"given" ist ein japanischer Manga von Natsuki Kizu, der von 2013 bis 2023 im Magazin Cheri+ erschien.
Im Zentrum steht eine junge Rockband, deren Mitglieder sich mit der Liebe, Musik und ihren eigenen Traumata auseinandersetzen.
Die Geschichte wurde in mehreren Medien adaptiert: als Anime-Serie, Kinofilm, Drama-CD, Live-Action-Serie sowie einer Bühnenproduktion.
Der Manga erzählt auf feinfühlige Weise vom Erwachsenwerden und ist im Boys-Love-Genre verortet – mit Musik als zentrales Motiv.
"given" wurde von Natsuki Kizu geschaffen und erstmals 2013 veröffentlicht.
Der Manga lief zehn Jahre lang im Magazin Cheri+, bevor er 2023 abgeschlossen wurde.
Zum zehnten Jubiläum erschien 2024 eine Fortsetzung namens "given 10th mix", die die Protagonisten zehn Jahre später erneut begleitet.
Die Serie wurde für ihre gelungene Mischung aus realistischer Band-Dynamik und tiefgründigen, queeren Liebesgeschichten bekannt und legte in der Boys-Love-Branche neue Maßstäbe.
Im Mittelpunkt der Handlung steht die Schulband "given". Ihre Mitglieder vereint die Leidenschaft für Musik, aber jeder hat sein eigenes Gepäck.
Die Geschichte spielt hauptsächlich an einer japanischen Oberschule sowie an einem Musik-College, begleitet von Auftritten in kleinen Live-Clubs.
Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang sind nicht nur Instrumente, sondern Ausdruck eines inneren Wandels.
Trauer, Freundschaft und Lebensfreude schwingen stets mit.
Ritsuka Uenoyama ist ein talentierter Gitarrist, der seine Begeisterung für Musik verloren hat.
Eines Tages trifft er Mafuyu Sato, einen stillen Mitschüler mit einem beschädigten Gibson-Gitarre, aber einer einzigartigen Stimme.
Nach anfänglichem Zögern bringt Uenoyama ihm das Gitarrespielen bei.
Gemeinsam mit Haruki Nakayama (Bass) und Akihiko Kaji (Schlagzeug & Geige) wird Mafuyu in ihre Band aufgenommen.
Während die Band auf ihren allerersten Live-Auftritt hinarbeitet, ringt Mafuyu mit einem dunklen Geheimnis:
Sein ehemaliger Freund Yuki Yoshida hat sich das Leben genommen, was Mafuyu noch immer tief trifft.
Die Musik gibt ihm die Kraft, das Trauma zu verarbeiten – und durch einen emotionsgeladenen Auftritt mit improvisiertem Text befreit er sich ein Stück von seiner Schuld.
Nach der erfolgreichen Performance gestehen sich Mafuyu und Ritsuka ihre Gefühle füreinander und kommen zusammen.
Der Fokus wechselt zunehmend zu Haruki und Akihiko, deren Beziehung durch Akihikos Ex-Freund Ugetsu Murata auf die Probe gestellt wird.
Die Liebe, die Musik und die Aufarbeitung von Verlust sind ständige Begleiter auf ihrer Reise zum Erwachsenwerden.
Boys Love (BL): Ein Genre, das sich auf romantische oder sexuelle Beziehungen zwischen Männern konzentriert, oft aus weiblicher Sicht erzählt.
given: Der Bandname leitet sich davon ab, dass Mafuyu seine Gitarre geschenkt ("given") bekommen hat.
Bandmitglieder:
- Mafuyu Sato: Sänger mit außergewöhnlicher Stimme und schwerem Schicksal.
- Ritsuka Uenoyama: Gitarrist, der durch Mafuyu neue Inspiration findet.
- Haruki Nakayama: Gutherziger Bassist und heimlicher Vermittler.
- Akihiko Kaji: Mehrfachinstrumentalist, charismatisch und kompliziert in Herzensdingen.
