Divine Gate ist ein japanisches Mobile-Rollenspiel mit Panel-Kampfsystem und eine darauf basierende Fantasy-Animeserie, die von GungHo Online Entertainment veröffentlicht und von Studio Pierrot als TV-Anime adaptiert wurde.
Das Spiel erschien 2013 für Android und iOS, wurde 2017 in Divine Gate Zero umfassend überarbeitet und 2018 eingestellt.
Divine Gate kombiniert ein schnelles, panelbasiertes Kampfsystem mit einem stark erzählerischen Ansatz und über 1500 sammelbaren Einheiten.
Die Welt mischt klassische Fantasy mit moderner Technik, Intrigen einer Weltregierung und einem dichten Figurenensemble.
Die TV-Animeserie lief von Januar bis März 2016 in Japan und umfasst 12 Episoden.
Sie erzählt eine komprimierte Version der frühen Spielhandlung und fokussiert sich vor allem auf die sechs Hauptfiguren rund um ARTHUR.
Das Spiel war ein typischer Free-to-play-Titel mit In-App-Käufen.
Besonders auffällig waren die zahlreichen Crossovers mit bekannten Anime-, Game- und Medienmarken.
Divine Gate ist ein Panel-RPG, in dem die Spielenden mit einem Team aus Einheiten Dungeons durchqueren.
Jede Einheit besitzt Attribute, Rassen, aktive Skills und eine eigene Kurzgeschichte.
Die ursprüngliche Version wurde von Acquire entwickelt, der Betrieb lag bei GungHo.
Mit dem großen Update zu Divine Gate Zero wechselte die Entwicklung zu einem internen Team von GungHo.
Der Dienst startete am 30. September 2013 für Android und am 10. Oktober 2013 für iOS.
Bis September 2015 erreichte das Spiel über 4,5 Millionen Downloads.
Kampfsystem und Quests
Die Quests spielen sich auf einem 5×5-Feld ab, das der Spieler Panel für Panel aufdeckt.
Ziel ist es, die richtige Tür zu finden, den Schlüssel zu besorgen und den Boss am Ende der Bühne zu besiegen.
Auf dem Feld verbergen sich Gegner, Fallen, Schatzkisten und seltene „Gerilla-Bosse“.
Das Team besteht aus vier eigenen Einheiten plus einer zusätzlichen Freundeseinheit als Support.
Im Kampf wählt man aus sieben Arten von „Energie-Panels“ und legt bis zu fünf Panels in eine Leiste.
Die Kombination der Farben und Symbole bestimmt, welche Skills und Kombos ausgelöst werden.
Jede Einheit gehört einem Element an: Feuer, Wasser, Wind, Licht, Dunkelheit oder Neutral.
Zusätzlich besitzt sie eine oder zwei Rassen wie Mensch, Drache, Gott, Monster, Fee, Bestie oder Maschine.
Durch diese Vielfalt entstehen unzählige mögliche Teamkombinationen.
Der Reiz besteht darin, Synergien zwischen Elementen, Rassen, Panelanforderungen und Leader-Skills geschickt auszunutzen.
Reinkarnation (Re-Awakening)
Die sogenannte „Reinkarnationsentwicklung“ wurde Ende September 2014 eingeführt.
Sie ermöglicht es, bestimmte Einheiten auf die höchste Seltenheit Stufe 7 zu entwickeln.
Dazu wird vor allem eine spezielle Einheit namens „Heiliger Stein“ benötigt.
Diese Steine erhält man in einem besonders schweren Sonntags-Dungeon, dem „Heiligen Steinschrein Lostros“.
Link-System
Am 10. Dezember 2015 kam das Link-System als neue Verstärkungsmechanik hinzu.
Dabei wird eine Basiseinheit A mit einer anderen Einheit B verlinkt, um zusätzliche Boni zu erhalten.
Durch den Link steigen Lebenspunkte und Angriffswerte der Basiseinheit.
Außerdem kann im Kampf mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit ein Skill von Einheit B als „Link-Skill“ ausgelöst werden.
