Leonard Flyheart, bekannt als „Lenny“, ist der warmherzige und standfeste Dirigent der New York Symphonica. Trotz seines imposanten, kräftigen Äußeren besitzt er eine sanfte, fast mütterliche Ausstrahlung und betreut hingebungsvoll die jüngeren Dirigenten und Musiker. Er lernte Musik von Takt Asahinas Vater, Kenji, durchlebte das tragische Ereignis in Boston und folgte später dem Ruf von Sagan zur Symphonica. Leonard spielt eine zentrale Rolle im Kampf gegen Sagan und seine Verbündeten, opfert sich letztlich, um Takt zu retten, und hinterlässt bleibenden Eindruck durch seine weise Nachsicht und tiefe Freundschaft mit Titan.
Leonard Flyheart ist ein großer, kräftig gebauter Mann mit markantem, strengen Gesichtsausdruck.
Sein Erscheinungsbild vermittelt Stärke, doch sein weiches Auftreten hebt sich davon ab.
Trotz seines männlichen Aussehens verwendet Leonard eine sanfte, fast weibliche Sprache und hat ein mütterliches Wesen.
Er ist fürsorglich und erfahren, leitet und unterstützt junge Musiker wie Takt Asahina, Destiny und Anna.
Leonard ist Humorvoll und nennt sie gern „meine Kinder“ – eine Mischung aus Spaß und echter Zuneigung.
Bekannt ist seine Zuverlässigkeit, sein ausgeprägtes Verantwortungsgefühl und seine Fähigkeit, jedem das Gefühl von Geborgenheit zu geben.
Er wird von vielen, etwa den Farmern in Las Vegas, sehr geschätzt.
Vor seiner Zeit als Dirigent war Leonard ein talentierter Cellist.
Die Musik von Kenji Asahina, Takts Vater, beeindruckte ihn so sehr, dass er dessen Schüler wurde.
Die enge Meister-Schüler-Beziehung entwickelte sich schnell zu einer wertvollen Freundschaft.
Beim tragischen Angriff in Boston wurde Leonard verletzt und konnte Kenji nicht schützen – etwas, das ihn tief schmerzte.
Nach diesem Vorfall war Leonard fest entschlossen, eine Welt zu schaffen, in der Takt wieder unbeschwert Musik machen kann.
Auf Einladung von Sagan schloss er sich schließlich der New York Symphonica an, um als Dirigent gegen die Bedrohung durch die D2 zu kämpfen.
Sein enges Band zu Titan entstand bei ihrem ersten Aufeinandertreffen:
Titan bemerkt, dass Leonard nur selten lächelt. Sie verspricht, für jedes Mal, dass er traurig ist, umso fröhlicher zu sein.
Leonard gibt dieses Versprechen im Gegenzug – daraus wächst eine tiefe, vertrauensvolle Partnerschaft im Kampf gegen die D2.
Nachdem der große Krieg gegen die D2 abflaute, konzentrierte Leonard sich darauf, Sagan zu durchschauen und seine Machenschaften in der Symphonica aufzudecken.
Gemeinsam mit Titan reiste er durch das Land und erfüllte ihr den kleinen Wunsch, zumindest einen Teil der Welt mit ihm zu sehen.
Als Dirigent der New York Symphonica gebietet Leonard meisterhaft über die Musikaart Titan.
Er agiert unabhängig von der Organisation, reist oft mit Titan auf seinem Motorrad und führt Einsätze selbstständig durch.
Seine musikalische Sensibilität und strategische Führung ermöglichen es ihm, auch in schwierigen Situationen den Überblick zu bewahren.
Leonard Flyheart verbindet eine tiefe Mentorenbeziehung zu Takt Asahina und Destiny, wobei er beiden wichtige Stützen in einer Zeit des Umbruchs ist.
Sein Verhältnis zu Titan ist außergewöhnlich eng – beide haben sich gegenseitige Versprechen gegeben und kämpfen Seite an Seite.
Zu Kenji Asahina, seinem früheren Lehrer und Freund, fühlte er große Verehrung und Dankbarkeit.
Mit Anna Schneider und ihrem Umfeld besteht ein respektvoll-freundschaftliches Band.
