Setsuko Sasaki ist eine Nebenfigur aus dem Manga- und Anime-Werk Jujutsu Kaisen, Schülerin der zweiten Klasse an der Sugisawa-Dritten-Oberschule in Sendai und Mitglied des dortigen Okkultforschungsclubs, die ungewollt den Auslöser für den Einstieg von Yuji Itadori in die Welt der Flüche liefert.
Setsuko Sasaki ist eine Oberschülerin aus Sendai in der Präfektur Miyagi.
Sie besucht die Sugisawa-Dritte-Oberschule, dieselbe Schule, an der Yuji Itadori vor Beginn der Hauptgeschichte eingeschrieben war.
Sie ist im zweiten Schuljahr und Mitglied des Okkultforschungsclubs.
Dort fungiert sie als eine Art freundliche, entspannte Senpai für Yuji Itadori.
Charakteristisch sind ihre kurze, an einen Pagenschnitt grenzende Bobfrisur und ihre Brille.
Äußerlich wirkt sie eher unauffällig, was gut zu ihrem „normalen“ Oberschülerinnen-Alltag passt.
Sasakis Rolle ist vor allem zu Beginn der Geschichte wichtig.
Durch ihr Handeln wird das verfluchte Objekt „Finger von Sukuna Ryoumen“ in der Schule freigesetzt.
In der späteren Handlung der „Tötungsspiel“-Episode befindet sie sich zu Beginn bereits innerhalb der Sendai-Barriere.
Dort wird sie von einer unbekannten Person aus dem Grenzbereich zwischen Traum und Realität aus der Barriere herausgeführt.
Ihre Sprecherin in der Anime-Adaption ist Mariya Ise.
Sie spricht später in derselben Serie auch Satoru Gojo in dessen Kindheitsversion.
Setsuko Sasaki liebt übernatürliche Phänomene und Geistergeschichten, ist aber gleichzeitig sehr schreckhaft.
Ohne Yuji Itadori traut sie sich nicht, sogenannte Spukorte oder „Geisterspots“ zu besuchen.
Ihre Begeisterung für das Okkulte ist eher die eines neugierigen Teenagers als die einer ernsthaften Forscherin.
Sie mag den Nervenkitzel, betont aber selbst, dass sie eigentlich weiß, dass „nichts dran ist“.
Innerhalb der Schule versucht sie hin und wieder, seltsamen Vorfällen nachzugehen und sie mit ihren eigenen Mitteln zu untersuchen.
Trotz dieses Eifers besteht ein Großteil der Clubaktivitäten aus seichten Späßen wie zum Beispiel „Kokkuri-san“-artigen Ritualen, die mehr als Spiel denn als Forschung zu werten sind.
Die Ergebnisse des Clubs sind dementsprechend kaum vorzeigbar.
Für die Schule wirkt der Okkultforschungsclub eher wie eine Chill-AG mit Spaßfaktor als ein ernsthafter Forschungszirkel.
Sasaki zeigt aber, dass hinter ihrer lockeren Art ein ausgeprägtes Verantwortungsgefühl steckt.
Als ihre Neugier schließlich dazu führt, dass andere verletzt werden, bricht sie in Tränen aus und fühlt sich schuldig.
Sie ist eine empathische, gutherzige Schülerin, die andere aufrichtig sorgen kann.
Ihr Verhalten macht sie zu einer sehr „normalen“, greifbaren Oberschülerin – mit all den Fehlern, spontanen Entscheidungen und emotionalen Reaktionen, die dazu gehören.
Yuji gegenüber verhält sie sich freundlich und offen.
Als er ihr sagt, wie wohl er sich im Club fühlt, wird sie sichtlich verlegen, was ihre sympathische, leicht unsichere Seite hervorhebt.
Vorgeschichte und Okkultforschungsclub
Zu Beginn der Geschichte besucht Yuji Itadori die Sugisawa-Dritte-Oberschule in Sendai.
Dort herrscht eine Pflicht, dass alle Schüler einem Club beitreten müssen.
Yuji möchte seinen Großvater im Krankenhaus besuchen und hat deshalb keine Zeit für aufwendige Clubaktivitäten.
Die Einladung von Setsuko Sasaki kommt für ihn daher wie gerufen, weil die Aktivitäten des Clubs sehr locker und zeitlich wenig fordernd sind.
Sie lädt ihn mit den Worten ein, dass er „auch als Geistermitglied“ willkommen sei.
Diese entspannte Haltung sorgt dafür, dass Yuji ohne schlechtes Gewissen beitreten kann.
Für Yuji wird der Okkultforschungsclub so zu einem angenehmen Rückzugsort.
Er beschreibt die Atmosphäre als sehr gemütlich und sagt Sasaki sogar direkt, dass er sich dort wohlfühlt, woraufhin sie verlegen reagiert.
Gemeinsam mit Takeshi Iguchi bildet Sasaki den Kern des Clubs, der vor allem Spaß an Gruselthemen hat.
Ernsthafte Forschungsergebnisse stehen nicht im Vordergrund.
