Kendo Rappa ist ein männlicher Schurke aus dem Universum von My Hero Academia, Mitglied der feindlichen Organisation „Shie Hassaikai“ und einer der kampfbesessenen Frontkämpfer der sogenannten „Hassaishu“.
Name: Kendo Rappa
Geschlecht: Männlich
Zugehörigkeit: Shie Hassaikai, Hassaishu (Stoßtrupp / „Acht Vorhänge“)
Rolle: Nahkampf-Spezialist, „Krawallmacher“ und Frontkämpfer
Individuum (Quirk): „Starke Schulter“
Charaktertyp: Kampfmaniac, geradlinig, brutal ehrlich
Synchronsprecher (Originalfassung): Shohei Kajikawa
Spitznamen / Bezeichnungen:
„Kämpfer ohne Verteidigung“
Von Hekiji Tengai als „Bestie, die nur Gewalt frisst“ beschrieben
In Untergrundringen als „The Rapper“ bekannt
Kendo Rappa ist ein Mitglied der als feindlich eingestuften Gruppe Shie Hassaikai unter der Führung von Kai Chisaki.
Innerhalb der Organisation gehört er zur Eliteeinheit Hassaishu und dient faktisch als „Kanonenfutter“ im Sinne eines aggressiven, furchtlosen Sturmangreifers.
Erist ein Mann, der fast ausschließlich an Prügeleien und Todeskämpfe denkt und Konflikte bevorzugt mit den Fäusten löst.
Trotz seiner Zugehörigkeit zu Shie Hassaikai folgt er eher seiner eigenen Kampfmoral als einer ideologischen Überzeugung.
Kendo Rappa ist ein sehr großer, massiv gebauter Mann, vermutlich um die zwei Meter groß.
Er besitzt einen ausgeprägten V-Körper mit enormer Brust- und Schultermuskulatur und Armen wie Baumstämme.
Sein Gesicht ist meist von einer scharfkantigen, maskenartigen Gesichtsabdeckung verdeckt, deren Design an einen Orca beziehungsweise einen Meeresräuber erinnert.
Hinter der Maske sind lockige, braune, längere Haare zu erkennen, die nach hinten fallen.
An den Händen trägt er eine Art Hybrid aus Schlagring und Handschuh, die seine Fäuste zusätzlich schützt und stabilisiert.
Seine Erscheinung vermittelt sofort, dass er auf rohe Kraft und direkten Nahkampf spezialisiert ist.
Sein unverhülltes Gesicht wird im Anime in einer Rückblende und kurz in Spin-offs gezeigt, blieb aber lange Zeit im offiziellen Material verborgen.
Kendo Rappa ist ein extremer Kampfenthusiast, der in Gewalt und Prügeleien so etwas wie seine persönliche Philosophie gefunden hat.
Er denkt in vielen Situationen erstaunlich simpel: Wenn jemand stark wirkt, will er ihn sofort herausfordern, am liebsten in einem Kampf auf Leben und Tod.
Erist impulsiv, laut, direkt und hat kaum Interesse an strategischen Überlegungen oder langfristigen Plänen.
Trotz dieser Brutalität besitzt er eine eigensinnige Form von Ehrenkodex und „Kampfbeschlagung“.
Er unterscheidet klar zwischen „echtem Kampf“ und sinnlosem Töten.
Am liebsten sind ihm Duelle, in denen beide Kontrahenten nur mit ihren Körpern und der in ihnen wohnenden Kraft kämpfen – ohne Waffen, ohne Tricks.
Er kann sich sehr kindisch verhalten, etwa wenn er enttäuscht ist, weil sich eine mögliche Prügelei doch nicht ergibt.
Wer seine Vorlieben respektiert oder seine Art zu kämpfen teilt, wird von ihm mit Ausrufen wie „Du bist ein guter Typ!“ gefeiert.
Wenn ein Gegner ihn im Kampf auch nur ein wenig beeindrucken kann, behandelt Rappa ihn mit Respekt.
So führt er etwa Gegner, die sich tapfer geschlagen haben, eigenhändig in den Behandlungsraum, um sicherzustellen, dass sie für ein „Wiedersehen“ im nächsten Kampf wieder fit sind.
Erist kein ideologischer Anhänger von Kai Chisaki.
Als Taishiro Toyomitsu (Fatgum) ihn nach den Hintergründen der Shie Hassaikai ausfragt, erzählt Rappa relativ offen, was er weiß, und bezeichnet Chisaki in seiner typischen flapsigen Art einfach als „Overhaul“.
In dem Spin-off My Hero Academia: Vigilante – Illegale Helden merkt man, wie sehr er Kämpfe romantisiert:
Für ihn ist „die wichtigste Eigenschaft eines Menschen die Schlagkraft“, und er ist überzeugt, dass „Frauen die Philosophie eines Mannes, wenn es ums Prügeln geht, nicht verstehen“.
Sein Quirk heißt „Starke Schulter“ und konzentriert sich komplett auf die Rotation und Kraft seiner Schultern.
