Hongniang ist eine Nebenfigur aus dem Roman- und Animewerk „Kusuriya no Hitorigoto“, die als 30-jährige Oberste Hofdame der Konkubine Gyokuyou im Jadepalast des Kaiserlichen Harems dient.
Hongniang ist die leitende Hofdame (eine Art Haushofmeisterin) von Gyokuyou, einer der kaiserlichen Konkubinen.
Sie ist etwa 30 Jahre alt und übernimmt im Palast sowohl Verwaltungsaufgaben als auch die Leitung der wenigen Hofdamen, die Gyokuyou direkt dienen.
Sie gilt als arbeitsam, realistisch und menschenkundig.
Gleichzeitig verzweifelt sie oft an den ungewöhnlichen und im Harem „unangebrachten“ Verhaltensweisen von Maomao, die für sie selbst völlig selbstverständlich erscheinen.
Hongniang ist eine Figur aus „Kusuriya no Hitorigoto“, einer Geschichte, die im Kaiserlichen Harem und am Hof spielt.
Dort ist sie die zuständige Oberhofdame im Jadepalast (翡翠宮), in dem Gyokuyou residiert.
Kurz bevor Maomao als neue Probiererin und Hofdienerin zu Gyokuyou stößt, dienten der Konkubine mindestens fünf Hofdamen.
Nach der Feststellung von Gyokuyous Schwangerschaft werden jedoch zwei der bisherigen Probiererinnen entlassen, weil sie durch Vergiftungen dauerhaft Schäden davongetragen haben – eine mit bleibendem Kribbeln in den Händen, eine mit schweren seelischen Problemen.
Bis zum Eintreffen der drei Schwestern aus der Heimat von Maomao und Gyokuyou besteht der engere Hofstaat dadurch nur noch aus vier Dienerinnen: Hongniang und drei weitere Hofdamen.
Hongniang koordiniert und beaufsichtigt diese kleine, aber wichtige Gruppe.
Hongniang ist pflichtbewusst, pragmatisch und besitzt einen guten Blick für menschliche Schwächen und Nöte.
Sie versteht die schwierigen Umstände im Harem und zeigt oft Mitgefühl, auch wenn sie streng auftreten muss.
Ein gutes Beispiel ist ihre Reaktion, als sie erfährt, dass Maomao sich absichtlich als unfähig darstellt, um keine Aufmerksamkeit zu erregen und nicht „aufzusteigen“.
Hongniang erkennt die dahinterstehenden Gründe – etwa Maomaos Vergangenheit als Verschleppte, die an den Harem verkauft wurde – und handelt taktvoll statt schlicht zu schimpfen.
Gleichzeitig hat sie im Alltag mit vielen Problemen zu kämpfen:
Maomaos Verhalten ist im strengen und stark reglementierten Harem oft völlig unkonventionell, was aus Hongniangs Sicht massive Kopfschmerzen bereitet.
Trotz dieser Schwierigkeiten ist sie Maomao gegenüber nicht feindselig.
Sie ist eher eine vernünftige, wenn auch besorgte „Vorgesetzte“, die Ordnung wahren will, ohne dabei herzlos zu sein.
Zu Gyokuyou
Hongniang ist Gyokuyou zutiefst loyal.
Sie sieht ihre Aufgabe klar darin, die Konkubine und das Kind der Kaiserfamilie zu schützen und den Haushalt des Jadepalastes effizient zu führen.
Als später deutlich wird, dass Gyokuyou Maomao auch als eine Art Informantin oder „Spionin“ innerhalb des Harems nutzt, bleibt Hongniang zwar loyal, macht sich aber Sorgen.
Sie möchte nicht, dass Maomao in politische Intrigen hineingezogen wird, die letztlich Gyokuyou schaden könnten.
Daher sagt sie Maomao deutlich:
„Tu nichts, was wie ein Verrat an Gyokuyou aussehen könnte.“
Diese Warnung zeigt, wie ernst sie Gyokuyous Sicherheit nimmt und wie wachsam sie gegenüber Machtspielen im Harem ist.
Zu Maomao
Anfangs hält Hongniang Maomao für eine etwas merkwürdige, aber nützliche Dienerin.
Als sie jedoch Maomaos wahre Fähigkeiten als Giftkundige und Analytikerin erkennt, wird ihr klar, dass dieses Mädchen schnell zu einer Schlüsselfigur werden könnte.
Hongniang versteht, warum Maomao sich unauffällig geben will.
