Devilman

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Devilman
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Episoden: 39
Vertriebskanal: TV-Anime
Handlungsquelle: Manga
Veröffentlichungsdatum: 8. Juli 1972
Werkkategorien: Anime
Studios: Toei Animation
Englischer Name: Devilman
Japanischer Name: デビルマン
Chinesischer Name: 恶魔人
Koreanischer Name: 데빌맨
Romanisierter Name: Devilman

Charaktere (3)

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Ryo Asuka/Satan
Ryo Asuka/Satan
Geschlecht: Intersexuell
Synchronsprecher: Ayumu Murase
Akira Fudou
Akira Fudou
Geschlecht: MännlichGröße: 5'8" (172 cm) / 6'1½" (186 cm)
Synchronsprecher: Yamazaki Satoshi、Kouki Uchiyama
Psycho Jenny
Psycho Jenny
Synchronsprecher: Yasuhiro Takato
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Anime-Serie

Mazinger Z vs. Devilman
Mazinger Z vs. Devilman
Veröffentlichungsdatum: 18. Juli 1973
Devilman: The Birth
Devilman: The Birth
Veröffentlichungsdatum: 1. November 1987
Devilman: The Demon Bird
Devilman: The Demon Bird
Veröffentlichungsdatum: 25. Februar 1990
Amon: The Apocalypse of Devilman
Amon: The Apocalypse of Devilman
Veröffentlichungsdatum: 24. Mai 2000
Veröffentlichungsdatum: [[[anime.release_date]]]

Produktionsmitarbeiter (45)

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Gou Nagai
Gou Nagai
Originalschöpfer
Hiroshi Oikawa
Hiroshi Oikawa
Animation (ep 30)
Yoshinori Kanemori
Yoshinori Kanemori
Animation (ep 30)
Yoshimi Imagawa
Yoshimi Imagawa
Animation (ep 27)
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Devilman ist ein von Go Nagai geschaffenes Medienprojekt aus den Jahren 1972 bis 1973, das parallel als Manga und Fernseh-Anime entstand und zu den einflussreichsten Werken des japanischen Horror- und Dark-Fantasy-Genres zählt.

Die Grundidee von Devilman entstand aus Nagaïs früherem Werk Maō Dante.

Von Anfang an war das Projekt als Medienmix angelegt und nicht als einfache Adaption von einem Medium ins andere.

Der Manga erschien von 1972 bis 1973 im Magazin Weekly Shōnen Magazine.

Der Fernseh-Anime lief fast zeitgleich im japanischen Fernsehen.

Besonders wichtig ist: Manga und Anime erzählen nicht dieselbe Geschichte.

Beide beruhen auf derselben Grundkonstellation, entwickeln sich aber in sehr unterschiedliche Richtungen.

Der Manga ist deutlich düsterer und stärker als Horrorwerk angelegt.

Im Anime überwiegt dagegen das Muster eines episodischen Heldenabenteuers mit eigenständigen Gegnern pro Folge.

Das Werk wurde später durch OVAs, Romane, Spiele, Theaterfassungen und Neuinterpretationen erweitert.

Bis 2017 lag die weltweite Gesamtauflage bei über 50 Millionen Exemplaren.

Handlung

Im Manga lebt der sanfte und eher ängstliche Schüler Akira Fudou als Gast bei der Familie Makimura.

Sein Freund Ryo Asuka/Satan offenbart ihm, dass die uralten Dämonen, die einst die Erde beherrschten, erwacht sind.

Diese Dämonen können sich mit anderen Lebewesen verbinden und deren Kräfte übernehmen.

Um gegen sie bestehen zu können, muss auch ein Mensch mit einem Dämon verschmelzen.

Die Verschmelzung gelingt Akira unter extremen Bedingungen.

Er verbindet sich mit dem mächtigen Dämon Amon und wird zu Devilman, einem Wesen mit dämonischem Körper und menschlichem Herzen.

Zunächst kämpft Akira gegen einzelne Dämonenangriffe.

Doch die Geschichte weitet sich bald zu einer apokalyptischen Katastrophe aus, in der die gesamte Menschheit in Panik und Gewalt versinkt.

Die Dämonen greifen die Welt offen an, während Regierungen und Menschen beginnen, in blinder Angst Jagd auf vermeintliche Monster zu machen.