Nach jedem abgeschlossenen Quest wird die „Vertrautheit“ zwischen A und B erhöht.
Je höher diese ist, desto höher die Aktivierungsrate des Link-Skills.
Obendrein besitzt jede Einheit ein „Link-Passiv“, das schon allein durch den aktiven Link einen speziellen Effekt im Quest gewährt.
Das kann etwa zusätzliche Panels, Resistenz, Stat-Boni oder andere Komforteffekte beinhalten.
Das System hat aber auch Tücken:
Links kosten viele Münzen, teilweise über eine Million, und beim Lösen des Links wird die Vertrautheit wieder auf Null gesetzt.
Verlinkte Einheiten können weder separat gespielt, noch entwickelt oder geopfert werden.
Zudem können identische Einheiten nicht miteinander verlinkt werden.
Stil und Präsentation
Der Grafikstil orientiert sich an einer Mischung aus Manga und Anime mit starken Kontrasten.
Typisch sind zentrale Figurenposen mit effektreichen Hintergründen und UI-Elementen.
Jede der über 1500 Einheiten besitzt eine eigene Profilgeschichte.
Über diese Kurztexte und die Questbeschreibungen entfaltet sich ein komplexes, verzweigtes Gesamt-Narrativ.
Im Zentrum steht das mysteriöse „Göttliche Tor“ (Divine Gate), ein Übergang, der die Ordnung der Welten zerstört hat.
Durch das Öffnen dieses Tores wurden Menschenwelt, Himmelreich und Dämonenwelt zu einer „Vereinten Welt“ verschmolzen.
Die Weltordnung wird durch den „Welt-Rat“ und seine Geheimorganisation „Ritter der Tafelrunde“ (Knights of the Round) aufrecht gehalten.
Daneben agiert der Kult der „Grimoires“ im Hintergrund, der eine „vollkommene Welt“ erschaffen will.
Es gibt mehrere Ebenen der Existenz:
Die Menschenwelt, das Himmelreich der Feen, die Dämonenwelt, das Drachenreich und die mysteriöse Götterwelt bilden die Bühne.
Wichtige Begriffe
Treiber (Driver):
Allzweckwaffen und -geräte, die die Kräfte der Träger kanalisieren, von Schwertern und Gewehren bis hin zu Prothesen.
Mischrasse (Next):
Wesen, die bereits bei der Geburt Eigenschaften zweier Rassen in sich tragen, etwa HIKARI als Mensch-Feen-Mischling.
Folgerasse (Second):
Individuen, die erst nachträglich das Erbgut oder die Kräfte einer anderen Rasse erhalten, oft durch Experimente.
Vereinte Welt (Uniteria):
Die Fusion der drei ursprünglichen Ebenen, die der Weltrat durch „Normalisierung“ wieder stabilisieren will.
Menschenwelt (Terastia):
Die Ebene der Menschen, ursprünglich von ARTHUR als „Heiliger König“ repräsentiert.
Himmelreich (Celestia):
Welt der Feen, einst von OBÉRON, später von Titania und schließlich von HIKARI regiert.
Dämonenwelt (Helistia):
Reich der Monster und Hexen, mit wechselnden Herrschern wie Vlad, Walpurgis und später YUKARI.
Drachenreich (Dragutia):
Ebene der Drachen mit dem Drachenkönig Noah an der Spitze.
Götterwelt (Ragnatia):
Ebene der Götter- und Nordischen Gottheiten, deren genaue Struktur lange im Dunkeln bleibt.
Welt-Rat:
Übergeordnete Organisation, die die Vereinte Welt verwalten soll, dominiert von den „Sechs Heiligen“.
Grimoire-Kult:
Religiöser Orden, der unter dem Schlagwort „Vollkommene Welt“ heimlich an einer totalen Neuordnung arbeitet.
„Blaues Weihnachten“:
Ein Massaker, bei dem 666 Menschen getötet wurden und das AOTO und seine Familie in den Mittelpunkt rückt.
