Nanbaka ist eine knallbunte Prison-Comedy voller Action und schrägem Humor, die mit exzentrischen Charakteren, verrückten Situationen und überraschend viel Herz begeistert.
Die Handlung spielt auf einer isolierten Gefängnisinsel, auf der sich das Nanba-Gefängnis befindet – die sicherste Haftanstalt Japans, wenn nicht gar der ganzen Welt.
Modernste Sicherheitstechnologie, spektakuläre Verteidigungsmaßnahmen und rigorose Disziplin machen Ausbrüche angeblich unmöglich.
Das Nanba-Gefängnis ist in mehrere Bereiche („Zellenhäuser“) gegliedert, die jeweils von einzigartigen Wärtern geführt werden.
Sowohl die Insassen als auch das Personal sind überzeichnet, voller Individualität und exzentrischer Macken, was ein chaotisch-charmantes Umfeld erzeugt.
Im Mittelpunkt stehen vier jugendliche Häftlinge – Jyugo, Uno, Rock und Nico – die immer wieder versuchen, aus ihrer Zelle 13-13 auszubrechen.
Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen sorgt gerade ihr Einfallsreichtum, ihr Humor und ihre Freundschaft für jede Menge Aufregung und aberwitzige Situationen.
Mit jedem Ausbruch wachsen ihr Zusammenhalt und ihre Freundschaften, während sie gegen eigenwillige Wärter wie Hajime Sugoroku antreten.
Nach und nach geraten sie in schwierigere Situationen, treffen auf andere Häftlinge und lüften dunkle Geheimnisse über die Vergangenheit einiger Insassen.
Hauptcharaktere
Ein 16-jähriger Japaner, Häftling Nr. 1315, eleganter Ausbrecherkünstler mit bunten Heterochromie-Augen.
Kein Schloss oder Code hält ihn auf – außer mysteriösen Fesseln an Hals und Armen, deren Ursprung ihn quält.
Uno:
Ein lebenslustiger 18-jähriger Brite (Nr. 1311), begeisterter Spieler und Frauenheld mit schier unfehlbarem Glück und Spürsinn.
Hat sich wegen seiner Liebe zur Empfangsdame mit dem Leben im Gefängnis arrangiert.
Rock:
Der 19-jährige Amerikaner (Nr. 1369) ist mit seinen Muskeln unschlagbar, ein echter Kampfprofi mit Katzenliebe und großem Appetit.
Die leckere Gefängnisküche hält ihn friedlich – ansonsten wäre ihm kein Ausbruch zu heiß.
Nico:
Ein quirliger, 16-jähriger Amerikaner (Nr. 1325), ständig in Bewegung und von Allergien geplagt.
Anime-, Manga- und Gaming-Fan, der mit seiner Fähigkeit, Bewegungen zu kopieren, verblüfft.
Wärter
Der furchteinflößende, glatzköpfige Wächter der 13. Abteilung – ein Arbeitstier mit übermenschlicher Kraft und perfektem Gleichmut.
Bändigt selbst die wildesten Insassen mit Nachdruck und einem deadly Pokerface.
Energischer Vize-Wärter voller japanischer „Muskelschwur“, leidet aber unter starker Orientierungslosigkeit – sogar im eigenen Trakt.
Das junge, schüchterne Küken unter den Wärtern; besitzt Näh-Talent und einen beachtlichen weiblichen Fanclub.
Wichtige Nebenfiguren
Ein gescheiterter „Ninja“-Schauspieler, dessen tollpatschige Ader charmant ansteckend wirkt.
Ein blinder deutscher Insasse mit feurigen Kräften und düsterer Vergangenheit, der zugleich sanft und diszipliniert ist.
Eine Dreierbande aus Trakt 5: Kampfkunstgenie, geheimnisvoller Qi-Gong-Jüngling und fauler Pflanzenexperte – immer für Chaos gut.
Die respektierte Gefängnisleiterin mit einer heimlichen Schwäche für Hajime Sugoroku – und einer Präsenz, die jeden verstummen lässt.
Nanba-Gefängnis:
Die Hauptbühne der Geschichte, eine fiktive Haftanstalt mit modernster Sicherheits- und Abwehrtechnik.
Ausbruchskünstler:
Viele Insassen sind Ausbruchsspezialisten, deren Fähigkeiten den normalen Rahmen sprengen – vor allem Jyugo.
Abteilungen / Zellenhäuser:
Jede Einheit wird von Hochzeitspersonal mit eigenen Regeln und Spleens geführt.
Neujahrs-Turnier:
Traditioneller Wettbewerb zwischen Zellentrakte, bei dem Häftlinge und Wärter mit vollem Einsatz antreten.
Nanbaka erhielt keine großen prestigeträchtigen Preise, fiel aber durch seinen Webtoon-Ursprung, seine konstante Popularität und die vielfältigen Adaptionen auf.
Die Serie wurde für ihr ausgeklügeltes Charakterdesign, witzige Dialoge und ihre knalligen Farbpaletten häufig gelobt.
Nanbaka galt als Vorzeigeprojekt für comico, eines der ersten erfolgreichen Full-Color-Webtoons auf dem japanischen Markt.
Fans schätzen besonders die kreative Fusion aus Comedy, Parodie und Thriller-Elementen – der Mix aus Slapstick und versteckter Tragik verleiht der Serie Kultcharakter.
Die Serie führte dazu, dass das Thema „Gefängnis“ in Manga und Anime mit Humor neu interpretiert wurde.
Opening:
„Rin! Rin! Hi! Hi!“ – ein energetischer Popsong, der direkt in die bunte Nanbaka-Welt zieht.
Ending:
„Nanbaka Ausbruchstheorie!“ – dargeboten von den Sprechern der Hauptfiguren, bringt das Lied Lebensfreude und Freundschaft zum Ausdruck.
Originärer Full-Color-Webcomic auf comico seit 2013, mehrfach in Sammelbänden veröffentlicht.
2016 wurde die Anime-Adaption ausgestrahlt (Staffel 1: TV, Staffel 2: Web).
Es folgten Audio-Dramas, ein Webradio und DVDs/Blu-rays sowie ein opulentes Bühnenmusical 2017 in Tokio.
Die Anime-Produktion lag bei Studio Satelight, unter Leitung des erfahrenen Regisseurs Shinji Takamatsu.
Die farbenfrohe, exzentrische zellenschachtelartige Welt wurde detailreich adaptiert, um den Charme der Vorlage in animierter Form zu erhalten.
Autor Shou Futamata ließ sich von echten Themenrestaurants inspirieren, insbesondere vom „Lock Up“, einem Knastkonzept-Izakaya in Tokio.
Die Idee von „bunten Verrückten mit Nummern statt Namen“ sowie die kreativen Designs entstehen aus Begeisterung für schrille Popkultur.
Nanbaka parodierte gerne klassische Prison-Break-Elemente und nahm Anime- und Popkultur liebevoll aufs Korn.
Die Serie zeigte bereits früh, wie Webtoons (digitale Comics) in Japan zum Nährboden für Anime und Merchandising werden können.
Ein Highlight für Fans war der Auftritt mehrerer bekannter Sprecher und das humorvolle Zusammenspiel auf und neben der Bühne.
Nanbaka bleibt als energiegeladene und stilistisch eigenwillige Prison-Comedy ein Geheimtipp für Liebhaber schräger, lebendiger Anime-Unterhaltung.
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