Gleipnir (Manga)

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Gleipnir (Manga)
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Episoden: 13
Vertriebskanal: TV-Anime
Veröffentlichungsdatum: 5. April 2020
Werkkategorien: Anime
Studios: PINE JAM
Format: TV-Anime
Englischer Name: Gleipnir (manga)
Japanischer Name: グレイプニル
Chinesischer Name: 格莱普尼尔
Italienischer Name: Gleipnir (manga)
Spanischer Name: Gleipnir (manga)
Französischer Name: Gleipnir (manga)
Koreanischer Name: 글레이프니르 (만화)
Romanisierter Name: Gleipnir
Ressourcen: Offizielle Webseite

Charaktere (21)

Alle ansehen
Claire Aoki
Claire Aoki
Geschlecht: Weiblich
Geburtstag: 29. September
Synchronsprecher: Nao Touyama
Shuichi Kagaya
Shuichi Kagaya
Geschlecht: Männlich
Geburtstag: 18. Mai
Synchronsprecher: Natsumi Fujiwara、Natsuki Hanae
Chihiro Yoshioka
Chihiro Yoshioka
Geschlecht: Weiblich
Geburtstag: 12. November
Synchronsprecher: Kana Ichinose
Elena Aoki
Elena Aoki
Geschlecht: Weiblich
Geburtstag: 13. Februar
Synchronsprecher: Kana Hanazawa
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Produktionsmitarbeiter (226)

Alle ansehen
Sun Takeda
Sun Takeda
Originalschöpfer
Toshiyuki Yamashita
Toshiyuki Yamashita
Regisseur (OP))
Kazuhiro Yoneda
Kazuhiro Yoneda
Regisseur
Episodenregisseur (eps 1, 6, 9)
Storyboard (eps 1, 4, 5, 7, 13)
Shinichi Inozume
Shinichi Inozume
Serienkomposition
Drehbuch (eps 1, 8, 11)
Alle Mitarbeiter Anzeigen

Community-Erstellung

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Gleipnir ist ein außergewöhnlicher Action-Manga mit Mystery- und Romance-Elementen von Sun Takeda, der später als Anime adaptiert wurde. Im Mittelpunkt steht Shuichi Kagaya, ein scheinbar gewöhnlicher Schüler, der heimlich die Fähigkeit besitzt, sich in ein riesiges Plüsch-Monster mit Reißverschluss zu verwandeln. Die Geschichte entfaltet sich rasant, als Claire Aoki in sein Leben tritt – eine wilde, intelligente Schülerin mit tragischer Vergangenheit, welche nicht davor zurückschreckt, Shuichis Geheimnis zu nutzen und ihn in einen tödlichen „Münzsammler“-Krieg verwickelt. Gleipnir glänzt durch dunkle, psychologisch dichte Stimmung, unerwartete Wendungen und provokante Figurenkonstellationen, in der Moral, Überleben und Begierden aufeinanderprallen.

Gleipnir spielt in einer gewöhnlichen Kleinstadt, die jedoch von einem düsteren Geheimnis durchdrungen ist. Überall sind seltsame Münzen verteilt, deren Sammlung denjenigen, der sie dem mysteriösen Alien überreicht, übernatürliche Kräfte verleiht.

Diese scheinbar gewöhnliche Welt wird durch das Auftauchen von Monsterwesen und den Kampf um die Münzen Stück für Stück aus den Angeln gehoben. Der Alltag der Schüler wird bald von existenziellen Fragen, Gewalt und übernatürlichen Intrigen überschattet.

Der Wettbewerb um die Münzen zieht immer mehr sogenannte „Sammler“ an. Gruppierungen bilden sich, Allianzen wechseln rasch und die Grenzen zwischen Freund und Feind werden extrem verschwommen.

Shuichi Kagayas friedliches Schulalltag wird auf den Kopf gestellt, als er entdeckt, dass er sich in eine riesige, scheinbar niedliche, tatsächlich aber furchteinflößende Plüschfigur verwandeln kann.

Seine Kräfte nutzt er zunächst widerwillig, bis er Claire Aoki rettet, die eine Verbindung zu den Phänomenen und den geheimnisvollen Münzen hat.

