Puhat ist eine Nebenfigur aus dem Manga- und Anime-Werk Hunter × Hunter, die im Greed-Island-Abschnitt als intelligenter, aber tragisch endender Spieler auftritt.
Puhat ist einer der Bewerber, die sich nach dem erfolgreichen Erwerb des Spiels Greed Island durch den Milliardär Battera für die Rolle eines Spielers melden.
Er ist ein mittelgroßer Mann mit normaler Statur, dessen auffälligstes Merkmal sein kräftig vorgesprungener Unterkiefer ist.
In der Auswahlprüfung für die Spieler begegnet er Gon Freecss und Killua Zoldyck und zeigt sich dort als ruhig, besonnen und analytisch stark.
Nach seiner erfolgreichen Aufnahme in das Projekt tritt er in die Gruppe um Nickes ein, in der sich auch der Nen-Entgifter Abengane befindet.
Puhat wird später Opfer des Verrats durch Genthru und die sogenannten „Bomber“ und stirbt auf besonders grausame Weise innerhalb des Spiels.
Puhat ist ausgesprochen rational, logisch denkend und behält selbst in unklaren Situationen einen kühlen Kopf.
Seine Ruhe führt dazu, dass er in der Auswahlprüfung den nervös werdenden Killua anspricht und versucht, ihn zu beruhigen.
Er beobachtet seine Umgebung genau und zieht daraus schlüssige, nachvollziehbare Schlussfolgerungen.
So durchschaut er den wahren Mechanismus der Spielerauswahl, die zunächst wie ein „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“-Verfahren wirkt.
Er ist zudem pragmatisch und abwägend:
Aus den Erläuterungen zu Greed Island erkennt er schnell, wie enorm Zeit- und Arbeitsaufwand für einen Abschluss des Spiels wären.
Trotz seiner verstandesbetonten Art wirkt Puhat nicht kalt, sondern eher menschlich, freundlich und mit einem gewissen Sinn für fairen Austausch.
Gerade diese Kombination aus Intelligenz, Menschlichkeit und leichter Eitelkeit macht seinen späteren Tod besonders bitter.
Teilnahme an der Auswahlprüfung
Puhat taucht erstmals bei der Spielerauswahl für Greed Island auf, an der auch Gon und Killua teilnehmen.
Als sich die Lage während der Prüfung undurchschaubar entwickelt und Killua die Ruhe verliert, wendet Puhat sich ihm in gelassener Weise zu.
Er legt seine Beobachtungen dar und schildert, warum die Auswahl nicht bloß nach Schnelligkeit funktioniert, sondern einem verdeckten System folgt.
Mit dieser spontanen Analyse nimmt er Killua einen Teil der Nervosität und zeigt, dass er Situationen strukturiert durchdenken kann.
Kurz darauf besteht Puhat die eigentliche Auswahl und wird als Spieler akzeptiert, noch bevor Gon und Killua ihren Platz sicher haben.
Damit ist er einer der früh bestätigten Teilnehmer im Spiel und wird zu jemandem, den Gon und Killua wiedererkennen, auch wenn sie später getrennte Wege gehen.
Beitritt zur Gruppe von Nickes
Nach Beginn von Greed Island schließt Puhat sich der Gruppe von Nickes an, die gezielt Spieler rekrutiert, um gemeinschaftlich Karten zu sammeln.
Beim Rekrutierungsversuch lehnt Gon das Angebot der Gruppe ab, während Puhat seine Teilnahme klar zusagt.
Schon bei der Vorstellung der Gruppe fällt Puhat auf, dass die wichtigste Information zur Belohnung – also der genauen Entlohnung der Mitglieder – unzureichend erklärt wird.
Er spricht diesen Punkt offen an und zeigt damit erneut seine nüchterne, auf Fakten basierende Denkweise.
Gleichzeitig wird ihm aufgrund der Spielregeln und der Erklärungen klar, wie langwierig und anstrengend ein Abschluss von Greed Island wäre.
Trotz dieses Wissens entscheidet er sich ohne langes Zögern für den Beitritt, da die Zusammenarbeit in einer größeren Gruppe objektiv die besten Chancen verspricht.
Beziehung zu Abengane und die Karten-Schulung
Zur selben Zeit wie Puhat stößt auch Abengane zur Gruppe von Nickes.
Abengane ergänzt Puhats nüchterne Betrachtung durch noch weiter reichende Überlegungen und formuliert seine Schlüsse teilweise eine Spur schneller.