Früherer „Heiliger Krieg“:
Historischer Konflikt zwischen Himmel und Hölle, der von den Göttern manipuliert wurde, um rebellische Kräfte auszuschalten.
Götter-Drachen-Krieg:
Ein uralter Wettstreit zwischen Drachenreich und Götterwelt, der durch den Verrat eines Drachen zugunsten der Götter entschieden wurde.
Scheide des heiligen Schwerts:
Eine legendäre Scheide mit der Kraft, „alles zu regenerieren“, die benötigt wird, um den gefallenen König ARTHUR zu retten.
Die Geschichte von Divine Gate ist in mehrere Kapitel gegliedert, die sich wie Staffeln einer lang laufenden Serie anfühlen.
Sie drehen sich um sechs Jugendliche, die aus jeweils ganz anderen Gründen das Göttliche Tor erreichen wollen.
Erstes Kapitel: „Das Urteil der Dämmerung“
Durch das Öffnen des Göttlichen Tores verschmilzt die Welt der Menschen mit Himmel und Hölle zu einer einzigen, instabilen Ebene.
Sechs Jugendliche – AKANE, AOTO, MIDORI, HIKARI, YUKARI und GINJI – machen sich unabhängig voneinander auf, das Tor zu erreichen.
Jeder von ihnen verfolgt ein persönliches Ziel:
Die Suche nach der Wahrheit über die Eltern, nach der eigenen Herkunft, nach Vergebung oder einem Sinn im Leben.
Parallel dazu versucht der Welt-Rat, die Katastrophe durch den Einsatz der Ritter der Tafelrunde zu kontrollieren.
Ihr Anführer ist ARTHUR, der als „Heiliger König“ gleichzeitig Repräsentant der Menschenwelt ist.
Zweites Kapitel: „Vollkommener Sonnenuntergang / Goldene Morgendämmerung“
Nachdem die Heldengruppe den Gott hinter dem Tor besiegt und in einen Zeitspalt verbannt hat, scheint die Vereinte Welt zunächst gerettet.
Doch durch eine Intrige von Loki werden AKANE, AOTO und MIDORI als Täter gebrandmarkt, die das Tor geöffnet hätten.
AOTO und seine Freunde tauchen unter, während GINJI zum hochgejubelten Helden und neuen Spitzenfunktionär des Welt-Rats wird.
Seine neue Position bedeutet jedoch eher Gefangenschaft als Freiheit.
HIKARI und YUKARI werden inzwischen Königinnen von Himmelreich und Dämonenwelt.
Ihre Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt, als YUKARI den Göttern und ihren Verbündeten den Krieg erklärt.
Im Hintergrund agiert der Grimoire-Kult.
Er nutzt die allgemeinen Spannungen aus, um seine eigenen Pläne für eine „vollkommene Welt“ zu forcieren.
Drittes Kapitel: „Die große ‚Hoffnung‘ = ‚Verzweiflung‘“
Der Grimoire-Kult gerät durch interne Konflikte und das Eingreifen der Helden ins Wanken.
Viele seiner Frontfiguren werden besiegt, doch der wahre Meister, der Drache Meisars, entkommt.
Der Versuch, die Scheide des heiligen Schwertes zu finden, schlägt fehl.
Gleichzeitig entwickelt sich ein Machtkampf um ARTHUR, der zu einem gefallenen König mutiert ist.
AKANE und die Mitglieder der Tafelrunde geraten in ein komplexes Geflecht aus Loyalität, Verrat und politischen Intrigen.
Die Frage wird drängender, ob ARTHUR noch zu retten ist oder endgültig zu einer Gefahr für die Welt geworden ist.
Viertes Kapitel: „Heiliger Krieg“
YUKARI, inzwischen Königin der Dämonenwelt, marschiert mit den „Sechs Farbköniginnen“ gegen das Himmelreich.
Sie sieht Heaven und die Götter als Mitverantwortliche für ihr eigenes Leid und das vieler anderer.