Claire, getrieben von dem Wunsch, das Verschwinden ihrer Schwester Elena Aoki aufzuklären, zwingt Shuichi, ihr zu helfen. Elena ist nicht nur ihre Schwester, sondern auch die Verantwortliche für den Tod ihrer Eltern, und eine der mächtigsten Münzsammlerinnen der Region.

Durch Claire gelangt Shuichi immer tiefer in den Kreis der Sammler – Menschen, die mit den Münzen übernatürliche Fähigkeiten gegen ihre tiefsten Wünsche eingetauscht haben.

Das Paar wird verwickelt in einen brutalen Überlebenskampf gegen andere Monster und skrupellose Gegner wie Madoka oder Tadanori Sanbe. Sie treffen auf eigensinnige Verbündete wie Chihiro Yoshioka, die Tiere versteht, oder Sayaka Koyanagi, die Verträge mit ihrem eigenen Haar schließt.

Hinter all dem zieht ein Alien unsichtbar die Fäden, welches den Ausgang dieses Kampfes ebenso interessiert wie amüsiert beobachtet, und mit jeder Münze die Spannung weiter anheizt.

Die Handlung verwebt actionreiche Konfrontationen mit psychologischen Momenten – etwa, als Shuichi erkennen muss, dass seine eigene Vergangenheit manipuliert wurde und sogar seine Eltern durch die Geschehnisse ausgelöscht wurden.

Kern des Dramas bleibt die einzigartige Beziehung zwischen Shuichi und Claire: Sie sind „zwei in einem Körper“, und stellen sich gemeinsam der immer absurder werdenden Gefahren, wachsen an ihren Grenzen und – trotz aller Gewalt – ihrer Zuneigung füreinander.

Shuichi Kagaya

Shuichi ist anfangs schüchtern, freundlich und selbstlos, kann Auseinandersetzungen und Gewalt nicht ausstehen. Seine Monsterform ist ein riesiges Plüschtier mit Pistole im Hüftbereich. Zentrale Besonderheit: Über den Reißverschluss auf dem Rücken kann eine weitere Person – meist Claire – in seinen Körper „eintreten“ und macht ihn so kampffähig. Trotz seiner Kräfte sieht Shuichi sich selbst oft als Werkzeug, doch unter Claires Einfluss entwickelt er echten Mut und Entschlossenheit.

Claire Aoki

Claire ist die temperamentvolle, intelligente Hauptheldin mit einem gnadenlosen Überlebensinstinkt. Sie nutzt Shuichi anfangs pragmatisch, doch langsam entwickelt sich echte Zuneigung. Claire ist stets bereit, Grenzen zu überschreiten, um an der Wahrheit über ihre verschwundene Schwester Elena zu gelangen, und zögert nicht, Feinde auch auf brutale Weise auszuschalten.

Außergewöhnlich: Innerhalb von Shuichis Monsterkörper verliert sie jegliche Scham, agiert in Unterwäsche, um mehr Bewegungsfreiheit zu haben, und demonstriert ein ungewöhnliches Vertrauensverhältnis.

Elena Aoki

Die tragische Figur und Claires ältere Schwester. Sie tötet die eigenen Eltern und hinterlässt Claire eine Münze, bevor sie verschwindet. Elena ist intelligent, emotional zerrissen und wirkt durch ihre Fähigkeit der Gedankenkontrolle beängstigend dominant. Bedeutend ist ihre Verbindung zu Shuichi, dessen Erinnerungen durch Elena manipuliert wurden.

Alien

Der exzentrische Alien ist der Strippenzieher hinter dem Münzkrieg. Er nimmt menschliche Form an, verlangt die Münzen – und bietet dafür spezielle „Wünsche“ oder regenerative Tränke. Der Alien wirkt humorvoll und gleichgültig, ist jedoch von einer bizarr-menschlichen Neugier getrieben.

Weitere wichtige Charaktere

Chihiro Yoshioka: Kann mit Tieren sprechen; wird zur zentralen Informationsquelle innerhalb des Teams.

Sayaka Koyanagi: Anführerin einer Sammlergruppe, deren Fähigkeit durch ein Haar-Halsband Vertrauen und Loyalität erzwingt.

Tadanori Sanbe: Roh wirkender, aber ehrlicher Kontrahent.