Dadurch kann er seine Arme mit aberwitziger Geschwindigkeit bewegen und extrem starke, ununterbrochene Schlagserien abfeuern.
Auf den ersten Blick wirkt der Quirk unspektakulär, da er „nur“ die Schlagkraft und -frequenz erhöht.
In Kombination mit Rappas massiv trainierter Körperkraft wird daraus jedoch eine zerstörerische Waffe im Nahkampf.
Seine Fäuste wurden mit Projektilen verglichen:
Sie durchschlagen mühelos die absorbierende Fettbarriere von Taishiro Toyomitsu (Fatgum), die sonst gegnerische Angriffe aufnehmen und entschärfen kann.
Sie schaffen es, selbst die maximal verhärtete Haut von Eijiro Kirishima aufzubrechen und sogar zu „schälen“.
Rappa holt seine Faust fast bis direkt neben die Schulter zurück und nutzt dann die volle Rotationskraft, um sie nach vorn zu schleudern – ein Stil, der normalerweise als grober, leicht lesbarer „Telephon-Schlag“ gelten würde.
Doch dank seines Quirks kann er diesen Bewegungsablauf in irrational hoher Frequenz wiederholen, ohne dass seine Bewegungen langsamer oder ungenau werden.
Je länger der Kampf dauert, desto mehr „wärmen sich seine Schultern auf“ und seine Schlagfrequenz und Stärke scheinen sogar noch zuzunehmen.
Er denkt während seiner Angriffe kaum nach, sondern verlässt sich auf eine reine Reflex- und Wiederholungsbewegung, eine Art „automatisierte Offensive“, die er nicht unterbricht, bis der Gegner fällt.
Ein Beobachter beschreibt seinen Kampfstil als „in einer Arena zur Perfektion weiterentwickelte Kampfform“ und vergleicht ihn mit einem „Kampfhund, der in einem Käfig mit hunderten Fights abgehärtet wurde“.
Er hat keinerlei Interesse an Verteidigung: Rappa ist ein reiner Offensivkämpfer und betreibt Kampf als ultimativen Hochleistungssprint nach vorne.
Kendo Rappa wuchs in einem Umfeld auf, in dem er stark von seinen Eltern unterdrückt wurde.
Als Gegenreaktion stürzte er sich mit voller Wucht in die Welt der Prügeleien und wurde zu einem kompromisslosen Straßen- und Arenakämpfer.
Später schloss er sich illegalen Untergrund-Kampfschauplätzen an, in denen Quirks im Kampf erlaubt waren.
Dort gewann er beinahe jeden Kampf mühelos, was dazu führte, dass er sich langweilte und frustriert war, weil er weder wirkliche Lebensgefahr noch Gegner auf seinem Niveau vorfand.
In dieser Phase erschien Kai Chisaki im Untergrundring und zeigte Interesse an Rappa.
Rappa forderte ihn direkt zu einem Eins-gegen-Eins-Kampf heraus – und verlor zum ersten Mal überhaupt, und zwar in einem Augenblick.
Diese demütigende, aber faszinierende Niederlage prägte ihn nachhaltig.
Aus reiner Gier nach einem „echten“ Todeskampf mit Chisaki trat er der Shie Hassaikai bei, einzig mit dem Ziel, dessen Kopf zu fordern.
Er hat Chisaki seitdem mehrfach herausgefordert – fünfmal, wie er selbst sagt.
Er hat jedes einzelne dieser Duelle verloren, ist jedoch jedes Mal aufs Neue zurückgekehrt, weil er in Chisaki jemanden sieht, der ihn an seine Grenzen bringen könnte.
Da er Shie Hassaikai erst relativ spät beitrat, liegen den Behörden nur wenige detaillierte Daten über ihn vor.
Sein Ruf als extrem gefährlicher Nahkämpfer in der Organisation verbreitete sich trotzdem schnell.
Kampf im Untergrundkomplex der Shie Hassaikai
Während die Shie Hassaikai-Zentrale gestürmt wird, kommt es in einem unterirdischen Gang zu einem entscheidenden Zusammenstoß.
Taishiro Toyomitsu (Fatgum) und Eijiro Kirishima werden von der Gruppe getrennt und durch einen Seitengang in einen Nebenraum geschleudert.
Dort warten Kendo Rappa und Hekiji Tengai auf sie.
Zwischen Rappa und Tengai ist die Stimmung bereits angespannt, weil ihre Werte und Vorstellungen von Kampf sich deutlich unterscheiden: Rappa will wilde Prügeleien, Tengai legt Wert auf defensive Kontrolle.
Rappa startet mit seiner typischen Vollgas-Offensive und prügelt ohne Unterlass auf Fatgum und Kirishima ein.
Fatgums Absorptionsfähigkeit kann die Schläge nicht schnell genug aufnehmen, und Kirishimas Verhärtung wird Stück für Stück zerschlagen.
Rappa ist in seinem Element und treibt beide Helden körperlich an den Rand des Zusammenbruchs.
Er wirkt in dieser Phase wie eine unaufhaltsame Abrissbirne, die weder Schläge scheut noch irgendwelche taktischen Umwege geht.
