Girls Band Cry ist ein japanisches Multimedia-Projekt von Toei Animation, agehasprings und Universal Music.
Im Zentrum steht ein fesselnder, jugendlicher Band-Anime, der von echter Girl-Power und ehrlichen Emotionen lebt.
Die fünfköpfige Gruppe Togenaschi Togeari begeistert mit besonderen Songs und einer nachvollziehbaren Geschichte von Mut, Wut und Freundschaft.
Im Anime sowie in der realen Band stecken frische Gesichter, die auch in der Musikbranche für Furore sorgen.
Die Idee für Girls Band Cry entstand 2019, als Produzent Satoshi Hirayama, gerade von Sunrise zu Toei Animation gewechselt, die Regie- und Drehbuchveteranen Kazuo Sakai und Jukki Hanada ansprach.
Hirayama wollte einen Anime schaffen, der jungen Menschen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Hoffnung gibt.
Ein neuartiges Bandprojekt sollte nicht auf dem klassischen „Seiyuu-Gründet-Band“-Prinzip basieren, sondern umgekehrt: Man castete authentische Musikerinnen als Grundlage für Anime und reale Band.
Die musikalische Ausrichtung wurde maßgeblich von Kenji Tamai (agehasprings) gestaltet.
Man analysierte, wie eine Musikerin wie Momoka Kawaragi musikalisch sozialisiert worden wäre: von Vocaloid-Sounds, Indie-Rock, über rauschhafte Tempowechsel bis hin zu literarischen Songtexten.
Die Mitglieder für Togenaschi Togeari wurden durch eine landesweite Audition („Girl’s Rock Audition") gefunden – gesucht wurden Musikerinnen mit außergewöhnlichem Talent, echter Musikliebe und charismatischem Auftreten.
Die Auswahl dauerte über ein Jahr.
Der Anime spielt im modernen Japan, insbesondere in Kawasaki – einer lebendigen Stadt mit multikulturellem Flair.
Schauplätze wie der Bahnhofsvorplatz Kawasaki, berühmte Lokale, Cafés oder Live-Clubs bilden die Kulisse für Straßenmusik, Alltagsdramen und große Momente.
Die Wahl von Kawasaki war auch deshalb wichtig, weil hier verschiedene soziale und nationale Hintergründe zusammenkommen, was Diversität und Realismus unterstreicht.
Die Band Togenaschi Togeari besteht im Universum des Anime aus fünf jungen Frauen, jede mit einer ganz eigenen Lebensgeschichte und vielen Ecken und Kanten.
Nina Iseri, 17 Jahre alt, streitet mit ihrem Vater und verlässt ihre Schule in Kumamoto.
Sie zieht nach Kawasaki, um sich auf die Aufnahmeprüfungen für die Universität vorzubereiten.
Ihr stilles, zurückhaltendes Dasein ändert sich schlagartig, als sie die Straßenmusikerin Momoka Kawaragi trifft.
Momoka, ehemalige Anführerin der Band Diamond Dust, ist von Ninas unverhohlener Wut und ihrem Gesang fasziniert – sie überredet Nina, mit ihr eine Band zu gründen.
Bald stoßen Subaru Awa, eine toughe Schauspielertochter und Drummerin, Tomo Ebizuka, eine kauzige, hochbegabte Keyboarderin aus wohlhabendem Haus, sowie die mysteriöse, begabte Bassistin Rupa dazu.
Zusammen formieren sie Togenaschi Togeari („Togetoge“).
Die fünf Mädchen geraten immer wieder aneinander, weil jede von ihnen ihre ganz eigenen Wünsche, Traumata und Zweifel mitbringt.
Zwischen Auftritten, Bandproben, Alltagssorgen und Streitereien lernen sie, ihre Differenzen auszutragen und ihre Gefühle in Musik zu verwandeln.
Besonderer Antrieb ist der Konkurrenzkampf mit Diamond Dust, Momokas früherer Band, in der Ninas ehemalige Freundin Hina inzwischen Leadsängerin ist.
Immer wieder geht es um Fragen wie: Was heißt es, den eigenen Traum zu riskieren? Wie bleibt man sich treu, wenn der Kommerz ruft?
Die Serie endet mit einem bemerkenswerten Bandduell, bei dem Togenaschi Togeari schließlich als Profiband debütiert, aber auch den Wert von Kompromisslosigkeit erkennt.
- Togenaschi Togeari („Togetoge“): Name der Hauptband, der rasch auf einem T-Shirt gelesen wird – steht für Widersprüchlichkeit und Zusammenhalt.
