Hanzo ist ein 18-jähriger, extrem talentierter Ninja und lizenzierter Hunter aus dem Land Jappon, der in der 287. Hunter-Prüfung mit zu den am höchsten bewerteten Kandidaten gehörte und später als Leibwächter bei politischen Intrigen um den Dunklen Kontinent eingesetzt wird.
Hanzo stammt aus einer versteckten Ninja-Gemeinschaft namens Kagegakure-Ryu (Wolkenversteck-Stil).
Dort besitzt er den Rang eines Oberninjas (vergleichbar mit einem Elite-Kämpfer).
Sein Name wird in Kanji als „Hanzo“ (半蔵) geschrieben.
Er trägt meist eine kahl rasierte Frisur und wirkt auf den ersten Blick wie ein klassischer, asketischer Ninja.
Trotz seines strengen Trainings ist er erstaunlich offen, redselig und sozial.
Er nimmt aktiv Kontakt zu anderen auf, plaudert über seine Vergangenheit und verteilt sogar Visitenkarten, um sich selbst zu promoten.
Hanzo ist ein erfahrener Kämpfer, der nach eigener Aussage bereits in Jugendjahren Menschen getötet hat.
Seine mentale Belastbarkeit ist entsprechend hoch, und er geht mit der Realität des Tötens nüchtern um.
Der Hauptgrund, Hunter zu werden, ist seine Suche nach einer legendären Schriftrolle mit dem Titel „Buch des Einsiedlers“.
Dieses „Buch des Einsiedlers“ gilt als geheimes Erbstück seiner Ninja-Schule und besitzt für ihn höchste Priorität.
Name: Hanzo
Geschlecht: Männlich
Alter: 18 Jahre
Herkunft: Jappon
Beruf / Rolle: Obernin (Elite-Ninja) des Kagegakure-Ryu, lizensierter Hunter
Hunter-Prüfung: 287. Hunter-Prüfung, Prüfungsnummer 294, bestanden
Hanzo ist eine Mischung aus fröhlichem Verkäufer-Typ und kaltschnäuzigem Profi.
Er spricht andere ohne Hemmungen an, stellt sich vor, erzählt Anekdoten und betreibt regelrecht Eigenwerbung.
Diese Offenheit ist so ausgeprägt, dass er oft mehr über sich preisgibt, als für einen Ninja ratsam wäre.
Geheime Details oder taktische Informationen rutschen ihm im Eifer des Gefechts leicht heraus.
Gleichzeitig ist Hanzo ein realistischer, seriöser Kämpfer mit starkem Misstrauen in heiklen Situationen.
Er isst oder trinkt grundsätzlich nichts, was ihm andere geben, und durchschaut so leicht simple Fallen.
Seine Redseligkeit führt hin und wieder zu Peinlichkeiten oder taktischen Fehlern.
Allerdings besitzt er genug Können und Durchsetzungsfähigkeit, um solche Patzer meist wieder auszubügeln.
Hanzo wurde seit seiner Geburt in den Künsten des Ninja-Kampfes ausgebildet.
Dazu gehören Nahkampf, Spionage, Informationsbeschaffung, Verfolgung und Tarnung.
Als Hauptwaffe nutzt er versteckte Kurz-Dolche, die in seinen Unterarmen verborgen sind.
Er kämpft effizient, körpernah und ohne Zögern, wenn es nötig ist, Gegner zu verletzen oder auszuschalten.
In der Hunter-Prüfung zeigte sich, dass seine grundlegenden körperlichen Werte zwar hoch sind, aber hinter denen von Gon Freecss und Killua Zoldyck zurückbleiben.
Nach der ersten Ausdauerprüfung war Hanzo deutlich außer Atem, während Gon und Killua noch relativ frisch wirkten.
Killua schätzte später ein, dass Hanzo ihm damals im Gesamtpaket an Können überlegen war.
Auch bei der Einschätzung durch den damaligen Vorsitzenden der Hunter-Vereinigung, der die letzte Prüfung bewertete, erhielt Hanzo dieselbe Höchstwertung wie Gon.
Typ: Veränderung
Hanzo gehört zum Typ der Veränderer.
Er gehört zu den Kandidaten, die die Anwendung von Nen früh erlernt haben und damit Gon und seine Freunde zeitlich überflügelt haben.
„Bunshin no Jutsu“ – Hanzo Skill 4 (Kunst der Doppelgänger)
Hanzo besitzt eine extrem passende Fähigkeit zu seinem Ninja-Hintergrund:
Er kann seinen eigenen Geist als geisterhafte Doppelgänger-Gestalt materialisieren.
Sein „Doppelgänger“ ist eine Art körperlose Geisterform, die sich vom Körper lösen kann.
