Eiko Aizawa ist eine weibliche Figur aus der Manga- und Anime-Reihe Squid Girl und gehört als bodenständige, schlagfertige Oberschülerin zu den wichtigsten menschlichen Hauptfiguren der Serie.
Name: Eiko Aizawa
Geschlecht: weiblich
Alter: 16 Jahre
Blutgruppe: O
Beruf: Schülerin, Bedienung im Strandhaus Lemon
Schule: erste Klasse der Oberschule Kamakura
Synchronsprecherin: Ayumi Fujimura
Hobbys: Videospiele
Vorlieben: Hunde
Abneigungen: Tomaten, feminine Kleidung
Größe: 156 Zentimeter in der frühen Prototyp-Fassung
Eiko ist die zweite Tochter der Familie Aizawa.
Sie ist die jüngere Schwester von Chizuru Aizawa und die ältere Schwester von Takeru Aizawa.
Als Oberschülerin arbeitet sie gemeinsam mit Chizuru im Strandhaus Lemon.
Dort übernimmt sie vor allem den Service.
Sie ist die erste Person, die mit Squid Girl nach deren Landgang in Kontakt kommt.
Außerdem ist sie diejenige, die den Grundstein dafür legt, dass Squid Girl im Strandhaus arbeitet.
Eiko ist der klassische vernünftige Gegenpol in einer Serie voller Exzentriker, Genies und übermenschlich begabter Figuren.
Sie fungiert gegenüber Squid Girl und fast allen anderen regelmäßig als scharfsinnige Stimme der Vernunft.
Ihr Auftreten ist burschikos, direkt und impulsiv.
Sie ist ehrgeizig, hasst Niederlagen und handelt oft spontan.
Zugleich besitzt sie einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn.
Wer unfair, unanständig oder rücksichtslos handelt, bekommt ihren Zorn zu spüren, während sie Menschen in Schwierigkeiten selbstverständlich hilft.
Obwohl sie Squid Girl durchaus als Invasorin wahrnimmt, betrachtet sie sie nicht als echte Bedrohung.
Vielmehr lässt sie sie in ihrem Zimmer übernachten, ist oft mit ihr unterwegs und behandelt sie eher mit einer frechen Selbstverständlichkeit.
Gerade deshalb wirkt ihr Verhältnis aus Sicht von Squid Girl oft so, als nehme Eiko sie nicht wirklich ernst.
Dennoch erklärt sie ihr vieles über das Leben an Land und gibt ihr häufig hilfreiche Ratschläge, weshalb Squid Girl sich oft auf sie verlässt.
Laut Chizuru war Eiko früher mädchenhafter.
Wenn Squid Girl sie im Zustand eines Gedächtnisverlusts „große Schwester“ nennt oder sie bei einem Rollenspiel als Ehefrau besetzt wird, reagiert Eiko verlegen und sichtbar rot.
Eiko hat einen glatten kurzen Bob mit auffälligem, leicht hochspringendem Teil im Pony.
Ihr Haar ist orangebraun und die Spitzen sind sehr sauber geschnitten.
Gerade wegen dieser exakt geformten Frisur hält Squid Girl ihre Haare für eine Art „Helm“.
Wenn man das offen ausspricht, macht Eiko das allerdings wütend.
Im Alltag trägt sie meist T-Shirts oder Tanktops mit Jeans oder anderen Hosen.
Röcke und allgemein feminine Kleidung mag sie überhaupt nicht.
Auch mit Yukata oder Lolita-Mode fühlt sie sich unwohl.
Einmal wurde sie zwar in einen Rock aus geliehener Kleidung von Sanae Nagatsuki gesteckt, freiwillig würde sie so etwas aber nicht wählen.
Im Manga trägt sie häufig schwarze T-Shirts mit englischen Aufdrucken wie One More Chance oder 100 Point.
Da sie die Bedeutung von One More Chance nicht verstand, geriet sie darüber sogar so in Verwirrung, dass sie das Shirt zerriss, später aber erneut dasselbe Motiv trug.
