Ares Srowa war einst ein vielversprechender Nachkomme eines berühmten Adelsgeschlechts, das jedoch durch Verrat und Fehlentscheidungen seiner Vorfahren in den Ruin getrieben wurde. Er erhielt den göttlichen Segen des „Weisen“ und diente als mächtiger Magier im Heldentrupp um Ruti Ragnason, mit dem Ziel, seinen Familiennamen wieder zu Ruhm zu führen. Seine Fähigkeit „Identifikation“ erlaubte ihm, die Segnungen anderer zu sehen – worauf er seine mitunter extreme Sicht über den Wert einzelner Menschen aufbaute. Von Ehrgeiz und Anerkennungsdrang getrieben, entwickelte er den Wunsch, über die Welt zu herrschen und eine Ordnung aufzubauen, in der jeder nur nach seinem Segen lebt. Seine hochmütige, egozentrische und selbstgerechte Art führte zum Zerfall der Heldengruppe und letztendlich zu seinem eigenen Untergang.
Ares Srowa ist ein gutaussehender junger Mann mit silbernem Haar und einem auffälligen Monokel über dem linken Auge.
Ares überzeugt durch außergewöhnliches magisches Talent und Intellekt, während seine Persönlichkeit von enormem Stolz, Narzissmus, Karrieredenken und unersättlichem Verlangen nach Anerkennung geprägt ist.
Er ist sich selbst stets am nächsten und sieht sich, dank seiner Segnung, über andere Menschen erhaben.
Fehler anderer kritisiert er aufs Schärfste, eigene Misserfolge weist er konsequent von sich und sucht die Schuld nur bei anderen.
Er zeigt sich für gewöhnlich höflich, aber überheblich und schamlos selbstzentriert.
Trotz seiner Fassade eines kühlen Analytikers ist Ares impulsiv und verliert unter Druck rasch die Nerven – was zu hysterischen Ausbrüchen und destruktivem Verhalten führen kann.
Von wahrem Teamgeist und Empathie fehlt ihm jede Spur.
Ares stammt aus dem verarmten Haus Srowa, einer ehemaligen Adelsfamilie, die nach einem gescheiterten Putsch ihres Ururgroßvaters alles verloren hatte.
Sein Vater, ein einfacher „Krieger“, wurde von ihm als wertlos betrachtet, und selbst seine eigenen Geschwister achtete er gering – ihren sozialen Status wertete er allein als Mittel zum Zweck.
Sein älterer Bruder starb, weil dessen „Kavalleriestärkung“ im falschen Umfeld nicht geschätzt wurde.
Diese Erfahrung verstärkte Ares’ Abneigung gegen Ritter und kriegerische Institutionen.
Schon als Kind entwickelte Ares die Gewohnheit, mittels der „Identifikation“ die Segnungen seiner Umgebung auszuspähen und gewann daraus die Überzeugung, dass nur die Erfüllung der eigenen Segnung zu Glück und Wert führe.
Als Träger des Segens „Weiser“ verfügt Ares über überwältigende magische Kräfte, mit denen er selbst erfahrenen Dämonen überlegen ist.
Besondere Fähigkeiten:
- „Identifikation“: Erkennt Segnungen und Fähigkeiten anderer Personen.
Der Segen „Weiser“ bringt jedoch die dunkle Kehrseite mit sich, ein krankhaftes Bedürfnis nach Anerkennung und Bestätigung zu entfachen.
Ebenso wird der Wunsch geweckt, als engster Vertrauter, gegebenenfalls sogar als Lebenspartner eines „Helden“ zu wirken.
Ares betrachtet Menschen nur durch das Prisma ihrer Segnung:
- Ruti Ragnason („Held“): Für Ares das ideale Werkzeug, um Ruhm und Macht zu erlangen – Bewunderung basiert rein auf ihrer Funktion als Heldin.
- Red (Gideon Ragnason): Trotz dessen Fähigkeiten betrachtet Ares ihn als minderwertig, da seine Segnung bedeutungslos erscheint.
