Fanatio Synthesis Two ist die stellvertretende Kommandantin der Integritätsritter, trägt die Seriennummer Zwei und gilt trotz ihrer meist verhüllten Erscheinung als außergewöhnlich schöne Schwertkämpferin in der Welt von Sword Art Online: Alicization.
Fanatio ist Integritätsritterin, Vize-Ritterkommandantin und in der Rangfolge der Ritter die Nummer Zwei.
Sie führt in der Regel eine vollständige Rüstung mit Helm, um ihr Gesicht und damit ihr Geschlecht zu verbergen.
Ihre Stimme wird in der Anime-Adaption von Hitomi Nabatame gesprochen.
Trotz ihres harten Auftretens ist sie innerlich sehr sensibel, insbesondere was ihre Weiblichkeit und die Wahrnehmung durch andere betrifft.
Über viele Jahrzehnte hinweg leidet sie unter dem Gefühl, von männlichen Gegnern nicht ernstgenommen zu werden.
Das führt dazu, dass sie ihren Kampfstil wie auch ihr äußeres Auftreten gezielt verändert.
Äußerlich ist Fanatio eine Frau im besten Alter mit ausgeprägter, klassischer Schönheit.
Diese Schönheit ist für sie jedoch lange eher Bürde als Geschenk, weil sie glaubt, deswegen im Kampf nie mit voller Ernsthaftigkeit behandelt worden zu sein.
Um dem zu entgehen, versteckt sie ihr Gesicht hinter einem Helm und hüllt sich in schwere Ritterrüstung.
Gleichzeitig achtet sie im Geheimen auf ihre Haare und trägt ein dezentes Make-up, das sie jedoch vollständig unter dem Helm verbirgt.
Nach außen gibt sie sich anfangs betont hart und männlich, bis hin zur Wortwahl.
Sie versucht, jede „feminine“ Geste zu kontrollieren, obwohl ihre Weiblichkeit in Mimik, Gestik und Haltung immer wieder durchschimmert.
Sie trägt einen tief verwurzelten Minderwertigkeitskomplex, weil sie glaubt, dass alle Männer ihr im Kampf aus Höflichkeit oder Sexismus nachgeben.
Erst durch eine Begegnung mit Kazuto Kirigaya (Kirito) beginnt sie, dieses Bild von sich selbst grundlegend zu hinterfragen.
Nach ihrer inneren Wandlung zeigt sie offen ihre weibliche Seite und nutzt keine „Männersprache“ mehr.
Sie bleibt aber zugleich eine strenge, stolze Kommandantin und eine charismatische Führungspersönlichkeit.
Fanatio ist eine der stärksten Schwertkämpferinnen unter den Integritätsrittern.
Ihr Kampfstil gilt im Underworld-Kontinent als ungewöhnlich, da sie fließende Kombos und Kettenangriffe bevorzugt.
Verdeckter Kampfstil
Um zu verhindern, dass ihr Geschlecht im Nahkampf auffliegt, meidet sie möglichst lange den direkten Schlagabtausch.
Sie setzt stattdessen auf Distanz, schnelle Angriffsketten und gezielte Überraschungsmanöver.
Sie ist dafür bekannt, ihre Gegner unter Druck zu setzen, ohne ihnen viele Gelegenheiten für einen Nahkampf zu geben.
Dadurch passt sie nicht ganz in das klassische Bild der frontalen, ehrenhaften Duelle, wie sie viele andere Ritter bevorzugen.
Wehrkunst – Vollständige Waffenkontrolle
Fanatios größte Stärke liegt in ihrer „Vollständigen Waffenkontrolle“, einer extrem mächtigen Spezialtechnik.
In diesem Modus bündelt sie das volle Erinnerungs- und Machtpotenzial ihres Schwertes und setzt es in Form von konzentrierter Energie frei.
Dabei versendet sie hochenergetische Lichtstrahlen aus der Spitze ihres Schwertes.
Im Kampf kann sie diese Strahlen wie präzise Laser einsetzen, um Gegner auf Distanz zu halten oder sie zu durchbohren.
Besonders gefährlich wird sie, wenn sie ihre Kombos mit der Lichtstrahl-Technik verbindet.
So kann sie Gegner bereits aus großer Entfernung entscheidend schwächen, bevor es zum eigentlichen Klingenclash kommt.
Fanatios göttliche Waffe ist das „Himmelsdurchdringende Schwert“ (Ten’etsu-ähnliche Funktion), eine von Quinella entwickelte Waffe.
