Shidoh ist ein männlicher Todesgott aus dem Manga- und Animewerk Death Note und der eigentliche Besitzer des ersten Death Note, das von Light Yagami auf der Erde gefunden wird.
Sein Death Note wurde ihm von Ryuk heimlich entwendet und als „Fundstück“ über den Todesgott-König zurückerlangt, wodurch Shidoh über Jahre hinweg ohne sein Notizbuch blieb.
Shidoh trägt den Todesgott-Rang 8 und gehört damit zu den niedrigeren Rängen in der Hierarchie der Todesgötter.
Sein Name wird im Englischen als „Shidoh“ geschrieben.
Er liebt Schokolade und hasst Geister, was für einen Todesgott eine eher ungewöhnliche Kombination ist.
Er ist der ursprüngliche Besitzer des Death Note, das Light Yagami später benutzt, um unter dem Namen Kira zu handeln.
Shidoh bemerkt erst sehr spät, dass sein Death Note verschwunden ist, und löst damit eine Kette von Ereignissen aus, die ihn in die Welt der Menschen führt.
Sein Auftritt bringt neue Informationen über die Regeln des Death Note und gibt Mello und später Near entscheidende Hinweise.
Die Stimme von Shidoh in der Anime-Adaption stammt von Kazuki Yao.
Seine Darstellung betont die ängstliche, etwas trottelige Seite des Charakters und dient oft als humorvolle Auflockerung in einer sonst ernsten Handlung.
Name: Shidoh
Geschlecht: Männlich
Rang als Todesgott: 8
Englische Schreibweise: Shidoh
Mag: Schokolade
Mag nicht: Geister
Shidoh wirkt wie eine Mischung aus Eule und mumifizierter Kreatur, da sein Körper an mehreren Stellen mit bandagenähnlichen Stoffen umwickelt ist.
Sein Gesicht und seine Augen verstärken den Eindruck eines großen, nervösen Vogels.
Er besitzt extrem lange und scharfe Klauen, mit denen er beispielsweise den Riemen eines Helms in einem Augenblick durchtrennen kann.
Sein Körperbau ist eher schmächtig, was seinen ängstlichen und unentschlossenen Charakter zusätzlich unterstreicht.
Shidoh ist deutlich ängstlicher und unbeholfener als viele andere Todesgötter.
Er gilt als ziemlich trottelig, was sich schon daran zeigt, dass er sechs Jahre lang nicht bemerkt, dass sein Death Note gestohlen wurde.
Trotz seiner Tollpatschigkeit ist er nicht boshaft, sondern eher gutmütig und konfliktscheu.
In bedrohlichen Situationen lässt er sich leicht einschüchtern und manipulieren, wie etwa von Mello.
Er hält sich gern an Regeln, kennt sich aber nicht so gut aus wie manche andere Todesgötter.
Deshalb sucht er Rat bei einem sehr belesenen Todesgott, bevor er sich in die Menschenwelt wagt.
Verlust des Death Note und Reise in die Menschenwelt
Shidohs Geschichte setzt an dem Punkt ein, an dem seine eigene Lebenszeit als Todesgott fast aufgebraucht ist.
Als er Namen ins Death Note eintragen will, merkt er schockiert, dass sein Notizbuch gar nicht mehr in seinem Besitz ist.
Er meldet den Verlust dem Todesgott-König, doch zu diesem Zeitpunkt wurde das Death Note bereits von Ryuk „als Fundstück“ beansprucht.
Ryuk hatte das Buch zuvor gestohlen, dann beim König abgegeben und so getan, als wäre es ursprünglich sein eigenes, um zwei Death Notes besitzen zu können.
Interessanterweise wissen andere Todesgötter bereits, dass Ryuk den König getäuscht hat und zwei Death Notes hält.
Shidoh selbst hat davon jedoch keine Ahnung und wirkt im Vergleich zu seinen Artgenossen ziemlich ahnungslos.
Da er nicht weiß, wie er mit der Situation umgehen soll, wendet er sich an Armonia Justin Beyondormason, einen Todesgott, der alle Regeln und Gesetze der Todesgötterwelt genau kennt.
Auf dessen Empfehlung hin macht Shidoh sich schließlich auf in die Welt der Menschen, um sein Death Note zurückzufordern.
Begegnung mit Ryuk und Verlust an Mello
In der Menschenwelt stellt Shidoh Ryuk zur Rede und verlangt sein Death Note zurück.
