Dazz ist eine männliche Nebenfigur aus dem Manga- und Animefranchise Attack on Titan, ein Absolvent des 104. Ausbildungsjahrgangs, der zunächst der Garnison und später dem Aufklärungstrupp angehört und sich schließlich den Jeageristen um Floch Forster anschließt.
Name: Dazz
Geschlecht: männlich
Geburtstag: 22. September
Größe: 175 cm
Gewicht: 64 kg
Zugehörigkeit: Ausbildungsbrigade → Garnison → Aufklärungstrupp / Jeageristen
Erster Auftritt: während des Trainings mit dem dreidimensionalen Manöverapparat
Synchronsprecher (Originalfassung): Shuhei Takubo
Dazz ist ein junger Mann mit markanten Nasolabialfalten, die ihm ein älteres, leicht „verlebtes“ Aussehen verleihen.
Er wirkt fast immer angespannt oder verängstigt, was seinen nervösen Charakter gut widerspiegelt.
Sein Auftreten ist oft großspurig und laut, doch innerlich ist er sehr fragil und leicht zu verunsichern.
Er neigt dazu, in Extremsituationen in Panik zu geraten, bis hin zu Tränen, Schreikrämpfen und körperlichen Reaktionen wie Erbrechen.
Trotz seiner Feigheit hat er einen Kern aus Verantwortungsbewusstsein, insbesondere gegenüber seiner Familie.
Er selbst bezeichnet sich als ängstlich, ist aber bereit zu kämpfen, wenn es darum geht, seine Angehörigen vor den Titanen zu schützen.
Dazz gehört zum 104. Ausbildungsjahrgang, also zu derselben Generation wie Eren Yeager, Mikasa Ackerman, Armin Arlert, Jean Kirstein und andere.
Bereits während des Trainings wirkt er oft unsicher, sucht aber Anerkennung und will in den Augen der anderen nicht schwach erscheinen.
Beim Training mit dem dreidimensionalen Manöverapparat verspottet Dazz den anfangs erfolglosen Eren Yeager, um seine eigene Unsicherheit zu überspielen.
Diese Szene zeigt früh seine Tendenz, nach unten zu treten, wenn er selbst Angst hat.
Während der Ausbildungszeit nimmt Dazz an einem strapaziösen Marsch durch verschneite Berge teil.
Obwohl sein Gesundheitszustand dafür ungeeignet ist, schließt er sich aus Geltungsdrang der Übung an, bricht fast zusammen und wäre im Schnee beinahe gestorben, bis Krista Lenz und Ymir ihm das Leben retten.
Nach seinem Abschluss tritt er zunächst der Garnison bei.
Später schließt er sich dem Aufklärungstrupp an und wird schließlich Teil der Jeageristen.
Bei der ersten Invasion des Titanen in den Trost-Distrikt, die durch das Erscheinen des kolossalen Titanen ausgelöst wird, zeigt sich Dazz’ mentale Zerbrechlichkeit besonders deutlich.
Schon vor Beginn des Einsatzes verfällt er in Verzweiflung, weint laut und verliert beinahe die Fassung.
Als er mitansehen muss, wie ein Kamerad direkt vor seinen Augen von einem Titanen gefressen wird, bricht seine psychische Stabilität völlig zusammen.
In seiner Panik denkt er, es sei besser, sich selbst zu töten, als von einem Titanen bei lebendigem Leib gefressen zu werden.
Marco Bott kann ihn schließlich beruhigen und ihn von seinem Suizidversuch abbringen.
Dazz überlebt die Situation, ist aber innerlich deutlich gezeichnet.
Im weiteren Verlauf der Trost-Schlacht versucht Dazz aus Angst vor den Titanen zu desertieren.
Er will sich der Gefechtslinie entziehen, doch die Rede von Dot Pixis, dem Oberbefehlshaber der Garnison, hält ihn schließlich davon ab, zu fliehen.
