Rinne Rokudo ist ein Schüler an der Sankaï-Oberschule, der durch sein markantes rotes Haar, seine eher zurückhaltende Art und seinen besonders armen Lebensstil auffällt. Als Mischling aus Mensch und Todesgott übernimmt er Aufgaben eines Shinigami, hilft ruhelosen Seelen ihren Frieden zu finden und arbeitet Tag für Tag, um über die Runden zu kommen. Trotz seiner coolen Erscheinung ist er ein hilfsbereiter, ehrlicher sowie eigensinniger Charakter, dessen Herz vor allem für Sakura Mamiya schlägt. Obwohl das Leben ihm selten Glücksmomente schenkt, gibt Rinne niemals auf und schafft es, durch seine Art zum Publikumsliebling zu werden.
Rinne Rokudo ist etwa 175 cm groß.
Er besitzt kurze, leuchtend rote Haare und tiefrot gefärbte Augen.
Sein markantes Aussehen lässt ihn aus der Menge hervorstechen.
Rinne trägt stets eine alte Schul-Trainingsjacke aus seiner Mittelschulzeit und darüber einen traditionellen, geisterhaften Mantel ("Yomi Haori") mit Flammenmuster.
Eine offizielle Schuluniform hat er nicht – sowohl aus finanziellen Gründen als auch aus Gewohnheit.
Der Haori, den er von seiner Großmutter Tamako geerbt hat, ist ein hochwertiges, wertvolles Todesgötter-Werkzeug: Wird er getragen, wird Rinne unsichtbar für gewöhnliche Menschen und erlangt die Fähigkeit zu fliegen.
Bei einem Schul-Fest gewann Rinne dank seines attraktiven Aussehens sogar einen Schönheitswettbewerb im Crossdressing.
Rinne Rokudo ist ruhig, kühl und handelt oft sehr distanziert.
Im Alltag spricht er etwas altmodisch und bevorzugt das Alleinsein – außer im Zusammenhang mit seiner Arbeit.
Er ist von Natur aus stolz, erledigt seine Aufgaben stets gewissenhaft und mit Würde.
Starke moralische Werte und eine gewisse Sturheit verhindern, dass er jemals Unrecht zulassen würde.
Trotz seiner Kälte und Distanz besitzt Rinne ein aufrichtig freundliches und hilfsbereites Herz, ist sehr loyal und hilft anderen gern – wenn auch oft widerwillig.
Er neigt dazu, Geldprobleme über alles zu stellen, liebt gutes Essen und ist, wenn er etwas bekommt, zutiefst dankbar.
Geldnöte bringen ihn zwar immer wieder an seine Grenzen, dennoch bleibt er sich selbst treu.
Seine Hemmungen gegenüber Beziehungen und Liebe verleihen ihm einen unschuldigen und teils naiven, besonders aber sympathischen Charakterzug.
Bei Autoreisen leidet er schnell an Übelkeit und wird im Bus oft blass.
Rinne ist der Sohn von Sabato Rokudo, dem Anführer der Damashinigami, und von Otome Rokudo, einer legendären Todesgöttin.
Als Enkel von Tamako (einer angesehenen Todesgöttin) und dem Menschen Sabaô aus dem Jenseits ist er zu drei Vierteln ein Shinigami und zu einem Viertel Mensch.
Rinne ist in seiner Kindheit zwischen der realen Welt und der Shinigamischule hin und her gependelt, führte also ein Doppelleben.
Gemeinsam mit seiner Großmutter und dem damals lebenden Großvater lebte er früher komfortabel, bis sein Vater die Familie ins finanzielle Chaos stürzte.
Seitdem muss Rinne in extremer Armut leben, gezeichnet von Schulden, die sogar Tamakos Status nicht neutralisieren kann.
Heute wohnt er im alten Klubhaus auf dem Schulgelände, verdient sein Geld durch Geister-Aufträge und kleine Nebenjobs, wie das Basteln von Kunstblumen.
Seine Mutter verschwand als Kind plötzlich; diesen Schicksalsschlag konnte Rinne erst nach langer Zeit innerlich bewältigen.
Er verbirgt seine Not vor vielen, doch vor Sakura Mamiya öffnet er sich zunehmend.
Als Mischling kann Rinne mit echten Shinigami nur begrenzt mithalten, gleicht Schwächen aber mit besonderen Werkzeugen aus.
Das meiste von seinem Arbeitsmaterial bezieht er aus Shinigami-Schulungen oder gebraucht – hochwertiges Equipment kann er sich kaum leisten.
Trotzdem ist sein Talent bei Geisterbannungen beachtlich, und er entwickelt sich im Verlauf der Geschichte stetig weiter.
Spezialtechniken
- Kasha Retsudan: Rinne kann angehäuftes Geld in Form von Feuer-Fahrzeugen beschwören, die Geister und Dämonen ins Jenseits befördern. Je stärker das Ziel, desto höher der Betrag.
- Meido Shadan: Hier verwandelt er Geldscheine in Steinmauern, um Portale zur Totenwelt zu versperren. Kostspielig für Rinne, denn jede Anwendung kostet 500 Yen.
- Sen no Kaze Stream: Eine Vielzahl an Geldscheinen wird per Windstoß wie Shuriken gegen Geister geschleudert – aber zu teuer, daher selten verwendet.
Sakura Mamiya
Rinne nennt Sakura Mamiya stets bei vollem Namen und möchte sie zunächst aus seinen gefährlichen Jobs heraushalten.
