Pakunoda ist ein Mitglied der Phantomtruppe in Hunter × Hunter, eine hochgewachsene, kühle und zugleich loyale Frau mit einer seltenen Fähigkeit zur Manipulation von Erinnerungen.
Pakunoda ist Mitglied Nr. 9 der Phantomtruppe, einer berüchtigten Verbrecherorganisation in der Welt von Hunter × Hunter.
Sie stammt aus der Gesetzlosenstadt Meteor City und gehört zu den frühesten Mitgliedern der Truppe.
Ihr Erscheinungsbild ist markant: eine große, sehr schlanke, aber kurvige Frau in einem tief ausgeschnittenen Anzug, mit auffälliger Hakennase und langen Wimpern.
Ihre Ausstrahlung ist eher kühl und kontrolliert, doch in ihrem Handeln zeigt sie tiefe Loyalität und ein ausgeprägtes Pflichtbewusstsein gegenüber ihren Kameraden.
Innerhalb der Phantomtruppe ist sie vor allem für Verhöre und Informationsbeschaffung zuständig.
Durch ihre spezielle Nen-Fähigkeit zählt sie zu den ungewöhnlichsten und taktisch wertvollsten Mitgliedern der Gruppe.
Name: Pakunoda
Spitzname: Paku
Geschlecht: Weiblich
Alter: Unbekannt
Größe: 182 cm
Gewicht: 52 kg
Blutgruppe: 0
Herkunft: Meteor City
Nen-Typ: Spezialist (Spezialfähigkeiten)
Position in der Phantomtruppe: Mitglied Nr. 9
Beitritt zur Truppe: Ursprungs- bzw. frühes Mitglied
Rang in der Armdrück-Rangliste der Truppe: Platz 11 von 13
Synchronsprecherin (1999er TV-Fassung): Yoshiko Iseki
Synchronsprecherin (2011er TV-Fassung): Romi Park
Pakunoda tritt meist ruhig, gesammelt und professionell auf.
Sie lässt sich kaum von Emotionen leiten, wirkt nach außen hin cool, aber nicht kaltherzig.
Ihre Loyalität zur Phantomtruppe und besonders zu ihrem Anführer ist stark ausgeprägt.
Sie handelt nach einem eigenen Ehrenkodex und ist bereit, persönliche Opfer für ihre Ideale und Kameraden zu bringen.
Optisch ist sie unverkennbar: groß, schlank, mit langen Beinen und einer sehr femininen Figur.
Der tief ausgeschnittene Anzug betont ihren Körper, während ihre Hakennase und die langen Wimpern ihr ein scharfes, fast raubvogelartiges Gesicht verleihen.
Die erzwungene Entscheidung
Während des Yorknew-City-Handlungsbogens konfrontiert Pakunoda Gon Freecss und Killua Zoldyck.
Sie nutzt ihre Fähigkeit, um Erinnerungen an den „Kettenbenutzer“ (Kurapika) und seine Fähigkeiten zu extrahieren.
Gleichzeitig wird der Anführer der Phantomtruppe, Chrollo Lucilfer, von Kurapika als Geisel genommen.
Wie in einer vorherigen Wahrsagung angedeutet, gerät Pakunoda in einen Konflikt zwischen den strengen Regeln der Truppe und dem Leben ihres Anführers.
Sie muss sich zwischen „Stolz“ (dem unbedingten Befolgen der Regeln) und „Verrat“ (dem Bruch dieser Regeln, um den Anführer zu retten) entscheiden.
Die Präsenz des Todes („der Sensenmann an deiner Seite“) symbolisiert dabei, dass egal welche Wahl sie trifft, sie selbst dem Tod kaum entkommen kann.
Pakunoda entscheidet sich letztlich dafür, die Regeln der Phantomtruppe zu brechen, um Chrollo zu retten.
Sie geht allein zu Kurapika, um zu verhandeln, wissend, dass dies ihr eigenes Ende bedeuten kann.
Durch die Verhandlungen erreicht sie, dass bestimmte Informationen über Kurapika geheim bleiben.
Im Gegenzug akzeptiert sie Bedingungen, die Chrollo kampfunfähig machen, und sorgt für den Austausch der Geiseln.
Ihr letztes Opfer und Tod
Pakunoda weiß, dass sie durch den Bruch der Bedingungen von Kurapikas Ketten-Nen sterben wird, wenn sie verbotene Informationen weitergibt.
Trotzdem nutzt sie ihre Fähigkeit „Erinnerungskugel“ (Memory Bomb), um ihre Kameraden zu schützen und ihnen die Wahrheit zu hinterlassen.
Sie bündelt all ihr Wissen über Kurapika sowie ihre eigenen Gefühle und Erinnerungen in Nen-Kugeln.
Diese verschießt sie auf ihre Kameraden, damit sie ihre Erinnerungen erhalten, während sie selbst diese Erinnerungen verliert und gleichzeitig ihre Lebenszeit opfert.
Ihr Tod ist eine direkte Folge dieser Entscheidung: Sie wählt bewusst ihren eigenen Untergang, um die Truppe und den Anführer zu unterstützen.
Ihr Leichnam wird später in einem Versteck der Phantomtruppe in Yorknew City begraben, an dessen Grab ein umgekehrtes Kreuz steckt.
Pakunoda ist eine Spezialistin (Spezialist) und besitzt eine äußerst seltene Form der Erinnerungsmanipulation.
Ihre Fähigkeiten sind vor allem für Verhöre, Informationsgewinn und das Weitergeben von Wissen ausgelegt.