HIKARI, als neue Licht-Feenkönigin, versucht dagegen, die befreiten Feen in eine wirklich friedliche Zukunft zu führen.
Der Konflikt mit ihrer besten Freundin lässt sich aber nicht mehr vermeiden.
Der „Heilige Krieg“ ist dabei mehr als nur eine Schlacht zwischen Himmel und Hölle.
Er zieht alte Wunden aus dem ersten Heiligen Krieg, die Rivalität zwischen Obéron und Vlad und die Intrigen der Götterwelt nach sich.
Fünftes Kapitel: „Falscher König“
Nach dem Heiligen Krieg kehrt eine trügerische Ruhe ein.
Diese wird jäh zerstört, als sechs Katastrophen die Menschenwelt überfallen, ausgelöst durch nordische Götter.
Die Götter handeln im Auftrag des „Heiligen Gottes ARTHUR“, der seine Königswürde abgelegt und eine neue Rolle angenommen hat.
Viele sehen darin eine „Entscheidung der Welt“, der sie sich fügen sollen.
Zahlreiche Fraktionen treten an, um die Katastrophen abzuwehren:
Die Tafelrunde, die ehemaligen Zahlenkinder, Königinnen und Söldner – doch am Ende retten namenlose Gestalten die Situation.
Ein mysteriöser Junge und seine vier Begleiter stehen im Mittelpunkt dieser Wendung.
Sie scheinen mehr über die wahre Natur der „Weltentscheidung“ zu wissen, als sie preisgeben.
Sechstes Kapitel: „Die Entscheidung der Welt“
Crowley, die frühere Schein-Göttin des Grimoire-Kults, wird zur „Heiligen Königin“ der Menschenwelt.
Sie beschließt, ARTHUR zu exekutieren, um die Welt vor dem Göttlichen Tor zu schützen.
Eine Woche wird allen Seiten gegeben, um ihre Position zu klären.
Viele Ritter der Tafelrunde tauchen ab, um ARTHUR zu schützen, während die Sechs Heiligen im Geheimen agieren.
Die Invasion des Götterreichs beginnt.
Doch ARTHUR wird nicht nur von seinen alten Gefährten verteidigt, sondern auch von neuen, unheimlichen Mächten.
Siebtes Kapitel: „Hinter der Tür“
ARTHUR wird zum Entscheidungsbringer der Welt erhoben.
Er erschafft eine „perfekte“ Welt und sperrt darin die sechs Protagonisten AKANE, AOTO, MIDORI, HIKARI, YUKARI und GINJI ein.
Dort können sie mit den Menschen zusammenleben, die ihnen am wichtigsten sind.
Es ist eine liebevoll gemeinte Illusion, aber eben nur eine Illusion.
Die Jugendlichen lehnen es ab, in einer falschen Glückswelt zu verweilen.
Sie entscheiden sich bewusst für die unsichere, schmerzhafte, aber echte Gegenwart.
In der Vereinten Welt beginnt währenddessen die finale „Weltentscheidung“.
Anhänger des Entscheidungsbringers und der Grimoire-Restfraktion versuchen, die Welt zu beenden.
Die sechs Helden kehren aus der Illusion zurück und teilen sich ihre Aufgaben.
Während die Verbündeten die Vereinte Welt verteidigen, reisen sie selbst in die Götterwelt, um ARTHUR zu stoppen.
Die sechs Protagonisten
Die sechs Jugendlichen bilden das emotionale Herz von Divine Gate.
Jeder steht für ein Element, eine bestimmte Art von Verletzung – und eine mögliche Form von Wachstum.
AKANE – Feuer
AKANE ist 16 Jahre alt, feuerbasiert und ein eher bodenständiger Junge mit Talent für Haushaltsaufgaben.
Er hat seinen Vater, einen genialen Forscher, bei einem Laborunfall verloren, weigert sich aber, dessen Tod zu akzeptieren.
Mit seinem Treiber „Ignite“ und der Feuer-Großfee Ifrit zieht er los, um das Göttliche Tor zu finden und den Wunsch seines Vaters zu vollenden.