- Danan LeBeau: Solange er seiner Rolle als „Mönch“ gerecht wird, duldet Ares ihn als nützliches Werkzeug.
Mit keinem Gruppenmitglied baut Ares echtes Vertrauen oder Sympathie auf.
- „Weil du dich bemühst, soll ich dulden, dass du uns nur aufhältst? Was für ein Egoist! Du bist kein wahrer Kamerad!“
- „Heh, ich weiß zwar nicht, welcher Mission du nachjagst, aber ohne mich, den Weisen Ares, ist der Sieg über den Dämonenkönig, Ruti, undenkbar!“
Der Aufstieg und die Ambitionen von Ares
Ares Srowa wurde als „Weiser“ geboren und trat nach dem Eintreffen von Ruti Ragnason in der Hauptstadt ihrer Heldengruppe bei, kurz nach Gideon Ragnason (Red).
Obwohl er anfangs ein geschätztes Mitglied war, hegte er gegenüber Red Neid und Furcht, da dieser ohne jeden Segen Fähigkeiten und Führungsqualitäten zeigte, die sogar seinen eigenen „Weiser“-Status übertrafen.
Die Angst, an Bedeutung zu verlieren, keimte in Ares und wuchs zum Wunsch, Red aus der Gruppe zu drängen.
Gideons (Red) Verbannung
Nach einem schweren Gefecht nutzt Ares eine Gelegenheit, Red durch harte Kritik und unter dem Vorwand mangelnder Eignung aus der Heldentruppe zu verbannen.
Dabei beschlagnahmt er auch sämtliche Ausrüstungsgegenstände von Red.
Die Folgen für die Gruppe sind verheerend: Wichtige Kontakte, Ressourcen und das nötige Feingefühl in Verhandlungen fehlen, weil Ares diese Aufgaben nicht erfüllen kann.
Zerfall der Heldengruppe
Schnell kommen Ares' fehlende Führungsfähigkeiten ans Licht.
Durch Fehlentscheidungen und mangelnde Reflexion begeht er Fehler und schiebt anderen die Schuld zu.
Yarandrala entlarvt seine Lügen, verlässt die Gruppe und auch Danan LeBeau kehrt ihm den Rücken.
Tisse Garland, die als Ersatz angeheuert wurde, bleibt nur auf Wunsch von Ruti.
Verlust von Ruti
Als Ruti schließlich entdeckt, dass Ares sie nicht als Mensch, sondern nur als „Heldin“ sieht, bricht sie mit ihm.
Versuche, sie zurückzugewinnen, scheitern kläglich.
Ares’ Frust richtet sich nun gegen Red, dem er übel nimmt, weiterhin glücklich zu leben.
Ares' Zusammenbruch und Ende
Getrieben von Wahn und Hass, verfolgt er Red nach Zoltan.
Auf dem Höhepunkt der Verzweiflung zerstört er aus Rachsucht gemeinsam erworbene Erinnerungsstücke von Red und Rit.
In einer letzten Konfrontation mit Red, Rit, Tisse Garland und Godwin wird Ares schließlich zur Strecke gebracht.
Selbst der Dämonenfürst Shisandan erkennt, dass Ares’ Sturz zum Großteil an seinem Charakter und nicht nur am Fluch seines Segens lag.
Der Fluch des „Weisen“
Ares’ Segen ist Fluch und Gabe zugleich.
Während ihm große Macht und Prestige verliehen werden, macht ihn sein Hunger nach Anerkennung und Bestätigung blind für alles andere.
Am Ende ist er damit nicht nur der wahre Außenseiter, sondern auch der eigentliche Ballast der Gruppe.
Ares Srowa ist innerhalb der Welt von „Shin no Nakama ja Nai to Yuusha no Party wo Oidasareta node“ eine tragische Figur, die an ihren eigenen Schwächen und der Unfähigkeit, den Wert von Menschlichkeit über rein funktionale Fähigkeiten zu stellen, scheitert.
Er bleibt ein warnendes Beispiel, dass selbst der berühmteste Segen zu Fall und Schmach führen kann, wenn er Herz und Geist vergiftet.
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