Teruhiko Sawatari ist ein männlicher Nebencharakter aus dem Werk „Heavenly Delusion: Das verlorene Paradies“, der als Schul- und später Landarzt auftritt und durch seine extremen neurochirurgischen Eingriffe eine Schlüsselfigur der Handlung ist.
Sein offizieller Name im Alltag ist Teruhiko Sawatari, doch eigentlich trägt er den Geburtsnamen Teruhiko Sakoda.
Teruhiko Sawatari arbeitet zunächst als Schularzt an der Hochland-Akademie, einer abgeschotteten Bildungseinrichtung.
Ursprünglich war er ein zurückgezogener, beinahe sozial isolierter Mensch, der jedoch an dieser Akademie sein medizinisches Talent entdeckte und zum Arzt ausgebildet wurde.
Aufgrund familiärer Umstände verwendet er den Mädchennamen seiner Mutter und tritt daher als Teruhiko Sawatari auf.
Sein eigentlicher bürgerlicher Name lautet Teruhiko Sakoda, was erst später in der Handlung offen ausgesprochen wird.
Obwohl er nach außen hin ruhig und unauffällig wirkt, ist er in zahlreiche moralisch hoch problematische medizinische Experimente verwickelt.
Diese Experimente betreffen sowohl die Leitung der Akademie als auch mehrere zentrale Figuren der Geschichte.
Als Schularzt der Hochland-Akademie ist Sawatari für die körperliche und teilweise auch psychische Betreuung der Kinder und Jugendlichen zuständig.
Er nutzt die besonderen Ressourcen der Einrichtung, um hochspezialisierte neurochirurgische Eingriffe vorzunehmen.
Eine seiner drastischsten Taten ist die Transplantation des Gehirns des Schulleiters in den Körper von Manaka Mikura.
Dadurch wird der Geist des Direktors in eine andere Hülle verpflanzt, was den ohnehin schon experimentellen Charakter der Akademie noch düsterer erscheinen lässt.
Nach einem Angriff der Selbstverteidigungskräfte auf die Akademie entscheidet sich Sawatari bewusst dagegen, sich diesen Kräften zu ergeben.
Stattdessen bleibt er bei den Schülerinnen und Schülern, die nicht evakuiert werden konnten oder wollten, und übernimmt Verantwortung für ihr Überleben.
Um die Versorgung der Zurückgebliebenen sicherzustellen, legt er im Garten der Akademie Felder an.
Er beginnt, eigenständig Nahrung anzubauen und etabliert so eine Art provisorische, landwirtschaftlich gestützte Gemeinschaft.
Fünf Jahre vor dem eigentlichen Beginn der Geschichte lebt Sawatari im Stadtteil Asakusa.
In dieser Zeit führt er einen der folgenreichsten Eingriffe der gesamten Serie durch.
Er transplantiert das Gehirn von Haruki Takehaya in den Körper von dessen Schwester Tokio Takehaya.
Diese Operation stellt das Leben und die Identität beider Figuren vollständig auf den Kopf und erzeugt weitreichende, langfristige Konsequenzen für die fortlaufende Handlung.
Zu diesem Zeitpunkt kennt Kiruko seinen Namen nicht, obwohl sie direkt von den Ergebnissen seiner Eingriffe betroffen ist.
Der Name „Sakoda“ wird erst in einer späteren Episode von Robin Inazaki erwähnt, womit Sawataris wahre Identität ans Licht kommt.
Nach dem Zusammenbruch der Hochland-Akademie verlegt Sawatari seinen Lebensmittelpunkt auf das ehemalige Gelände der Nara-Einrichtung der Akademie.
Dort eröffnet er eine kleine Praxis und arbeitet als Arzt für die umliegende Bevölkerung.
Er führt ein relativ ruhiges, aber von Verantwortung geprägtes Leben und behandelt Menschen in einer zunehmend feindlichen, postapokalyptischen Umwelt.
Trotz seiner fragwürdigen Vergangenheit erfüllt er damit auch eine klassisch fürsorgliche Arztrolle.
In dieser Phase trifft er in Kapitel 54 auf Maru.
Als er Maru sieht, ist er schockiert, weil dieser Tokio wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich sieht.
Aus den Informationen, die er besitzt, schließt Sawatari, dass Maru das Kind ist, das Tokio und Kona einst gemeinsam hatten und das später spurlos verschwand.
Zusätzlich offenbart er, dass Maru einen Zwillingsbruder namens Yamato hat, was ein weiteres, wichtiges Geheimnis über die Herkunft der Hauptfigur enthüllt.
In der Nähe der von ihm betreuten Stadt taucht ein gefährlicher Menschenfresser auf, der als Anjulas bezeichnet wird.
Diese Kreatur bedroht die Siedlung, die Menschen, die er als Arzt versorgt, und die fragile Sicherheit der Region.
Sawatari entscheidet sich, den Menschenfresser eigenhändig zu jagen und zu eliminieren.
Der Versuch scheitert jedoch, und er wird von der Kreatur überwältigt und schließlich in sie integriert.
Vorausschauend hat er jedoch Handgranaten in seinem eigenen Körper versteckt, um im Notfall eine letzte Gegenmaßnahme ergreifen zu können.
Er zündet diese Sprengsätze und begeht damit Selbstmord, reißt jedoch gleichzeitig den Menschenfresser mit in den Tod.
Sein Tod ist ein ambivalentes Ende: Er handelt selbstaufopfernd im Sinne der Gemeinschaft, nachdem er zuvor zahlreiche ethisch hoch problematische Experimente durchgeführt hat.
So hinterlässt Teruhiko Sawatari ein widersprüchliches Vermächtnis zwischen radikaler medizinischer Verantwortung und moralischer Grenzüberschreitung.
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