Die Klinge entstand aus den Überresten eines fehlgeschlagenen Projekts zur Schaffung einer nicht-magischen Massenvernichtungswaffe.
Quinella hatte eine Art Sonnenstrahlenkanone konstruieren wollen, die ohne klassische Heilige Kunst auskommt.
Das Projekt scheiterte an der praktischen Umsetzbarkeit: Die Anlage war gigantisch, ineffizient und im Alltag kaum nutzbar.
Die dafür verwendeten tausend Spiegel wurden fast zu wertlosem Schrott.
Erst durch ihre Umwandlung in eine göttliche Waffe erhielt dieses „Abfallprodukt“ einen neuen Zweck.
Dank dieser Herkunft kann Fanatio mit der Vollständigen Waffenkontrolle Sonnenlicht aus der Schwertspitze konzentriert abfeuern.
Im Einsatz wirkt das Himmelsdurchdringende Schwert wie ein tragbares Lasergewehr.
Die Strahlen sind so stark, dass sie selbst temporäre Spiegel, die mittels Heiligem Handwerk erzeugt wurden, durchschneiden oder zum Schmelzen bringen.
Allerdings lassen sich die Lichtstrahlen prinzipiell reflektieren, wenn auch meist nur ein einziges Mal, bevor die reflektierende Fläche zerstört wird.
Hätte es im Dunkelreich eine Spezies gegeben, die zwar überwältigend stark, aber extrem lichtempfindlich ist, wäre dieses System perfekt gewesen.
So aber blieb das ursprüngliche Projekt ein Fehlschlag – und das Schwert eine mächtige, aber etwas „ironische“ Waffe mit kurioser Entstehungsgeschichte.
Fanatios Lebensgeschichte ist eng mit ihren Komplexen und ihrer Beziehung zu ihrer eigenen Weiblichkeit verknüpft.
Sie durchläuft eine stark emotionale Entwicklung, die sie von einer innerlich zerrissenen Kriegerin zu einer selbstbewussten Frau und Anführerin macht.
Frühe Jahre als Ritterin
In ihrer frühen Zeit als Ritter war ihr Gesicht nicht verborgen, und ihre Schönheit war allgemein bekannt.
Sie musste jedoch immer wieder feststellen, dass männliche Gegner Hemmungen hatten, sie ernsthaft anzugreifen.
Mit der Zeit gewann sie die Überzeugung, dass niemand sie als Kriegerin voll anerkennt, sondern sie nur als „schöne Frau“ sieht.
Dieser Gedanke fraß sich tief in ihr Selbstbild und ließ sie an ihrem eigenen Wert als Kämpferin zweifeln.
Um dieser Wahrnehmung zu entkommen, begann sie, stets einen Helm zu tragen und ihr Gesicht zu verbergen.
Parallel änderte sie ihren Kampfstil zu einem stärker distanzierten, von Kombos und Spezialtechniken dominierten Stil.
Begegnung mit Kazuto Kirigaya und Eugeo
Während des Aufstiegs von Kazuto Kirigaya und Eugeo durch die Zentralkathedrale stellt sich Fanatio den beiden als eine der wichtigsten Hürden in den Weg.
Sie begegnet Kazuto dabei als einem Gegner, der weder ihr Geschlecht noch ihre Schönheit in seine Bewertung einfließen lässt.
Kazuto behandelt sie im Kampf vollkommen gleichberechtigt und geht ohne Zögern mit voller Härte gegen sie vor.
Die beiden liefern sich einen erbitterten, intensiven Kampf, in dem Fanatio ihre volle Kraft entfesselt.
Schließlich wird sie durch Eugeos Vollständige Waffenkontrolle überwältigt und erleidet lebensbedrohliche Verletzungen.
Anstatt sie sterben zu lassen, bittet Kazuto jedoch Cardinal darum, Fanatio zu retten.
Cardinal bringt sie in ihre Obhut und führt eine umfassende Heilung durch.
Dank dieser Behandlung ist Fanatio nach Quinellas Sturz wieder vollständig genesen.
Diese Erfahrung – von einem Mann im Kampf ernst genommen zu werden und dann dennoch Gnade zu erfahren – verändert Fanatio nachhaltig.
Zum ersten Mal erkennt sie, dass es Menschen gibt, die sie als Kriegerin und als Person gleichermaßen respektieren.
Wandel nach Quinellas Sturz
Nach dem Sieg über Quinella reflektiert Fanatio ihre Vergangenheit und ihre eigenen Komplexe.
