Link Click (chinesisch: 时光代理人) ist eine chinesische Animationsserie aus dem Bereich Mystery, Fantasy und Drama, die von Lan Studio produziert wurde.
Die Reihe startete 2021 und erzählt von einem ungewöhnlichen Fotostudio, in dem Bilder nicht nur Erinnerungen festhalten, sondern buchstäblich Türen in die Vergangenheit öffnen.
Die ursprüngliche Projektidee geht auf „净化法则 (DEVIL GAME)” zurück, das bereits auf der bilibili-Präsentation für chinesische Originalanimationen 2018 vorgestellt wurde.
Die eigentliche Serie entwickelte sich später zu Link Click und wurde unter der Regie und dem Drehbuch von Li Haoling realisiert.
Die Animation entstand bei Lan Studio und Haoliners/绘梦.
Für die Musik zeichneten unter anderem Tenmon und Yuma Yamaguchi verantwortlich.
Die erste Staffel lief vom 30. April 2021 bis 9. Juli 2021 und umfasst 11 Episoden sowie ein Spezial.
Danach folgte die Kurzreihe „Alltag im Zeit-Fotostudio“ mit 18 Mini-Episoden.
Die zweite Staffel wurde vom 14. Juli 2023 bis 22. September 2023 ausgestrahlt.
Mit dem Handlungsbogen „Yingdu-Arc“ wurde die Geschichte ab 27. Dezember 2024 fortgesetzt und endete am 31. Januar 2025.
Eine dritte Staffel ist für 2026 angekündigt.
Für diese Staffel sind 24 Episoden vorgesehen.
Im Mittelpunkt steht das Zeit-Fotostudio, das von Xiaoshi Cheng und Guang Lu geführt wird.
Offiziell ist es ein gewöhnliches Fotostudio, doch im Verborgenen nehmen die beiden heikle Aufträge an, bei denen Fotos eine entscheidende Rolle spielen.
Xiaoshi Cheng besitzt die Fähigkeit, in den Moment eines Fotos einzutreten.
Dabei kann er entweder den Fotografen im Bild „übernehmen“ oder seinen Körper in die Vergangenheit versetzen.
Guang Lu ergänzt diese Gabe perfekt.
Er kann erkennen, was in den zwölf Stunden nach der Aufnahme eines Bildes geschieht, und Xiaoshi Cheng während des Einsatzes gezielt lenken.
Gemeinsam versuchen sie, Aufträge auszuführen, ohne den Lauf der Zeit zu sehr zu verändern.
Doch genau das ist leichter gesagt als getan, denn jede Entscheidung kann unerwartete Folgen haben.
Die Serie verbindet emotionale Einzelschicksale mit einem übergreifenden Kriminal- und Verschwörungsplot.
Gerade diese Mischung aus persönlichem Drama, Zeitreise-Spannung und psychologischem Druck macht den Reiz von Link Click aus.
Hauptfiguren
Xiaoshi Cheng
Gesprochen von Shangqing Su.
Er verlor als Kind plötzlich seine Eltern und wuchs mit Unterstützung von Qiao Lings Familie auf.
Er ist impulsiv, mitfühlend und stürzt sich oft mit Herz statt Vorsicht in gefährliche Situationen.
Seine Fähigkeit, in Fotos einzutreten, macht ihn zum „Ausführenden“ der Aufträge.
Guang Lu
Gesprochen von Yang Tianxiang.
Er traf Xiaoshi Cheng einst auf einem Basketballplatz und wurde später sein Partner im Fotostudio.
Im Gegensatz zu Xiaoshi Cheng bleibt er ruhig, analytisch und kontrolliert.
Als „Beobachter“ koordiniert er die Einsätze und versucht, jede Abweichung vom Plan zu verhindern.
Qiao Ling
Gesprochen von Li Shimeng.
Sie ist die Tochter der Vermieterin des Fotostudios und mit Xiaoshi Cheng seit der Kindheit eng verbunden.
Qiao Ling ist offen, schlagfertig und emotional stark.
Zugleich fungiert sie oft als Vermittlerin, Auftraggeberin und stabile Stütze des Teams.
Wichtige spätere Figuren
Liu Xiao
Gesprochen von Zhao Lu.
Er ist ein geheimnisvoller junger Mann aus der Familie Liu und der jüngere Bruder von Liu Min.
Schon in seiner Kindheit begegnete er Li Tianchen.
Nach längerer Zeit im Ausland kehrt er zurück und wird erneut in die Ereignisse hineingezogen.
Vein
Gesprochen von Liu Zhaokun.
Er ist eine führende Figur der chinesischen Handelsgemeinschaft in Yingdu und verfügt über ein weitreichendes Netzwerk.
Hinter seinem freien und unberechenbaren Auftreten steckt ein Mann mit klaren Prinzipien.
Gerade das macht ihn zu einer besonders spannenden Figur.
Xia Fei
Gesprochen von Jin Xian.
Er ist Student in Yingdu und arbeitet dank seines auffälligen Aussehens erfolgreich als Model.
Er nähert sich Xiaoshi Cheng und Guang Lu jedoch nicht ohne Hintergedanken.
Damit wird er schnell zu einer Figur, der man nie ganz trauen kann.
Chris
Gesprochen von Nie Xiying.
Er ist ein bekannter Psychologe in Yingdu und steht offenbar in Verbindung zu einem Brand aus der Vergangenheit.
Als Mensch mit gemischter Herkunft wurde er früher ausgegrenzt.
Seine Vergangenheit verknüpft ihn auf rätselhafte Weise mit den dunkleren Seiten der Handlung.
Zu den prägenden Nebenfiguren der ersten Staffel gehört Emma, auch Wu Lihua, eine junge Frau vom Land, die als Assistentin in einer Spielefirma arbeitet.