Eiko besitzt keine übernatürlichen Talente wie manche andere Figuren der Reihe.
Trotzdem ist sie körperlich deutlich fitter als ein Durchschnittsmensch.
Zwar reicht sie nicht an Chizurus extreme Fähigkeiten heran, doch ihre Athletik ist beachtlich.
Sie verteilt saubere Dropkicks gegen übermütige Störenfriede und erzielt beim Bowling sehr hohe Ergebnisse, sogar besser als Goro Arashiyama.
Akademisch sieht es ganz anders aus.
Ihre schulischen Leistungen sind insgesamt schwach, und sie sorgt sich ernsthaft um ihr Versetztwerden.
Besonders schlecht ist sie in Mathematik.
Auch Englisch liegt ihr kaum; selbst einfache Gespräche auf dem Niveau eines Erstklässlers der Mittelschule versteht sie nicht sicher und bleibt darin sogar hinter ihrem kleinen Bruder Takeru zurück.
Dennoch ist sie nicht völlig lernunfähig.
Im Originalwerk schafft sie es, den Stoff für den Rollerführerschein an nur einem Tag zu lernen und die Prüfung zu bestehen.
Außerdem scheint sie essen zu können, so viel sie will, ohne zuzunehmen.
Das wird in der Serie ausdrücklich angedeutet.
Eiko liebt Videospiele geradezu leidenschaftlich.
Sie sagt sogar sinngemäß, dass man das Spiel erst dann aufgibt, wenn man das Leben aufgibt.
Schon seit der Grundschule hängt sie an alten Spielkonsolen.
Als ihre langjährig benutzte Konsole kaputtging, war sie tief niedergeschlagen.
Selbst nachdem sie später ihr für Spiele angespartes Geld wiederfand, konnte sie sich nicht sofort ein neues Gerät kaufen.
In solchen Momenten spielte sie sogar mit einem nicht angeschlossenen Controller herum.
Im Anime liest sie Zeitschriften, in denen der Name einer klassischen Konsole auftaucht, und spielt häufig Titel eines traditionsreichen Herstellers.
Das unterstreicht ihre Vorliebe für Retrospiele.
Durch ein Motorradspiel entwickelte sie auch eine Sehnsucht nach echten Motorrädern.
Im Original erwirbt sie schließlich die Fahrerlaubnis für einen Motorroller.
Eiko ist außerdem ein großer Hundefan.
Das wird mehrfach ausdrücklich betont.
Bei Lebensmitteln mochte sie lange keine Tomaten.
Als Squid Girl jedoch Mitleid mit ihr zeigte, ließ ihr Stolz das nicht zu, und sie überwand diese Abneigung erfolgreich.
Unter den vielen schillernden Figuren von Squid Girl gehört Eiko zu den wenigen seit den frühen Kapiteln präsenten Normalmenschen.
Gerade deshalb ist sie für die Dynamik der Serie besonders wichtig.
Oft kommentiert sie die Verrücktheiten um sich herum mit trockenen Bemerkungen oder energischen Reaktionen.
Manchmal ist sie aber selbst diejenige, die eine Situation weiter anheizt.
Ein zentrales Motiv ist ihr Umgang mit Squid Girl nach der beschädigten Wand des Strandhauses.
Um die Reparaturkosten ausgleichen zu lassen, lässt Eiko sie für sehr wenig Lohn arbeiten und nutzt ihre Arbeitskraft gnadenlos aus.
Trotz ihrer rauen Art entwickelt sich zwischen den beiden eine Nähe, die fast an echte Geschwister erinnert.
Streit, Spott, Hilfe und gegenseitige Gewöhnung gehen bei ihnen ständig Hand in Hand.
Das Bild, das Squid Girl von Eiko hat, ist entsprechend skurril.
In ihrer Vorstellung erscheint Eiko als „einäugiger Android“.
Squid Girl
Mit Squid Girl verbindet Eiko die wohl wichtigste Zweierbeziehung der Serie.