- Diamond Dust: Ehemalige Band von Momoka, heute Gegenspielerinnen, die eine poppigere, kommerzielle Richtung eingeschlagen haben.
- Beni-shouga: War ein Musikprojekt von Tomo Ebizuka und Rupa, bestehend aus Synthesizer und Bass.
- Neue Kawasaki (Arbeitstitel): Name der Band in ihrer frühen Dreierbesetzung, bevor Tomo und Rupa dazustoßen.
Girls Band Cry existiert als Anime, reale Band (Togenaschi Togeari), YouTube-Channel sowie eine wachsende Zahl von Musik-CDs, Blu-rays, DVDs und Soundtracks.
Der Anime wurde ab April 2024 auf Tokyo MX und weiteren Sendern ausgestrahlt, umfasst 13 Episoden und wird technisch mit wegweisender CG-Animation umgesetzt.
Ein Spiel zum Franchise ist derzeit in Produktion.
Darüber hinaus ist für 2025 ein zweiteiliger Kinofilm als Zusammenfassung angekündigt.
Regisseur Kazuo Sakai (u.a. „Love Live! Sunshine!!“) legte viel Wert auf natürliche, aber auch ausdrucksstarke Animation.
Besonderes Augenmerk lag auf der innovativen Verwendung von „Illustration Look CG“ (dem Versuch, handgezeichnete Illustrationen direkt in 3D zu übertragen) sowie der Entscheidung, die Serie vollständig mit flüssigen, vollen Animationen („Full Animation“) zu produzieren.
Das Drehbuch von Jukki Hanada setzt statt klassischem Storyboard auf einen sehr direkten, ergebnisoffenen Schreibprozess, um maximale Authentizität in den Beziehungen der Figuren zu ermöglichen.
Musikalisch wurde die Band, deren Mitglieder alle echte Musikerinnen sind, von Anfang an in die Produktion des Anime einbezogen – ihre Stimmen und Persönlichkeiten bilden die Vorlage für die Figuren.
Das Opening „Zatto, Bokura no Machi“ (übersetzt: „Die Geräusche unserer Stadt“) stammt, wie die meisten Songs, von Togenaschi Togeari.
Die Kompositionen sind oft von modernen Band- und Vocaloid-Trends, aber auch von älteren J-Rock- und Indie-Einflüssen inspiriert.
Der end credit Song „Dare ni mo narenai watashi dakara“ („Weil ich niemand anderes sein kann“) sowie verschiedene Einlagen-Songs prägen den musikalischen Stil des Franchises dauerhaft.
Die Serie war ein kommerzieller Erfolg: Der Blu-ray-Release verzeichnete beachtliche Verkaufszahlen, sämtliche wichtigen Anime-Magazine und Online-Medien würdigten Girls Band Cry 2024 als herausragende Innovation im Bereich Musik-Anime.
Der Titel wurde unter anderem mit dem „Musikinstrumente-Preis 2024“ (Gakki-ten Taisho) und dem ABEMA Anime Trend Award ausgezeichnet.
Mehrere Songs wurden für den „Reiwa Anison Taisho“ nominiert.
Girls Band Cry begeisterte schnell eine große Fangemeinde.
Besonders hervorgehoben wurden die charismatische, ungeschminkte Darstellung der Hauptfiguren, die explizite Bearbeitung sozialer und persönlicher Konflikte und der innovative, eigenständige Animationsstil.
Der Mix aus ungeschminkter Jugendwut, musikalischem Realismus und dem Mut, auch düstere Themen anzusprechen, wurde in zahlreichen Kritiken ebenso gelobt wie die herausragende stimmliche Leistung von Sängerin Rina.
Die Serie erzielte binnen weniger Wochen hohe Streamingzahlen und starke Chartplatzierungen in Japan und international, vor allem auch in China.
Sie wurde 2024 zu einem der meistdiskutierten Musik-Anime, weil sie Musik und Drama überzeugend verband.
Zahlreiche reale Schauplätze in Kawasaki, etwa die Vorplätze von Bahnhöfen, Musikcafés und Live-Clubs, bieten Fans Möglichkeiten, auf „Pilgerreise“ zu gehen und sich direkt in die Welt des Anime zu versetzen.
Die Mitglieder der realen Band treten regelmäßig bei Festivals auf, darunter BAYCAMP, COUNTDOWN JAPAN sowie internationale Anlässe wie das Anime Expo in Los Angeles.
Girls Band Cry steht für einen neuen, zeitgenössischen Jugend- und Musik-Anime – ehrlich, dynamisch und mutig.
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