Yuki Yoshida: Mafuyus Jugendliebe, dessen Tod eine große Rolle spielt.
Ugetsu Murata: Weltberühmter Violinist und Akihikos Ex-Freund.
Der Manga erschien in 9 Bänden sowie als Fortsetzung "given 10th mix".
Ab 2016 wurden Drama-CDs produziert, bei denen die Charaktere von renommierten Sprechern vertont werden.
2019 adaptierte das Studio Lerche den Stoff als Anime-Serie mit 11 Episoden.
2020 folgte der Kinofilm "given – The Movie", der das Drama rund um Haruki, Akihiko und Ugetsu in den Vordergrund rückt.
2024 ging die Geschichte mit "given: Hiiragi mix" auf der großen Leinwand weiter.
Zum Franchise gehören außerdem eine 2021 veröffentlichte Live-Action-Serie (FOD) und eine Bühneninszenierung.
Die Live-Action adaptierte insbesondere die Anfänge der Band und die ersten Gefühle zwischen Mafuyu und Ritsuka.
Der Anime wurde vom Studio Lerche unter der Regie von Hikaru Yamaguchi produziert.
Ayana Uniko verfasste das Drehbuch, das Charakterdesign stammt von Mina Osawa.
Die musikalische Untermalung liefert Michiru.
Die Soundtracks und Songs der Serie entstanden in enger Zusammenarbeit mit der Band "given", deren Synchronsprecher die Lieder auch selbst einsangen (im Anime: Shogo Yano alias Mafuyu).
Das Ergebnis: authentische, emotionale Musik – und ein seltener Glücksfall für Anime.
Der Soundtrack der Serie ist ein Herzstück des Werks.
Der Eröffnungssong "Kizuato" stammt von Centimillimental, die auch das gesamte musikalische Konzept betreuten.
Die fiktive Band given steuert eigene Songs bei, darunter das Lied "Marutsuke" (Ending) und das legendäre "Fuyu no Hanashi" ("Winter Story"), das zu einem Symbol für Mafuyus emotionale Heilung wird.
Im Kinofilm gibt es neue Songs, z.B. "Bokura dake no shudaika" ("Unser einzigartiger Titelsong").
"given" wurde nicht nur für seine Musik-Adaption und das realitätsnahe Band-Feeling gelobt, sondern gewann auch Preise für die sensible Darstellung homosexueller Beziehungen.
Die Anime-Umsetzung erhielt internationale Anerkennung, insbesondere als erste Boys-Love-Serie im berühmten "Noitamina"-Block des japanischen Fernsehens.
Unter Fans gilt "given" als Meilenstein des BL- und Musikmanga-Genres.
Die Serie hat eine leidenschaftliche Fangemeinde gewonnen, die nicht nur im Boys-Love-Bereich angesiedelt ist.
Musikfans, Animebegeisterte und alle, die feinfühlige Coming-of-Age-Geschichten mögen, finden "given" gleichermaßen ansprechend.
Das Werk setzt sich auf kreative Weise mit Verlust, Liebe und Freundschaft auseinander und zeigt, wie Musik helfen kann, schmerzliche Erinnerungen zu verarbeiten.
Die verschiedenen Adaptionen fanden breiten Anklang und machten "given" zu einem zeitgenössischen Kultklassiker.
Im Anime und Live-Action-Drama werden die Songs von den Synchronsprechern und Schauspielern selbst eingesungen bzw. gespielt – echtes Bandfeeling garantiert!
2025 plante man eine Bühnenfortsetzung unter dem Titel "given: Umi e" ("given: Zum Meer"), musste diese jedoch absagen.
Die Serie inspirierte zudem viele Coverbands, Fanprojekte und wurde in mehreren Sprachen übersetzt.
"given" gilt als erfolgreicher Grenzgänger zwischen dramatischer Musikgeschichte und einfühlsamem Boys-Love.
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