Er isst gern gekühlte Tomaten und hasst fermentierte Bohnen, eine sehr konkrete, sympathische Marotte.
AKANE wirkt auf den ersten Blick wie ein klassischer Shonen-Held.
Aber seine Geschichte dreht sich stark um Trauerarbeit und die Frage, wie man mit dem Vermächtnis der Eltern umgeht.
AOTO – Wasser
AOTO ist ebenfalls 16 und wirkt kalt, distanziert und emotional kaum zugänglich.
Er trägt die Last eines grausigen Massakers, bei dem seine Eltern ums Leben kamen.
Sein eigentlicher Name ist AOI, doch er lebt unter dem Namen seines Zwillingsbruders ARITON.
Dieser ist der wahre Täter des „Blauen Weihnachten“, und AOTO übernimmt bewusst dessen Schuld.
Mit dem Wasserklingen-Treiber „Wadatsumi“ und der Schutzfee Undine kämpft er.
Er liebt Makrelen-Sushi und hasst warmes Essen, was gut zu seiner kühlen, abgegrenzten Art passt.
AOTOs Figurenbogen kreist um Schuld, Identität und die Frage, ob Vergebung möglich ist.
Gerade seine Konfrontation mit ARITON gehört zu den emotional intensivsten Momenten der Geschichte.
MIDORI – Wind
MIDORI ist die quirlige, sportliche Heldin der Windfraktion.
Sie ist fröhlich, ehrlich und manchmal so direkt, dass sie andere ungewollt verletzt.
Sie war mit Dorothy befreundet, doch die beiden haben sich verkracht und nie wieder ausgesprochen.
MIDORIs Reise zum Tor ist auch der Versuch, diese Freundschaft zu verstehen und vielleicht zu heilen.
Mit ihrem Stabtreiber „Fengshen“ und der Windfee Sylph fliegt sie in den Kampf.
Ihr Lieblingsessen ist Gurke, Sellerie kann sie dagegen überhaupt nicht ausstehen.
MIDORI steht für idealistische Hoffnung, aber auch für die Verantwortung, die eigenen Worte ernst zu nehmen.
Ihre Konflikte mit Dorothy und später mit den Drachen bringen viel Herz in die Handlung.
HIKARI – Licht
HIKARI ist die „Sonnenschein“-Figur, immer freundlich, immer lächelnd.
Sie liest die Stimmung ihrer Umgebung und versucht ständig, andere aufzuheitern – oft auf Kosten ihrer eigenen Gefühle.
Sie wurde als Baby adoptiert und weiß lange nichts über ihre wahre Herkunft.
Ihre Reise soll klären, wer sie ist und woher das Licht in ihr wirklich stammt.
Mit dem Schwerttreiber „Lumière“ und dem Lichtgeist Will-o’-Wisp verteidigt sie ihre Freunde.
Sie backt gerne, liebt Orangen und verträgt scharfe Sachen gar nicht.
HIKARI entwickelt sich von der „immer lächelnden“ Fassade zu einer Figur, die schwierige Entscheidungen trifft.
Als Licht-Feenkönigin muss sie schließlich gegen YUKARI, ihre beste Freundin, antreten.
YUKARI – Dunkelheit
YUKARI ist ruhig, introvertiert und liebt die Nacht.
Sie hat große Teile ihrer Kindheit vergessen und nur bruchstückhafte Erinnerungen an eine von Dunkelheit verschlungene Welt.
Das Göttliche Tor interessiert sie anfangs wenig.
Sie hofft lediglich, dort einen Hinweis auf die Wahrheit hinter ihren verlorenen Erinnerungen zu finden.
Ihr Treiber ist eine Sense namens „Abyss“, im Kampf an ihrer Seite steht der Schattengeist Shadow.
Sie mag eingelegte Auberginen und kann Mayonnaise nicht ausstehen.
YUKARI wird später Königin der Dämonenwelt.
Ihre Erkenntnis, dass sie aus dieser Welt stammt und dorthin verstoßen wurde, treibt sie zum offenen Krieg gegen das Himmelreich.
