D2 in Amerika sammelt und mit dem Leid der Bevölkerung vernichtet.
Orpheus entstand durch die Fusion der Musikatengel Tengoku und Jigoku. Diese Vereinigung gilt als letzter Trumpf der beiden und wurde erstmals in einer Rückblende von Sagan enthüllt, in der noch beide separat existierten. Orpheus trägt Motive aus Offenbachs Oper in sich, die wiederum auf die griechische Sage von Orpheus und Eurydike sowie deren musikalische Transformationen zurückgeht.
Orpheus verfügt über überragende Regenerationskräfte – selbst das Abtrennen des Oberkörpers kann sie nicht aufhalten. Ihr Waffenarsenal umfasst zwei riesige Harfen mit integrierten Raketenwerfern, Maschinengewehren, Lasern, schwebenden Minen und Ketten zur Behinderung und Gefangennahme von Gegnern. Sie ist in der Lage, aus ihrer Hand Klingen zu formen und sowohl im Nahkampf als auch auf Distanz massiven Schaden zuzufügen.
Orpheus steht in besonderer Verbindung zu Sagan und hat als Fusion von Tengoku und Jigoku auch deren Erinnerungen und Persönlichkeiten in sich vereint. Ihr Kampf richtet sich vor allem gegen Takt Asahina und Unmei.
Fusion und Erscheinen im Kampf
Orpheus entsteht aus der Verschmelzung von Tengoku und Jigoku in einer entscheidenden Schlacht. Sie wird als ultimativer Trumpf eingeführt, um Takt Asahina und Unmei zur Strecke zu bringen.
Kampf gegen Takt Asahina und Unmei
Mit zerstörerischer Kraft attackiert Orpheus ihre Gegner, setzt dabei ihre Harfen und das ganze Waffenspektrum ein und kann sich auch nach verheerenden Angriffen sofort regenerieren. Nicht einmal das Zerstören ihres Oberkörpers bringt sie zum Erliegen.
Wendepunkt im Kampf
Durch ein Zusammenspiel aus Takt Asahinas gesteigerten Fähigkeiten und Unmeis Entschlossenheit gelingt es ihnen, Orpheus entscheidend zu verletzen. Während des Kampfes betont Orpheus ihre Überzeugung, dass ihr Handeln die Welt rette, doch Unmei widerspricht: „Du willst nicht die Welt retten. Du hast längst aufgegeben, das zu retten, was dir wirklich wichtig ist.“
Endgültige Niederlage
Trotz ihrer scheinbaren Unbesiegbarkeit wird Orpheus von Unmeis Hoffnung und Kampfgeist überwältigt. Ihr Körper beginnt zu erblassen und sie akzeptiert ihre Niederlage, lächelt ergriffen und vergießt Tränen. Mit dem Untergang des schwarzen Meteoriten, der New York bedrohte, zersetzt sich auch Orpheus selbst und findet so Frieden.
„Wir sammeln die D2 in Amerika und vernichten sie zusammen mit den Schreien der Bevölkerung!“
Sie zwingt Unmei und die anderen in die Enge und rechtfertigt ihr Handeln als Rettung der Welt.
Inspiration und Musikalische Wurzeln
Die beiden Namensgebenden Musikatengel basieren auf Himmel und Hölle, wie sie bei der japanischen Erstaufführung genannt wurden; im Französischen lautet der Originaltitel hingegen „Orphée aux enfers“.
Die Figur geht auf die griechische Sage von Orpheus zurück, dessen Leier (Harfenvorbild) als Symbol dient und dessen Schicksal, seine Geliebte beinahe aus der Unterwelt zu befreien, ein literarisches Motiv darstellt.
Parodistische Vorlage der Oper
Offenbachs Version ist im Gegensatz zum tragischen Original eine respektlose Satire: Orpheus und Eurydike leben in einer lieblosen Ehe; nach einem Unfall wird Eurydike in die Unterwelt gebracht, aber keiner von beiden will sie wirklich zurückholen. Die Oper parodiert klassische Mythen und endet mit einer farbenfrohen, beinahe absurden Wendung.
Symbolik des Endes
Orpheus’ Verwandlung in eine weiße Statue im Moment ihres Endes spielt auf das biblische Motiv der Frau von Lot an, die durch einen Blick zurück zu einer Salzsäule erstarrte.
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