Taizou Hasegawa war einst ein angesehener Elitebeamter und leitete die Einwanderungsbehörde der Edo-Regierung. Doch durch eine Verkettung unglücklicher Ereignisse und einen handfesten Eklat fiel er tief und lebt mittlerweile als obdachloser Gelegenheitsarbeiter, von allen nur noch „Madao“ (Abkürzung für „Mann, der komplett nutzlos ist“) genannt. Trotz diverser Versuche, wieder Fuß zu fassen, landet er immer wieder am Boden – bleibt dabei jedoch ein herzensguter Mensch, der sich für seine Freunde einsetzt. Hasegawa besitzt ein großes Talent für vieles, aber das Glück scheint ihm nicht hold zu sein. Legendär sind sowohl sein trauriger Alltag als auch seine pointierten Lebensweisheiten, mit denen er selbst die verzweifelsten Situationen mit einem Augenzwinkern kommentiert.
Taizou Hasegawa ist 38 Jahre alt und 179 cm groß.
Er wiegt 67 kg.
Geboren wurde er am 13. Juni.
Er trägt stets eine Sonnenbrille, die zu seinem Markenzeichen geworden ist.
Seine Statur ist von kräftiger, muskulöser Natur, was jedoch im Kontrast dazu steht, dass er wenig kämpferisch veranlagt ist.
Hasegawa war früher stolz und kaltblütig, verbittert durch das tückische Treiben als hoher Beamter.
Sein heutiger Charakter ist geprägt von Güte, Selbstironie und einer gewissen Pechsträhne.
Er ist äußerst hilfsbereit, verfügt über vielseitige Fähigkeiten, gilt aber als Pechvogel und wird vom Schicksal immer wieder aus der Bahn geworfen.
Trotz zahlreicher Rückschläge gibt er nicht auf und bewahrt sich eine aufrichtige, fast schon naive Ehrlichkeit.
Er ist bodenständig und zeigt oft Einfühlungsvermögen, auch wenn er sich gerne in selbstironischer Weise zum Objekt von Spott macht.
Er neigt dazu, sich zu überarbeiten und ist, wie Gintoki Sakata, kein Kind von Traurigkeit, wenn es um Erotik geht.
Seine Do-it-yourself-Einstellung geht oft nach hinten los – dann greift er zu Glücksspiel oder kuriosen Jobs.
Hin und wieder offenbart er sich auch gerne als selbsternannter Moralapostel.
Aufstieg und Fall eines Beamten
Ursprünglich bekleidete Taizou Hasegawa das höchste Amt der Einwanderungsbehörde und war als ranghoher Würdenträger für die Beziehungen mit den außerirdischen Amanto zuständig.
Durch ein Ereignis rund um Gintoki Sakata und den eigensinnigen Prince Hata, bei dem er aus Wut seinen Vorgesetzten ohrfeigte, wurde er abrupt fristlos entlassen.
Kurz darauf verließ ihn auch seine Ehefrau Hatsu, und er stand vor den Trümmern seines Lebens.
Nach seiner Flucht und dem Bruch mit der Bürokratenwelt blieb ihm nur noch, Gelegenheitsjobs anzunehmen.
Doch immer wieder führen Missgeschicke, die Einmischung von Gintoki oder sein eigenes Pech dazu, dass er jede neue Anstellung schnell wieder verliert.
Zuletzt lebt er als Obdachloser auf der Straße.
Sein Nachname stammt übrigens von seiner Ehefrau – sein Geburtsname ist unbekannt.
Viele nennen ihn nur noch „Madao“ – ein Spitzname, den er selbst angenommen hat und der sein Lebensgefühl widerspiegelt.
Trotzdem gibt er nicht auf und träumt davon, wieder gesellschaftlichen Anschluss zu finden, um sich mit seiner Ehefrau Hatsu zu versöhnen.
Hasegawa ist ein klassischer Alleskönner, jedoch ohne nachhaltigen Erfolg – man könnte sagen, er ist „geschickt unglücklich“.
Er kann sich schnell in verschiedenste Berufe einarbeiten, egal ob als Taxifahrer, Kassierer, Zeitungsverkäufer, Sushi-Kellner oder Rettungsschwimmer.
Seine Deduktionsfähigkeit tritt manchmal hervor – im Handlungsbogen zur Beliebtheitswahl etwa entlarvt er als Erster den Drahtzieher des Vorfalls.
In Action ist er jedoch gänzlich ungeübt und taugt mehr zum lebendigen (sehr robusten) Witzobjekt als zum Kämpfer.
Am innigsten sind seine Verbindungen zu Gintoki Sakata, Shinpachi Shimura und Kagura – die Mitglieder des „Yorozuya“-Teams stehen stets zu ihm.
Mit Kotarou Katsura verbindet ihn mittlerweile eine tiefere Freundschaft, sie necken sich in humorvoller Weise.
Sein Verhältnis zu Hatsu, seiner Frau, bleibt trotz Trennung von subtiler Zuneigung geprägt. An ihrem Hochzeitstag schenkt er ihr beispielsweise einen Kuchen.