GINJI – Neutral
GINJI ist 16, wirkt anfangs apathisch und gelangweilt vom ganzen Leben.
Er hat keine Träume, keine Ziele und lässt sich treiben.
Erst die Reise zum Tor gibt ihm einen Grund, weiterzumachen.
Er beginnt, Verantwortung zu übernehmen, vor allem als er zum höchsten Funktionär des Welt-Rats ernannt wird.
Er kämpft mit dem Axttreiber „Yashahime“ und dem Neutralgeist Zero.
Er ist eine klassische „Null“-Figur, die entdeckt, dass in der Leere viel Potenzial steckt.
GINJI steht für den Schritt vom Zuschauer zum Handelnden.
Sein Weg vom apathischen Jugendlichen zum Politiker wider Willen ist eine der spannendsten Entwicklungen.
Die sechs großen Elementargeister
Jeder der sechs Hauptfiguren wird von einem Elementargeist begleitet.
Diese Geister sind die „Ursprünge“ der jeweiligen Elemente.
Ifrit – Feuergeist, kämpft an AKANEs Seite, temperamentvoll und altmodisch.
Undine – Wassergeist, sanft und geduldig, sorgt sich ununterbrochen um AOTO.
Sylph – Windgeist, quirlig, spricht mit markantem „-al“-Akzent.
Will-o’-Wisp – Lichtgeist, Idol des Himmelreichs, stirbt im Kampf, existiert aber als reine Kraft weiter und schützt HIKARI.
Shadow – Dunkelheitsgeist, erster Fee, der in die Dämonenwelt fiel, begleitet YUKARI.
Zero – Neutralgeist, ringt mit seiner diffusen Existenz und schließt sich GINJI an.
ARTHUR und die Ritter der Tafelrunde
ARTHUR ist die zentrale Ambivalenzfigur der Serie: König, Rebell, Gott und gefallener Herrscher in einer Person.
Er führt eine Spezialeinheit namens „Ritter der Tafelrunde“, deren Mitglieder alle ihre eigenen Brüche mitbringen.
ARTHUR trägt den Gewehr-Schwert-Treiber „Excalibur“ und repräsentiert zunächst die Menschenwelt im Weltrat.
In Wahrheit nutzt er die Macht des Göttlichen Tores, um die verschmolzene Welt wieder zu trennen – allerdings zu einem hohen Preis.
Die Ritter – von der pflichtbewussten Bedivere (Leora) über den verletzten Spaßmacher Ywain (Roar) bis zum verbitterten Lancelot (Lyle) – verkörpern verschiedene Aspekte von Loyalität und Zweifel.
Viele von ihnen wenden sich zeitweise von ARTHUR ab, ohne ihn wirklich loslassen zu können.
Später trennt sich ARTHUR von seiner Menschlichkeit und wird zum „Heiligen Gott ARTHUR“.
Seine menschlichen Anteile manifestieren sich als „Große Verzweiflung“, eine eigene Präsenz im Hintergrund.
„Genies des Heiligen Zeitalters“
Diese Denkfabrik des Weltrats besteht aus hochbegabten, aber schwer traumatisierten Wissenschaftlern.
Sie alle ersetzten verlorene Körperteile durch Treiberprothesen, was ihre Nähe zur Technik und ihre innere Beschädigung symbolisiert.
Pavlov – Vater von AKANE, Armprothese „Eruption“.
Schrödinger – Täter des „Blauen Weihnachten“, Mund-Treiber „Dirac“, auf der Suche nach seiner „ersten Liebe“.
Laplace – verstoßene Fee mit Flügel-Prothese „Air“, kennt die wahren Pläne des Grimoire-Kults.
Carneades – Jurist mit Augen-Treiber „Ophthalmos“, Erfinder der „Glücksstrafe“.
Hempel – Liebeskummer-Forscher mit Herzprothese „Herz“, verfällt später Loki.
