Shirō Sakurai ist seit Band 6 eine erfrischende Bereicherung für die Geschichte. Als Vater von Shinichi Sakurai und Nodoka Sakurai fällt er sofort durch seine auffällig ähnlichen Gesichtszüge zu seinem Sohn Shinichi Sakurai auf – vor allem Augenpartie und Haarfarbe sind fast identisch. Trotz seines lockeren Lebensstils spielt er in der Familie eine ziemlich eigensinnige Rolle, die nicht nur für Konflikte, sondern auch für eine Menge Humor sorgt. Obwohl Shirō Sakurai äußerlich ganz der verantwortungslose Spaßvogel ist, zeigt er auf seine spezielle Art, wie vielfältig Vaterliebe sein kann.
Shirō Sakurai ist 46 Jahre alt und bildet zusammen mit seiner Frau Haruko Sakurai sowie den Kindern Shinichi Sakurai und Nodoka Sakurai das Herzstück der Familie. Laut Haruko Sakurai hat Shinichi Sakurai die Angewohnheit, seine eigenen Bedürfnisse über die der anderen zu stellen – eine Eigenschaft, die eindeutig von Shirō Sakurai selbst stammt. Diese Familien-Dynamik sorgt oft für plakative und witzige Szenen.
Schon als Shinichi Sakurai sein Studium aufnimmt, drängt Shirō Sakurai voller Energie darauf, dass sein Sohn alleine wohnen soll. Im Hintergrund verfolgt er dabei ganz eigennützige Pläne: Er möchte ohne „Störungen“ durch den Sohn die Zweisamkeit mit seiner Frau genießen und sich um die Familienplanung kümmern. Um das zu erreichen, stellt er sich geschickt als Vermittler zwischen Shinichi Sakurai und Haruko Sakurai dar. So verhindert er, dass die Mutter direkten Kontakt zu ihrem Sohn aufnimmt, unter dem Vorwand, alles im Griff zu haben. Die Zuschauer werden dabei absichtlich in die Irre geführt und könnten glauben, das Vater-Sohn-Verhältnis sei angespannt. Tatsächlich versteht sich Shirō Sakurai aber hervorragend mit Shinichi Sakurai – ihr Verhältnis ist voller lockerer Sprüche und gegenseitigem Necken.
Die Verbindung zwischen Vater und Mutter ist geprägt von kleinen Seitenhieben, aber stets auch von tiefer Vertrautheit. Trotz mancher Schummelei hat Shirō Sakurai nicht das Ziel, seiner Familie ernsthaft zu schaden – er betrachtet alles mit einem Augenzwinkern.
Shirō Sakurai ist das Paradebeispiel für einen lockeren, sorglosen Vater. Von Autorität oder Ernsthaftigkeit fehlt bei ihm jede Spur. Seine Leichtigkeit und das offene Auftreten sind das genaue Gegenteil von Fujio Uzaki, Hana Uzaki's Vater, der sich stark in das Leben seiner Kinder einmischt. Shirō Sakurai hat für sich entschieden, seine Kinder möglichst wenig zu kontrollieren und ihnen viel Freiheit zu gewähren. Dadurch entstehen viele turbulente und auch herzerwärmende Momente in der Familie.
Er liebt es, witzige Kommentare zu machen, Verantwortung zu umgehen und mit unkonventionellen Methoden seine Ziele zu erreichen. Dennoch ist er keineswegs nur fahrlässig – hinter seiner entspannten Fassade steckt ein cleverer Kopf. Familienglück ist ihm durchaus wichtig, auch wenn er manchmal sehr eigennützige Pläne verfolgt.
Abgesehen von familiären Abenteuern betreibt Shirō Sakurai eine eigene Jiu-Jitsu-Schule. Er ist ein erfahrener Kampfsportler und bringt so eine ungewöhnliche, aber faszinierende Note in den Alltag seiner Familie. Die Kinder wachsen mit einem Vater auf, der zwar in Sachen Verantwortung so seine Schwierigkeiten hat, aber im Notfall durchaus Stärke beweisen kann.
Shirō Sakurai ist als Vater ein echtes Unikat: fröhlich, leichtsinnig, hintersinnig – und das alles mit viel Herz! Mit seinem besonderen Humor und der lässigen Lebensweise ist er nicht nur in der eigenen Familie, sondern auch für die Leser ein unterhaltsamer Sympathieträger, der jede Szene aufmischt. Für Ordnung ist er selten zuständig, aber für jede Menge Spaß und liebevolles Chaos umso mehr.
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