Kazama Genba ist ein berüchtigter Dieb aus Kikyogahara in Shinano, dessen Ruf bis nach Suwa reicht. Er ist ein Meister der Verkleidung, Masken und Sabotage, wobei er stets eine Fuchsmaske trägt, die er mithilfe einer speziellen Tonmischung verändert, um sich in verschiedene Menschen zu verwandeln. Ursprünglich entstammt er einer Nebenlinie der Suwa-Familie, verlor durch Verrat und Missverständnisse jedoch alles. Zunächst glaubt er nur an Geld, wird jedoch durch Tokiyuki Hojo und dessen Loyalität beeindruckt und schließt sich schließlich dessen Gruppe, der Nige Jouzu no Wakagimi, an. Kazama ist berüchtigt für seine obszönen und respektlosen Späße sowie für seine erstaunlichen Ninja-Fähigkeiten, und spielt trotz seines scheinbar lustigen Auftretens eine wichtige Rolle in der Geschichte.
Kazama Genba trägt stets eine Fuchsmaske, die er mit einem besonderen Ton nach Belieben anpassen kann, um sein Aussehen zu verändern. Sein echtes Gesicht bleibt für die meisten verborgen, wodurch er bei Verkleidung und Ausflüchten eine große Vielseitigkeit besitzt. Typischerweise tritt er mit auffälliger Gestik und provokaner Körperhaltung auf.
Kazama Genba gilt als habgieriger Opportunist und Schürzenjäger, der in erster Linie an Geld und körperlichen Genüssen interessiert ist. Er genießt es, Menschen hereinzulegen, liebt es, seine Fähigkeiten zur Schau zu stellen und schreckt nicht davor zurück, sich lächerlich, gar obszön zu verhalten. Trotz seines aufgesetzten Zynismus und der Tendenz, nur sich selbst zu vertrauen, zeigt er unter der rauen Schale sogar Loyalität, wenn er Respekt vor jemandem entwickelt hat. Sein Motto: „Ohne Hintergedanken ist der Mensch nicht menschlich“.
Geboren in eine Nebenlinie der Suwa-Familie, die als Kazama-Familie bekannt war, wurde Genba durch das Schicksal früh gezeichnet. Sein Vater, ein loyaler Vasall, wurde wegen seiner als „ungehörig“ geltenden Fähigkeiten verachtet und der Dieberei bezichtigt, wodurch die gesamte Familie in Ungnade fiel. Kazama erbte von ihm sowohl den Namen als auch dessen spezielle Künste und die Überzeugung, dass nur Geld Vertrauen verdient. Fortan galt er als gesellschaftlicher Außenseiter, der seinen eigenen Weg ging.
Kazama Genba ist ein Meister der alten Ninja-Künste. Zu seinem Können zählen Infiltration, Sabotage und Spionage. Dabei nutzt er seine individuell anpassbare Fuchsmaske („Jizaimen“), die ihm erlaubt, seine Gesichtszüge komplett zu verändern. Seine Fertigkeiten lassen ihn zu einem der ersten echten „Urninjas“ werden. In Zahlen ausgedrückt:
- Kampfkraft: 11
- Wildheit: 75
- Intelligenz: 39
- Loyalität: 18
- Politik: 2
- Chaos: 84
- Führung: 4
- Innovation: 81
- Charisma: 6
- Flucht/Verstecken: 79
Sein spezifischer Skill: „Ursprünglicher Ninja“ – eine Kombination aus Tarnung, Sabotage und Informationsbeschaffung.
Kazama steht zunächst Suwa Yorishige, der seine Talente schätzt, und Tokiyuki Hojo, dem jungen Herrn, gegenüber. Anfangs sieht Genba Tokiyuki als naiven Außenseiter an. Mit der Zeit wächst jedoch seine Achtung vor dessen Entschlossenheit, besonders nachdem Tokiyuki ihn vor Gefahr schützt und sich für ihn verletzt. Das führt dazu, dass Kazama schließlich dem Nige Jouzu no Wakagimi beitritt, unter der Bedingung, später ein Land als Bezahlung zu erhalten.
