Ruri Hazakura ist eine weibliche Hauptfigur aus Agents of the Four Seasons: Dance of Summer, die gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Ayame Hazakura im Mittelpunkt steht.
Sie ist die gegenwärtige Repräsentantin des Sommers im Reich Yamato und besitzt die Fähigkeit Lebenslenkung.
Ruri Hazakura ist die jüngere der beiden Hazakura-Zwillinge und die kleinere Schwester von Ayame Hazakura.
Ihre Figur wurde laut der Autorin auch deshalb als Teil eines Zwillingspaares geschaffen, um die Frage zu erzählen, was mit einer Familie geschieht, wenn eines ihrer Mitglieder zur Stellvertreterin einer Jahreszeit erwählt wird.
Sie ist freundlich, hellherzig und warm, kann gegenüber ihrer Schwester jedoch kaum ehrlich sein.
Darum geraten die beiden oft aneinander, obwohl Ruri Ayame mehr als alles andere liebt.
Ein zentraler Konflikt ihrer Figur ist ihre Angst, Ayame zu verlieren.
Deshalb lehnt sie es entschieden ab, dass ihre Schwester ihren Posten als Leibwächterin niederlegen will.
Ein oft zitierter Satz von ihr lautet: „Große Schwester, bin ich dir am Ende wirklich egal?“
Dieser Satz bringt ihre Unsicherheit und emotionale Abhängigkeit von Ayame besonders deutlich auf den Punkt.
Allgemeine Angaben
Name: Ruri Hazakura
Geschlecht: weiblich
Alter: 18 Jahre bei ihrem ersten Auftreten, später 19 Jahre
Geburtstag: 26. Mai
Sternzeichen: Zwillinge
Position: Repräsentantin einer Jahreszeit
Besonderes Talent: Gesang
Synchronsprecherin: Sumire Uesaka
Ruri und Ayame sehen einander zum Verwechseln ähnlich.
Sie wird als klassische Schönheit aus Yamato beschrieben, mit dunkelgrün schimmerndem schwarzem Haar und makelloser, heller Haut.
Wenn sie schweigt, wirkt sie so schön, dass man sie unwillkürlich anstarren möchte.
Wie für die Sommer-Repräsentantin typisch, trägt sie den Duft frischen Grüns an sich.
Ruri ist mutig, schöpferisch und von starkem Gerechtigkeitssinn.
Sie verkörpert ein „lichtvolles“ Temperament und strahlt wie die Sommersonne.
Zugleich ist sie reinherzig, lebhaft und voller Menschenliebe.
Ihre Zuneigung zu anderen ist tief, und trotz ihrer Offenheit besitzt sie einen erstaunlich kühlen Blick für ihre Umgebung.
Menschen, die sich um sie kümmern, empfinden sie oft eher wie eine kleine Schwester.
Das macht sie nahbar und liebenswert.
Allerdings ist sie auch kindlich, empfindlich und manchmal egozentrisch.
Sie ist sehr direkt, hasst es, von anderen kontrolliert zu werden, und handelt oft sofort nach ihren Gefühlen.
Ruri geht alles mit voller Kraft an und kennt selten ein gesundes Maß.
Gerade deshalb stößt sie andere unbeabsichtigt manchmal vor den Kopf, was ihr selbst peinlich ist.
Auf den ersten Blick wirkt sie launisch und impulsiv.
Tatsächlich ist sie aber deutlich nachdenklicher, als sie nach außen zeigt.
Raichō Kimikage beschreibt sie sinngemäß als jemand, dessen Handlungen leicht zu lesen sind, dessen Gefühle aber schwer zu durchschauen bleiben.
Was oberflächlich wie Unbedachtheit aussieht, ist bei ihr oft das Ergebnis stillen Nachdenkens.
Ayame Hazakura ist Ruris Leibwächterin und ihre Zwillingsschwester.
Die beiden verbindet eine tiefe, unersetzliche Liebe, auch wenn ihre Beziehung oft schief, kompliziert und streitgeladen wirkt.
Ruri kann Ayame gegenüber nicht offen sein und bringt sie häufig durcheinander.
Gleichzeitig ist Ayame für sie der wichtigste Mensch überhaupt, und sie wünscht sich nichts sehnlicher, als dass ihre Schwester bei ihr bleibt.
Diese Bindung hat einen stark abhängigen Zug.
Als Ruri erfährt, dass Ayame sich nach einer Heirat aus dem Dienst zurückziehen will, reagiert sie mit heftiger Ablehnung.
Bevor die Frühlings-Gefolgschaft ihr innerlich den Weg zur Versöhnung eröffnet, zieht sie sich sogar als Form des stillen Protests in ihr Zimmer zurück.
Dass Ayame einen Verlobten hat, löst bei Ruri ebenfalls eine Krise aus und führt zu einem regelrechten Streik.
Im Küchenbereich gab sie sich einmal absichtlich als Ayame aus, um zu prüfen, wie die Gefolgsleute des Frühlings beschaffen sind.
Sie behauptet selbstbewusst, dass sie das Spielen ihrer Schwester besonders gut beherrscht.