Während diese Fähigkeit aktiv ist, verfällt Hanzos eigentlicher Körper in einen komplett bewusstlosen Zustand.
Der Geister-Doppelgänger kann fliegen, sich durch feste Materie bewegen und unbemerkt erkunden.
Die genaue Reichweite dieser Projektion ist nicht bekannt, aber innerhalb dieses Radius agiert der Doppelgänger frei.
Um die Fähigkeit zu beenden, muss die Geistergestalt zu Hanzos Körper zurückkehren.
Wird der bewusstlose Körper berührt oder laut angesprochen, kommt es zu einer Zwangsauflösung der Technik und Hanzo erwacht.
Diese Fähigkeit macht ihn zu einem exzellenten Späher und Aufklärer in besonders gefährlichen Situationen.
Gleichzeitig ist er aber verwundbar, solange sein eigentlicher Körper ungeschützt bleibt.
Hunter-Prüfung (287. Prüfungsperiode)
Zu Beginn der Hunter-Prüfung tritt Hanzo als freundlicher, redseliger Kandidat auf.
Er beginnt sofort ein Gespräch mit Tonpa, einem erfahrenen Prüfling, der dafür berüchtigt ist, Neulinge zu sabotieren.
Tonpa versucht, Hanzo ein Getränk mit Abführmittel anzubieten.
Hanzo lehnt dieses mit eiskaltem Blick ab und erklärt, dass er von Fremden niemals Essen oder Trinken annimmt, was Tonpa sichtbar erschreckt.
In der zweiten Prüfung, in der ein Gericht zubereitet werden muss, hat Hanzo einen Heimvorteil.
Die Aufgabe lautet, das traditionelle Gericht „Sushi“ zuzubereiten – ein Gericht aus seinem Heimatland Jappon.
Während andere Teilnehmer nicht einmal wissen, wie Sushi aussehen soll, präsentiert Hanzo voller Selbstvertrauen seine Version.
Allerdings erklärt die Prüferin Menchi sein Sushi für „nicht lecker“ und kritisiert es hart.
Daraufhin verliert Hanzo kurz die Beherrschung, ruft laut die Zubereitungsschritte in den Raum und verrät damit allen anderen das Rezept.
Zusätzlich bezeichnet er Sushi unbedacht als „schnelles, unkompliziertes Gericht“, womit er die Gourmet-Ehre von Menchi verletzt, die heftig erzürnt reagiert.
Trotz dieses Wutausbruchs wird Hanzo zumindest dafür gewürdigt, die Speise korrekt identifiziert und erkannt zu haben.
Sein Wissen über das Gericht fließt indirekt in die Bewertung der Prüfung ein.
In der vierten Prüfung bekommt jeder Kandidat ein Ziel, dessen Nummernschild er erbeuten muss.
Hanzos Ziel ist der erfahrene Prüfling Amori, der meist zusammen mit seinem Bruder Umore unterwegs ist.
Hanzo verfolgt die Brüder geduldig, um den richtigen Moment zum Angriff abzupassen.
Als die drei Amori-Brüder jedoch von Killua Zoldyck überwältigt werden und Killua Amoris Nummernschild weit wegschleudert, versucht Hanzo, die Situation auszunutzen.
Er schnappt sich voller Siegesgewissheit eine herunterfallende Platte, glaubt, Amoris Nummer erbeutet zu haben.
Erst später bemerkt er geschockt, dass er in Wahrheit das Nummernschild des jüngeren Bruders Imori erwischt hat.
In der neuen Anime-Fassung wird deutlich, dass dies nicht nur Hanzos „Schätzfehler“ war.
Killua hatte nämlich die Nummernschilder im letzten Moment vertauscht, was zeigt, dass er Hanzos Plan schon durchschaut hatte.
Am Ende schafft es Hanzo dennoch, zwei andere Prüflinge zu besiegen.
So sichert er sich zusätzliche Nummernschilder und qualifiziert sich für die Endrunde.
Finale der Hunter-Prüfung
Im letzten Prüfungsteil muss Hanzo gegen Gon Freecss antreten.
Die wichtigste Regel lautet: Der Gegner darf nicht getötet werden, und ein Sieg kann nur durch Aufgabe oder Kampfunfähigkeit erzielt werden.
Hanzo dominiert den Kampf von Anfang an klar.
Er ist Gon physisch überlegen, kontrolliert die Situation und scheut sich nicht, Gon schwere Schmerzen zuzufügen, um dessen Aufgabe zu erzwingen.
Gon jedoch weigert sich kompromisslos, aufzugeben.
Selbst mit gebrochenen Knochen und am Boden liegend, bleibt sein Wille ungebrochen.
