Basen ist eine fiktive Figur aus dem Werk „Kusuriya no Hitorigoto“, ein junger, außergewöhnlich talentierter Palastgardist und zukünftiger Clanführer der traditionsreichen „Pferde“-Familie, die seit Generationen den Kaiser und dessen Familie beschützt.
Er ist gleich alt wie Jinshi, sein Milchbruder und Jugendfreund, und wird trotz seiner herausragenden Kampfkraft oft von den Eskapaden seines Herrn in Schwierigkeiten gebracht.
Basen ist der zweitgeborene Sohn von Gaoshun und stammt aus einem angesehenen Kriegerclan, der traditionell als Leibwache des Kaiserhauses dient.
Obwohl er nur der zweite Sohn ist, gilt er als designierter Nachfolger der Familie.
Er ist Milchbruder und Kindheitsfreund von Jinshi, beide sind gleich alt und seit frühester Kindheit unzertrennlich.
Durch diese enge Bindung dient Basen heute vor allem als Leibwächter und Begleiter Jinshis im Palast.
Ursprünglich sollte sein älterer Bruder Maliang (im Original: „Ma Liang“) das Familienoberhaupt werden.
Da Maliang jedoch völlig unbegabt in körperlichen Dingen ist, wurde entschieden, dass Basen als körperlich geeignetere Person die Rolle des Nachfolgers übernimmt.
Seine ältere Schwester Mami ist die Erstgeborene der Familie, bereits Mutter von zwei Kindern und eine äußerst willensstarke Frau.
Basen, seine Brüder und sogar Jinshi haben großen Respekt vor ihr und können sich ihr kaum widersetzen.
Basen ist anfangs 19 Jahre alt und im späteren Verlauf 21 Jahre alt.
Er ist damit gleich alt wie Jinshi.
Er arbeitet als Wachoffizier im Kaiserpalast und ist fast immer in der Nähe Jinshis oder unter direkter Weisung seines Vaters Gaoshun im Einsatz.
Im Gegensatz zu seiner verheirateten Schwester und seinem Bruder ist Basen der einzige Unverheiratete in der Geschwisterreihe.
Basens Vater Gaoshun ist ein erfahrener und gefürchteter Offizier, der sowohl Jinshi als auch seinen eigenen Sohn streng, aber gerecht behandelt.
Basen erhält von ihm regelmäßig eine schallende Kopfnuss, wenn er sich unbedacht oder unbeherrscht verhält.
Sein älterer Bruder Maliang ist ein brillanter, aber körperlich unbeholfener Gelehrter.
Da er im Kampf völlig ungeeignet ist und Schwierigkeiten im Umgang mit Menschen hat, arbeitet er als Jinshis persönlicher Schreiber und Dokumentenverwalter.
Seine Schwester Mami ist eine starke, durchsetzungsfähige Frau, die ihre Brüder und selbst Jinshi mit ihrer Persönlichkeit in Schach hält.
In der Familie gilt sie als „Respektsperson“, der niemand widersprechen will.
In emotionaler Hinsicht beginnt Basen, sich für Lishu, eine hochrangige kaiserliche Gemahlin, zu interessieren.
Diese Gefühle entwickeln sich nach einem Vorfall, bei dem Basen mehrfach ihr Leben rettet und sich zunehmend um ihr Wohlergehen sorgt.
Zwischen Basen und Jinshi besteht ein tiefes Vertrauensverhältnis, das schon in frühester Kindheit beginnt.
Sie sind Milchbrüder, gleich alt und haben sich gemeinsam im Umfeld des Kaiserhofes entwickelt.
Basen ist Jinshi gegenüber extrem loyal und reagiert sehr empfindlich auf Kritik an seinem Herrn.
Wenn jemand schlecht über Jinshi redet, neigt Basen dazu, ungeachtet der Stellung des Gegenübers schnell wütend zu werden.
Gerade wegen dieser Ehrlichkeit und Impulsivität lässt man Basen bei wirklich heiklen und diplomatisch sensiblen Treffen oft nicht als Leibwächter auftreten.
In solchen Fällen übernimmt meist Gaoshun selbst den Schutz, um brisante Situationen zu vermeiden.
Anfangs kann Basen nicht nachvollziehen, warum Jinshi die unscheinbare, sachliche Maomao ständig um sich haben will.
Er versteht ihren Nutzen nicht und behandelt sie eher grob und unhöflich.
Mit der Zeit erkennt er jedoch Maomaos außergewöhnliche Fähigkeiten in Medizin, Analyse und Beobachtung.
Obwohl sein Umgang mit ihr weiterhin ruppig wirkt, vertraut er ihr zunehmend und akzeptiert sie als unverzichtbare Verbündete.
Interessanterweise hat Basen Probleme mit „klassisch weiblichen“ Frauen, kommt aber mit Maomao problemlos und auf Augenhöhe zurecht.
Maomao bezeichnet ihn wegen seiner enormen körperlichen Robustheit und Kraft scherzhaft als einen „Bären in Menschenhaut“.
Basen ist von Grund auf ehrlich, ernsthaft und pflichtbewusst.
Er nimmt seine Rolle als Krieger und Leibwächter sehr ernst und neigt selten zum Spaß, wenn es um Aufgaben geht.
Er ist sehr direkt und hat Schwierigkeiten damit, seine Gefühle oder Ansichten zu verbergen.
Ein „Pokerface“ liegt ihm nicht, weshalb er in politischen oder höfischen Intrigenspielen schnell auffällt.
Seine Aufrichtigkeit führt dazu, dass er leicht reizbar wird, wenn Jinshi beleidigt wird.
Dieses impulsive Verhalten sorgt immer wieder dafür, dass Gaoshun ihn zurechtweist – oft handfest.