Ruri wurde zusammen mit Ayame als Tochter des Ehepaars Hazakura geboren, das im Sommeramt diente.
Ihre frühe Kindheit war friedlich, liebevoll und weit entfernt davon, nur als Werkzeug der Welt behandelt zu werden.
Der Einschnitt kam im elften Jahr der Ära der Morgendämmerung.
Nachdem die damalige Sommer-Repräsentantin im Hauptschrein des Sommerdorfes gestorben war, wurde die zehnjährige Ruri als Nachfolgerin erwählt.
Damit begann ein Leben, das nicht mehr nur ihr selbst gehörte.
Um ihre göttliche Kraft beherrschen zu lernen, sollte sie im Hauptschrein des Dorfes leben und trainieren.
Weil sie jedoch so viel weinte, baten ihre Eltern darum, dass sie stattdessen von zuhause aus pendeln durfte.
Trotzdem veränderte ihre Erwählung die ganze Familie.
Seitdem in der Familie eine Repräsentantin der Jahreszeiten geboren worden war, wurde zuhause kaum noch gelacht.
Auch zwischen den Eltern kam es nun häufig zu Streit.
Ayame entschied sich daraufhin, Leibwächterin einer Jahreszeit zu werden, um Ruris Herz und Körper zu schützen und die Lage irgendwie zu verbessern.
So wuchsen die beiden noch enger aneinander.
Nach etwa einem Jahr der Ausbildung machte sich Ruri gemeinsam mit Ayame ins Winterland auf.
Dort sollte sie das Ritual der Herabkunft der vier Jahreszeiten vollziehen, bei dem sie einen Monat lang mit der Winter-Repräsentantin zusammenlebt.
Zu dieser Zeit wurde intensiv nach der verschwundenen Frühlings-Repräsentantin Hinagiku Kayō gesucht, die bereits seit zwei Jahren vermisst wurde.
Rōsei Kantsubaki, der Vertreter des Winters, zeigte sich während dieser Suche kaum.
Ruri hatte einiges über Hinagiku Kayō und Rōsei Kantsubaki gehört und sprach ihn aktiv an.
Doch bei einem gemeinsamen Training der Kräfte geriet alles außer Kontrolle.
Die von ihr gelenkten Tiere beschädigten einen Blütenbaum, der Rōsei besonders wichtig war.
Es kam zu einem heftigen Streit, und seitdem waren die beiden zerstritten.
Als Jugendliche wurde Ruri durch die Absichten ihrer Eltern mit Raichō Kimikage bekannt gemacht.
Anfangs war sie misstrauisch, doch mit der Zeit entstand Nähe, daraus Zuneigung und schließlich eine offizielle Verlobung.
Im zwanzigsten Jahr der Ära der Morgendämmerung kehrt die lange verschwundene Frühlingsgöttin Hinagiku Kayō zurück.
Die Frühlings-Gefolgschaft erholt sich daraufhin im Sommerpalast und baut dort eine Beziehung zu Ruri und Ayame auf.
Doch die gemeinsamen Tage enden abrupt, als ein räuberischer Feind angreift.
Zur gleichen Zeit wird die Herbst-Repräsentantin Nadeshiko Iwaizuki entführt.
Auf Bitte der Frühlings-Gefolgschaft hilft Ruri bei der Rettungsaktion.
Auch Rindo Azami, Leibwächter des Herbstes, stimmt zu, und so entsteht eine gemeinsame Front von Frühling, Sommer, Herbst und Winter.
Um Nadeshiko Iwaizuki zu retten, dringt Ruri zusammen mit Rindo Azami in das Versteck der Räubergruppe Glanz der Blütenjahre ein.
Während des Kampfes wird sie von einem Scharfschützen erschossen und stirbt.
In genau diesem Moment geht ihre göttliche Befugnis auf Ayame über, die dadurch selbst zur Sommer-Repräsentantin wird.
Ayame versucht daraufhin, Ruri in den Tod zu folgen, wird jedoch von der Herbst-Gefolgschaft aufgehalten.
Durch Nadeshiko Iwaizukis Fähigkeit der Lebensverwesung wird Ruri wieder ins Leben zurückgebracht.
Das Unerklärliche daran ist, dass Ayames neu erlangte Macht nicht verschwindet.
So werden die Hazakura-Schwestern zu den ersten Zwillingsgöttinnen der Geschichte.
Dieses Wunder ist zugleich der Ausgangspunkt einer neuen Krise.
Weil beide Schwestern gleichzeitig Trägerinnen derselben Sommermacht sind, geraten sie ins Visier der Machthaber des Dorfes.
Die Autoritäten klagen sie an, und Ruri wird in eine politische und persönliche Ausnahmesituation gedrängt.
Auch ihre Verlobung mit Raichō Kimikage wird zunächst annulliert.
Parallel dazu erschüttert der sogenannte Dunkelwolf-Zwischenfall den Drachenpalast.
Da der Frühling abwesend ist, breiten sich Umweltschäden aus.