Erinnerungen lesen (vorläufige Bezeichnung)
Diese Fähigkeit ermöglicht es Pakunoda, Erinnerungen aus Personen oder sogar Objekten zu lesen.
Durch Berührung eines Ziels kann sie auf dessen Erinnerungen zugreifen und diese sichtbar machen.
Bei Menschen funktioniert die Fähigkeit besonders effektiv, wenn sie gezielte Fragen stellt.
Die Fragen regen spezifische Erinnerungen an, wodurch Pakunoda an tief liegende, unverfälschte „Ur-Erinnerungen“ gelangt.
Aus diesem Grund sind Lügen oder bewusste Falschvorstellungen gegenüber ihrer Fähigkeit nutzlos.
Selbst wenn die befragte Person versucht, sich andere Bilder vorzustellen oder mentale Ablenkung zu erzeugen, kann sie die echte Erinnerung nicht vor Pakunodas Nen verbergen.
Es gibt jedoch eine interessante Einschränkung:
Wenn die gesuchte Information nicht klar mit dem bewussten Wissen des Ziels verknüpft ist, kann Pakunoda sie übersehen.
Ein Beispiel:
Als sie bei Gon und Killua nach Informationen über den „Kettenbenutzer“ sucht, kann sie dessen wahre Identität (Kurapika) nicht erkennen, weil die beiden ihn nicht als „Kettenbenutzer“ abspeichern, sondern als Freund mit seinem richtigen Namen.
In einem Zusatzkapitel des 38. Mangabandes wird eine schwerwiegende Bedingung ihrer Fähigkeit erwähnt.
Die Einschränkung lautet, dass sie „für den Rest ihres Lebens die Person, die ihr am wichtigsten ist, nicht berühren darf“, um diese Nen-Fähigkeit überhaupt aufrechterhalten zu können.
Wer diese wichtigste Person ist, wird nicht ausdrücklich erklärt.
Es gilt jedoch als sehr naheliegend, dass es sich um eine bestimmte Person innerhalb der Phantomtruppe handelt, was ihrer Liebe und Loyalität eine tragische Dimension verleiht.
Erinnerungskugel (Memory Bomb)
Die „Erinnerungskugel“ ist eine Erweiterung ihrer Erinnerungslese-Fähigkeit und kombiniert Spezial- und Materialisierungselemente.
Pakunoda kann aus den gelesenen Erinnerungen Kugeln formen, die als Nen-Projektile fungieren.
Sie materialisiert dazu einen Revolver, der ebenfalls durch Nen erschaffen wird.
Die Waffe ist sechsschüssig, sie kann also maximal sechs Erinnerungskugeln auf einmal geladen haben.
Wenn sie eine Erinnerungskugel auf eine Person schießt, werden die darin gespeicherten Erinnerungen in den Geist dieser Person übertragen.
Das Ziel erhält dadurch direkte, lebendige Erinnerungen, so als hätte es diese Ereignisse selbst erlebt.
Wichtig:
Wenn eine Person, deren Erinnerungen Pakunoda zuvor gelesen hat, von einer Kugel getroffen wird, die genau diese Erinnerungen enthält, verliert diese Person die ursprüngliche Erinnerung.
Die neue, übertragene Erinnerung ersetzt die alte oder nimmt ihren Platz ein, was sowohl taktisch als auch emotional sehr weitreichende Folgen haben kann.
Durch diese Technik konnte Pakunoda am Ende ihres Lebens ihre Kameraden mit wichtigen Informationen „impfen“.
Gleichzeitig bezahlte sie dafür mit ihrem eigenen Leben und dem Verlust ihrer persönlichen Erinnerungen.
Pakunoda ist das inoffizielle „Verhör- und Informationssystem“ der Phantomtruppe.
Daher ist sie für Einsätze, bei denen Informationsbeschaffung entscheidend ist, absolut zentral.
Dank ihrer Fähigkeiten kann sie:
– Gefangene vernehmen, ohne sich auf Aussagen verlassen zu müssen.
– Lügen sofort entlarven, da „falsche Aussagen“ keinen Einfluss auf die tatsächlichen Erinnerungen haben.
– Informationen aus Gegenständen oder Spuren herauslesen, soweit diese Nen- oder Erinnerungsbezüge aufweisen.
Ihre Position in der Armdrück-Rangliste (11 von 13) zeigt, dass sie körperlich nicht zu den stärksten Mitgliedern gehört.
Ihr Wert für die Truppe liegt daher klar in ihrer Intelligenz, ihrem psychologischen Gespür und ihrer Nen-Spezialfähigkeit.
In der 2011er Anime-Adaption wird Pakunoda von Romi Park gesprochen, die vielen Zuschauern aus anderen populären Rollen bekannt ist.
Interessant ist, dass ihre Rolle im japanischen Original unter Fans oft mit ihrem Spitznamen „Paku“ verbunden wurde.
Es wird berichtet, dass bei der Besetzung der Figur ein Wortspiel eine Rolle gespielt hat:
Da die Figur „Pakunoda“ heißt und der Spitzname „Paku“ lautet, passte der Name der Sprecherin im Original besonders gut dazu.
Pakunodas Figur ist in mehrfacher Hinsicht tragisch:
Ihre Fähigkeit zwingt sie zu emotionaler Distanz zu der Person, die ihr am meisten bedeutet, und ihre Loyalität führt schließlich direkt zu ihrem Tod.
Gerade diese Kombination aus kühler Professionalität, tiefer Treue und einem selbstgewählten Opfer macht Pakunoda zu einer der eindrucksvollsten Figuren der Phantomtruppe.
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