Sie erkennt, dass sie sich selbst jahrelang durch ihre eigenen Ängste und Selbstzweifel eingeschränkt hat.
Beeindruckt von Kazutos Haltung, beginnt sie, ihre Weiblichkeit nicht länger als Schwäche zu betrachten.
Sie legt den Helm ab, der ihr Gesicht so lange verborgen hat, und zeigt sich fortan offen als Frau.
Gleichzeitig ändert sie ihr Sprechverhalten und verzichtet auf bewusst männlich geprägte Ausdrucksweisen.
Ihre Weiblichkeit und ihre Rolle als Kriegerin stehen nun nicht mehr im Widerspruch, sondern ergänzen sich.
In dieser Phase nähert sie sich auch emotional stärker Bercouli Synthesis One an, zu dem sie schon seit über hundert Jahren Gefühle hegt.
Schließlich gesteht sie ihm ihre Liebe, und die beiden werden ein Paar.
Während des Großen Krieges gegen das Dunkelreich spielt Fanatio trotz besonderer Umstände eine bedeutende Rolle.
Ihr persönlicher Fokus verschiebt sich dabei von der Frontlinie hin zu strategischer Verantwortung und Schutzaufgaben.
Schwangerschaft und Rückzug aus der Front
Zum Zeitpunkt des Krieges trägt Fanatio Bercoulis Kind unter ihrem Herzen.
Aufgrund der Schwangerschaft nimmt sie nicht an den brutalsten Frontgefechten teil, sondern übernimmt wichtige Aufgaben im Hinterland.
Sie wird in der Verteidigung und Sicherung der hinteren Linien eingesetzt.
Dabei nutzt sie ihre Erfahrung und Autorität, um Truppen zu koordinieren und kritische Punkte zu schützen.
Trotz ihrer eingeschränkten Bewegungsfreiheit ist sie alles andere als passiv.
In einem entscheidenden Moment gelingt es ihr, einen der „Zehn Fürsten“ des Dunkelreichs, Siglosig (Sigro Sig), eigenhändig zu töten.
Nach dem Krieg
Nach dem Ende des Krieges hinterlässt Bercouli ihr ihren gemeinsamen Sohn als „letztes Andenken“.
Der Junge erhält den Namen Belche und wird von Fanatio großgezogen.
Fanatio übernimmt nach Bercoulis Tod die Führung und wird neue Kommandantin der Integritätsritter.
Damit steht sie an der Spitze der Ritterordnung und trägt Verantwortung für die Sicherheit des gesamten Menschenreiches.
Parallel zu ihren Pflichten als Kommandantin kümmert sie sich liebevoll um Belche.
Sie vereint damit die Rollen von Anführerin, Kriegerin, Mutter und Geliebter eines gefallenen Helden.
Im Verlauf der weiteren Geschichte kommt es zu einer drastischen Wendung ihres Schicksals.
Im Menschenreichkalender 475 wird Fanatio von einer Technik getroffen, die sie in einen Zustand aus Versteinerung und Froststarre versetzt.
Sie wird auf der 99. Etage der Zentralkathedrale in diesem Zustand aufgebahrt.
Dort verbleibt sie über einen längeren Zeitraum, bis sie im späteren „Unite-Ring“-Handlungsstrang wiedererweckt wird.
Nach ihrem Erwachen schließt sie sich erneut den Kämpfen an.
Gemeinsam mit Alice Zuberg und der später hinzustoßenden Eydis (Eydis Synthesis Twelve) stellt sie sich den Drachen von Agmar Wesdarlas VI.
In diesem Gefecht beweist sie abermals, dass ihr Kampfgeist trotz aller Schicksalsschläge ungebrochen ist.
Sie agiert nun vollkommen im Einklang mit ihrer Identität als Frau, Mutter und Kommandantin.
Fanatios Charakter wird stark durch ihre Beziehungen zu anderen wichtigen Personen geprägt.
Diese Bindungen beleuchten sowohl ihre verletzliche als auch ihre dominante Seite.
Beziehung zu Bercouli Synthesis One
Bercouli ist Fanatios direkter Vorgesetzter und der legendäre Kommandant der Integritätsritter vor ihr.
Über mehr als ein Jahrhundert hinweg hegt sie heimlich romantische Gefühle für ihn.
Aus Angst vor Zurückweisung und aus Pflichtbewusstsein verschweigt sie diese Gefühle lange Zeit.
Unter ihrem Helm pflegt sie ihr Aussehen mit dezentem Make-up und gepflegtem Haar – in der Hoffnung, eines Tages von ihm als Frau wahrgenommen zu werden.