Sie streiten oft, werfen einander Sprüche an den Kopf und verbringen dennoch auffallend viel Zeit zusammen.
Eiko belehrt, korrigiert und provoziert sie ständig.
Gleichzeitig unterstützt sie Squid Girl in schwierigen Momenten und hilft ihr, die Welt an Land zu verstehen.
Dadurch wirkt ihre Beziehung oft wie die von Schwestern.
Dass Squid Girl sie einmal „große Schwester“ nennt, ist deshalb zugleich passend und für Eiko peinlich.
Chizuru Aizawa
Chizuru ist Eikos ältere Schwester.
Bevor Squid Girl auftauchte, führten die beiden gemeinsam das Strandhaus.
Im Alltag kommen sie in der Regel gut miteinander aus.
Eiko widerspricht ihr auch einmal, aber sobald Chizuru ernsthaft zornig wird, fürchtet Eiko sie genauso wie alle anderen.
Takeru Aizawa
Takeru ist ihr jüngerer Bruder.
Eiko verhält sich ihm gegenüber wie eine typische ältere Schwester, hilft ihm bei Problemen und weist ihn zurecht, wenn er etwas Unpassendes sagt.
Dabei ist sie manchmal leicht überfürsorglich.
Ironischerweise ist Takeru in Englisch trotzdem besser als sie.
Sanae Nagatsuki
Sanae ist Eikos Kindheitsfreundin und enge Freundin sowie ihre Klassenkameradin.
Neben Squid Girl ist sie eine der Personen, die von Eiko am häufigsten zurechtgewiesen werden.
Eiko beschreibt Sanae sinngemäß als naturverträumt, pervers und gefährlich.
Je stärker Sanaes verzerrte Zuneigung zu Squid Girl wird, desto nachlässiger behandelt sie Eiko, was diese durchaus verletzt.
Trotzdem zeigt Eiko auch hier ihre freundliche Seite.
Sie hilft Sanae sogar dabei, Squid Girl näherzukommen, weil sie merkt, wie sehr Sanae darunter leidet, ignoriert zu werden.
Goro Arashiyama
Goro ist ebenfalls ein Bekannter aus Kindertagen.
Weil er Gefühle für Chizuru hat, nutzt Eiko das gern aus und spannt ihn für ihre Zwecke ein.
Cindy Campbell
Cindy ist für Eiko eine Kundin, aber auch eine Person, bei der Vorsicht angebracht ist.
Im Vergleich zur berüchtigten Dreiergruppe behandelt Eiko sie jedoch etwas normaler, auch weil sie ebenfalls eine Frau ist.
Die drei Chaoten
Gegenüber den drei chaotischen Forschern oder Störenfrieden zeigt Eiko besonders wenig Respekt.
Obwohl sie eigentlich hochgebildet und älter als sie sind, spricht sie sie grob an und begegnet ihnen mit demonstrativer Geringschätzung.
Das wirkt deutlich unhöflicher als ihr sonstiger Umgangston.
Angesichts dessen, was diese drei regelmäßig anrichten, erscheint ihre Haltung allerdings nachvollziehbar.
Eiko existierte bereits in der Prototyp-Phase vor dem eigentlichen Serienstart.
Auf der Website des Autors wurde auch eine frühe Zeichnung von ihr veröffentlicht.
In dieser frühen Version unterschied sich ihr Aussehen noch leicht von der späteren Fassung.
Vor allem der markante Pony fehlte dort noch.
Auch eine Größenangabe war damals bereits vorhanden.
Sie wurde im Prototyp mit 156 Zentimetern angegeben.
Eiko zählt zu den glaubwürdigsten Alltagsfiguren der Reihe und gewinnt gerade dadurch Profil.
Zwischen Chaos, Fremdwesen und Genies bleibt sie die schlagfertige junge Frau, die allem mit gesundem Menschenverstand, Frust und überraschend viel Herz begegnet.
Ihr Spitzname für Squid Girl bleibt schlicht bei deren Namen.
Auch das passt zu ihrer direkten, unkomplizierten Art.
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