Shōta Raidō ist eine männliche Hauptfigur aus dem Werk „Aharen-san wa Hakarenai“ und ein scheinbar ganz gewöhnlicher Oberschüler, der als Partnerfigur der Protagonistin Reina Aharen fungiert.
Shōta Raidō ist Mitschüler und Banknachbar von Reina Aharen in der Klasse.
Von seinem Umfeld wird er meist einfach „Raidō“ oder „Raidō-kun“ genannt.
Seine kleine Schwester spricht ihn liebevoll mit „Nii-chan“ (großer Bruder) an.
Ren Aharen nennt ihn verspielt „Raidō Nii-Nii“, was seine enge Bindung zur Familie Aharen unterstreicht.
Im Verlauf der Geschichte fühlt sich Raidō anfangs von Reina Aharen etwas distanziert.
Erst als er ihr versehentlich heruntergefallenes Radiergummi aufhebt, entsteht der erste echte Kontakt zwischen ihnen.
Sein voller Name lautet Shōta Raidō.
Der Vorname Shōta wird erst in einer späteren Zusatzgeschichte enthüllt.
Im Bonuskapitel „Raidō-kun möchte gerufen werden“ im letzten Sammelband (Band 17) wird sein Vorname Shōta offiziell bekanntgegeben.
Bis dahin wird er fast ausschließlich mit seinem Nachnamen Raidō angesprochen.
Raidō wirkt nach außen hin wie ein ganz normaler Schüler mit ruhigem Auftreten.
Trotz seiner gewöhnlichen Fassade besitzt er einige sehr markante Eigenheiten.
Er hat eine ausgeprägte Neigung zu Tagträumen und extremen Gedankensprüngen.
Schon kleine Gesten oder Aussagen von Reina Aharen können bei ihm dramatische, völlig überspitzte Fantasien auslösen.
Raidō ist sich dieser „schlechten Angewohnheit“ bewusst und erkennt sie als Problem.
Sobald er merkt, dass seine Annahmen nicht der Realität entsprechen, bricht er seine Gedankenspiele jedoch schnell wieder ab und schaltet nüchtern um.
Auffällig ist auch seine Gelassenheit im Umgang mit Reina Aharens ungewöhnlichem Verhalten.
Obwohl ihn ihre schwer einzuschätzende Distanz und Nähe immer wieder verwirrt, lehnt er sie nie wirklich ab und begegnet ihr stets freundlich und rücksichtsvoll.
Sein Wesen ist im Kern sanft, höflich und zurückhaltend.
Dadurch fungiert er oft als ruhiger Gegenpol zu den exzentrischen Situationen, in die er durch Reina hineingezogen wird.
Raidō besitzt einen überraschend breiten Wissenshorizont, der viele seiner Tagträume speist.
Diese allgemeine Bildung führt zwar häufig zu übertriebenen Vorstellungen, kann in manchen Situationen aber auch tatsächlich nützlich werden.
Seine Fantasie ist sehr aktiv, aber er bleibt grundsätzlich rational und anpassungsfähig.
Wenn Fakten feststehen, ordnet er seine Gedanken schnell neu und lässt seine Spinnereien fallen.
Raidō hat von Natur aus eine recht ausdrucksarme Mimik.
Selbst wenn er versucht, seine Gefühle im Gesicht zu zeigen, wirkt es oft minimal und schwer zu lesen.
Gemeinsam mit Reina Aharen trainiert er, seine Gesichtsausdrücke lebendiger zu machen.
Trotz dieser Bemühungen ist auf der „Papierbühne“ ihrer Geschichte kaum ein sichtbarer Fortschritt erkennbar, was als wiederkehrender Gag dient.
Eine bemerkenswerte Besonderheit zeigt sich, wenn Raidō krank wird und sich eine Erkältung einfängt.
Dann verwandelt er sich bildlich gesprochen in den „Augenkranken Mädchen-Typ und den erkälteten Jungen-Typ“ und verströmt eine starke, unerwartete erotische Ausstrahlung.
In diesem Zustand bringt er Menschen in seinem Umfeld – unabhängig vom Geschlecht – sichtbar aus der Fassung.
Seine sonst so zurückhaltende Präsenz schlägt dann ins Gegenteil um und sorgt für peinlich-aufgeladene Momente.
Beziehung zu Reina Aharen
Raidō sitzt im Klassenraum direkt neben Reina Aharen.
Trotz dieser räumlichen Nähe empfindet er anfangs eine gewisse Distanz zu ihr, da ihr Verhalten schwer einzuschätzen ist.
Der Wendepunkt kommt, als er ihr still und selbstverständlich ein heruntergefallenes Radiergummi zurückgibt.
Ab diesem Moment entsteht eine schrittweise Annäherung, und sie verbringen immer mehr Zeit zusammen.
Reinas mangelndes Gespür für körperliche und emotionale Distanz bringt Raidō häufig in Verlegenheit.
Er wird dadurch immer wieder in skurrile, intime oder übertriebene Situationen hineingezogen, die seinen Sinn für Normalität herausfordern.
Trotz seiner Verwirrung empfindet er ihre Nähe keineswegs als unangenehm.
Er begegnet ihr mit Geduld, Verständnis und einer sanften Art, die ihre Beziehung vertieft.
Beziehung zu seiner Familie
Seine jüngere Schwester nennt ihn „Nii-chan“, was auf ein familiäres, warmes Verhältnis schließen lässt.
Sie nimmt eine typische kleine-Schwester-Rolle ein und trägt dazu bei, eine private Seite von Raidō zu zeigen, die seine Sanftheit unterstreicht.
Auch zur Familie Aharen, insbesondere zu Ren Aharen, entwickelt er eine vertraute Verbindung.
Ren nennt ihn spielerisch „Raidō Nii-Nii“, was zeigt, dass Raidō in deren Augen eine große-Bruder-Figur darstellt.
Raidō hat eine ausgeprägte Angst vor Tieren, insbesondere vor Hunden.
Sein Unbehagen ist so groß, dass er sie in Gedanken als „Raubtiere“ bezeichnet.
In Tiercafés, in denen Hunde frei herumlaufen, fühlt er sich stark bedroht und ist innerlich in Alarmbereitschaft.
Auch den Hund, den Reina Aharen gelegentlich mit sich führt, nimmt er als gefährliche Bestie wahr, obwohl von diesem in Wahrheit keine Gefahr ausgeht.
Diese Tierphobie kontrastiert humorvoll mit seinem ansonsten ruhigen, nüchternen Auftreten.
Sie führt immer wieder zu komischen Situationen, in denen seine innere Panik und seine äußerlich gefasste Fassade aufeinandertreffen.
Raidō ist regulärer Oberschüler und verbringt den Großteil seiner Zeit im Unterricht oder im Klassenraum.
Sein fester Platz neben Reina Aharen macht ihn automatisch zum Mittelpunkt vieler Ereignisse in ihrem gemeinsamen Schulalltag.
Im Klassengeschehen zeigt er sich überwiegend ruhig, höflich und unauffällig.
Dennoch wird er durch Reinas Eigenheiten und seine eigenen Tagträume immer wieder zum unfreiwilligen Protagonisten chaotischer Szenen.
Seine weiche Art und sein ruhiger Umgangston sorgen dafür, dass er insgesamt als angenehmer Klassenkamerad wahrgenommen wird.
Auch wenn seine innere Gedankenwelt ständig überläuft, hält er nach außen meist eine kontrollierte und freundliche Fassade aufrecht.
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