Als Abengane seine Überlegungen darlegt und diese mit einer leicht provokanten Bemerkung abrundet, wächst in Puhat eine gewisse Rivalität.
Er fühlt sich herausgefordert und will beweisen, dass er dem Nen-Spezialisten intellektuell mindestens ebenbürtig ist.
Später, in einer Übungssitzung der Gruppe zur Nutzung von Zauberkarten im Spiel, versucht Puhat, Abengane zu übertreffen.
Sein Versuch, sich als der bessere und schnellere Lerner zu präsentieren, scheitert jedoch humorvoll und zeigt seine menschliche, leicht ehrgeizige Seite.
Die Falle der Bomber
Während die Gruppe von Nickes lange Zeit erfolgreich Karten sammelt, schleicht sich unbemerkt der Verrat ein.
Genthru, einer der Spieler, der sich als „Bomber“ entpuppt, legt zusammen mit seinen Komplizen einen weitreichenden Plan zur Übernahme der Karten auf.
Im Zuge dieses Plans werden alle Gruppenmitglieder mit einer gefährlichen Nen-Bombe belegt.
Auch bei Puhat manifestiert sich die Bombe als sichtbare Sprengladung in seiner Bauchregion.
Die Gruppe stürzt in Panik und Misstrauen, da jeder weiß, dass eine falsche Handlung zur Explosion führen kann.
In dieser angespannten Situation versucht Puhat, nicht in kopflosen Aktionismus zu verfallen und einen Ausweg zu finden.
Puhats Versuch zu verhandeln
Trotz des hohen Risikos beschließt Puhat, allein zum vereinbarten Treffpunkt mit dem Feind zu gehen, um zu verhandeln.
Er weiß, dass ein ungeplanter Gegenschlag leicht zu einer Situation des gegenseitigen Untergangs – also der Vernichtung von Bombern und Gruppe zugleich – führen könnte.
Gegenüber Genthru und seinen Mitstreitern argumentiert Puhat, dass ein solches Szenario niemandem nützt und deshalb eine Einigung sinnvoll wäre.
Er will die Gefahr eines kompletten Scheiterns der Pläne aller Beteiligten hervorheben, um so eine Lösung zu erzwingen.
Genthru durchschaut jedoch schnell, dass Puhat nicht völlig selbstlos handelt und möglicherweise bereit wäre, die Fronten zu wechseln, um sein eigenes Leben zu retten.
Er erkennt in Puhats Angebot eine Mischung aus Vernunft und eigennütziger Überlebensstrategie.
Anstatt auf Verhandlungen einzugehen, tötet Genthru Puhat ohne Zögern.
Die Sprengladung an seinem Körper wird aktiviert, wobei Puhats Kopf vom Körper getrennt wird.
Sein abgetrennter Kopf wird anschließend demonstrativ zur Gruppe von Nickes zurückgebracht.
Dieser barbarische Akt dient gezielt dazu, Furcht zu schüren und Genthru als kaltblütig und kompromisslos zu präsentieren.
In der OVA-Umsetzung des Greed-Island-Abschnitts wird Puhats Verhandlungsszene ausgelassen.
Dort stirbt er gemeinsam mit den anderen Mitgliedern der Nickes-Gruppe durch die aktivierten Bomben, ohne vorherigen Versuch der Verhandlung.
Puhat ist kein zentraler Protagonist, doch er erfüllt innerhalb der Greed-Island-Handlung mehrere wichtige Funktionen.
Zum einen zeigt er, wie unterschiedlich die Spieler des Spiels denken und handeln – von naiv bis hoch reflektiert.
Seine Fähigkeit, Mechanismen wie die Auswahlprüfung logisch zu durchschauen, illustriert die intellektuelle Seite der Hunter-Welt.
Gleichzeitig macht seine mangelnde Stärke im direkten Konflikt deutlich, dass Intelligenz allein in dieser Welt nicht zum Überleben ausreicht.
Sein Tod ist bewusst brutal inszeniert, um die Rücksichtslosigkeit von Genthru und den Bombern zu betonen.
Dadurch wird Puhat zu einer tragischen Figur, die als „vernünftiger Mensch zwischen Monstern“ wahrgenommen werden kann.
Trotz seiner vergleichsweise kurzen Bildschirm- und Seitenzeit bleibt Puhat vielen Lesern und Zuschauern als sympathischer, kluger und doch fehlbarer Charakter in Erinnerung.
Gerade seine Mischung aus Kompetenz, Menschlichkeit und tragischem Ende macht seinen Auftritt bemerkenswert.
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