Broly ist einer der legendärsten Gegenspieler im Dragon Ball-Universum. Er wurde ausschließlich für fünf Kinofilme erschaffen und taucht weder im Manga noch in der TV-Serie auf. Mit seiner überwältigenden Stärke, seinem massiven Körperbau und seiner gnadenlosen, von Hass getriebenen Persönlichkeit ist er für viele der „wahre“ stärkste Saiyajin überhaupt. Seine tragische Herkunft, sein Hass auf Kakarot (Goku) und seine Fähigkeit, selbst Z-Krieger im Alleingang zu dominieren, machten ihn international zur Kultfigur. Seine berühmten Zitate, seine brutalen Kämpfe sowie skurrile Auftritte in Games und Spin-offs haben Broly zu einem der beliebtesten, aber auch polarisierendsten Charaktere der Reihe gemacht.
Broly beeindruckt durch seinen extrem muskulösen, fast übermenschlichen Körperbaustil. Er ist über zwei Meter groß, mit markanten Gesichtszügen und auffälligen, spitzen Haaren. In seiner normalen Form trägt er einen goldenen Gürtel, rote Stofftücher, weiße Pluderhosen, diverse Arm- und Halsbänder sowie große Ohrringe. Zu Beginn trägt er ein Kontrollgerät in Form eines Stirnreifs, das später zerbricht. Als „Legendärer Super-Saiyajin“ wird seine Körpermasse noch gewaltiger, die Haare schimmern oft grünlich-golden, und sein Blick ist leer und wild. Als Kind hatte er noch einen Saiyajinschwanz, später ist dieser meist nicht mehr sichtbar.
Zu Beginn wirkt Broly zurückhaltend und schweigsam – fast wie ein verletzlicher junger Mann. Unterdrückt durch das Kontrollgerät gehorcht er seinem Vater Paragus und ist höflich im Umgangston. Sobald seine wahre Kraft erwacht, verwandelt sich Broly jedoch in eine unaufhaltsame Bestie. Er liebt nichts als Gewalt und Zerstörung, lacht grausam und verspottet seine Opfer. Seine bekannte Zeile „Was ist Nachsicht?“ zeigt seine völlige Skrupellosigkeit. In seiner Wut steigert er sich immer weiter ins Unermessliche, verspürt praktisch nie einen Kraftverlust und fürchtet weder Tod noch Gegner. Sein Hass richtet sich vor allem gegen Kakarot – der einzige Name, den er in Rage zu brüllen vermag.
Broly wurde im Jahr 737 derselben Zeitrechnung wie Kakarot geboren. Schon als Baby übertraf seine Kampfkraft die 10.000er-Marke, weswegen König Vegeta ihn mit seinem Vater Paragus verbannen ließ. Als die Saiyajin-Heimatwelt von Freeza zerstört wurde, erwachte in Broly echtes Überlebenspotenzial – er konnte mit Paragus entkommen. Von klein auf sind seine Kräfte so bedrohlich, dass Paragus ihm ein Kontrollgerät anlegt und Broly dadurch einen passiven, verschlossenen Charakter annimmt. Jahre später lockt Paragus die Z-Krieger auf einen neuen Planeten, um Rache an König Vegetas Blutlinie zu nehmen. Als Broly dort auf Goku – seinen uralten Widersacher – trifft, explodiert sein innewohnender Hass, er verliert die Kontrolle und entfesselt als „Legendärer Super-Saiyajin“ seine wahre, zerstörerische Natur.
Broly ist der ultimative Krieger: Schon als Säugling besitzt er absurd hohe Kampfkraft, transformiert sich mühelos in den Super-Saiyajin – und später in eine einzigartige, legendäre Form, bei der unendliche Kraftzunahme ohne Energieverlust zu beobachten ist. Seine Schläge und Techniken (darunter „Gigantischer Meteor“, „Eraser Cannon“, „Blaster Shell“) zerstören ganze Planeten mit Leichtigkeit. Er bewegt sich trotz Muskelmasse extrem schnell, weicht Attacken mit verschränkten Armen aus und ist auch taktisch nicht zu unterschätzen: Er erkennt, wer für seine Gegner wichtig ist, oder durchschaut Täuschungsversuche.
Sein ikonischstes Merkmal: Je länger der Kampf dauert, desto stärker und wilder wird Broly („Die Kraft steigt ... sie fließt über!“). Verletzungen scheinen ihn kaum zu stoppen – selbst im All überlebte er ungeschützt.
Brolys wichtigste Beziehung ist sein Hass auf Kakarot (Goku): Bereits als Säugling wurde er von dessen lautem Weinen traumatisiert. Seitdem steigert sich seine Fixierung zu unbändigem Hass, der oft sein einziger Antrieb ist. Paragus, sein Vater, sieht Broly teils als Wunderkind, will ihn aber auch kontrollieren, wozu er zu drastischen Mitteln greift. Dennoch verrät Drehbuchautor Koyama, dass Broly seinen Vater insgeheim sehr schätzte, was den späteren Mord durch Kontrollverlust besonders tragisch macht. Vegeta sieht in Broly eine urtümliche Bedrohung und ist als einziger Gegner noch vor Kampfbeginn von Angst paralysiert.