Als Fatgum scheinbar am Ende seiner Kräfte ist, rafft sich Kirishima noch einmal zu einem entschlossenen Block auf und stellt sich zwischen Rappa und seinen Mentor.
Dieser kurze Moment, in dem Kirishima die Schläge standhält, verschafft Fatgum die Chance, seine absorbierte Energie in einem einzigen, massiven Gegenschlag zu entladen.
Der geballte Rückschlag trifft Rappa und Tengai und schleudert beide mit brutaler Wucht in die Wand.
Tengais Barriere, die sich reflexartig aktiviert, dient dabei ironischerweise als Puffer, sodass sie zwar schwer verletzt, aber nicht getötet werden.
Rappas Schultern und Arme sind schwer lädiert, seine Knochen sind angeschlagen und er kann seine Arme kaum heben.
Dennoch ist er bei Bewusstsein und in der Lage, sich zu bewegen.
Rappas unerwartete „Fairness“
In dieser Lage zeigt sich seine ungewöhnliche Moral:
Anstatt die wehrlosen Helden zu töten oder ihnen weiter Schaden zuzufügen, drängt er darauf, dass ihre Wunden versorgt werden.
Er lobt Kirishima und Fatgum ausdrücklich für ihren Kampfgeist und bezeichnet das Duell als großartig.
Tengai ist über dieses Verhalten völlig fassungslos, da Rappa sogar auf ihn eintritt und ihn bewusstlos tritt, um weitere Einmischung zu verhindern.
Rappa fordert eine zukünftige „Wiederauflage“ dieses Kampfes:
Er will, dass beide Helden gesund gepflegt werden, damit man später „ordentlich weiterkämpfen“ könne – selbstverständlich mit dem Ziel, jemanden im Rahmen dieses „ehrenvollen Kampfes“ zu töten.
Als Fatgum einwendet, dass es im Fall einer Verhaftung kein „nächstes Mal“ geben wird und dass das Ganze für Rappa einer Niederlage gleichkommt, reagiert dieser mit seiner eigenen Logik.
Für ihn gilt: „Solange niemand gestorben ist, ist es ein Unentschieden.“
Interessant ist, dass er den bewusstlosen Kirishima danach nicht anrührt.
Er respektiert offenbar, dass ein Kampf nur dann zählt, wenn beide Seiten bei Bewusstsein und in der Lage sind, sich zu wehren.
Kurz darauf trifft Juzo Moashi (Centipeder) mit weiteren Helden ein.
Sie setzen Rappa fest, der zwar versucht, sich zur Wehr zu setzen, letztlich aber überwältigt und verhaftet wird.
Im Spin-off My Hero Academia: Vigilante – Illegale Helden taucht Kendo Rappa in einem früheren Handlungszeitraum auf.
Dort ist er in einem illegalen Kampfevent aktiv und wird unter dem Ringnamen „The Rapper“ vorgestellt, mit einer beeindruckenden Bilanz von 20 Siegen ohne Niederlage.
Während dieser Kämpfe trifft er auf den damals noch inkognito agierenden Naomasa-ähnlichen Vigilanten-Vorläufer Knuckleduster.
Rappa erkennt in ihm einen interessanten Gegner und ist sofort begeistert von dessen Art zu kämpfen.
Obwohl Knuckleduster aus taktischen Gründen bewusst verliert, respektiert Rappa seine Haltung und teilt sogar die Kampfgage mit ihm, indem er ihm die Hälfte des Preisgeldes zusteckt.
Mit seiner unpolierten, aber konsequenten Sicht auf Stärke und Schlagkraft beeinflusst er Knuckledusters späteres Selbstverständnis als Vigilant.
In demselben Handlungsbogen tritt auch die spätere Profiheldin Rumi Usagiyama (Mirko) als Schülerin auf und mischt sich in das Geschehen ein.
Rappa und Mirko geraten aneinander, da sie völlig unterschiedliche Vorstellungen von Kampfstil und Philosophie haben: Rappa setzt auf rohe Fäuste, Mirko auf akrobatische Kick-Techniken.
Trotz dieser Differenzen arbeiten beide zeitweise zusammen, um einen größeren Zwischenfall in der Arena zu stoppen.
Man merkt, dass Rappa sich mit starken Kämpfern wie Mirko auf eine gewisse Weise „anfreundet“, auch wenn sie sich dauernd in den Haaren liegen.
In offiziellen Begleitwerken wird Kendo Rappa als „Kampfhund ohne Verteidigung“ beschrieben, der sich ausschließlich auf offensive Schlagserien verlässt.
Sein Kampfstil gilt als Paradebeispiel für die spezialisierte Anpassung eines Kämpfers an eine extreme Umgebung wie die Untergrundarena.
In der Spielereihe My Hero One’s Justice 2 ist Kendo Rappa als spielbarer Charakter vertreten.
Unter den Mitgliedern der Shie Hassaikai gehört er neben Kai Chisaki zu den wenigen, die direkt vom Spieler gesteuert werden können und deren brachiale Nahkampfstilistik umgesetzt wurde.
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