Mit der Zeit entwickelt Rinne durch ihre Hilfe und ihren Charakter großes Vertrauen; ihre Fähigkeiten als Medium beeindrucken ihn sehr.
Ihm ist Sakura besonders wichtig: In ihrer Nähe zeigt er seltene Gefühlsregungen – Dankbarkeit, Freude, aber auch Unsicherheit und Eifersucht.
Rinne hat sich schließlich in sie verliebt, bleibt jedoch schüchtern und zurückhaltend.
Vertraut sie ihm ein Geschenk wie einen Schal an, ist er gerührt und bewahrt es wie einen Schatz.
Sakuras Einmischung ist für Rinne häufig die Rettung in brenzligen Situationen und umgekehrt springt er jederzeit für sie ein.
Sogar Renge Shima merkt an: „Sakuras Wohl ist Rinnes Schwachpunkt.“
Am Ende der Handlung werden Rinne und Sakura endlich ein Paar und genießen zahlreiche Verabredungen.
Weitere Charaktere
Rinne ist in der Unterwelt als "Enkel der ehrenwerten Todesgöttin" bekannt und wird unter den Damashinigami oft "Junger Chef" genannt.
Zu Tamako, seiner Großmutter, pflegt er ein enges Verhältnis, lehnt Erleichterungen oder Hilfe von ihrer Seite aber meistens ab, da er seinen Stolz wahren will.
Trotz Interesse diverser weiblicher Figuren (u.a. während der Shinigami-Grundschule) bleibt sein Fokus bei Sakura.
Der Start ins Geisterjäger-Leben
Rinne Rokudo beginnt sein Schulleben an der Sankaï-Oberschule als Schüler der Klasse 1-4, mit Sakura Mamiya als Nachbarin.
Bald kursiert das Gerücht, dass Geisterprobleme über einen Obolus im Wetterschrank von Rinne gelöst werden könnten.
So sichert er sich seine Aufträge – aber die Gewinne decken niemals die enormen Werkzeug- und Materialkosten.
Da er keine Uniform besitzt und stets sonderbare Kleidung trägt, wird er schnell zur lokalen Schulberühmtheit.
Alltag zwischen Leben und Tod
Rinnes Auftrag: Die letzten unerfüllten Wünsche von Geistern aufzuklären, damit sie in den ewigen Kreislauf übergehen können.
Dabei ist es ihm wichtig, höflich mit den Verstorbenen umzugehen, Gewalt zu vermeiden und Unbeteiligte zu schützen.
Sollte ein Geist jedoch wütend werden oder durch äußere Einflüsse (z.B. Sparmaßnahmen) zum bösen Geist mutieren, ist Rinne gezwungen, Gewalt und seine Werkzeuge einzusetzen.
Kampf gegen Armut und Chaos
Je mehr er arbeitet, desto ärmer wird Rinne oft, da fast alle Hilfsmittel nur gegen Barzahlung funktionieren.
Seine Wirtschaftslage verschlechtert sich weiter, da sogar einfache Aufgaben immense Betriebskosten verursachen.
Zur Aufstockung seines Einkommens arbeitet er Tag und Nacht an Nebenjobs (wie Kunstblumen) und lebt meist von Opfergaben und Mitbringseln seiner Freunde.
Entwicklung und Schlüsselereignisse
Trotz aller Rückschläge erkennt Rinne zunehmend seine eigenen Qualitäten als Geisterbändiger und wächst an Herausforderungen.
In Sakuras Nähe wird aus seiner Professionalität ehrliche Zuneigung – beide erleben Höhen und Tiefen gemeinsam.
Gegen Ende kann Rinne alle Schulden bei Sakura begleichen und besteht die schwierigste Shinigami-Prüfung. Er erhält eine Gehaltserhöhung und ein stabileres Leben.
Fortan verbringt er viele glückliche Tage als Paar an Sakuras Seite.
Rinne lehnt es standhaft ab, als arm zu gelten, gewinnt aber jeden Preis im Spardasein.
Beim Genuss von gutem Essen wird er zum Poeten und vergleicht ein Lunchpaket von Sakura sogar mit einer Schatzkiste.
Sein erster Namensentwurf lautete ursprünglich nur „Rin“, bevor Takahashi Rumiko sich für „Rinne“ entschied.
Er ist besonders stolz darauf, niemals einen Auftrag abzulehnen, auch wenn er dafür Verluste einsteckt.
Geldverlust wirkt sich bei ihm physisch aus – er weint manchmal Blut oder bricht fast zusammen.
- "Gutes Essen ist wie ein Schatzkästchen."
- "Ich habe vielleicht kein Geld, aber Ehre besitze ich immer noch."
- "Das Wichtigste ist, dass Seelen Frieden finden. Alles andere kommt später."
Die Autorin, Rumiko Takahashi, wurde bei der Charaktergestaltung von der Idee inspiriert, dass Rinne als armer Schüler auf dem Schulgelände lebt.
Sie beschreibt, dass sie finanzielle Notsituationen bei ihren Figuren sehr unterhaltsam findet.
Anime-Regisseur Shizuki Sugawara bezeichnet Rinne als modernen, kühlen Protagonisten mit gewissen nostalgischen Eigenschaften.
Mangaka Mitsuru Adachi nennt Rinne unter allen Takahashi-Helden seinen Favoriten.
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