Psychisch ist Basen nicht in allen Bereichen ausgereift.
Er reagiert oft kindlich oder unüberlegt und muss erst lernen, sich im höfischen Umfeld kontrollierter zu verhalten.
Basen besitzt eine außergewöhnliche körperliche Konstitution.
Seine Muskelkraft, Ausdauer und allgemeinen körperlichen Fähigkeiten liegen weit über dem Durchschnitt eines normalen Menschen.
Seine Schmerzwahrnehmung ist stark herabgesetzt, was gefährlich werden kann.
Er bemerkt Verletzungen häufig nicht oder erst sehr spät und handelt daher oft weiter, obwohl er bereits verwundet ist.
Er ist trotz eher durchschnittlicher Körpergröße ein fast unheimlicher Kämpfer.
In kritischen Situationen behält er einen klaren Kopf und erkennt blitzschnell die beste Vorgehensweise.
Es wird berichtet, dass Basen allein einen Löwen zurückschlagen konnte.
Im Training ist er so überlegen, dass er selbst mit bloßen Fäusten gegen mehrere normalstarke Gegner problemlos besteht.
Basen trainiert mit Waffen nur gegen wenige ebenbürtige Gegner wie Jinshi oder Lihaku.
Sein Körper scheint zudem nahezu „unkaputtbar“ zu sein, da er selbst von schweren Verletzungen schnell wieder genesen soll.
Seine körperliche Überlegenheit bringt auch Probleme mit sich.
Basen kann seine Kraft nur schwer dosieren, besonders im Umgang mit körperlich schwächeren Personen.
In seiner Kindheit verletzte er seine Schwester Mami in einem Streit schwer, als er seine enorme Kraft nicht kontrollieren konnte.
Dieses Erlebnis prägt ihn nachhaltig und ist der Hauptgrund, warum er große Schwierigkeiten im Umgang mit Frauen hat.
Aufgrund seiner Persönlichkeit und dieser Unsicherheit sehen seine Familienmitglieder in ihm kein gutes Material für eine politisch arrangierte Ehe.
Insbesondere das Thema „Nachkommen zeugen“ wird in der Familie bei Basen mit Skepsis und einem gewissen Fatalismus betrachtet.
Hinzu kommt seine mangelnde Schmerzempfindlichkeit, die ihn dazu verleitet, eigene Grenzen zu ignorieren.
Er setzt seinen Körper oft über das vernünftige Maß hinaus ein, was ihn selbst in Gefahr bringen kann.
Durch einen Zufall war Basen anwesend, als eine Hausente schlüpfte.
Das Küken prägte sich auf ihn, folgte ihm und gewöhnte sich an seine Gegenwart.
Basen gab der Ente den Namen „Shofu“ (wörtlich in etwa: „ruhige Ente“) und führt sie seither häufig mit sich herum.
Diese ungewöhnliche Begleitung lockert sein ansonsten strenges Erscheinungsbild auf und sorgt im Palast immer wieder für amüsierte Blicke.
Shofu ist stark an Basen gebunden und gilt als sein tierischer Schatten.
Die Ente unterstreicht neben seiner Kriegerrolle auch seine weichere, ungeschliffen freundliche Seite.
Trotz seiner Unsicherheit im Umgang mit Frauen entwickelt Basen im Verlauf der Geschichte Gefühle für Lishu, eine hochrangige Gemahlin des Kaisers.
Maomao weist ihn ausdrücklich darauf hin, dass Lishu die Frau des Kaisers ist, doch seine Sorge um sie wächst dennoch.
Lishu wiederum entwickelt ihrerseits Sympathie für Basen.
Sie wird wiederholt von ihm aus gefährlichen Situationen gerettet und schätzt seine gradlinige, unverstellte Art.
Später verlässt Lishu den Harem, indem sie erneut ins Kloster geht und damit den Palast verlässt.
Durch diese Wendung eröffnen sich neue Möglichkeiten, da sie nicht länger als Gemahlin im strengen Sinn an den Kaiser gebunden ist.
Der Kaiser erfährt über Maomao indirekt von dieser aufkeimenden Verbindung.
Als Anerkennung für Basens Rettung von Lishus Leben verspricht der Emperor, ihm einen Wunsch zu erfüllen.
Auffällig ist, dass die Zeitspanne von Lishus Klosteraufenthalt und die Frist zur Entscheidung über Basens Belohnung zufällig exakt übereinstimmen.
Für Eingeweihte und Leser wirkt dies wie eine de facto bestehende Verlobung zwischen Basen und Lishu.
Nahezu alle Beteiligten – vom Kaiser bis zu engen Vertrauten – scheinen diese Entwicklung bewusst zu unterstützen.
Die „zeitlich passende“ Lösung deutet stark darauf hin, dass man Lishus Gefühle respektieren und Basen für seine Loyalität und seinen Mut belohnen möchte.
Als Leibwächter ist Basen bereits früh äußerst kompetent, doch als persönlicher Begleiter Jinshis befindet er sich noch in der Entwicklung.
Er muss lernen, seine direkte Art zu zügeln und sich besser an das politisch aufgeladene Umfeld des Hofes anzupassen.
Im Verlauf der Handlung wächst er emotional und sozial, ohne seine Gradlinigkeit zu verlieren.
Er lernt, Empfindlichkeiten anderer besser einzuschätzen, und wird im Umgang mit schwierigen Situationen zunehmend reifer.
Seine Kämpfe, seine ehrliche Loyalität und die sanfte, unsichere Romanze mit Lishu machen Basen zu einer sehr menschlichen und sympathischen Figur.
Zwischen übermenschlicher Stärke, kindlicher Unreife und aufrichtiger Hingabe entsteht ein Charakter, der gleichermaßen beeindruckt und berührt.
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