So wird aus dem Kampf gegen Dämonen zunehmend auch ein Drama über Verfolgung, Massenhysterie und den moralischen Zusammenbruch der Gesellschaft.

Später erkennt Ryo, dass hinter den Ereignissen mehr steckt, als er selbst geglaubt hatte.

Schließlich wird enthüllt, dass er in Wahrheit Satan ist und Akira liebt, obwohl beide auf gegnerischen Seiten stehen.

Die Tragödie gipfelt im Tod von Miki Makimura und dem Zusammenbruch aller Hoffnung auf ein friedliches Miteinander.

Am Ende führt Akira die Devilman-Armee gegen Satans Dämonenheer in die letzte Schlacht, das Armageddon.

Nach dem Ende der Kämpfe liegt Akira tot am Boden.

Satan erkennt zu spät die Tiefe seines Verlustes, während bereits die himmlischen Mächte erscheinen.

Themen und Stil

Der Manga verbindet Horror, Action, Endzeitvision und Tragödie.

Er beginnt noch relativ klassisch als Monster- und Heldenstory, schlägt aber schnell in eine radikale Weltuntergangserzählung um.

Ein zentrales Thema ist die Frage, was einen Menschen eigentlich menschlich macht.

Nicht selten erscheinen die Menschen grausamer als die Dämonen, die sie fürchten.

Auch Liebe, Identität, Krieg, Ausgrenzung und religiöse Symbolik prägen das Werk stark.

Gerade dieses Zusammenspiel macht Devilman bis heute so faszinierend und verstörend.

Wichtige Figuren des Manga

Akira Fudou

Akira Fudou ist der Protagonist der Geschichte.

Als Devilman vereint er das Herz eines guten Menschen mit der Kraft eines der stärksten Dämonen.

Vor seiner Verwandlung ist Akira scheu und weinerlich.

Nach der Fusion mit Amon wird er kämpferischer, leidenschaftlicher und entschlossener.

Trotz seiner dämonischen Kraft versucht er, Menschlichkeit zu bewahren.

Gerade dieser innere Gegensatz macht ihn zur Schlüsselfigur des Werks.

Ryo Asuka/Satan

Ryo Asuka/Satan beginnt als Akiras enger Freund und als treibende Kraft hinter der Dämonenenthüllung.

Er wirkt kühl, intelligent und entschlossen, trägt aber selbst ein tiefes Geheimnis in sich.

Später zeigt sich, dass er in Wahrheit Satan ist.

Diese Enthüllung gehört zu den berühmtesten Wendungen der Manga-Geschichte.

Seine Liebe zu Akira macht die Handlung besonders tragisch.

Er ist nicht nur Gegner, sondern zugleich die Figur, die Akira am stärksten verbunden ist.

Miki Makimura

Miki Makimura ist Akiras wichtigste Bezugsperson.

Sie ist lebhaft, direkt und oft schlagfertig dargestellt.

Im Lauf der Geschichte wird sie zu einem emotionalen Mittelpunkt.

Ihr Schicksal markiert einen der grausamsten und bekanntesten Momente des gesamten Werkes.

Amon

Amon ist der Dämon, mit dem Akira verschmilzt.

Er gilt als gewaltiger Krieger und wird als besonders mächtiges Wesen gefürchtet.

In späteren Ergänzungen und Ablegern wurde Amon stärker als eigene Figur ausgearbeitet.

Dadurch gewann die Idee des inneren Konflikts in Akira noch mehr Gewicht.

Psycho Jenny

Psycho Jenny ist eine besonders einprägsame Dämonin mit enormen psychischen Kräften.

Sie beeinflusst das Geschehen an entscheidenden Wendepunkten und gehört zu den ikonischsten Nebenfiguren der Reihe.

Devilman-Armee und Dämonen

Im späteren Verlauf stellt Akira fest, dass noch andere Menschen als Devilmen überlebt haben.

Aus ihnen versucht er eine eigene Armee gegen die Dämonen aufzubauen.

Die Dämonen selbst sind keine bloßen Monster.

Sie sind eine uralte Spezies mit eigener Geschichte, eigenen Hierarchien und der Fähigkeit, sich zu verwandeln und zu verschmelzen.