Pixis’ Worte über Freiheit, Verantwortung und die Notwendigkeit, sich dem Feind zu stellen, bringen Dazz dazu, sich erneut zu sammeln.
Er bleibt und nimmt an der Verteidigung von Trost teil, auch wenn seine Angst nie ganz verschwindet.
In der Anime-Adaption wird seine Angst noch deutlicher herausgestellt.
Schon vor der Teilnahme an der Schlacht im Trost-Distrikt übergeben sich Dazz und andere mehrfach vor Nervosität, was seinen panischen Charakter stark betont.
Nach seiner Zeit im Ausbildungsjahrgang ist Dazz offiziell Mitglied der Garnison.
Hier begleitet er andere Soldaten – einschließlich des Protagonisten in der Videospiel-Adaption – auf Einsätzen und wirkt an Rettungsaktionen mit.
In der Spieladaption Attack on Titan 2 hat Dazz mehr Auftritte als im Manga.
Er bittet den Spielercharakter etwa darum, ihn auf Missionen zu begleiten, und wird frühzeitig zur Rettung in das Dorf von Sasha Blouse entsandt.
In ruhigen Momenten des Spiels öffnet sich Dazz und erklärt, dass er der Armee „für seine Familie“ beigetreten ist.
Er gesteht offen ein, dass er feige ist, betont aber, dass er trotzdem kämpfen will, um seine Angehörigen vor Titanen zu schützen – hier zeigt sich eine deutlich ernstere und entschlossenere Seite.
Diese Aspekte lassen vermuten, dass seine spätere Entscheidung, in einer parallelen Erzählwelt dem Aufklärungstrupp beizutreten und später die Jeageristen zu unterstützen, ebenfalls stark von seinem Wunsch geprägt ist, seine Familie zu schützen.
Sein Mut ist also weniger heldenhaft im klassischen Sinn, sondern eher aus Verantwortung und Angst gemischt.
Lange Zeit bleibt das Schicksal von Dazz nach der Trost-Schlacht im Manga unklar.
Er verschwindet aus dem Fokus der Geschichte, ohne dass sein weiterer Weg näher erläutert wird.
In der Handlung um Marley im Jahr 854 taucht Dazz überraschend wieder auf.
Nun ist er Mitglied des Aufklärungstrupps und unterstützt zudem Eren Yeager als Teil der Jeageristen, angeführt von Floch Forster.
Dazz und Samuel Linke-Jackson erhalten von Floch den Auftrag, am Hafen Sprengladungen an dem dort vertäuten Flugboot zu installieren.
Sie sollen das Fluggerät bewachen und verhindern, dass es von Eren Yeagers Gegnern genutzt wird.
Als Armin Arlert und Connie Springer am Hafen erscheinen, versuchen sie, Dazz und Samuel zu überzeugen, den Zünder zu entschärfen.
Sie geben vor, im Sinne der Jeageristen zu handeln, und appellieren an die lange gemeinsame Geschichte als Kameraden.
Dazz ist sichtlich hin- und hergerissen, glaubt den beiden schließlich und deaktiviert den Zünder.
Dabei sagt er, er habe insgeheim immer vermutet, dass Armin und die anderen vielleicht versuchen würden, Eren Yeagers Vernichtungsfeldzug zu stoppen, selbst wenn das bedeute, sich gegen ein feindliches Land zu stellen.
Kurz darauf wird jedoch die Täuschung aufgedeckt, und Dazz realisiert, dass Armin und Connie tatsächlich gegen den Plan der Jeageristen arbeiten.
Entsetzt und verletzt über den vermeintlichen Verrat richtet er seine Waffe auf Armin, innerlich zerrissen zwischen alter Kameradschaft und seiner Loyalität zu Eren.
Bevor er abdrücken kann, entreißt Connie Springer Samuel dessen Waffe.
In einem tragischen Moment entscheidet sich Connie für seine neue Mission – und erschießt Dazz.
Dazz stirbt, während er versucht, das, was er für richtig und notwendig hält, zu verteidigen, auch wenn er sich damit gegen frühere Freunde stellt.
