Meme Oshino ist ein rätselhafter Experte für Übernatürliches, der in der Serie "Bakemonogatari" eine zentrale Rolle spielt. Er ist ein Mann in den Dreißigern mit auffälligem Erscheinungsbild und außergewöhnlichen Fähigkeiten im Umgang mit Phänomenen, die als "Kaii" bekannt sind. Meme Oshino agiert als neutraler "Balancer" zwischen Menschen und diesen Kreaturen, weigert sich aber, Menschen direkt zu helfen – stattdessen bringt er ihnen bei, wie sie sich selbst retten können. Trotz seiner distanzierten Art und sarkastischen Züge ist auf seine Kompetenz Verlass und er unterstützt den Protagonisten Koyomi Araragi und dessen Freunde immer wieder auf indirekte Weise. Besonders bekannt ist er für seine markanten Sprüche und einen eigenen Moralkodex.
Meme Oshino ist von schlanker Statur und wird meist mit zerzausten, blonden Haaren und einem grell gemusterten, psychedelischen Hawaiihemd gesehen. Sein äußeres Erscheinungsbild wirkt auf den ersten Blick eher windig und seltsam, was seine geheimnisvolle Aura nur verstärkt. Er trägt für gewöhnlich eine Zigarette im Mund, die jedoch nie angezündet ist.
Oshino ist zynisch und scherzt häufig, wirkt stets, als wüsste er mehr, als er preisgibt. Er bleibt immer neutral und bevorzugt es, sich nicht auf eine Seite zu schlagen. Menschen direkt zu helfen lehnt er ab; stattdessen spricht er davon, "Kraft zu leihen". Er liebt es, sarkastische und tiefgründige Kommentare abzugeben und bevorzugt Abstand zu moderner Technologie – schon der Gebrauch eines Handys ist ihm fremd. Trotz aller Distanz ist er letztlich ein hilfsbereiter Mensch, der Menschen indirekt auf den richtigen Weg bringt.
Meme Oshino hat an einer shintoistischen Universität studiert. Dort war er Mitglied desselben Okkultismus-Clubs wie Kaiki Deishū und Kagenui Yozuru. Gaen Izuko war seine ältere Kommilitonin. Schon damals war er als Genie bekannt, und sein buntes Hawaiihemd gehörte offenbar schon damals zu seinem Markenzeichen. Es heißt, er habe in der Studienzeit Frauen "um sich gescharrt" und galt als "lässiger Typ". Dennoch wird berichtet, dass er letztlich ein einsamer Einzelgänger ist. Laut Ononoki Yotsugi liegt auf ihm ein "Fluch, an keinem Ort verweilen zu können".
Oshino gilt als "Autorität für Yōkai und Kaii", sieht sich selbst nicht als Jäger, sondern als Vermittler und Verhandler. Trotz dieser Ausrichtung gilt seine Kampfkraft als eine der stärksten in der Serie. Im Prequel-Roman „Kizumonogatari“ wehrt er im Alleingang den Angriff dreier Vampirjägerprofis (darunter Guillotine Cutter) mühelos ab. Außerdem gelingt es ihm, Kiss-Shot Acerola-Orion Heart-Under-Blade unbemerkt das Herz zu entnehmen.
Oshino ist der selbsternannte Verwandte von Oshino Ōgi. Er bildet mit Kaiki Deishū und Kagenui Yozuru das ehemalige Studien-Triumvirat. Mit Shinjōgahara Hitagi verbindet ihn ein pragmatisches Verhältnis, auch wenn er ihr zu Beginn recht schroff begegnet. Zu Koyomi Araragi entwickelt sich über die Zeit eine Art Mentor-Schüler-Beziehung.
Laut Vorlage besteht Oshino darauf, seine Zigarette nie anzuzünden, um die Animationsumsetzung zu erleichtern – ein ironischer Seitenhieb auf Produktionshürden, der später im Manga ignoriert wurde, wo er die Zigarette sehr wohl raucht. In "Koimonogatari" merkt Kaiki Deishū an, dass Oshino stets auftaucht, wenn etwas wirklich Wichtiges geschieht.
- „Du bist ja heute ausgesprochen energiegeladen. Ist etwas Gutes passiert?“
- „Das ist nicht zu unterschätzen, du hast endlich für dich selbst gekämpft. Ich respektiere dich, Koyomi Araragi.“
- „Koyomi Araragi, was hast du eigentlich vor, wenn du meine niedliche Nichte so rücksichtslos zu Boden wirfst? Du bist ja voller Energie. Gab’s was Gutes?“
- „Als jemand mit einer Freundin solltest du keine zweifelhaften Dinge mit jüngeren Schülern machen.“
- „Ich habe dir nicht geholfen. Du hast dich ganz allein gerettet, Koyomi Araragi.“
- „Gut gemacht.“
Die Anfänge: Hilfe für Koyomi Araragi
Meme Oshino taucht als Experte für Kaii in der verlassenen Lerninstitut-Ruine auf, die er illegal bewohnt. Er bringt Koyomi Araragi die Grundsätze im Umgang mit Übernatürlichem bei und hilft ihm, seine vampirischen Kräfte zu kontrollieren. Auch Hitagi Senjougahara sucht dank Koyomis Empfehlung Rat bei ihm; Oshino erkennt rasch, dass das eigentliche Problem aus ihr selbst heraus entsteht und konfrontiert sie direkt.
Meister des Gleichgewichts
Oshino versteht sich als neutralen Balancer, der Menschen wie Monster nie direkt rettet, sondern ihnen nur zeigt, wie sie sich selbst retten können. Trotz seiner Weigerung, Aktivparteilichkeit zu zeigen, greift er in kritischen Momenten ein, etwa als er im "Frühjahrs-Zwischenfall" drei Vampirjäger gleichzeitig ausschaltet.
Abschied und Rückkehr
Am Ende von "Bakemonogatari" verlässt Oshino die Stadt und hinterlässt eine Lücke. Später wird klar, dass er mit Kaiki Deishū und Kagenui Yozuru im gleichen Okkultismuskreis zu Universitätszeiten war und Gaen Izuko deren Vorgesetzte ist. In "Onimonogatari" erscheint mit Oshino Ōgi eine angebliche Nichte von Oshino als neue Akteurin der Ereignisse.
Das Finale bei "Ougi Dark"
Im Showdown von „Owarimonogatari: Ougi Dark“ wird Koyomi Araragi von „Kuraiyami“ und Oshino Ōgi in eine ausweglose Lage gebracht. In letzter Sekunde taucht Meme Oshino wieder auf, nachdem ihn Tsubasa Hanekawa aus der Antarktis zurückgeholt hat. Oshino erkennt Ōgi offiziell als seine Familie an, wodurch Ōgi vollständig real wird und „Kuraiyami“ verschwindet. Araragi dankt ihm: „Danke, Oshino.“ Meme Oshino antwortet: „Ich habe dir nicht geholfen – du bist ganz allein davon gekommen, Koyomi Araragi. Gut gemacht.“
Oshino wird häufig als „Aloha-Junge“ von Shinobu bezeichnet.
Er wird erst durch die Anime-Adaption mit einem konkreten Charakterdesign versehen, was viele überraschte.
Das auffällige Hawaiihemd ist seit seiner Unizeit ein fester Bestandteil seines Stils.
Im Manga hat man entgegen der Romanvorlage die Zigarette doch angezündet gezeichnet.
Die Frage, ob der Fluch des Ruhelosen tatsächlich besteht, bleibt offen.
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