Der Vorfall mit dem Finger von Sukuna Ryoumen
Im ersten Kapitel beziehungsweise in der ersten Episode kommt es zum entscheidenden Vorfall.
Yuji findet auf dem Schulgelände in einer Wetterstation ein seltsames Objekt, das mit einem Bannzettel versiegelt ist.
Kurz darauf beschließt Setsuko Sasaki, sich dieses Objekt genauer anzusehen.
Sie überredet Takeshi Iguchi, nachts mit ihr in den Clubraum einzubrechen, um das Siegel zu lösen.
Sie ist davon überzeugt, dass „schon nichts sein wird“ und sucht den Nervenkitzel.
In Wirklichkeit handelt es sich bei dem versiegelten Objekt jedoch um einen Finger von Sukuna Ryoumen, einen hochgradig verfluchten Gegenstand.
Der Bann wird gelöst, wodurch eine enorme Menge verfluchter Energie freigesetzt wird.
Diese Energie zieht zahlreiche Flüche in die Schule, die das Gebäude und die Anwesenden bedrohen.
Sasaki und Iguchi geraten in akute Lebensgefahr.
Flüche versuchen, sie zusammen mit dem Finger zu verschlingen und in sich aufzunehmen.
In letzter Sekunde tauchen Yuji Itadori und Megumi Fushiguro auf.
Sie retten Sasaki und Iguchi aus der unmittelbaren Gefahr, bevor sie vollständig von den Flüchen verschlungen werden.
Im weiteren Verlauf des Kampfes eskaliert die Situation jedoch.
Um Megumi Fushiguro zu retten und die Flüche zu besiegen, entscheidet Yuji sich dazu, den Finger von Sukuna Ryoumen selbst zu verschlingen.
Dadurch wird Yuji zum Wirt des legendären Fluchs Sukuna Ryoumen und betritt unwiderruflich die Welt der Flüche.
Setsuko Sasaki ist somit indirekt die Person, die das Schicksal von Yuji entscheidend in diese Richtung lenkt.
Die Folgen für Setsuko Sasaki
Nach dem Vorfall ist Takeshi Iguchi bewusstlos und liegt im Krankenhaus.
Sasaki sitzt an seinem Bett und weint vor Reue, weil ihre Neugier und ihr Leichtsinn das Ganze ausgelöst haben.
In dieser Situation sucht Yuji sie ein letztes Mal auf.
Er will sich von ihr verabschieden, bevor er vollständig in die Welt der Jujuzisten und Flüche gezogen wird.
Sasaki ist sichtlich verwirrt und überfordert von seinen Worten.
Sie versteht, dass sich etwas Grundlegendes verändert, kann es aber nicht vollständig einordnen.
Sie schaut Yuji sprachlos hinterher, als er sich abwendet und ihren gemeinsamen Schulalltag zurücklässt.
Dieser Moment markiert das Ende ihrer direkten Beteiligung am Alltag von Yuji.
Wiederauftauchen im Tötungsspiel
Lange Zeit taucht Setsuko Sasaki in der Geschichte nicht mehr auf.
Erst in der „Tötungsspiel“-Episode, während der Handlung um das sogenannte „Tötungsspiel“ und die verschiedenen Barrieren, spielt sie erneut kurz eine Rolle.
Zu Beginn dieser Episode befindet sie sich bereits innerhalb der Sendai-Barriere, einer der abgeschlossenen Kampfzonen des Tötungsspiels.
Ihr Wohnort und die Platzierung der Barriere überschneiden sich, sodass sie beim Schlafen ungewollt in den Einflussbereich der Barriere geraten ist.
In einem Zwischenzustand zwischen Traum und Realität wird sie von einer unbekannten Person angesprochen.
Diese Person führt sie aus der Barriere hinaus und bringt sie in Sicherheit.
Dabei bedankt sich die Person mit den Worten, dass Sasaki „sich gut mit ihrem Sohn verstanden“ habe.
Durch diese Formulierung wird klar, dass es sich bei dem Sprecher um den Großvater oder einen anderen Verwandten von Yuji handeln könnte; Sasaki denkt prompt an Yuji Itadori.
Dieser kurze Auftritt zeigt, dass die Verbindung zwischen ihr und Yuji in der Geschichte weiterhin existiert, auch wenn sie in der Haupthandlung keine Kämpferin ist.
Sie bleibt ein Teil von Yujis normalem, menschlichem Umfeld, das im Kontrast zur düsteren Welt der Flüche steht.
Der Vorname „Setsuko“ wurde lange nicht offiziell genannt.
Auch im Abspann der Anime-Folgen wurde sie zunächst nur als „Sasaki-Senpai“ geführt.
Erst über eine offizielle Charakterdatei auf den Kanälen des Werks wurde ihr Vorname offenbart.
Die genaue Schreibweise mit Schriftzeichen ist bisher nicht veröffentlicht.
Die Sprecherin Mariya Ise leiht Setsuko Sasaki ihre Stimme in der Anime-Adaption.
Interessant ist, dass dieselbe Sprecherin später auch die Kindheitsversion von Satoru Gojo übernimmt, wodurch sie zwei sehr unterschiedliche Figuren innerhalb derselben Serie verkörpert.
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