Zu den bekanntesten Dämonen gehören Sirene, Jinmen, Kaim und Zenon.

Viele von ihnen haben markante, oft groteske Designs, die den Horrorcharakter des Manga stark prägen.

Grundkonzept

Die TV-Serie Devilman lief vom 8. Juli 1972 bis zum 31. März 1973 und umfasst 39 Folgen.

Produziert wurde sie von Toei Doga, dem späteren Toei Animation.

Die Anime-Version unterscheidet sich grundlegend vom Manga.

Hier ist Devilman kein Mensch, der die Dämonenkraft behält, sondern ein Dämon, der den Körper von Akira übernimmt und dann die Menschen beschützt.

Der Grund für diesen Wandel ist Liebe.

Devilman verliebt sich in Miki und stellt sich deshalb gegen sein eigenes Volk.

Dadurch ist der Anime stärker als klassische Heldenserie aufgebaut.

Viele Folgen funktionieren als abgeschlossene Kämpfe gegen einzelne Dämonenbestien.

Ton und Besonderheiten

Obwohl die Serie zugänglicher ist als der Manga, bleibt sie erstaunlich düster.

Sie enthält schwarzen Humor, tragische Untertöne und eine gewisse Bitterkeit, die sie von typischen Kinderheldenserien abhebt.

Besonders markant ist, dass Devilman im Anime meist allein kämpft.

Anders als im Manga gibt es kaum feste Verbündete, die seine wahre Identität kennen.

Im Verlauf der Serie treten mehrere Dämonengeneräle auf.

Zu ihnen zählen Zanin, Muzan und Reicock.

Der Anime endet ohne endgültige Entscheidung im Krieg gegen die Dämonen.

Die Geschichte wurde später im Kinofilm Mazinger Z gegen Devilman weitergeführt.

Figuren des Anime

Akira Fudou / Devilman

Im Anime ist Akira äußerlich ein Mensch, innerlich aber von Devilman besetzt.

Trotzdem lebt ein Teil von Akiras Persönlichkeit in ihm weiter, vor allem seine Gefühle für Miki.

Miki Makimura

Miki bleibt auch im Anime die emotionale Mitte.

Sie ist der Grund, warum Devilman die Menschen nicht vernichtet, sondern verteidigt.

Himura Gen

Himura Gen ist eine Anime-exklusive Figur mit äußerlicher Nähe zu Ryo Asuka.

Er dient als Gegenspieler und Beobachter, hat aber eine ganz andere Rolle als die Manga-Figur.

Zenon

Zenon ist im Anime der oberste Herrscher der Dämonen.

Im Gegensatz zum Manga spielt Satan hier keine zentrale Rolle.

Kräfte von Devilman im Anime

Der Anime macht Devilman stärker zum klassischen Superhelden.

Er verfügt über eine Reihe benannter Spezialtechniken.

Zu seinen bekanntesten Fähigkeiten zählen Devil Chopp, Devil Kick, Devil Beam, Devil Arrow und Devil Wing.

Diese Attacken verleihen der Serie einen klaren Action-Rhythmus und einen hohen Wiedererkennungswert.

Devilman: Tanjō-hen und Yōchō Shirenu-hen

1987 erschien die OVA Devilman: Tanjō-hen.

1990 folgte Devilman: Yōchō Shirenu-hen.

Diese Produktionen orientieren sich viel stärker am Manga als die TV-Serie.

Sie behandeln Akiras Verwandlung sowie die Kämpfe gegen Sirene und Jinmen.

Charakterdesign und Inszenierung verbinden klassische Eleganz mit härteren Gewaltszenen.

Gerade deshalb gelten diese OVAs vielen Fans als besonders gelungene Umsetzung des frühen Manga-Materials.

Ein weiterer Teil über das Armageddon war geplant, wurde aber nie realisiert.

Das macht die OVA-Reihe bis heute zu einem spannenden Fragment.

AMON: Apocalypse of Devilman

Im Jahr 2000 erschien die OVA AMON: Apocalypse of Devilman.

Sie basiert lose auf einem Manga von Yu Kinutani und spinnt den inneren Konflikt zwischen Akira und Amon weiter.

Die Handlung setzt in einer Phase völligen gesellschaftlichen Zerfalls ein.

