Aiber ist eine fiktive Figur aus dem Manga- und Anime-Werk Death Note, ein eleganter Profi-Betrüger aus der Unterwelt und enger, wenn auch komplizierter, Verbündeter von L Lawliet.
Name (Deckname): Aiber
Geburtsname: Thierry Morello
Geschlecht: Männlich
Nationalität: Französisch
Geburtsdatum: 17. Juli 1969
Alter: 35 Jahre (zum Zeitpunkt der Haupthandlung)
Körpergröße: 189 cm
Gewicht: 75 kg
Blutgruppe: 0
Lieblingsbeschäftigung: Diskussionen
Abneigung: Gewalt
Beruf / Rolle: Profi-Betrüger, Undercover-Spezialist, Informant und Kooperationspartner von L Lawliet
Synchronsprecher (Anime): Takuya Kirimoto (im Original)
Aiber stammt aus der kriminellen Unterwelt und ist ein professioneller Betrüger, der sich auf soziale Manipulation und Infiltration spezialisiert hat.
Trotz seiner kriminellen Laufbahn wirkt er kultiviert, charmant und genießt den Nervenkitzel seiner Arbeit.
Er selbst sagt, dass er mit dem Betrügen nicht aufhört, weil er den Thrill braucht.
Sein Auftreten ist das eines vornehmen, weltgewandten Gentlemans, der seine Intelligenz lieber als Waffe nutzt als körperliche Gewalt.
Aiber lehnt Waffen wie Pistolen ab und vertritt strikt eine Nicht-Gewalt-Philosophie.
Er sieht es als Teil seiner persönlichen Ästhetik und seines Berufsethos, Probleme mit Worten, Täuschung und Psychologie zu lösen, nicht mit roher Kraft.
Aiber verfügt über herausragende Sprachkenntnisse und beherrscht mehrere Sprachen fließend.
Er hat sich außerdem intensiv mit Psychologie, Persönlichkeitsverstellung und allen Arten von sozialen Techniken beschäftigt, die man braucht, um Vertrauen zu gewinnen.
Sein besonderes Talent liegt darin, jede gewünschte Rolle glaubhaft zu verkörpern und sich in nahezu jeden Zielkreis einzuschleusen.
In der Welt von Death Note gilt er daher als Spezialist für Undercover-Einsätze, der es „immer schafft, beim Ziel anzukommen“.
Er kann seine Persönlichkeit so verändern, dass sein Gegenüber in ihm genau den Menschen sieht, den es sehen möchte.
Diese Fähigkeit macht ihn zu einem extrem gefährlichen Betrüger, aber auch zu einem unschätzbar wertvollen Informanten.
Obwohl Aiber ein klarer Gesetzesbrecher ist, steht er in einem engen Arbeitsverhältnis zu L Lawliet.
Zwischen ihnen besteht eine Mischung aus gegenseitigem Nutzen, Erpressbarkeit und echter, gewachsener Vertrauensbasis.
Aiber wurde nach eigenen Angaben bereits zweimal von L vor einer Verurteilung wegen Betrugs gerettet.
Hätte L die Beweise gegen ihn vorgelegt, wäre Aiber nach eigenen Worten „bis zum Greisenalter im Gefängnis“ geblieben.
Diese Vergangenheit sorgt dafür, dass Aiber L gegenüber eine gewisse Dankbarkeit und Loyalität empfindet.
Gleichzeitig weiß er, dass L genug in der Hand hat, um ihn jederzeit zu Fall zu bringen, was ihr Verhältnis komplex und spannungsgeladen macht.
Watari steht Aibers direktem Kontakt mit L zunächst eher skeptisch gegenüber.
Er sorgt sich darum, Ls Identität zu schützen und möchte dessen Gesicht nur sehr wenigen Personen zeigen.
L jedoch argumentiert, dass zwischen ihm, Aiber und Wedy bereits ein „gewisses Vertrauensverhältnis“ besteht.
Außerdem würde eine Kommunikation nur über Watari den Einsatz gegen die Yotsuba-Gruppe unnötig verlangsamen und erschweren.
L toleriert sogar, dass Aiber unter dem Namen „Eraldo Coil“ „nach Belieben sein Unwesen treibt“, auch wenn ihn das etwas nervt.
Am Ende erkennt L aber, dass Aibers Vorgehensweise oft brillante Ideen hervorbringt, von denen sie beide profitieren.
Aibers wichtigste Mission in der Handlung ist seine Beteiligung am Yotsuba-Fall.
Hier soll er im Auftrag von L in die mächtige Yotsuba-Firmengruppe eindringen.
L beauftragt ihn, unter der Identität von Eraldo Coil, einem der drei großen Detektive der Welt (neben L und Deneuve), aufzutreten.
Aiber gibt sich also als dieser legendäre Ermittler aus und nimmt Kontakt zur Yotsuba-Gruppe auf.
Seine Rolle ist doppelt:
Er soll sich einerseits das Vertrauen von Yotsuba sichern, andererseits im Hintergrund Ls Pläne unterstützen.