Ihre Geschichte gehört zu den emotionalen Einstiegen der Serie.
Ebenfalls wichtig sind Zhu Ye, der Finanzdirektor der Firma, sowie Yu Xia und Lin Zhen, die mit ihrem Nudelrestaurant einen der erinnerungswürdigsten Aufträge der ersten Staffel auslösen.
Auch Chen Xiao, ein Bauingenieur mit schmerzhafter Vergangenheit, spielt in einer besonders tragischen Episode eine zentrale Rolle.
Weitere Figuren der frühen Handlung sind Liu Lei, Liu Meng, Lu Hongbin, Doudou und Mei Piyan.
Gerade im Fall um Doudou zeigt die Serie, wie schnell Alltagsdrama in echten Horror umschlagen kann.
In der zweiten Staffel gewinnen Qian Jin, Li Tianchen und Li Tianxi stark an Bedeutung.
Sie sind eng mit den zentralen Geheimnissen der Geschichte verbunden und treiben den düsteren Kriminalplot entscheidend voran.
Die erste Staffel umfasst folgende Episoden:
1. EMMA, 2. Das Geheimrezept, 3. Nur verlieren, nicht gewinnen, 4. Geständnis, 5. Abschied, 5.5. Spezial: Kampf um die Heirat, 6. Die Suche nach dem Kind, 7. Tante Mei, 8. Das verpasste Signal, 9. Die böse Folge guter Absichten, 10. Die Falle, 11. Der Mensch, der das Licht trägt.
Diese Staffel kombiniert in sich abgeschlossene Fälle mit einer langsam dichter werdenden Hauptgeschichte.
Besonders auffällig ist dabei, wie jede Episode neue moralische Fragen über Eingriffe in die Vergangenheit aufwirft.
Die Mini-Serie umfasst 18 Folgen.
Dazu gehören unter anderem „Kreislaufmodus aktivieren“, „Alles rund ums Bestellen von Essen“, „Das neue Mitglied des Fotostudios“, „Fragen und Antworten im Livestream“ und „Unerwarteter Besuch“.
Diese Kurzepisoden sind deutlich leichter und humorvoller als die Hauptserie.
Sie zeigen den Alltag der drei Hauptfiguren und geben der oft düsteren Geschichte etwas Luft zum Atmen.
Die zweite Staffel besteht aus 12 Episoden.
Ihre Titel lauten: 1. Der Sturz, 2. Nachtangriff, 3. Zwei Beerdigungen, 4. Die Frauen auf dem Foto, 5. Das letzte Abendmahl, 6. Li Tianxi, 7. Straßenkampf, 8. Geisel, 9. Drei Geschichten, 10. Improvisation, 11. Konfrontation, 12. Ohne den guten großen Bruder geht es nicht.
Im Vergleich zur ersten Staffel wird die Handlung hier deutlich geschlossener und spannungsgeladener.
Die Serie setzt stärker auf Verfolgung, Täuschung und psychologische Duelle.
Der Handlungsbogen Yingdu umfasst 6 Episoden.
Die Titel sind: 1. Und so begann die Zeit erneut zu fließen, 2. Prolog, 3. Sie, 4. Niemand überlebt, 5. Wiederbegegnung, 6. Labyrinth der Intrigen.
Dieser Arc verlagert die Geschichte räumlich und atmosphärisch.
Er wirkt internationaler, finsterer und erweitert das Serienuniversum deutlich.
Zum Soundtrack der Serie erschien 2021 das Album „时光代理人 动画原声带“.
Zu den bekanntesten Liedern gehören das Opening „Dive Back In Time“, das Ending „Over Think“ und das Insert-Lied „与你有关“.
„Dive Back In Time“ wurde von Bai Sha JAWS arrangiert und gesungen.
Der Song ist durch sein treibendes Tempo und seinen sofort wiedererkennbaren Stil besonders populär geworden.
„Over Think“ stammt von Fan Ka.
Das Stück unterstreicht die melancholische und nachdenkliche Seite der Serie.
2024 erschien außerdem das Album „Surprising Click“.
Es enthält Titel wie „Now & Forever“, „BREAK!“, „Surprising Click“, „审判列车“ und „灼热宫殿“.
Eine japanische Realverfilmung wurde für April 2026 angekündigt.
Sie soll bei Tokai TV und im Netzwerk von Fuji TV ausgestrahlt werden.
Die Hauptrollen übernehmen Taiki Sato und Kanata Hongo.
Auch diese Fassung greift das Motiv von Fotos und Zeitsprüngen auf.
Die Serie wurde zunächst in China im Internet veröffentlicht.
Außerhalb des chinesischen Festlands wurde sie unter anderem in Hongkong, Macau, Taiwan, Malaysia und Singapur verbreitet.
Für den japanischen Markt übernahm Aniplex die Distribution.
Außerhalb Asiens wurde die Reihe unter anderem von Funimation lizenziert.
Zusätzlich lief die Serie in Hongkong auch im Fernsehen auf RTHK 31.
Damit erreichte Link Click sowohl Streaming-Publikum als auch klassisches TV-Publikum.
Link Click wurde vor allem wegen seiner cleveren Erzählweise und seines starken Cliffhanger-Einsatzes bekannt.
Viele Folgen enden genau an dem Punkt, an dem man sofort weiterschauen möchte.
Besonders gelobt wird das Zusammenspiel aus emotionaler Nähe und thrillerartiger Spannung.
Die Serie kann in einem Moment herzlich und traurig sein und im nächsten völlig verstörend wirken.
Auch visuell hebt sich die Produktion ab.
Der moderne Stil, die dynamische Inszenierung und die Musik geben der Serie einen sehr eigenen Rhythmus.
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