Midori Ukai ist die ehemalige Vorgesetzte von Tsubame Kamoi und war zuvor als Oberleutnant bei der Luftwaffe tätig. Mit 33 Jahren hat sie ihre militärische Karriere beendet, nur um Tsubame weiterhin nahe zu sein und lebt nun bei Misha Takanashi. Ihr extremer Masochismus, ihr Hang zu exzentrischen Aktivitäten sowie ihr unverwechselbarer Sinn fürs Dramatische machen sie zu einer der einzigartigsten Figuren der Serie. Trotz ihres wohlhabenden Elternhauses bevorzugt sie ein einfaches, fast asketisches Leben, das im Widerspruch zu ihrem luxuriösen Hintergrund steht. Mit ihren überragenden Haushaltsfähigkeiten, ihrer problematischen Kochkunst und ihrer loyalen, ungewöhnlichen Persönlichkeit hält sie für alle um sie herum Überraschungen bereit.
Midori Ukai trägt von Natur aus kurzes, schwarzes Haar, das ihr ein jungenhaftes Aussehen verleiht. Früher hat sie sich auf Wunsch von Tsubame Kamoi in auffällige Gothic-Lolita-Kleider geworfen und dazu eine silberne, zweischwänzige Perücke getragen. Wenn sie sich aber zurückhält, wirkt sie durchaus attraktiv und eher androgyn. Ihr Erscheinungsbild ist oft nebensächlich, da sie Wert auf andere Eigenschaften legt.
Masochismus und Exzentrik
Midoris selbstbekannter Masochismus zeigt sich auf verschiedensten Ebenen – sei es in ihrer Freude über kalte Ablehnung durch ihre große Liebe Tsubame oder darin, absichtlich schlechte Gerichte zu kochen, um die Reaktion darauf zu genießen. Ihr Wunsch, herausfordernde und unbequeme Situationen zu meistern, ist ein wichtiger Teil ihres Wesens.
Offene und ehrliche Art
Sie spricht mit Misha Takanashi auf Augenhöhe und schreitet auch dann beherzt ein, wenn andere in Schwierigkeiten sind. Sie gibt nicht vor, sich für Äußerlichkeiten zu interessieren, sondern ist für ihre offene, direkte Kommunikation bekannt.
Typische Verhaltensweisen
Unter Stress rutscht ihr ein starker Kansai-Dialekt heraus. Ihre Fantasie ist lebhaft: Sie neigt zu tagträumerischen Gedanken und schreibt sogar Fan-Geschichten über sich und Tsubame, die oft in skurrile Katastrophen enden.
Midoris Familie besitzt ein Luxushotel, sie selbst stammt also aus reichem Hause. Als sie 16 Jahre alt war, wurde ihr 16 Jahre jüngerer Bruder geboren, was ihre Eltern dazu veranlasste, ihr völlige Freiheit in Bezug auf ihre Zukunft zu gewähren. Aufgrund ihres meist problematischen, aber dennoch offenen Charakters gaben ihre Eltern ihren Wunsch, ihren eigenen Weg zu gehen, ohne Streit auf. Ihr Einstieg bei der Luftwaffe wurde durch den Reiz harter Ausbildung und Disziplin motiviert.
Midori besitzt exzellente Haushaltsfähigkeiten, insbesondere beim Reinigen und Waschen. Ihre Kochkünste sind, absichtlich, miserabel; sie leitet daraus Genugtuung, wenn sie andere damit quält oder selbst darunter leidet. Dank ihrer Ausbildung bei der Luftwaffe hat sie eine außerordentlich starke mentale Belastbarkeit und Ausdauer.
Zudem führt sie einen eigenen Hausreinigungsservice und übernimmt ohne Zögern auch besonders schwierige oder unangenehme Aufträge wie das Reinigen von Messie-Wohnungen oder das Beseitigen von Leichen, weshalb sie in der Branche sehr geschätzt wird.
Sie besitzt zudem einen Hund, der mit Wachhunden verwandt ist, und setzt ihn regelmäßig dann ein, wenn es die Situation erfordert.