„Kakarot ... dich nehme ich zuerst auseinander ...“
„Die Kraft steigt ... sie fließt über!“
„Ich bin kein Monster … Ich bin der Teufel!“
„Was ist Nachsicht?“
„Unnütz … Ich mach’s schnell zu Ende.“
„Was war das grade ...?“
Die Auftakt: „Dragon Ball Z: Brennende Schlacht! Heftiger, heftiger, gefährlicher Kampf!“
Broly gibt sein Debüt als von Paragus gelenkte Waffe. Er vernichtet mit Leichtigkeit die Südgalaxie und zeigt bereits zu Beginn die Dimension seiner Macht. Auf dem neuen Planeten Vegeta inszeniert Paragus einen Hinterhalt für Vegeta und die anderen Saiyajins. Erst mit Kakarots Eintreffen bricht Brolys Kontrolle – sein abgrundtiefer Groll kommt zum Vorschein, und er verwandelt sich in den legendären Super-Saiyajin. Über zwanzig Minuten dominiert er die Z-Krieger, weicht allen Angriffen aus und beantwortet selbst Gokus Kamehameha im Nahkampf mit einem Lächeln. Erst als alle Krieger Broly ihre Energie geben, gelingt es Goku mit einem letzten Schlag, ihn zu besiegen. Der Planet bricht zusammen.
Die Rückkehr: „Dragon Ball Z: Die gefährlichsten Zwei - Die Super-Krieger schlafen nicht!“
Überlebt im All, landet Broly todgeweiht auf der Erde – eingefroren, aber durch Goten Sons Schreie schließlich wiedererweckt. Er ist jetzt reiner Rachegeist, stärker als je zuvor, und macht Jagd auf die Söhne von Goku (Gohan, Goten Son, Trunks). Broly dominiert die nächste Generation und zwingt die Helden zu einer letzten Kraftanstrengung: Mit der vereinten „Dreifachen Familien-Kamehameha“ von Goku (spirituell), Gohan und Goten Son wird er samt seiner gewaltigen Energiekugel in die Sonne katapultiert.
Das Klonmonster: „Dragon Ball Z: Superkrieger-Besiegung! Ich bin der Stärkste!“
Ein Kultpriester schafft mit Brolys Blut einen „Bio-Broly“, der monströser, aber ebenso brutal ist wie das Original. Trunks, Goten Son und Jinzouningen 18-gou kämpfen gegen diese groteske, schleimüberzogene Kampfmaschine. Final wird er durch die Verbindung mit Meerwasser versteift und zerstört.
Neuinterpretation und Kanon: „Dragon Ball Super: Broly (BROLY)“ & „Super Hero“
In diesem Reboot – von Akira Toriyama selbst – wird Brolys Herkunft und Persönlichkeitsstruktur stark überarbeitet. Seine Tragik, die Verbindung zu Goku und Vegeta und seine Integration in die offizielle Timeline erhalten neue Facetten. In „Super Hero“ trainiert Broly weiter mit Goku und Vegeta auf Beerus’ Planeten.
Beziehungen zu Goku (Kakarot)
Goku ist Brolys Hauptziel und Obsession. Von Babys an gequält, richtet Broly fortwährend seinen Hass auf ihn. In der zweiten Verfilmung spricht er kaum noch andere Worte als „Kakarot“. In Games und Spin-offs gibt es zahllose Anspielungen und Insider-Gags rund um diese Fixierung.
Broly erhielt seinen Namen aufgrund des Wortspiels mit „Brokkoli“. Ursprünglich war er ein reiner Antagonist, wurde aber in Games und Stories manchmal umgedeutet oder sogar „befriedet“. Die schiere Popularität führte dazu, dass er mehrfach als Filmgegner zurückgebracht wurde – ein Novum, das einzig seiner Übermacht geschuldet war. In Games taucht er nahezu überall auf und ist oft der ultimative Endgegner. Selbst der Schöpfer vergaß angeblich zwischenzeitlich, Broly designt zu haben.
Auch kleine Easter Eggs: In manchen Events taucht sein Vater Paragus als Partnerkarte mit auf, oder in alternativen Zeitlinien wird Broly ein Teamplayer, der sich etwa mit Trunks verbrüdert oder zeitweise den Z-Kriegern anschließt („Was wäre wenn“-Stories).
Broly ist fester Bestandteil zahlreicher Dragon Ball-Games. Als spielbarer Charakter (teils mit Original- oder Parodieformen, wie Super Saiyajin 3 oder 4, Bio-Broly usw.) tritt er fast überall auf – oft mit eigenen Movesets und ikonischen Sprüchen. In „Dragon Ball Z: Dokkan Battle“ existieren unzählige Versionen von Broly, darunter verschiedene LR- und UR-Karten mit Fokus auf Angriffskraft.
Seine Techniken wie „Blaster Shell“, „Gigantischer Meteor“, „Eraser Cannon“ und weitere Attacken variieren je nach Medium und Game. Häufig werden Anime-Momente 1:1 als Spezialattacke eingebunden – legendär sind Szenen wie das Werfen von Gegnern gegen Felsen („Felsen-Sound“), die Fan-Kultur wurde von solchen Versatzstücken geprägt.
Bekannt ist Broly auch als Meme-Phänomen, dessen berühmte Zitate, Musikuntermalungen und Parodie-MADs durch die Fandom-Szene wandern.
In Fanwerken wie „Super Dragon Ball Heroes: Avatars!!“ taucht sogar ein Junge namens „Take-Rolly“ auf, dessen Persönlichkeit Brolys Fangir-Charakter auf die Spitze treibt.
Broly bleibt ein Inbegriff für rohe, ungebändigte Saiyajin-Gewalt – einer, der selbst nach Jahren immer wieder in neuen Facetten für Überraschungen, Faszination und Diskussion sorgt.
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