Zugleich verbreitet sich das Gerücht, die Zwillingsgöttinnen seien ein göttlicher Fluch oder eine Strafe des Himmels.
Ruri zieht sich zunächst in ihr Zimmer zurück.
Schließlich beschließt sie jedoch, nicht länger passiv zu bleiben.
Um den Vorwurf der „himmlischen Strafe“ gegen die Repräsentantinnen zurückzuweisen und die Entscheidung über die Auflösung ihrer Verlobung zu kippen, sucht sie den Schützen der Abenddämmerung und Schamanen Kōya auf.
Nach vielen Umwegen wird die Krise gelöst.
Am Ende heiratet sie gemeinsam mit Raichō Kimikage, während zugleich auch ihre Schwester und deren Verlobter ihre Ehe schließen.
Die vier feiern ihre Hochzeit zusammen.
Lebenslenkung
Ruris übernatürliche Gabe heißt Lebenslenkung.
In der Handlung wird sie auch als Befugnis oder besondere Fähigkeit bezeichnet.
Mit dieser Macht ruft sie den Sommer hervor.
Außerdem kann sie mit Tieren kommunizieren und nichtmenschliche Lebewesen lenken.
Wenn sie ihre Beschwörung singt, werden Lebewesen zu ihren Untergebenen.
Sie kann ihre Gestalt sogar in monströse Formen verwandeln und Armeen schaffen, die sich nicht mehr an die natürliche Nahrungskette halten.
Über ihre Tiergefährten kann sie Informationen sammeln und ein ganzes Gebiet überblicken.
Darüber hinaus besitzt sie den für Sommer-Repräsentantinnen typischen wilden Instinkt.
Ayame sagt über sie, dass ihr Instinkt niemals irrt.
Diese Intuition macht Ruri besonders gefährlich und zugleich besonders zuverlässig.
Gefährten
Die von ihr gelenkten Tiere sind für Ruri keine bloßen Werkzeuge, sondern Freunde.
Sie neigen allerdings zu einem eher kampflustigen Verhalten.
Mit ihnen kommuniziert sie auf eine Art gedanklicher Verständigung.
Jedes Mal, wenn der Sommer vollständig erscheint, wächst ihre Zahl, was ihre Verwaltung nicht gerade leichter macht.
Ayame Hazakura
Ayame ist Ruris Leibwächterin, Zwillingsschwester und wichtigste Bezugsperson.
Obwohl ihre Beziehung voller Reibung ist, verbindet beide ein tiefes, unersetzliches Band.
Raichō Kimikage
Raichō ist zunächst ihr Verlobter und später ihr Ehemann.
Er gehört zu den Kandidaten für das Amt eines Leibwächters und ist der Mann, den Ruri liebt.
Ruri sehnt sich verzweifelt nach Liebe und Anerkennung.
Raichō begegnet ihr dagegen mit überwältigender, direkter Zuneigung, weshalb sie sich bei ihm sicher fühlen kann.
Die beiden gelten als sehr gut aufeinander abgestimmt.
Nach dem Ende der Sommerkrise heiraten sie offiziell.
Renri Roō
Renri Roō ist der Verlobte von Ayame und später Ruris Schwager.
Als Ruri erfährt, dass ihre Schwester einen Verlobten hat, reagiert sie mit ihrem erwähnten Streik.
Hinagiku Kayō und Sakura Himedaka
Die Frühlings-Gefolgschaft lehrt Ruri, wie streng und zugleich wie sanft der Frühling sein kann.
Während des Aufenthalts im Sommerpalast wächst daraus eine enge Freundschaft.
Mit Hinagiku Kayō verbindet sie ein besonders vertrautes Verhältnis.
Die beiden sprechen sich sogar mit ihren Vornamen an.
Nadeshiko Iwaizuki und Rindo Azami
Mit der Herbst-Gefolgschaft verbindet Ruri ein Verhältnis gegenseitiger Lebensrettung.
Zu Nadeshiko Iwaizuki pflegt sie ein gutes Verhältnis und schenkt ihr sogar den Wachhund Hanagiri.
Als die Herbst-Gefolgschaft im Brückenreich in eine Notlage gerät, eilt Ruri gemeinsam mit ihrem Ehemann zu Hilfe.
Auch die Winter-Gefolgschaft ist dann anwesend.
Familie Hazakura
Ruris Eltern arbeiten für das Sommeramt.
Ihr Vater ist ein sanfter und ruhiger Mann, der nur in extremen Situationen zornig wird.
Lange wirken beide Eltern, als würden sie den Mächtigen im Dorf einfach gehorchen.
Seit Ruri zur Repräsentantin erwählt wurde, blieb das Verhältnis innerhalb der Familie angespannt und unbeholfen.
Trotzdem zeigen die Eltern unverändert tiefe Liebe zu ihren Töchtern.
Als die Dorfältesten die Schwestern hart angreifen, stellen sie sich entschieden schützend vor sie.
In einem Werk, in dem viele problematische Elternfiguren auftreten, gelten die Hazakura-Eltern insgesamt als vergleichsweise vernünftig.
Gerade das macht ihre familiären Brüche umso tragischer.
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