Nana Hiiragi ist die Hauptfigur von "Munou na Nana", einer scheinbar freundlichen Schülerin mit Doppelschwanzfrisur, die auf eine abgelegene Insel versetzt wird. Sie hat scheinbar die Fähigkeit, Gedanken zu lesen, wird jedoch tatsächlich als Attentäterin vom Komitee entsandt, um sogenannte "Menschen mit übernatürlichen Kräften" auszuschalten. Nach einer traumatischen Kindheit hegt sie einen tiefen Hass gegen diese Fähigkeitsträger. Hinter ihrer fröhlichen Maske verbirgt sich eine hochintelligente, analytische und skrupellose Person. Im Laufe der Geschichte entwickelt sie jedoch durch den Kontakt zu Michiru Inukai und anderen Mitschülern neue Gefühle und beginnt, ihr eigenes Handeln zu hinterfragen. Die Enthüllung der grausamen Wahrheit über ihre Vergangenheit stürzt Nana in eine große Krise.
Nana Hiiragi ist ein junges Mädchen mit auffälligen, rosa Doppelschwanzzöpfen. Sie trägt die Schuluniform und präsentiert sich stets gepflegt und freundlich.
Das Versteckte Ich
Nach außen gibt sich Nana freundlich, energisch und benutzt höfliche Sprache. Sie verhält sich oft etwas ungeschickt im Umgang mit sozialen Situationen, was jedoch nur Teil ihres Spiels ist. Eigentlich ist sie von Natur aus kalkulierend, klug und eiskalt, was ihr hilft, ihre Mission als Attentäterin effizient durchzuführen.
Das wahre Selbst
In ihrem Inneren hegt sie seit ihrer Kindheit durch den Verlust der Eltern tiefen Hass gegen Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten. Ihr misstrauisches, kaltes Verhalten wird jedoch zunehmend von neu entdeckten Emotionen und Zweifel an ihrem Weg durchdrungen.
Nana Hiiragi besitzt keinerlei übernatürliche Fähigkeit. Sie wurde auf Geheiß des Komitees in die Klasse von Nanao Nakajima geschickt, mit dem Ziel, die sogenannten Fähigkeitsträger zu eliminieren. In ihrer Kindheit wurden ihre Eltern von einem Fähigkeitsträger brutal ermordet, was sie als ihr eigenes Versagen betrachtet, da der Täter angeblich durch ihr geöffnetes Fenster eingedrungen war. Nach dem traumatischen Erlebnis wurde sie von einem Verwandten zum anderen weitergereicht, bis sie schließlich von Tatsumi Tsuruoka aufgenommen und zur Attentäterin ausgebildet wurde. Sie hat einen deutlich älteren Bruder, den sie jedoch nie getroffen hat.
Tatsächlich ist Nana Hiiragi eine normale Schülerin ohne besondere Kräfte. Sie täuscht jedoch die Fähigkeit des Gedankenlesens vor, indem sie ihre hohe Beobachtungsgabe und Menschenkenntnis nutzt. Zu ihren wahren Stärken zählen Koketterie, Spionagequalitäten, ausgezeichnete Analysefähigkeiten und überdurchschnittliche körperliche Fitness. Sie erhält vom Komitee ein spezielles Gerät, das Informationen zu den Fähigkeiten und geschätzten Gefährlichkeit der Schüler enthält.
- Nanao Nakajima: Nana nähert sich ihm an, da er als ein potenzieller Anführer der Fähigkeitsträger gilt. Letztendlich tötet sie ihn, um ihre Mission zu erfüllen.
- Michiru Inukai: Nana behandelt sie zunächst wie ein Werkzeug, entwickelt jedoch durch den innigen Kontakt allmählich echte Zuneigung und Freundschaft zu ihr.
- Kyōya Onodera: Ein undurchsichtiger Mitschüler mit der Fähigkeit der Unsterblichkeit. Er wird zu einem ernsthaften Hindernis in Nanas Mission und verfolgt sie nach einem gescheiterten Mordversuch.
- Tatsumi Tsuruoka: Ihr Vorgesetzter, der sie nach dem Tod ihrer Eltern aufnahm und sie zu einer Fähigkeitsträger-Hasserin erzogen hat.
„Ich kann die Gedanken anderer Menschen lesen… aber, ähm, ich kann die Stimmung leider nicht gut deuten. Freut mich, euch kennenzulernen!“
„Ich töte sie für den Frieden der Menschheit.“
Der Beginn der Mission
Nach ihrer Ankunft schließt Nana Hiiragi gezielt Freundschaft mit Nanao Nakajima, bringt diesen im Zuge ihrer Mission um und gibt vor, ihre Fähigkeit sei das Gedankenlesen. Sie manipuliert Gespräche und die Situation in der Klasse geschickt, um ihr Ziel zu erreichen.
Eliminierung der Fähigkeitsträger
Am Tag nach dem ersten Mord nutzt Nana ihr Wissen und ihre Cleverness, um Yōhei Shibusawa, den vermeintlich stärksten in der Klasse, durch einen Trick im zugefrorenen Teich zu töten. Auch anderen Mitschülern macht sie systematisch den Garaus, während sie ihre Tarnung aufrechterhält.
Zusammentreffen mit Kyōya Onodera
Kyōya Onodera wird misstrauisch und bringt Nana durch seinen Verdacht in Gefahr. Ihr gescheiterter Anschlag auf ihn, ein Versuch, ihn zu sprengen, offenbart seine Unsterblichkeit. Von da an steht Nana zunehmend unter Druck.
Wandel durch Michiru Inukai
Im Kontakt mit Michiru Inukai, die die Fähigkeit zur Heilung besitzt, beginnt Nana, Fragen an ihre Ideale und ihre Mission zu stellen. Michirus selbstlose Freundlichkeit und ihr Bestreben, Nanas tiefe seelische Wunden zu heilen, rütteln ihr Herz wach und führen zur Entwicklung echter Freundschaft.
Schockierende Wahrheit und Zusammenbruch
Nach Michirus Tod und der Versetzung der Schüler durch das Militär in eine Isolationszone, wird Nana unter Druck gesetzt, weitere Mitschüler zu töten. Sie erfährt durch Zufall die schreckliche Wahrheit: Tatsumi Tsuruoka, ihr Mentor, war jener, der ihre Eltern tötete, da diese sich gegen die Ausgrenzung der Fähigkeitsträger aussprachen. Der angebliche Grund ihrer Mission – die Bedrohlichkeit der Fähigkeitsträger – erweist sich als Lüge, einzig von sadistischen Motivationen des Komitees geleitet. Die Zahl der von ihr getöteten „Gefahrenträger“ diente nur als makabere Wette zwischen den Komiteemitgliedern.
Von Schuldgefühlen, Selbsthass und Einsamkeit getrieben, will Nana sich das Leben nehmen, entschließt sich jedoch im letzten Moment dagegen, unter anderem, weil Michiru ihr das eigene Überleben anvertraut hat. Es bleibt ihr der bittere Zwiespalt zwischen Geständnis, Reue und der Verhinderung, dass andere in ihre Fußstapfen treten.
Sprachstil und Anrede
- Ich-Form: Im Umgang mit anderen höflich und distanziert („ich“ – „watashi“), im inneren Monolog dagegen direkt („du“ – „omae“).
- Sprechstil: Im Alltag höflich und formell, im Kopf deutlich männlicher und arroganter.
- Anrede: Gegenüber anderen immer mit Nachnamen und „-san“, in Gedanken meist Nachname ohne Anrede.
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