Tendou Alice ist eine geheimnisvolle Androidin, die in einer verlassenen Fabrik entdeckt wurde. Fast alle Informationen über sie, einschließlich ihres Alters, sind unbekannt. Ihren Namen „Alice“ verdankt sie einem Missverständnis von Momoi. Trotz ihrer anfänglich maschinenhaften Art entwickelte sie durch das Spielen von Retro-Spielen schnell Persönlichkeit und Emotionen. In der Game-Entwicklungsabteilung genießt sie mittlerweile das Leben als begeisterte Gamerin und wird von ihren Freunden, besonders Momoi, Midori und Yuzu, unterstützt und begleitet. Ihre Kommunikation ist durch typische Videospielzitate geprägt, und sie zeigt außergewöhnliche physische Fähigkeiten und einen kindlich-eigenwilligen Charme.
Tendou Alice erscheint als junges Mädchen mit roboterhaften Zügen. Trotz ihrer zierlichen Statur ist sie innerhalb der Game-Entwicklungsabteilung das größte Mitglied, wenn auch nur knapp, da alle sehr klein sind. Nach ihrer Entdeckung wurde sie zunächst nur mit einer Ersatz-Schuluniform und geborgter Unterwäsche (mit Katzenaufdruck) ausgestattet.
Alice hat sich durch das intensive Spielen von Videospielen zahlreiche Eigenheiten angeeignet. Ihre Sprechweise ist von typischen Phrasen aus Retro-Games durchzogen, was zu teilweise seltsamen oder holprigen Gesprächen führt. Sie interpretiert ihre Umwelt stark durch die Linse von Spielmechaniken: So feiert sie neue „Gruppenmitglieder“ mit Fanfaren, sucht Heilgegenstände im Mülleimer und ordnet Personen Spielklassen wie „Level-max Charaktere“ oder „Anfangsbosse“ zu. Trotz ihres selbstbewussten und manchmal überlegenen Tons fehlt ihr jede Bösartigkeit – sie ist offen, neugierig und sehr anhänglich.
Die Geschichte von Tendou Alice beginnt mit ihrer Entdeckung in einem abgelegenen, gesperrten Sektor bei Millennium, in einer scheinbar stillgelegten unterirdischen Fabrik. Sie befand sich zu diesem Zeitpunkt in einem Dämmerzustand und war vollkommen nackt. Das Datum ihrer offiziellen „Geburt“ wurde auf den Tag der Veröffentlichung des entsprechenden Story-Kapitels gelegt, den 25. März. Kurz nach dem Erwachen hatte sie noch keinen eigenen Willen oder Erinnerungen und verhielt sich anfangs fast wie ein Neugeborenes.
Durch das ständige Spielen des selbstentwickelten (und berüchtigten) Spiels »Tales Saga Chronicle« erlangte sie nach und nach Gefühle und entwickelte ihre eigene Persönlichkeit – bis sie am Ende sogar vor Rührung weinte.
Ursprünglich war sie in Kivotos nirgendwo registriert, bekam jedoch durch den tatkräftigen Einsatz ihrer Freunde und durch einen Hack von Veritas schließlich einen Studentenausweis als Erstklässlerin von Millennium.
Bemerkenswert ist, dass innerhalb von Kivotos zwar viele Roboter leben, aber niemand zuvor eine so menschlich wirkende Androide wie Alice gesehen hat.
Alice zeichnet sich durch außergewöhnliche physische Fähigkeiten aus: Sie kann problemlos eine über 100 kg schwere Railgun („Schwert des Lichts: Supernova“) handhaben, den Rückstoß von Waffen kontrollieren und verfügt über eine geschätzte Griffkraft von über einer Tonne. Sie besitzt auch eine Nanomaschinenbasis zur Selbstreparatur und hält selbst schwerste Beschädigungen nur kurze Zeit auf.
Die Railgun selbst ist eine originale Entwicklung des Ingenieurteams von Millennium, eigentlich für Weltraumkriegsschiffe konzipiert und nie für den individuellen Gebrauch vorgesehen. Alice nutzt sie dank ihrer Kraft jedoch ohne Probleme – sogar als Schild.
Im Spiel durchdringen ihre Projektile Feinde und Deckung und bieten eine deutlich größere Reichweite als andere Waffen, was sie einzigartig macht.