Beeindruckt von Gons Entschlossenheit und Sturheit entscheidet Hanzo schließlich, freiwillig aufzugeben.
Er erkennt Gons Geist an und verzichtet auf einen Sieg, den er sich eigentlich bereits verdient hatte.
Faktisch hat Gon den Kampf nicht durch Stärke, sondern durch Willenskraft „gewonnen“, während Hanzo überall sonst überlegen war.
Gon ist mit diesem „geschenkten Sieg“ unzufrieden, protestiert lautstark und verhält sich trotzig.
In einem Comedy-Moment schlägt Hanzo den bockenden Gon kurzerhand bewusstlos, um die Situation zu beenden.
Seinen nächsten Gegner, den Bogenschützen Pokkle, besiegt Hanzo anschließend mit Leichtigkeit.
Später stellt sich Hanzo zusammen mit Kurapika und Leorio Paradinight dem Auftritt von Illumi Zoldyck entgegen.
Illumi will Gon töten, weil er ihn als Gefahr für Killua betrachtet, doch Hanzo und die anderen verweigern ihm den Weg.
Nach der Prüfung taucht Hanzo längere Zeit kaum auf.
Es wird jedoch angedeutet, dass er weiterhin als sehr fähiger Hunter aktiv ist.
Wahl des neuen Vorsitzenden und Ark um Gon
Während der Ereignisse rund um die Wahl eines neuen Vorsitzenden der Hunter-Vereinigung und Gons kritischem Gesundheitszustand taucht Hanzo wieder auf.
Er besucht Gon im Krankenhaus, um nach ihm zu sehen und sein Interesse an seinem Schicksal zu zeigen.
Damit wird deutlich, dass Hanzo Gon trotz ihres harten Kampfes positiv gegenübersteht.
Er respektiert Gons Charakter zutiefst und fühlt sich ihm freundschaftlich verbunden.
Dunkler Kontinent – Kakin-Königsfamilie
In der Geschichte um den Dunklen Kontinent wird Hanzo erneut aktiv und übernimmt eine Rolle als Bodyguard.
Er wird über Kurapika als Mittelsmann angeheuert, um die 12. Prinzessin Momoze des Kakin-Königreichs zu schützen.
Offiziell ist er Mitglied ihres Schutzteams und nimmt die Aufgabe sehr ernst.
Das politische Umfeld ist extrem gefährlich, da sich zahlreiche Prinzen und ihre Lager gegenseitig bekämpfen.
Momoze wird jedoch von ihrer Mutter, Königin Sevanchi, eher stiefmütterlich behandelt.
Sevanchi ordnet an, Hanzo von Momoze abzuziehen und stattdessen den jüngeren Prinzen Marayam zu bewachen.
In dem Moment, als Hanzo von Momoze abberufen wird, öffnet sich für ihre Feinde ein tödliches Zeitfenster.
Während Hanzo abwesend ist, wird Momoze in ihrer Kabine brutal ermordet.
Die Tatsache, dass er seine ursprüngliche Schutzperson nicht retten konnte, trifft Hanzo schwer.
Er quält sich mit Schuldgefühlen und macht die Umstände – und vor allem die Täter – für den Verlust verantwortlich.
Gleichzeitig schwört er sich, dass diejenigen, die daran beteiligt sind, ihrer Strafe nicht entgehen werden.
Er beginnt, die möglichen Täter im Umfeld zu untersuchen und konzentriert sich schließlich auf einen Verdächtigen namens Tuffdee.
Als Hanzo Tuffdee mit seinen Fähigkeiten und Ermittlungen als tatsächlichen Täter entlarvt, zögert er nicht.
Er tötet Tuffdee kalt und effizient, im Bewusstsein, dass dies eine Form von Vergeltung für Momoze ist.
Nach dieser Tat hält Hanzo sich an seinen neuen Auftrag und bleibt an der Seite von Prinz Marayam.
Dabei nutzt er auch seine Nen-Fähigkeit, um als geisterhafter Doppelgänger zu überwachen, was in Marayams Gemächern geschieht.
In einem dieser Erkundungsgänge bemerkt Hanzo, dass sich im Zimmer von Marayam seltsame Veränderungen und Anomalien abspielen.
Damit wird angedeutet, dass er in die komplexen Nen- und Machtspiele an Bord des Schiffes noch tiefer hineingezogen wird.
In der ersten Anime-Adaption von „Hunter × Hunter“ aus den späten 1990er-Jahren erhielt Hanzo im Original eine japanische Stimme von einem älteren Sprecher.
In der Neuauflage von 2011 wurde seine Rolle ebenfalls mit einer markanten, energischen Stimme besetzt, die seine Mischung aus Humor und Härte unterstreicht.
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