Sein Ende unterstreicht den moralischen Zerfall und die Zerreißproben, denen die Figuren in der späten Phase von Attack on Titan ausgesetzt sind.
Dazz verkörpert die Perspektive des „gewöhnlichen Soldaten“, der weder außergewöhnliche Kampffähigkeiten noch unerschütterlichen Heldenmut besitzt.
Seine ständige Angst, sein Wunsch nach Anerkennung und sein Festhalten an seiner Familie machen ihn zu einer sehr menschlichen Figur.
Seine Entwicklung führt vom panischen Rekruten, der sich selbst umbringen will, um nicht gefressen zu werden, hin zu einem Soldaten, der trotz Angst Verantwortung übernimmt.
Im Spiel zeigt sich sein Verantwortungsgefühl besonders dadurch, dass er aus Liebe zu seiner Familie weiterkämpft, trotz seiner Furcht.
Sein späterer Anschluss an die Jeageristen kann als verzweifelter Versuch gelesen werden, einen Weg zu finden, der ihm und seiner Familie Sicherheit verspricht.
Aus seiner Sicht könnte Eren Yeagers radikaler Kurs als letzte Hoffnung erscheinen, die Titanenbedrohung – und alle äußeren Feinde – ein für alle Mal zu beseitigen.
Die Szene am Hafen mit Armin und Connie ist der tragische Höhepunkt seiner Entwicklung.
Er wird gezwungen, zwischen alter Kameradschaft und der Entscheidung für eine brutale politische Realität zu wählen – und bezahlt diese Zerrissenheit mit dem Leben.
Obwohl Dazz im Manga und Anime nur relativ wenige Szenen hat, besitzt er als Nebenfigur überraschend viele Dialoge und bleibt vielen Zuschauern im Gedächtnis.
Diese Popularität führt dazu, dass er im Videospiel Attack on Titan 2 als spielbarer Charakter auftaucht.
Im Spiel erhält er mehr Aufmerksamkeit als in der Hauptgeschichte.
Er begleitet den Protagonisten auf Missionen, übernimmt eigenständige Einsätze und wirkt bei Rettungsaktionen – etwa im Dorf von Sasha Blouse – mit.
In den Alltagsszenen des Spiels wird insbesondere seine Motivation ausgeleuchtet.
Hier erzählt Dazz offen, dass er wegen seiner Familie zur Armee ging und trotz seiner Angst kämpfen will.
Damit bietet das Spiel eine erweiterte, emotionalere Perspektive auf eine Figur, die im Hauptwerk lange Zeit eher am Rand stand.
Die dort gezeigten Facetten lassen seine spätere Rolle im Aufklärungstrupp und bei den Jeageristen nachvollziehbarer und vielschichtiger erscheinen.
Dazz’ markante, „alt“ wirkende Gesichtszüge und seine unveränderte Statur machen ihn visuell leicht wiedererkennbar.
Auffällig ist, dass seine Größe und sein Gewicht auch vier Jahre später in der Marley-Arc identisch geblieben sind: 175 cm und 64 kg.
Innerhalb der Fan-Community sorgt das für scherzhafte Diskussionen darüber, ob er optisch nicht eher wie ein „Mittelalterlicher“ wirkt als wie ein junger Soldat.
Seine immer gleichen Körpermaße unterstreichen zudem das Gefühl, dass Dazz in einer sich dramatisch verändernden Welt irgendwie stehen geblieben ist, während alle anderen sich weiterentwickeln.
Trotz seiner Feigheit und seiner Panikattacken hat Dazz eine gewisse innere Stärke, die sich vor allem in seiner Loyalität gegenüber seiner Familie zeigt.
Gerade dieser Widerspruch – äußerlich ängstlich, innerlich aber durchaus entschlossen – macht ihn zu einer der interessantesten kleineren Figuren in Attack on Titan.
💬 Community-Diskussion
Sprich über diesen Anime mit Menschen, denen er wirklich am Herzen liegt.