Ryuk reagiert zwar nicht aggressiv, doch das Problem ist, dass das Buch zu diesem Zeitpunkt längst in der Menschenwelt weitergewandert ist.
Das Death Note befindet sich nun in den Händen von Mello, einem ehemaligen Waisenkind aus dem Umfeld von L Lawliet, der seine eigene Strategie verfolgt, um Kira zu fassen.
Shidoh steht dadurch plötzlich zwischen den Fronten von Kira, Mello und später Near.
Shidoh kehrt vorübergehend in die Welt der Todesgötter zurück und beobachtet Ryuk und die Menschen aus der Distanz.
Durch dieses Beobachten findet er schließlich heraus, wo sich sein Death Note befindet und dass Mello und seine Gruppe es kontrollieren.
Zusammenarbeit mit Mello und Jack Neylon
Als Shidoh schließlich direkt vor Mellos Gruppe auftaucht, ist er von Mellos Auftreten und Drohungen sofort eingeschüchtert.
Statt sein Notizbuch selbstbewusst zurückzufordern, lässt er sich von Mello überreden, für ihn nützlich zu sein.
Mello setzt ihn als eine Art Wachposten vor seinem Unterschlupf ein, sodass Shidoh die Umgebung überwachen soll.
Shidoh erfüllt diese Rolle zwar, wirkt dabei aber eher wie ein verängstigter Untergebener als ein mächtiger Todesgott.
In dieser Phase kommt es auch zu einem Handel zwischen Shidoh und Jack Neylon, einem Mitglied von Mellos Gruppe.
Jack Neylon erhält die Augen eines Todesgottes, wodurch er die Namen und Lebenszeiten von Menschen sehen kann, während Shidoh im Gegenzug zusätzliche Lebenszeit erhält und so seine eigene Frist etwas verlängert.
Konfrontation mit Light Yagami und der Spezialeinheit
Als Light Yagami, inzwischen als zweiter L öffentlich aktiv, eine erste Zugriffaktion gegen Mellos Versteck startet, bleibt Shidoh tatsächlich brav an seinem ihm zugewiesenen Wachposten.
Trotz seiner Angst erfüllt er seinen Job gewissenhaft und greift nicht aktiv ein.
Vor der zweiten Angriffswelle ändert sich jedoch etwas Entscheidendes.
Ryuk spricht mit Shidoh und macht ihm klar, dass Shidoh sein Death Note zurückbekommen kann, wenn Mello und seine Leute einfach sterben, ohne dass Shidoh sie beschützt oder warnt.
Erst durch diesen Hinweis wird Shidoh klar, dass er nichts tun muss, um sein Ziel zu erreichen, außer die Menschen gewähren zu lassen.
Als Souichirou Yagami und die Spezialeinheit in Mellos Versteck eindringen, lässt Shidoh sie daher ungehindert passieren und schaut untätig zu.
Die Folge ist, dass Mellos Gruppe nahezu vollständig zerschlagen wird.
In der Konsequenz gelangt das Death Note wieder in die Hände von Light Yagami.
Rückkehr in die Todesgötterwelt und Auswirkungen
Nachdem Mello und seine Leute weitgehend ausgeschaltet sind, gibt Light Yagami das Death Note an Shidoh zurück.
Für Shidoh ist das ein großer Moment der Erleichterung, und er nimmt sein Notizbuch begeistert wieder an sich.
Mit dem wiedererlangten Death Note kehrt Shidoh in die Welt der Todesgötter zurück.
Er wirkt dabei froh, endlich aus den komplizierten Intrigen der Menschen entkommen zu sein, und scheint nicht zu begreifen, wie weitreichend die Auswirkungen seiner Anwesenheit waren.
Denn während seiner Zeit bei Mello hat Shidoh versehentlich verraten, dass nicht alle in das Death Note gedruckten Regeln wahr sind.
Damit liefert er Mello – und indirekt Near – einen entscheidenden Hinweis darauf, dass Kira sich auf gefälschte Regeln beruft, was später eine zentrale Rolle bei der Überführung von Light Yagami spielt.
Durch diese Enthüllung ist Shidoh, trotz seiner ängstlichen und tollpatschigen Art, letztlich eine der Figuren, die maßgeblich dazu beitragen, dass Kiras Lügenkonstrukt ins Wanken gerät.
Seine naive Ehrlichkeit und sein Wunsch, einfach nur sein Notizbuch zurückzubekommen, machen ihn zu einer unerwartet wichtigen Figur im Gesamtgeschehen von Death Note.
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