Um ihr finanziell zu helfen und gleichzeitig einen formalen Grund für höhere Zahlungen zu schaffen, inszeniert sie etwa eine Situation, in der sie Maomao absichtlich eine teure Vase in die Hände drückt, diese „versehentlich“ fallen lässt und den Schaden offiziell Maomao anrechnet – um das entsprechende Geld auf ihr Gehalt zu schlagen und so eine bestehende Geldschuld zu tilgen.
Damit zeigt Hongniang sowohl organisatorisches Talent als auch menschliche Wärme.
Sie nutzt die Regeln des Systems geschickt, um Maomao zu schützen, statt sie auszunutzen.
Gleichzeitig bereiten ihr Maomaos respektlose Direktheit, ihr wissenschaftlicher Blick auf alles und ihre völlige Gleichgültigkeit gegenüber Etikette permanent Sorgen.
Was für Maomao selbstverständlich ist – etwa auf riskante Weise mit Giften zu experimentieren oder offen über Tabuthemen zu sprechen – ist im strengen Harem gefährlich und wirkt auf Hongniang wie blanker Wahnsinn.
Zu Gaoshun
Hongniang scheint grundsätzlich an einer Heirat interessiert zu sein.
Für eine gewisse Zeit hegt sie romantisches Interesse an Gaoshun, dem ernsten und fähigen Assistenten von Jinshi.
Als sich herausstellt, dass Gaoshun bereits verheiratet ist und eine Familie hat, gibt sie diesen Gedanken jedoch auf.
Ihr Schwärmerei erlischt, und sie wendet sich wieder ganz ihren Pflichten zu.
Im Verlauf der Geschichte kommt es zu einer dramatischen Krankheitswelle im Harem:
Sowohl Gyokuyou und ihre Tochter Lingli als auch Lihua und der Kronprinz leiden an Appetitlosigkeit, Durchfall und Übelkeit, die sich über längere Zeit hinziehen.
Die kaiserlichen Ärzte sind ratlos, und es wird bekannt, dass bereits früher drei Kinder des Kaisers an denselben Symptomen verstorben sind.
Unter den Hofleuten macht das Wort „Fluch“ die Runde, und selbst die eigentlich kluge Lihua beginnt aufgrund ihres schlechten Zustands an diese Gerüchte zu glauben.
Im Hintergrund arbeitet jedoch Maomao als einfache Dienerin im Harem.
Sie erkennt, dass es sich nicht um einen Fluch, sondern um eine Vergiftung mit bleihaltigem Weißpuder handelt, der als Schminke verwendet wird.
Maomao verfasst anonyme Warnbriefe an den Jadepalast (Gyokuyou) und den Kristallpalast (Lihua), mit der Botschaft, dass Schminke gefährlich ist und von den Kindern ferngehalten werden muss.
Gyokuyou nimmt die Warnung an, woraufhin Lingli überlebt – Lihua hingegen ignoriert den Hinweis, verliert den Kronprinzen und gerät selbst in lebensbedrohlichen Zustand, bis Maomao sie persönlich behandelt.
Durch diese Ereignisse wird Maomao im Harem und letztlich sogar am Kaiserhof bekannt.
Sie gewinnt die Aufmerksamkeit von Jinshi, von Lihua, vom Kaiser und von der Kaiserinwitwe Anshi – was Hongniang sowohl als Chance als auch als Risiko sieht, da Maomao nun unweigerlich in Machtstrukturen hineingezogen wird.
Nachdem Gyokuyou dank Maomaos Warnung ihr Kind behält, arbeitet sie gemeinsam mit Jinshi daran, Maomao aus der Stellung einer einfachen Dienerin herauszuheben.
Maomao soll offiziell zur Probiererin und Spezialistin für Gifte und Medizin erhoben werden.
Maomao wehrt sich dagegen, da sie weiß, dass jeder „Karriereschritt“ den Menschenhändlern zugutekommt, die an ihrer früheren Verschleppung verdient haben.
Sie will kein Werkzeug im Geschäft von Menschenhandel und Ausbeutung sein und lehnt Beförderungen grundsätzlich ab.
Hongniang versteht diesen inneren Konflikt, zwingt Maomao aber nicht offen zu etwas.
Stattdessen nutzt sie – wie beim Vasen-Trick – clevere, indirekte Mittel, um Maomao materiell abzusichern und gleichzeitig ihre Position im Jadepalast zu stabilisieren.
In der Anime-Adaption von „Kusuriya no Hitorigoto“ wird Hongniang von Megumi Toyoguchi in der Originalfassung gesprochen.
Ihre Stimme unterstreicht Hongniangs Mischung aus Strenge, Reife und warmherzigem Humor.
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