Erst nach ihrer inneren Wandlung und dem Ablegen des Helms findet sie den Mut, ihm ihre Liebe zu gestehen.
Die beiden werden schließlich ein Paar, und Fanatio wird von ihm schwanger.
Bercoulis Tod im Krieg macht ihren gemeinsamen Sohn Belche zu seinem symbolischen Erbe.
Fanatio trägt den Schmerz seines Verlustes, findet aber in der Arbeit als Kommandantin und Mutter neue Stärke.
Beziehung zu Alice Zuberg
Alice Zuberg ist viel jünger als Fanatio, übertrifft sie jedoch an reiner Kampfkraft.
Zudem kämpft Alice offen mit unbedecktem Gesicht, während Fanatio dieses lange versteckt hielt.
Fanatio empfindet ihr gegenüber eine Mischung aus Neid und Frustration.
Sie fühlt sich von Alice überflügelt – sowohl was Stärke als auch Ausstrahlung betrifft.
Alice wiederum hat ihr eigenes Problem: Sie sieht sich Fanatios natürlicher Weiblichkeit unterlegen.
Dadurch prallen zwei unterschiedliche Formen von Unsicherheit aufeinander.
Wenn beide im selben Raum sind, wird die Atmosphäre oft angespannt und beinahe feindselig.
Trotzdem verbindet sie gegenseitiger Respekt als Ritterinnen, auch wenn dieser nicht offen ausgesprochen wird.
Beziehung zu Kazuto Kirigaya
Kazuto ist der erste Mann, der Fanatio im Kampf vollständig ernst nimmt, ohne ihr Geschlecht zu schonen oder zu bevorzugen.
Die Begegnung mit ihm wirkt wie ein Katalysator für ihre persönliche Veränderung.
Er riskiert sein Leben im Kampf gegen sie, zeigt aber danach Mitgefühl, indem er ihre Rettung durch Cardinal erwirkt.
Dadurch realisiert Fanatio, dass sie als Kriegerin und nicht nur als Frau gesehen werden kann.
Nach diesen Ereignissen empfindet sie tiefen Dank gegenüber Kazuto.
Sie sieht ihn als jemanden, der ihr indirekt die Freiheit gegeben hat, zu sich selbst zu stehen.
Beziehungen innerhalb der Ritter und zu anderen Frauen
Fanatio hat eine gemischte Beziehung zu anderen Frauen.
Viele weibliche Figuren tun sich schwer mit ihrer dominanten, manchmal provokanten Art.
Gleichzeitig besitzt sie eine enorme Anziehungskraft auf manche Ritterinnen im Untergebene-Bereich.
Einige weibliche Ritter verehren sie nahezu fanatisch und sehen in ihr ein Vorbild an Stärke und Weiblichkeit.
In ihrer Einheit kommandiert sie unter anderem die „Vier Wirbelklingen“, eine Gruppe von vier Integritätsrittern.
Diese Offiziere respektieren sie zutiefst und folgen ihr mit Loyalität.
Dakira Synthesis Twenty-Two, einer der vier, hegt heimliche romantische Gefühle für Fanatio.
Sie selbst nimmt diese Gefühle lange Zeit nicht offen wahr oder lässt sich nichts anmerken.
Auftritt in „Alicization Lycoris“
In der Spieladaption „Sword Art Online: Alicization Lycoris“ zeigt sich Fanatio deutlich gelöster als in den Hauptromanen.
Nach den dramatischen Ereignissen blüht sie regelrecht auf und legt eine spielerisch-provokante Art an den Tag.
Sie mischt sich gerne unter die weibliche Runde rund um Asuna Yuuki und andere.
Dabei tritt sie als „freche große Schwester“ auf, die Spaß daran hat, jüngere Figuren – besonders Kazuto – ein wenig zu necken.
Ihre körperliche Nähe und ihr spielerisches Flirten bringen Kazuto mehrfach in Verlegenheit.
Durch ihre Unsterblichkeit wirkt es zudem, als würde sie in einer Art ewiger, leicht gefährlicher Reifephase verbleiben.
Wenn man eine weibliche Hauptfigur im Spiel erstellt, kann es sogar vorkommen, dass Fanatio von bestimmten Stimmenvarianten ehrerbietig mit „Fanatio-sama“ angesprochen wird.
Das unterstreicht ihren Status als beinahe „magische“ verführerische Persönlichkeit, die andere in ihren Bann zieht.
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