Nerobasta ist eine Angehörige des Göttinnen-Clans aus dem Werk „The Seven Deadly Sins“ und besitzt den Rang einer Gottessoldatenführerin, die durch das Opfer des Ritters Denzel Liones kurzzeitig wiederbelebt wird.
Nerobasta ist die erste Vertreterin des Göttinnen-Clans, die in der Handlung erscheint.
Sie gehört zur militärischen Führungsschicht und trägt den Titel Gottessoldatenführerin.
Ihr ursprünglicher Körper ist auffällig: ein Paar Engelsflügel, rosafarbene Haare, eine sehr üppige Figur und ein stark freizügiges Outfit.
Ihre Ausdrucksweise ist höflich, doch sie betrachtet den Göttinnen-Clan als „höchste Existenz“ und sieht andere Völker arrogant von oben herab.
In der vergangenen Heiligen Schlacht diente sie als enge Vertraute und Untergebene des Erzengels Ludociel.
Während dieser alten Schlacht verlor sie jedoch ihren Körper und einen Großteil ihrer Kraft.
Nerobasta verfügt über beachtliche Kampffähigkeiten, reicht aber bei weitem nicht an das Niveau eines Mitglieds der Zehn Gebote heran.
Ihr Status gründet sich daher eher auf Rang und Herkunft als auf absolute Kampfmacht.
Um der Bedrohung durch die Zehn Gebote, die das Königreich Liones angreifen, zu begegnen, führt Denzel Liones ein Ritual durch.
Er opfert sein eigenes Leben, um Nerobasta zu beschwören und ihr seine sterbliche Hülle als Gefäß zu überlassen.
Nerobasta übernimmt daraufhin Denzels Körper und kehrt so in die Welt der Lebenden zurück.
Allerdings erkennt sie schnell, dass sie gegen Gegner vom Kaliber der Zehn Gebote praktisch keine Chance hat.
Von der Aussicht, gegen sie kämpfen zu müssen, ist sie so eingeschüchtert, dass sie versucht zu fliehen.
Dabei begegnet sie Derieri, einem Mitglied der Zehn Gebote, die einen tiefen persönlichen Hass auf den Göttinnen-Clan hegt.
Im Verlauf des Kampfes enthüllt Nerobasta, dass der Göttinnen-Clan in der Vergangenheit Frauen und Kinder des Dämonen-Clans als Geiseln genommen und getötet hat.
Sie war offenbar direkt in jene Ereignisse verwickelt, die Derieris Hass besonders stark entfacht haben.
Als Derieri sie daraufhin überwältigt, versucht Nerobasta verzweifelt, die Situation mit Worten zu retten und schlägt ein „Gespräch“ vor.
Ihr Flehen zählt jedoch nichts: Derieri zerschneidet Denzels Körper mitsamt Nerobasta ohne Zögern und tötet sie endgültig.
Im Rückblick auf die vergangene Heilige Schlacht wird Nerobasta später in ihrer ursprünglichen Gestalt gezeigt.
Dort wirkt sie mit ihrem Verhalten deutlich liebenswerter und sorgt dafür, dass ein Teil der Leserschaft sie rückwirkend als „süß“ und sympathisch wahrnimmt.
Magische Kraft: „Heiliger Sarg“ (Ark)
Nerobastas wichtigste Fähigkeit ist Heiliger Sarg (Ark), eine typische Magie des Göttinnen-Clans.
Diese Kraft ist nicht einzigartig für sie, sondern kann grundsätzlich von allen Angehörigen ihres Volkes eingesetzt werden.
Heiliger Sarg ist eine hochrangige, lichtbasierte Reinigungsmagie, die als stärkere Version der Druidenfähigkeit „Reinigung (Purge)“ gilt.
Sie kann unnatürliche oder verunreinigte Seelen nicht nur säubern, sondern vollständig auslöschen.
In der Praxis ist Nerobastas Anwendung dieser Magie so stark, dass sie rote und graue Dämonen mühelos vernichten kann.
Gegen die überragende Kampfkraft von Derieri aus den Zehn Geboten zeigte diese Fähigkeit jedoch nahezu keine Wirkung.
Nerobasta tritt zunächst als sehr unsympathische Figur auf.
Sie ist arrogant, feige und denkt hauptsächlich an ihr eigenes Überleben.
Ihr Verhalten ist in starkem Kontrast zu ihrer anmutigen und fast „heiligen“ Erscheinung.
Vor allem der Versuch, vor der Verantwortung zu fliehen, nachdem Denzel sein Leben für ihre Beschwörung gegeben hat, lässt sie kleinlich und egoistisch wirken.
Ihre erbärmliche Reaktion im Angesicht der Zehn Gebote, ihre gescheiterte Flucht und ihr demütigendes Betteln um ihr Leben verstärken diesen Eindruck.
Daher war sie beim ersten Erscheinen kaum geeignet, Sympathie oder Bewunderung zu wecken.
Erst mit der späteren Darstellung ihrer Vergangenheit während der Heiligen Schlacht zeigt sich eine andere Seite von ihr.
In diesen Rückblenden wirkt sie verspielter, menschlicher und in manchen Momenten sogar rührend, was ihr nachträglich eine gewisse Fangemeinde einbringt.
In der Anime-Adaption wird Nerobasta in der Originalfassung von Mamiko Noto gesprochen.
Die sanfte Stimme verstärkt den Kontrast zwischen ihrem höflichen Auftreten und ihrer inneren Arroganz und Feigheit.
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