Besonders charakteristisch ist auch die Dynamik mit der Gesellschaft – alle nutzen seinen Zustand als Running Gag, behandeln ihn aber nicht ohne Mitgefühl.
Er ist bekannt als unverbesserlicher Pechvogel. Schon als Obdachloser verdient er sich ein Zubrot, indem er Jugendlichen mit seinen Lebensgeschichten (eigentlich Gruselgeschichten) den Sommer verdirbt und damit ein regelrechter Publikumsmagnet wird.
In den verschiedensten Berufen – vom Taxifahrer bis zum Kellner – arbeitet er hart, doch stets scheint das Unglück ihm zu folgen: Entweder ruiniert Gintoki sein Dasein oder andere Umstände führen dazu, dass er wieder am Anfang steht.
Kurios ist auch sein Sammeltrieb, etwa bei über 30 versteckten Erwachsenenfilmen, sowie seine Leidenschaft für hübsche Frauen, die er mit Gintoki teilt.
Seine Sonnenbrille ist so ikonisch, dass sie regelmäßig Mittelpunkt von Gags wird – ähnlich wie Shinpachi Shimura und dessen Brille.
Im Rahmen von Parodien taucht er sogar als „Kommandant“ im animeinternen „NERV“-Witz auf.
Im Kasten von „Gintama 3Z“ wird er als Schüler dargestellt, der mit Nebenjobs seine Schulden zu bewältigen versucht.
Vom Elitedasein zum Obdachlosen
Zu Beginn ist Hasegawa ein hochrangiges Mitglied der Edo-Riege und beauftragt den Yorozuya-Trupp damit, das entlaufene Haustier von Prince Hata zu finden. Durch die Ereignisse drumherum wächst seine Spannung mit Gintoki Sakata, was in einem Gewaltausbruch gegen Prince Hata und seiner sofortigen Entlassung mündet.
Anschließend erlebt er einen beispiellosen sozialen Absturz:
Seine Ehe bricht, eine Rückkehr ins Berufsleben bleibt ihm verwehrt – selbst nachdem er neue Anstellungen ausprobiert, wird er stets durch eigenes Pech oder äußere Einflüsse ruiniert.
Der Kampfgeist der Verlierer
Obwohl er vom Glück verlassen scheint, gibt er nie auf.
Seine Erlebnisse und Lebensweisheiten bringt er humorvoll in die Gesellschaft ein – mit seinen „Hundert Klagegeschichten“ wird er in manchen Staffeln sogar populär.
Auch in actionreichen Bögen, etwa im „Silver Soul Arc“, erhält er gelegentlich einen heroischen Moment.
Oft jedoch bleibt er eine tragikomische Figur, deren kurzfristige Triumphe bald im Alltagspech untergehen.
Freunde, Pech und Ehrlichkeit
Hasegawa mischt sich wiederholt in Handlungsschwerpunkte ein, unterstützt die Yorozuya oder bringt durch Deduktion die Lösung eines Falls.
Dauerhaftes Glück ist ihm aber nicht beschieden.
Im Endkampf von „Gintama: The Final“ taucht er symbolisch inmitten der chaotisch umherfliegenden Gegenstände auf, während er im Pappkarton sitzend würdevoll „davon schwebt“ – und bleibt damit bis zum Schluss der klassische Madao.
„Streckst du den Rücken beim Leben durch? Das klingt wie ein Ziel für Grundschüler… Auch meine Mutter hat das immer gesagt – Hasegawa, stehe aufrecht. Sag, Mama – stehe ich jetzt aufrecht?“
„Glaubst du wirklich, dass die Sommerferien ewig dauern sollten? Selbst wenn, würdest du dann ewig nichts tun? Auch wenn alle anderen ihr Leben fortführen, selbst wenn deine Familie verschwindet, würdest du weiterhin Ferien machen? Du hast es dir schließlich selbst gewünscht: ein endloses Sommerferienleben.“
„Verstehst du? Nur wer arbeitet, hat sich die Pause verdient. Ohne Arbeit ist jede Ferienzeit bedeutungslos – eine endlose Leere. Nur das Ende gibt der Ferienzeit einen Sinn – und auch der Arbeit. Ein ewiger Sommerurlaub wäre die Hölle.“
„Sei dankbar dafür, dass es in deinem Leben Pflichten und Pausen, Höhen und Tiefen gibt! Sei froh, dass du noch von Sommerferien sprechen kannst!“
Sein Design basiert teils auf dem Originalkonzept von Isao Kondou und einem berühmten Edo-Polizisten, Hasegawa Heizou.
Von vielen Fans und selbst von seinem Sprecher wird die Ähnlichkeit mit anderen bekannten Animefiguren gerne augenzwinkernd aufgegriffen.
Im „Gintama“-Film taucht die Figur sogar in Form seines Synchronsprechers auf und sorgt unter den Zuschauern für großes Amüsement, weil die Umsetzung als realer Schauspieler absolut überzeugend ausfiel.
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