„Wenn du meine Fähigkeiten willst, dann ist nur Geld das Band, das uns zusammenhält!“
Kazama begeistert sich für alle Arten von Spionage und Glasaugenblicken. Sein Lieblingshobby ist das Spähen sowie das Ausführen obszöner Akte bei Infiltrationen, inklusive Exhibitionismus und verschiedener Scherze. In Episode 6 des Animes ließ er, zur Feier eines verbrannten Dekrets, sein Gesäß kreisen – ein Gag, der für ein abruptes und leuchtend zensiertes Showende sorgte.
Ein weiteres Beispiel seiner Skurrilität ist seine Mad-Scientist-Manier: Während er im Namen der Explosionsexperimente teils absurdste Zutaten in Güllegruben zusammensucht, zeigt er sich als verrückter Alchemist.
Eintritt bei der Gruppe
Kazama Genba wird von Suwa Yorishige ins Auge gefasst, um mit seinen aufsehenerregenden Fähigkeiten ein bedeutendes Dekret direkt aus der Residenz von Sadamune Ogasawara zu stehlen und anschließend im Nige Jouzu no Wakagimi aufgenommen zu werden. Dafür beauftragt Yorishige Tokiyuki Hojo, ihn zu rekrutieren.
Anfangszweifel und Deal
Kazama verspottet Tokiyuki zunächst als unerfahrenen und weltfremden „Rich Kid“. Doch die Zusage, nach einem künftigen Sieg über das Land ein ganzes Reich als Lohn einzustreichen, überrascht ihn doch. Er akzeptiert den Auftrag, verlangt aber, dass Tokiyuki selbst mitkommt.
Die Mission und Bewährungsprobe
Gemeinsam schleichen sie sich ins feuerumhüllte Lagerhaus, in dem das Dekret liegt. Kazamas Tarnung bringt sie zunächst weit, doch die geschärften Sinne von Sadamune Ogasawara und Sukefusa Ichikawa kommen ihnen auf die Spur. Inmitten der Flucht will Kazama Tokiyuki zurücklassen, doch der wirft sich in höchster Not schützend vor ihn. Kazama beeindruckt diese Geste tief. Er beginnt, seine Ninja-Künste gezielt einzusetzen, um die Verfolger zu täuschen und das Entkommen mit Tokiyuki zu sichern, woraufhin er endgültig der Gruppe beitritt.
Weitere Entwicklungen
Kazama wird unfreiwillig Lehrer und Aufseher für Natsu no Yon, eine junge Ninja der Tengu Group auf Seiten der Ashikaga, die er listig zur Zusammenarbeit beim Herstellen von Sprengbomben zwingt.
Sein Hang zum Exhibitionismus sorgt immer wieder für peinliche, wenn auch humorvolle Momente, beispielsweise seine legendäre „Hosen-runter“-Kunst bei Festen.
In seiner Rolle als Gruppenkomiker wird er manchmal von Tokiyukis unbeabsichtigtem Humor übertroffen – wodurch Kazama oft widerwillig in die Rolle des ernsthaften Kommentators rutscht.
Historische Parallelen
Die Suwa-Nebenlinie, zu der Kazamas Familie gehört, existierte tatsächlich. Im Jahr 979 wurde eine Kazama-Linie als Gutsverwalter nach Shinano entsandt. Nachkommen zogen später sogar nach Echigo und Dewa weiter, und die Kazama waren die mutmaßlichen Begründer der berühmten Fuma-Familie: Die Ninja um Fuma Kotaro, späteren Vasallen der Hojo. Vermutlich liegt in Kazama Genba das Vorbild dieses legendären Fuma-Oberhaupts.
Volkssagen um den Fuchs „Genba-no-jo“
In Shiojiri, rund um die Hochebene Kikyogahara, gibt es eine bekannte Legende über einen Fuchs, „Genba-no-jo“, der als Boss aller Füchse in der Gegend galt. Er verwandelte sich nach Belieben in Mädchen oder Daimyo-Prozessionen, um Leute zu erschrecken und konnte mit einem Ruf alle anderen Fuchsführer zum Streich holen. Es heißt sogar, er habe bis in die Meiji-Zeit gelebt und, als Rache für getötete Gefolgsleute, sich selbst in eine Lokomotive verwandelt, um gegen einen Zug zu kämpfen.
Bis heute bleibt die Legende durch das jährlich gefeierte Genba-Fest lebendig, und es wird angenommen, dass sich Kazama Genba teils auf diese Sagengestalt stützt.
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