Matsuri Washuu ist ein männlicher Ermittler und stammt aus der berühmten Washuu-Familie – den Gründern der CCG, der Anti-Ghoul-Organisation. Er ist sehr intelligent, pragmatisch und scheut sich nicht, auch radikale Maßnahmen zu ergreifen, um seine Ziele zu erreichen. Obwohl er von angesehenem Blut ist und arrogant wirkt, zeigt er auch eine Sehnsucht nach Freiheit abseits der familiären Zwänge. Im Verlauf der Handlung erfährt Matsuri starke emotionale Schwankungen, wird zudem oft mit humorvollen Elementen dargestellt und sein Privatleben als homosexueller Mann beeinflusst sein Schicksal maßgeblich. Trotz seiner schwierigen Persönlichkeit und tragischen Wendungen bleibt er eine faszinierende Figur voller Kontraste.
Matsuri Washuu ist der Sohn von Yoshitoki Washuu und Enkel von Tsuneyoshi Washuu.
Er wurde in das politische Zentrum der CCG hineingeboren und gehörte dem zweiten Ermittlungssektor an.
Im Alter von 18 Jahren trat er einer Akademie in Deutschland bei und wurde später für seine herausragenden Erfolge bei der Zerschlagung des Ghoul-Clans Rosewald bekannt.
Matsuri Washuu ist ein ausgesprochener Rationalist mit eisigem Auftreten und zeigt wenig Mitgefühl gegenüber Kollegen oder Untergebenen.
Seine Sichtweise ist von der Überzeugung geprägt, dass die Washuu-Familie über allem steht.
Er behandelt andere häufig von oben herab – unabhängig vom Rang.
Trotz seiner Kälte fühlt er sich durch die Erwartungen und die Familienehre erdrückt und sehnt sich nach Freiheiten, die ihm verwehrt bleiben.
Sein Vater war ein mildtätiger Mann, doch Matsuri selbst setzt auf Effizienz und schreckt vor Opfern während Operationen nicht zurück.
Sein Mangel an Menschlichkeit wird von anderen CCG-Mitgliedern kritisch gesehen, so etwa von Itsuki Marude.
Matsuri Washuu verfügt über exzellente taktische und strategische Fähigkeiten.
Auf dem Schlachtfeld erweist er sich sowohl als Anführer wie als Kämpfer als äußerst effektiv.
Seine Kampffähigkeiten sind als Ghoul enorm, und er konnte in kurzer Zeit sowohl Ermittler der S2-Einheit als auch Ghule aus der Piero-Gruppe und Mitglieder von V besiegen.
Aufstieg und Erfolge
Nach seiner Zeit in Deutschland kehrt Matsuri Washuu in die Zentrale der CCG zurück.
Er übernimmt die Leitung von Einheiten und setzt sich besonders bei der Bekämpfung der Ghoule für die Ziele seines Hauses ein.
Tragödie auf der Insel Ruushima
Während der Invasion von Ruushima erkennt Itsuki Marude die Wahrheit über Yoshitoki Washuu und die Washuu-Familie.
Nach einer Konfrontation auf einem Schiff wird Matsuris Vater ermordet.
Daraufhin zeigt Matsuri starke emotionale Ausbrüche: Er bricht laut weinend zusammen und ist fortan seelisch angegriffen, was zu vielen komödiantischen Momenten führt.
Wandel zum „Running Gag“
Nachdem Matsuri das Amt des Generaldirektors antritt, häufen sich dramatische und zugleich humorvolle Szenen:
Er wird nackt wütend, wird mit einem Katana am Kopf verwundet und reagiert ungewöhnlich sensibel, etwa wenn etwa Kuki Urie ihn aufmuntert.
Dabei entwickelt er sich immer mehr zu einer parodistischen Figur.
Persönliche Entwicklungen und Ende der Washuu-Linie
Im späteren Verlauf entpuppt sich Matsuri als homosexuell.
Sein Coming-Out und die anschließende Scheidung beenden die Blutlinie der Washuu als Ghoule.
Nach dem Sturz seiner Familie durch einen Putsch von Nimura Furuta und den Einsatz von Marude und Verbündeten wird Matsuri gezwungen, sich mit seinen ehemaligen Feinden zu verbünden, um das eigene Überleben zu sichern.
Am Ende der Geschichte verlässt er die Führungsebene, nimmt den Nachnamen "Suzuki" an, arbeitet als normaler Forscher bei der neuen Organisation TSC und bleibt so gut wie anonym.
Die Ironie: Während die Bloodline der Washuu ausstirbt, übernimmt der junge Spross des Tsukiyama-Clans die Führung über Japans Ghoule.
- Yoshitoki Washuu: Vater, ein sanfter und zurückhaltender Anführer.
- Tsuneyoshi Washuu: Großvater, Legendäre Figur und Ahn der Washuu-Linie.
- Kuki Urie: Wird mehrfach von Matsuri unterstützt und ist eine der wenigen Bezugspersonen nach dessen Zusammenbruch.
- Ehefrau: Die Beziehung besteht lediglich der Form halber und endet schließlich in einer Scheidung.
- Während seines Aufenthalts in Berlin äußerte Matsuri, dass er die Stadt als äußerst angenehm empfand – was laut Fandom auf das dortige Klima rund um homosexuelle Communities anspielt.
- In Zusatzmaterialien wird Matsuri öfter in komischen Situationen gezeigt: Er steckt in Wänden oder Schreibtischen oder taucht im Bett von Kuki Urie auf.
- In einem komödiantischen Moment rennt er nackt mit einer Höchstgeschwindigkeit von 22 km/h umher – beschrieben als "furchtloser Matsuri".
- Obwohl die Washuu-Linie offiziell als ehrenhaft erhalten geblieben angesehen wird, stirbt die reine Linie aufgrund Matsuris Sexualität aus.
- Trotz angeheirateter Ehepartnerin ist Matsuri am Ende offen homosexuell und lebt ohne Familie.
- Matsuri Washuu wurde 29 Jahre alt, als er das Amt des Direktors übernahm.
- Seine außergewöhnliche, tragikomische Entwicklung macht ihn zu einer der schillerndsten und widersprüchlichsten Figuren im Tokyo Ghoul-Universum.
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