Takunomi ist ein japanischer Manga von Haruto Hino, der ab August 2015 online erschien. Später folgte eine Anime-Adaption mit zwölf Episoden, die von Januar bis März 2018 im japanischen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Die Geschichte begleitet die aus Okayama stammende Michiru Amatsuki, die für ihren neuen Job nach Tokio zieht und mit verschiedenen Frauen in einer reinen Frauen-Wohngemeinschaft zusammenlebt. Im Mittelpunkt stehen ihre Alltagsabenteuer, die witzige Dynamik in der Wohngemeinschaft und vor allem: das gemeinsam Zuhause- und Feierabend-Trinken. Takunomi setzt auf eine charmante Mischung aus Alltagskomödie, Wissenswertem über Getränke und Zusammenhalt unter Frauen.
Takunomi wurde zuerst auf dem Online-Portal Ura Sunday von Shogakukan veröffentlicht. Später wurde der Manga zusätzlich in der App MangaONE vorab publiziert. Das Werk schloss im Mai 2018 mit dem 71. Kapitel ab, gefolgt von einem abschließenden Bonuskapitel im Juni desselben Jahres. Die Veröffentlichung spricht eine junge Zielgruppe an, die sich für das Großstadtleben und Tipps rund um gesellige Getränkeabende interessiert.
Handlungsort ist das „Stella House Haruno“, ein reines Frauen-Share-Apartment in Tokio. Unterschiedliche Altersgruppen und Berufe treffen aufeinander und bringen jede Menge Abwechslung ins Haus. Die Atmosphäre erinnert an das moderne Stadtleben junger Frauen, die in einer großen Metropole ihren Weg suchen und sich gegenseitig unterstützen. Die verschiedenen Herkunftsorte der Bewohnerinnen wie Okayama, Hokkaido oder Aomori sorgen zusätzlich für regionale Vielfalt und liebevolle Anekdoten.
Die eigentliche Hauptbühne ist das Wohnzimmer der Gemeinschaftswohnung, das sich nach Feierabend regelmäßig in einen gemütlichen Treffpunkt für „Hauspartys“ verwandelt – inklusive vieler real existierender Getränke. Dabei lernt man als Zuschauer gleich mit, was es mit japanischem Bier, Sake, Cocktails oder Whisky auf sich hat.
Michiru Amatsuki, zwanzig Jahre jung, wagt den Sprung von Okayama nach Tokio, um in einer aufstrebenden Firma zu arbeiten. Als sie im Stella House Haruno einzieht, trifft sie auf spannende Mitbewohnerinnen: Da ist Nao Kiriyama, die lebenslustige und trinkfeste Modejournalistin aus Hokkaido, ihre Schwester Makoto Kiriyama, eine rational wirkende, aber herzliche Studentin, sowie Kae Midorikawa, eine charmante Hochzeitsplanerin mit großem Talent fürs Kochen.
Obwohl Michiru anfangs wenig Ahnung von alkoholischen Getränken hat, lernt sie mit jeder Hausparty dazu. Der Alltag schwankt herrlich zwischen urbanen Missgeschicken, lustigen Arbeitserlebnissen, persönlichen Herausforderungen – und immer neuen Trinkgewohnheiten.
In späteren Kapiteln stoßen weitere Figuren hinzu, etwa Ringo Moriyama aus Aomori, die für zusätzlichen Schwung sorgt, und Choko Haruno, eine reiche und energiegeladene Krankenschwester mit starken Familienbanden. Zusammen meistern sie alltägliche Hürden, fördern ihre Freundschaft und genießen jede Menge gemeinsamer Genussmomente.
Stella House Haruno: Die fiktive Frauen-Wohngemeinschaft in Tokio, in der die Geschichte spielt.
Takunomi: Ein Zusammenschluss der Wörter „Haus“ (taku) und „trinken (nomi)“ – steht für das gemeinsame Trinken daheim, etwa als entspannter Gegensatz zum Ausgehen.
Der Manga umfasst insgesamt sieben Bände mit 71 Kapiteln plus Bonusgeschichte. Die Anime-Umsetzung wurde von Production IMS produziert und im frühen Jahr 2018 im japanischen Fernsehen ausgestrahlt. Jede Episode dauert rund 15 Minuten und stellt jeweils ein anderes alkoholisches Getränk in den Fokus, das von echten Unternehmen stammt – gerne auch mit einem Augenzwinkern bezüglich der Getränkeindustrie.
Alle relevanten Streaming-Plattformen in Japan haben den Anime angeboten, von U-NEXT bis hin zu Amazon Prime Video und NicoNico. Auch Blu-ray- und DVD-Veröffentlichungen sind erfolgt.
Die Regie beim Anime führte Tomoki Kobayashi, das Drehbuch stammt von Katsuhiko Takayama. Die Charakterdesigns entwarf Shinpei Kobayashi. Die Musik komponierte Masato Suzuki. Leider wurde Production IMS, das Studio hinter dem Anime, nur wenige Monate nach der Ausstrahlung insolvent – Takunomi war somit deren letztes abgeschlossenes Werk. Die Sprecherin von Michiru Amatsuki, Ayaka Imamura, beendete ihre Karriere kurz nach Ende der Serie, sodass Takunomi zugleich ihr letztes großes Projekt markiert.
Das Opening „aventure bleu“ wird von Maaya Uchida gesungen und sorgt für einen beschwingten Einstieg ins gesellige Anime-Abenteuer. Das Ending „Stoic ni Detox“ stammt von Mashinomi und rundet jede Episode lässig ab – immer passend zum entspannten Thema des Zusammenseins.
Takunomi punktet mit seinen sympathischen Figuren, einer warmherzigen Alltagsatmosphäre und kleinen Wissenseinlagen zum Thema Getränke. Die Serie regt zum Lachen, Nachdenken und vielleicht sogar zum eigenen „Takunomi“ an. Die realistischen Einblicke in das Leben junger Frauen in der Großstadt werden von vielen als authentisch und motivierend wahrgenommen.
Besonders humorvoll ist die Art, wie die Serie bewusst auf Jugendschutz hinweist: Immer wieder wird betont, dass die Figuren alle mindestens 20 Jahre alt sind. Eine Kuriosität ist zudem die Zusammenarbeit mit der Serie Dagashi Kashi: In einer Anime-Episode gibt es sogar ein kleines Crossover und gegenseitige Anspielungen.
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