Zu Tsubame Kamoi
Sie war ursprünglich Tsubame Kamoi in der Hundestaffel der Luftwaffe als Vorgesetzte zugeteilt. Begeistert von Tsubames Aura und deren Fähigkeit, Hunde auf Anhieb zu bändigen, entwickelte sie schnell romantische Gefühle für sie. Um Tsubame weiterhin nahe zu sein, quittierte sie ihren Dienst und ließ sich in ihrer Nähe nieder. "Mit dem Spitznamen 'Midorin' von Tsubame meist als 'Ni’i' (Leutnant) genannt, ist sie ihrer Angebeteten loyal ergeben und lässt sich von deren abweisender Art nicht entmutigen. Tsubame hat allerdings gelegentlich Mühe mit dem aufdringlichen Verhalten von Midori."
Zu Misha Takanashi
Mit Misha versteht sich Midori auf Anhieb, unter anderem, weil Misha keine Vorurteile bezüglich Äußerlichkeiten hat. Midoris direkte, sachliche Art und ihre Rolle als „Puffer“ zwischen Misha und Tsubame sorgen dafür, dass Misha sie schätzt und ihr sogar einen eigenen, liebevollen Spitznamen gibt.
- Während ihrer Zeit als Haushälterin im Haus der Familie Takanashi wohnte Midori im Suitezimmer des familiären Luxushotels – das allerdings so komfortabel war, dass sie davon Nasenbluten bekam und stattdessen im Schlafsack in einem Zelt auf dem Boden schlief.
- Nachdem sie die Familie Takanashi verließ, versuchte sie ihr Glück mit ihrem Abfindungsgeld im Devisenhandel. Anders als erwartet, vermehrte sich das Kapital sogar, was sie zur Festlegung auf eine eigene Firma bewegte.
- Ihren Reinigungsservice eröffnete sie direkt neben dem Haus der Familie Takanashi, ein bewusster Schritt, um Tsubame nahe zu bleiben.
- Aus Lust am Risiko kaufte sie finanzielle Verlustbringer wie unverkaufte Gebäude und Berghänge, die sich später jedoch aus heiterem Himmel als lukrative Investition herausstellten.
„Nenn… nenn mich einfach Midorin…“
Dienstzeit bei der Luftwaffe
Midori Ukai trifft auf Tsubame Kamoi in der Hundestaffel der Luftwaffe. Sie ist tief beeindruckt von Tsubames außergewöhnlicher Präsenz und deren Fähigkeit, ihre ausgebildeten Diensthunde mühelos zu kontrollieren. Die Bewunderung schlägt schnell in Liebe um. Wegen ihres Hang zum Masochismus und ihrer sich daraus ergebenden, teils bizarren Verhaltensweisen wird sie in der militärischen Rangordnung bald als „letzte, sogar hinter den Hunden“ angesehen, nachdem sie freiwillig in einen Hundezwinger kletterte, um Tsubame aufzulauern.
Ortswechsel zu Misha
Nach ihrem Austritt aus der Luftwaffe begibt Midori sich zu Misha Takanashi, zieht bei ihr ein und knüpft schnell Kontakt zu ihr. Sie übernimmt Haushaltsaufgaben und bleibt absichtlich in der Nähe von Tsubame, selbst nachdem sie offiziell nicht mehr als Hausmädchen angestellt ist. Später eröffnet sie direkt neben der Familie Takanashi ihr eigenes Unternehmen für Hausreinigungsdienste.
Alltag und Kuriositäten
Midoris Alltag ist geprägt von ihrem Bedürfnis nach Reiz und Grenzerfahrung. Dieser drückt sich auch darin aus, dass sie absichtlich schlecht kocht, fragwürdige Investitionen tätigt und wiederholt riskante Herausforderungen sucht. Ihre Masochismus-Tendenz und ihre fantasievolle Ader spiegeln sich sowohl in ihrer Alltagsgestaltung als auch in den Traumgeschichten wider, die sie im Internet teilt.
Beziehungen und Lebensumstände
Durch ihre offene, direkte Art gelingt es ihr, zu Misha eine freundschaftliche Beziehung aufzubauen. Ihre Rolle als Pufferfigur und Helferin wird innerhalb der Gruppe geschätzt. Dennoch bleibt sie Tsubame treu ergeben und lässt keine Möglichkeit aus, dieser nahe zu sein.
Laut dem Autor ist Midori die „männlichste“ bzw. „romantischste“ Figur der gesamten Serie, was sich sowohl in ihrem extrovertierten Wesen als auch ihrer Fähigkeit, für andere einzustehen, widerspiegelt.
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