The Rolling Girls ist eine originelle TV-Anime-Serie des Studios WIT STUDIO, die von Januar bis März 2015 in Japan ausgestrahlt wurde.
Das Werk vereint Roadmovie, Action und Coming-of-Age und ist berühmt für seine liebevollen Hommagen an die legendäre Punkrock-Band THE BLUE HEARTS.
Im Mittelpunkt stehen vier ganz unterschiedliche Mädchen, die als Außenseiterinnen zusammen auf eine bunte Reise durch ein Japan voller neuer, eigenständiger Regionen gehen.
Mit einzigartigen Charakterdesigns, viel Musik und charmantem Humor begeistert die Serie Fans von kreativen Abenteuergeschichten.
Die Handlung spielt zehn Jahre nach einer gewaltigen Auseinandersetzung, dem sogenannten „Tokyo-Großkampf“.
Japan wurde in viele kleine, halbunabhängige Nationen aufgespalten, die jeweils von lokalen Wächtern und selbsternannten Helden, sogenannten „Mosa“, verteidigt werden.
Statt einer zentralen Regierung existieren zahlreiche autonome Regionalstaaten, die alle ihre eigenen kulturellen Besonderheiten und Gesetze entwickelt haben.
Der Fokus liegt auf den sogenannten Mob-Charakteren – Menschen, die nach Normalität streben, aber von außergewöhnlichen Kräften und Persönlichkeiten umgeben sind.
Diese „Mobs“ spielen dennoch eine zentrale Rolle in der Entwicklung ihrer Welt.
Nozomi Moritomo, eine scheinbar ganz normale Schülerin aus Tokorozawa, ist begeistert von ihrer großen Schwesterfigur und Lokale-Heldin Masami Utoku.
Als nach einem Kampf sowohl Masami als auch die rivalisierende Mosa Kuniko Shigyo verletzt werden, springt Nozomi kurzerhand für ihre Vorbilder ein.
Zusammen mit Yukina Kosaka, einem zurückhaltenden Mädchen mit ausgeprägtem Orientierungssinn, der aufgeweckten und etwas chaotischen Ai Hibiki sowie der mysteriösen Chiaya Misono begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise.
Ihre Mission: Sie sollen im Auftrag von Masami eine Reihe von anonymen Hilfeersuchen in ganz Japan erfüllen.
Unterwegs treffen sie auf kulturelle Eigenheiten, schräge Gegner, faszinierende Traditionen und müssen regelmäßig über sich hinauswachsen.
Die Reise führt sie nach Tokio, Aichi, Mie, Kyoto, Hiroshima, Okayama und darüber hinaus – jede Region wird von einer einzigartigen Mosa, verrückten Festivals und ihrem ganz eigenen Konflikt dominiert.
Am Ende entdecken die Mädchen den Wert von Freundschaft, das Überwinden von Grenzen und ihre eigenen ungeahnten Stärken.
- Mosa: Personen mit besonderen Kräften, oft Anführer ihrer Region und Mittelpunkt lokaler Mythen.
- Mob: Die Mehrheit der ganz normalen Menschen, die meist im Hintergrund bleiben – aber dennoch ihre eigene Stärke zeigen.
- Steine: Mysteriöse, herzförmige Juwelen, die anscheinend Kräfte freisetzen, aber deren wahre Bedeutung im Laufe der Geschichte enthüllt wird.
- Selbstverteidigungsgruppen: Lokale Organisationen, die für Ordnung und Sicherheit in ihren jeweiligen Regionen zuständig sind. Nur Gruppen mit einer offiziellen Lizenz werden als „staatliche Selbstverteidigungsgruppen“ anerkannt.
- „Tokyo-Großkampf“: Der Konflikt, der zur Spaltung Japans und Bildung der neuen Regionalstaaten führte.
- „Twintower-Manifest“: Nach dem Großkampf eingeführte Regel, dass Konflikte zwischen Gruppen durch Kämpfe ihrer Anführer entschieden werden.
- „Matcha-Green“: Alias der Heldin Masami. Eine heldenhafte Kämpferin im grünen Anzug, ein Symbol für Frieden.
- „Allways Comima“: Ein niemals endendes Cosplay- und Popkultur-Festival im neuen Tokio.
- Weitere Gruppen wie „Propellers“, „Dangers“, „Suzumoto Auto“ oder „Rocker aus Kamogawa“ sind weitere bunte Bestandteile dieser Welt.
Die Serie wurde von Kritikern und Zuschauern für ihre einzigartige visuelle Gestaltung, die innovative Erzählweise und ihren musikalischen Stil gelobt.
The Rolling Girls sticht unter den Anime der 2010er Jahre als speziell kreatives Werk hervor.
Besonders der Einfluss der Musik von THE BLUE HEARTS prägt die Stimmung.
Die Serie wird oft als Hommage an Jugendkultur, Individualität und die Kraft der Gemeinschaft interpretiert.
Die Musik der Serie stammt überwiegend von THE BLUE HEARTS, interpretiert von den Synchronsprecherinnen selbst als „THE ROLLING GIRLS“.
Der eingängige und energiegeladene Opening-Song „Hito ni Yasashiku“ bringt die Lebensfreude und rebellische Energie der Hauptfiguren perfekt zur Geltung.
Fast alle Episodentitel sind nach bekannten Songs dieser Band benannt.
Neben der TV-Serie gibt es einen Manga (zwei Bände), einen separaten 4-Koma Spin-off („Rolling Girls: Inspiration x Traveller“), drei Light Novels und eine Vielzahl von Soundtrack- und Song-CDs.
Der Manga erweitert teils die Hintergrundgeschichten, die Novels bieten weitere Perspektiven der Charaktere.
Zudem gibt es mehrere Videoclips, Kurzfilme und besondere Merchandise-Artikel.
Das Studio WIT STUDIO, bekannt durch Hits wie „Attack on Titan“, wagte sich mit The Rolling Girls an ein vollkommen eigenständiges Projekt.
Die Regie führte Kotomi Deai, das Drehbuch stammt von Yasuyuki Muto.
Charakterdesigns wurden von tanu entworfen und von Katsuhiko Kitada adaptiert.
Die Musik wurde von Masaru Yokoyama produziert, der Soundtrack enthält zahlreiche Coverversionen bekannter Punkrock-Lieder.
Die Serie überzeugt durch einen experimentellen visuellen Stil: knallige Farben, dynamisch animierte Actionszenen, ungewöhnliche Perspektiven.
Stilistisch ist „The Rolling Girls“ von klassischen Roadmovies und Coming-of-Age-Stories inspiriert.
Thematisch geht es um Selbstfindung, die Suche nach Zugehörigkeit und das Wachsen über sich hinaus.
Nicht die Superhelden stehen im Mittelpunkt, sondern die „normalen“ Menschen und deren subtile Heldentaten.
Die Welt ist zwar chaotisch, doch steckt voller Lebensfreude und Hoffnung.
Die offizielle Webseite, zahlreiche Sondersendungen und Buchveröffentlichungen erweitern das Universum der Serie.
Der Einfluss der Serie lässt sich auch bei anderen Werken der Popkultur erkennen, etwa „BanG Dream!“ oder „Re:Stage!“.
Im japanischen Fandom genießt die Serie bis heute einen gewissen Kultstatus – nicht zuletzt wegen ihrer Mischung aus Herz, Witz und punkiger Attitüde.
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