Möbius – Prophetenfigur mit Ohren-Treiber „Loop“, die ihre Zukunftsvisionen freiwillig versiegelt.
Divine-Gate-klassische Bösewichte und Grauzonenfiguren
Loki – Trickstergott, der überall auftaucht, Pläne sabotiert oder ankurbelt und die Grenze zwischen Gut und Böse aufweicht.
Grimoire-Kult – religiöser Orden um die „Heilige Königin“ Crowley, der von Drachen wie Meisars im Hintergrund gesteuert wird.
Drachenkönig Noah – mächtiger Herrscher, der zunächst gegen die Weltregierung kämpft, später ARTHURs Ziele aber respektiert.
Walpurgis – kindliche Dämonen-Königin, deren Macht außer Kontrolle geraten kann.
Vlad und Obéron – frühere Herrscher von Dämonen- und Feenwelt, deren tragische Freundschaft im ersten Heiligen Krieg zerbricht.
Experimente, Waffen und Zahlenkinder
Fünfte Generation Autonome Treiber – Waffen mit „Elementherz“, etwa Shiranui, Samidare, Maikaze, Raikou, Murakumo, Awayuki und die „Kopie“ Replica.
Replica – fast perfekte Kopie von „Origin“, mit sieben Kampfmodi, die sich in den späteren Kapiteln zu einer eigenen, gefährlichen Kraft entwickelt.
Zahlenkinder (Numbers) – von Maxwell modifizierte Jugendliche mit verstärkenden Treibern, die die Welt angreifen, um die Helden herauszufordern.
Der TV-Anime wurde von Studio Pierrot produziert und lief Anfang 2016 im japanischen Fernsehen.
Regie führte Noriyuki Abe, das Drehbuch stammte in weiten Teilen von Natsuko Takahashi.
Die Serie umfasst 12 Episoden und deckt grob das erste große Handlungssegment ab.
Sie konzentriert sich besonders auf AOTOs Hintergrund, ARTHURs Wandlung und die Dynamik der sechs Hauptfiguren.
Der Eröffnungs-Song „One-Meets-Her“ stammt von der Band Hitorie.
Das Ending „Contrast“ wurde von der Gruppe fo’xTails gesungen.
Der Anime strafft die komplexe Spielhandlung deutlich.
Einige Nebenfiguren und Nebenstränge treten nur am Rand auf oder wurden verändert, um in das 12-Folgen-Format zu passen.
Divine Gate wurde auch durch seine zahlreichen Kooperationen bekannt.
Es gab Events mit bekannten Reihen wie Steins;Gate, Fairy Tail, Attack on Titan, Psycho-Pass, Fate, Re:Zero, DanMachi, Madoka Magica, Bleach, Evangelion, No Game No Life, Nisekoi und vielen weiteren.
Diese Kollaborationen brachten Gastcharaktere, spezielle Dungeons und limitierte Einheiten ins Spiel.
So konnten Fans ihre Lieblingsfiguren in das Panel-Kampfsystem von Divine Gate integrieren.
Neben dem Spiel und dem Anime existieren zudem ein offizielles Artbook und ein Roman-Spin-off.
Der Roman „Divine Gate – König und die schelmische Zwischenspielgeschichte“ erzählt eine Nebengeschichte, die im Anime nicht vorkommt.
Als Aprilscherz 2014 startete auf dem offiziellen Twitter-Account ein Schul-Parodie-Setting.
Die Idee kam so gut an, dass entsprechende Einheiten später wirklich im Spiel auftauchten.
In dieser Parallelwelt sind AKANE ein feuriger Baseballer, AOTO ein stiller Vizepräsident der Schülervertretung und OZ ein chronisch wiederholender Problem-Schüler.
VIELE bekannte Figuren tauchen als Lehrer, Schulärzte, Hausmeister oder Club-Mitglieder auf und sorgen für humorvolle Alternativen zu der ansonsten eher düsteren Hauptgeschichte.
💬 Community-Diskussion
Sprich über diesen Anime mit Menschen, denen er wirklich am Herzen liegt.