Auch zu Sagan besteht eine differenzierte Beziehung, geprägt durch gemeinsames musikalisches Streben, das jedoch mit Verrat und Gegnerschaft endete.
- „Wenn Titan traurig ist, lächle ich doppelt so viel.“
Auf dem Weg zur Symphonica
Leonard Flyheart begegnet Takt Asahina und Destiny während eines Angriffes der D2 und unterstützt sie sofort mit Titan in einem beeindruckenden Zusammenspiel.
Nachdem sie die Feinde besiegt und die beiden Erschöpften gerettet haben, nimmt Leonard sie mit nach Las Vegas und erklärt die aktuelle Lage.
Auf dem Weg nach New York schließt sich Anna Schneider ihnen an; Leonard nutzt die Zeit, um Takt und Destiny in ihrer Rolle als Dirigent und Musikaart zu unterweisen und gibt ihnen wertvolle Ratschläge mit.
Er betrachtet die Drei mit väterlicher Fürsorge.
Die Verbindung zu Kenji Asahina und die Entscheidung zum Kampf
Die Vergangenheit holt Leonard ein.
Nach dem Tod von Kenji, den er selbst nicht retten konnte, sucht Leonard zunächst nach einer Möglichkeit, Takt zu helfen.
Als er im tiefen Schmerz sieht, wie Takt sich am Klavier verliert, beschließt Leonard, alles daran zu setzen, eine bessere Welt zu schaffen – nicht durch Schuld, sondern durch Hoffnung.
Er wird Dirigent der Symphonica, nun fest entschlossen, die Ursache des damaligen Leids – die D2 – zu besiegen.
Reise mit Titan und Enthüllung der Wahrheit
Leonard und Titan verbringen nach dem Krieg Zeit miteinander, reisen umher und sammeln Hinweise auf die mysteriösen Vorgänge innerhalb der Symphonica.
Dabei erkennt Leonard zunehmend, dass Sagan hinter den bösartigen Ereignissen – dem Boston-Massaker und den neuen D2-Angriffen – steckt.
Trotz der Gefahren möchte er Titan ihren Wunsch erfüllen, möglichst viele schöne Orte kennenzulernen.
Letzter Kampf gegen Sagan, Tengoku und Jigoku
Als Sagan, Tengoku und Jigoku ihnen auflauern, lehnt Leonard das Angebot ab, Freundschaft zu wahren und entscheidet sich, Seite an Seite mit Takt, Destiny und Titan zu kämpfen.
Der Kampf verläuft dramatisch: Takt bricht erschöpft zusammen, Destiny verliert ihre Kampfform, und Titan kämpft vergeblich gegen Jigoku.
Takt soll von Tengoku getötet werden, doch Leonard wirft sich schützend vor ihn und wird von Kugeln getroffen – fest entschlossen, diesmal seinen Schüler zu beschützen.
Trotz schwerer Verletzungen führt Leonard Titan weiterhin an, ermöglicht ihr einen letzten Gegenschlag, der Tengoku kampfunfähig macht.
Sagan zieht sich zurück, beeindruckt von Leonards Standhaftigkeit.
Abschied und Vermächtnis
Im Abschied schenkt Leonard Titan ein Lächeln, wie sie es ihm versprochen hat.
Er erkennt, dass Takt zu einem wahren Musiker geworden ist und ein neues Werk komponiert, in dem auch er verewigt ist.
Umgeben von seinen Freunden, stirbt Leonard zufrieden.
Sein letzter Gedanke gilt der ungespielten Zukunft – ein imaginäres Konzert mit Takt am Klavier und ihm am Cello.
Im Jenseits empfängt ihn Kenji mit Lob für seine Musik.
Der Name „Leonard Flyheart“ ist inspiriert vom berühmten Dirigenten Leonard Bernstein.
Dessen Auftritt in Berlin, bei dem er das Wort „Freude“ in „Freiheit“ umdichten ließ, spiegelt sich nicht nur im Namen, sondern auch im Charakter Leonards wider.
Zudem basiert sein sanftes, genderübergreifendes Auftreten auf Bernsteins bekannter Homosexualität.
In Leonards letzter Episode ist eine Originalaufnahme von Bernstein als musikalisches Motiv zu hören.
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