Alice steht besonders Momoi, Midori und Yuzu sehr nahe, mit denen sie in der Game-Entwicklungsabteilung leidenschaftlich Spiele spielt. Sie freundete sich auch erstaunlich schnell mit Neru an, obwohl Nerus Kampfstil ihr anfangs Angst einjagte. Ihre soziale Reichweite wuchs im Verlauf der Geschichte weiter, so dass sie auch mit Mitgliedern anderer Schulen und sogar mit Hina Sorasaki aus der Gehenna-Disziplinarkommission Kontakt aufnahm.
- Alice übersetzt Dinge aus dem echten Leben in Spielmechanik und sorgt damit oft für Lacher (etwa beim Versuch, in Mülleimern Items zu finden).
- Trotz ihrer Stärke ist ihr Verhalten oft kindlich-naiv, z. B. als sie nach ihrem Erwachen Spielkonsolen in den Mund nimmt.
- Eine Möbelevent-Szene in der Cafeteria zeigt ein Duell im Fighting-Game gegen Neru, bei dem Alice gewinnt, aber sofort auf Nerus Revanche fordert.
„Alice, schließt sich der Gruppe an!“
„Belohnung ist ausgeblieben. Offenbar muss ich sie mir selbst holen.“
„Pan-pa-ka-paan! [Name], der Gruppe beigetreten!“
Entdeckung im „Ruinen“-Gebiet
Tendou Alice wird erstmals in der Hauptgeschichte Vol.2 („Die Pavane der Blumen mit Uhrwerk“) im ersten Kapitel vorgestellt. Sie wird im Sperrbezirk nahe der Millennium-Region, in einer unterirdischen Fabrik, schlafend gefunden – als geheimnisvolle, nackte Androidin. Nach ihrer Rettung erhält sie von Midori Ersatzkleidung.
Entwicklung ihrer Persönlichkeit
Zunächst ist Alice eine nahezu willenslose Maschine mit kindlichen Zügen. Doch durch intensives Spielen des komplexen RPGs der Game-Entwicklungsabteilung, das voller absurder Fehler und Logikfallen steckt, durchlebt sie emotionale Entwicklungsstufen. Immer wieder startet sie sich nach Logik-Fehlern neu und gewinnt dabei allmählich echte Gefühle. Nach dem Erklingen des True Endings weint sie sogar vor Freude.
In der Game-Entwicklungsabteilung
Als „Erstklässlerin“ bei Millennium wird sie offiziell aufgenommen, nachdem Momoi und Veritas eine Identität für sie erschaffen haben. Sie lernt dabei, mit Hilfe von Spielen Worte und Redewendungen, was ihre Sprache und ihr Denken „gamefixiert“ macht. Gleichzeitig beeindruckt sie Yuuka Hayase mit ihrer Wandelbarkeit, und ihre Ambitionen, ein „Held“ zu werden, führen dazu, dass sie voller Elan an neuen Spielprojekten teilnimmt.
Kontakte und weitere Erlebnisse
Später knüpft Alice Freundschaften zu anderen Schulen. Sie lädt Hina Sorasaki, die Disziplinarchefin der Gehenna-Akademie, zu ihrem Geburtstag ein und erfährt von der Bedeutung echter Verbindungen. In weiteren Geschichten zeigt sich, dass sie trotz all ihrer besonderen Fähigkeiten sehr herzlich, freundlich und lernfähig ist.
Hintergründe zur Herkunft
Es wird vermutet, dass Alice ursprünglich als Kampfandroide erschaffen wurde, da ihre Fähigkeiten alle normalen Grenzen sprengen. Spuren weisen darauf hin, dass sie mit größeren Mysterien von Kivotos und Dekagrammaton verknüpft sein könnte – beispielsweise mit dem ominösen Ruinenkomplex, in dem die Sperrung nur durch Sensei aufgehoben werden konnte. Ihr ursprünglicher Name beruht auf der Inschrift „AL-1S“ auf ihrem Podest.
- Ihr Geburtstag ist der 25. März – Tag ihres ersten Auftritts und ihrer Spielimplementierung.
- Sie erhielt ihren Namen nach der Inschrift auf ihrem Sockel, „AL-1S“, die Momoi als „Alice“ interpretierte. Im Globalen Client wird sie als „Aris“ geschrieben.
- Ihre Spezialwaffe ist eine einzigartige, riesige Railgun ohne Vorbild – konstruiert für Kriegsschiffe im All.
- Der Alternativ-Charakter „Key“ (vom AI-System, von Momoi als „Kei“ gelesen) verkörpert eine weitere, KI-basierte Persönlichkeit in ihr.
- Alice wird Stück für Stück immer menschlicher, dank Freundschaft, Spielen und vielseitigen Alltagserfahrungen.
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