Madoka: Gewaltbereiter Boss einer aggressiven Sammler-Gang.

Honoka, Kaito, Aiko: Figuren, um deren Identitäten, Erinnerungen und verlorene menschliche Beziehungen sich ein weiterer wichtiger Story-Bogen entwickelt.

Sammler

Menschen, die durch einen Handel mit dem Alien übernatürliche Kräfte erhalten und fortan auf der Jagd nach den Münzen sind. Das verliehene Talent spiegelt meist die tiefsten Sehnsüchte oder Traumata der Person wider.

Münzen

Kleine, alienartige Datenträger, die Wissen oder Bewusstsein speichern. Mit einer Münze kann man sich beim Alien Kräfte „erkaufen“. Wer 100 Münzen sammelt, erhält angeblich eine ultimative Fähigkeit.

Vertragsband

Spezielles Haarhalsband von Sayaka Koyanagi, das getragene Personen bei Verrat sofort töten kann. Symbol für Misstrauen und Kontrolle in der Welt der Sammler.

Bis Juni 2020 verzeichnete Gleipnir über 300.000 verkaufte Exemplare. Die Serie zog international Aufmerksamkeit auf sich, gehörte zu den markantesten Dark-Fantasy-Serien und erntete teils große Anerkennung für ihre Originalität und grafische Radikalität.

Gleipnir wird oft hervorgerufen, wenn von ungewöhnlich düsteren und dennoch fesselnden Werken im Action/Romance-Sektor gesprochen wird. Besonders das Zusammenspiel aus grotesker Gewalt, psychologischer Spannung und unerwarteter Erotik setzte Maßstäbe. Die Mischung aus „niedlicher“ Monster-Ästhetik und schonungsloser Brutalität hebt sich ab.

Wissenschaftler und Kritiker sind sich einig: Gleipnir ist ein unkonventionelles Werk, das riskiert, herausfordert und dadurch polarisiert. Gerade die Nutzung von Metaphern – wie das „Zusammen-Eins-Werden“ im Monsterkörper – eröffnen neue Lesarten für Themen wie Identität oder Ko-Abhängigkeit.

Das Opening „Altern-ate-“ von H-el-ical// verleiht der Serie eine energiegeladene, melancholische Atmosphäre. Das Ending „Ame to taieki to nioi“ von Mili rundet mit düsteren, ätherischen Klängen die Stimmung ab.

Der Manga umfasst 14 Bände und wurde erfolgreich in ein 13-teilige Anime-Serie adaptiert. Die Ausstrahlung begann im April 2020 und fand auf diversen japanischen TV-Sendern und internationalen Streamingplattformen statt.

Zahlreiche Manga-Veröffentlichungen, diverse Fanartikel und weitere Adaptionen festigten die Stellung von Gleipnir im Manga- und Anime-Markt.

Die Anime-Umsetzung entstand bei Pine Jam unter der Regie von Kazuhiro Yoneda. Die Charakter-Designs stammen von Takahiro Kishida. Für Musik war Ryouhei Sataka verantwortlich. Die Serie profitierte von durchdachter Optik und detailverliebter Animation.

Sun Takeda griff für Gleipnir auf Motive von Identität und Triebsteuerung zurück und schuf ein Werk, das bewusst mit Tabus und Genregrenzen spielt. Das Design der Monster – ein leuchtendes, surrealistisches Plüschtier mit menschlichen Emotionen – ist Symbol für die Zerbrechlichkeit der menschlichen Psyche.

Gleipnir zeichnet sich durch seine radikale Offenheit gegenüber sexuellen und gewalttätigen Themen aus. Die Unzufriedenheit mit der eigenen Realität, das Ausloten menschlicher Abgründe und die Sehnsucht nach Zugehörigkeit – all dies verpackt das Werk auf provokante, dennoch mitreißende Weise.

Die Beziehung zwischen Shuichi und Claire bleibt eine der ungewöhnlichsten und dynamischsten Partnerschaften moderner Manga- und Animeserien. Gelobt wird auch die Fähigkeit der Serie, Tabus zu brechen und den Leser mit moralischen Grauzonen zu konfrontieren.

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(Letzte Bearbeitung: 30. Juli 2025 20:14)

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