Aiber nutzt die Situation, um hohe Honorare und Zusatzgebühren zu verlangen – ganz Profibetrüger.
Er genießt den gefährlichen Balanceakt zwischen echter Ermittlung und persönlichem Profit.
Während der geplanten Festnahme des sogenannten „Yotsuba-Kira“ hält sich Aiber gemeinsam mit Kanzou Mogi in einem Büro einer Talentagentur bereit.
Er ist Teil der operativen Gruppe, die darauf vorbereitet ist, im richtigen Moment einzugreifen und die Zielperson festzusetzen.
Als Wedy ihm in diesem Zusammenhang eine Schusswaffe anbietet, reagiert Aiber ablehnend.
Er kommentiert, dass er so etwas ungern benutze, weil Gewalt nicht zu seiner persönlichen Berufsmoral passe.
Neben L arbeitet Aiber eng mit Wedy, einer weiteren Spezialistin im Umfeld von L, zusammen.
Beide bewegen sich im Graubereich zwischen Kriminalität und Geheimoperationen.
Wedy ist eher auf Einbrüche, technische Manipulation und praktische Feldarbeit spezialisiert, während Aiber den kommunikativen und psychologischen Part übernimmt.
Diese Kombination macht sie zu einem effektiven Team, das sowohl Zutritt als auch Einfluss in schwer zugänglichen Kreisen erlangt.
Zwischen den beiden herrscht eine professionelle, aber lockere Beziehung.
Wedy ist deutlich pragmatischer und hat kein Problem mit Waffen, was Aibers Gewaltabneigung gut kontrastiert.
Aiber ist eine Figur, die stark in der moralischen Grauzone agiert.
Er ist ein Straftäter, Betrüger und Manipulator, aber gleichzeitig ein zentraler Helfer im Kampf gegen Kira.
Er arbeitet vorrangig für Geld und Nervenkitzel, nicht aus idealistischen Gründen.
Trotzdem zeigt er Loyalität L gegenüber und lässt sich auf äußerst riskante Einsätze ein.
Dass L ihn trotz seines kriminellen Hintergrunds einsetzt, zeigt auch Ls eigene pragmatische Haltung.
Für L zählt in erster Linie die Effektivität – und Aiber liefert genau die Fähigkeiten, die normale Ermittler nicht haben.
In der zweiten Hälfte der Geschichte, nach dem Tod von L, wird Aiber selbst zum Ziel von Kira.
Der Grund dafür ist, dass er über die Existenz des Death Note Bescheid weiß und damit eine potenzielle Gefahr für Light Yagami darstellt.
Light schreibt Aibers Namen in das Death Note, um ihn zum Schweigen zu bringen.
Dabei wählt er keinen spektakulären Tod, sondern inszeniert ein friedlich wirkendes Ende.
Im Originalwerk stirbt Aiber am 7. April 2005 in einem Krankenhaus in der Nähe von Paris an Leberkrebs.
Er wird von Verwandten, also seiner Familie, bis zu seinem letzten Atemzug begleitet.
Auffällig ist, dass Light ihm einen vergleichsweise sanft wirkenden Tod „gönnt“.
Andere Mitwisser werden durch Unfälle oder plötzlichen Herzinfarkt ausgeschaltet, Aiber hingegen stirbt langsam und im Beisein seiner nahestehenden Menschen.
Wedy zum Beispiel kommt durch einen manipulierten Motorradunfall ums Leben, während sechs Mitglieder der Yotsuba-Gruppe durch Herzinfarkte sterben.
Im Vergleich dazu wirkt Aibers Tod beinahe respektvoll, was Raum für Interpretationen über Lights Gedankenwelt lässt.
In der Anime-Fassung wird sein Tod etwas anders dargestellt.
Dort bricht er plötzlich in seinem eigenen Zuhause zusammen und stirbt vor den Augen seiner Frau und seines Sohnes.
Diese Szene legt nahe, dass Aiber verheiratet ist und Kinder hat, was auch mit der Beschreibung übereinstimmt, dass er im Beisein seiner Familie stirbt.
Der Kontrast zwischen seinem glamourösen, gefährlichen Berufsleben und diesem stillen, familiären Ende verstärkt die Tragik seiner Figur.
Aiber tritt im Manga und in der Anime-Adaption von Death Note klar in Erscheinung.
Seine Rolle konzentriert sich vor allem auf den Teil der Geschichte rund um den Yotsuba-Fall und dessen Nachwirkungen.
In den Realfilmen sowie in der Realserie von Death Note kommt Aiber hingegen nicht vor.
Seine Figur bleibt dort komplett ausgelassen, obwohl er im Originalwerk eine markante Nebenrolle einnimmt.
Dadurch bleibt Aiber für viele Zuschauer, die nur die Realverfilmungen kennen, unsichtbar.
Für Manga- und Anime-Leser gehört er jedoch zu den interessanteren Nebenfiguren, die die Welt von Death Note lebendiger und komplexer machen.
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