Nach Mikis Tod droht Akiras Bewusstsein zusammenzubrechen, wodurch Amon stärker in den Vordergrund tritt.

Diese Version ist besonders brutal und visuell aggressiv.

Sie stellt die animalische Gewalt und die Verzweiflung der Figuren stark heraus.

Es existieren Romanfassungen, vor allem von Go Nagaïs Bruder Yasuhiro Nagai.

Diese Versionen ergänzen die Vorlage um zusätzliche Details und neue Figuren.

Außerdem erschienen Hörspiele und Drama-CDs.

Dazu zählt Devilman Densetsu, das die unvollendete OVA-Erzählung in Audioform fortsetzt.

1973 trat Devilman im Crossover-Film Mazinger Z gegen Devilman auf.

2004 folgte mit DEVILMAN die erste Realverfilmung.

Der Realfilm orientiert sich grob am Manga, wurde jedoch sehr negativ aufgenommen.

Er gilt heute oft als berüchtigtes Beispiel einer misslungenen Manga-Verfilmung.

Devilman wurde mehrfach als Videospiel umgesetzt.

Besonders bekannt ist das Famicom-Spiel von 1989, das auf dem Manga basiert und mehrere Enden besitzt.

2000 erschien außerdem ein PlayStation-Spiel mit Action-Adventure-Struktur.

Später folgten weitere Umsetzungen für Mobilplattformen und soziale Spiele.

Wie viele populäre japanische Reihen wurde auch Devilman mehrfach für Pachinko- und Pachislot-Automaten adaptiert.

Einige dieser Versionen mischen Elemente aus Manga und Anime und besitzen eigene Zwischensequenzen, Stimmen und Designs.

Von Go Nagai selbst

Go Nagai griff die Welt von Devilman in mehreren späteren Werken wieder auf.

Das bekannteste Beispiel ist Devilman Lady, das die Mythologie neu deutet und weiterführt.

Auch Violence Jack wurde später als eng mit Devilman verbunden interpretiert.

Dadurch erhielt das Original rückwirkend eine noch größere kosmische Dimension.

Mit Shin Devilman entstanden außerdem Seitengeschichten, in denen Akira und Ryo durch verschiedene Epochen reisen.

Diese Episoden verbinden Horror mit alternativer Geschichtserzählung.

Von anderen Künstlern

Zahlreiche Manga-Künstler schufen eigene Varianten, Tributes und Parallelgeschichten.

Dazu gehören unter anderem Amon: Devilman Mokushiroku, Neo Devilman, Devilman G und Devilman Gaiden: Ningen Senki.

Diese Werke variieren Ton und Inhalt stark.

Manche verstärken den Horror, andere erweitern Figurenhintergründe oder erzählen komplett neue Perspektiven.

Devilman gilt als eines der prägendsten Werke der Manga- und Anime-Geschichte.

Vor allem das düstere Finale und die Verbindung von Gewalt, Tragik und religiöser Symbolik hatten großen Einfluss auf spätere Schöpfer.

Häufig genannt wird der Einfluss auf Neon Genesis Evangelion.

Besonders das Bild zweier Figuren am Strand am Ende erinnert deutlich an das Schlussbild des Manga.

Auch viele spätere Dark-Fantasy- und Horrorwerke greifen Motive von Devilman auf.

Dazu zählen das Ende der Menschheit, die Auflösung moralischer Gewissheiten und die tragische Verschmelzung von Liebe und Zerstörung.

Gerade weil Devilman nie bequem oder harmlos sein will, blieb das Werk über Jahrzehnte hinweg lebendig.

Es schockiert, berührt und provoziert noch immer – und genau das macht seinen Ruf aus.

DEVILMAN crybaby

2018 erschien mit DEVILMAN crybaby eine neue Anime-Adaption unter der Regie von Masaaki Yuasa.

Die Serie wurde weltweit über Netflix veröffentlicht.

Diese Version erzählt den Manga bis zum Ende neu, modernisiert aber Setting, Erzählweise und Stil.

Sie brachte Devilman einer neuen internationalen Generation näher und sorgte für erneute breite Aufmerksamkeit.

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(Letzte Bearbeitung: 26. April 2026 00:02)

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