Rantarou Inadera ist der Protagonist der Serien "Nintama Rantarou" und "Rakudai Ninja Rantarou". Er stammt aus einer langen Linie von Durchschnittsninjas, die in der Settsu-Provinz leben. Um ein Elite-Ninja zu werden, tritt er der Ninja Akademie bei. Rantarou ist ein freundlicher, ehrlicher Junge mit auffälligen roten Haaren, einer schlechten Sehkraft, weshalb er eine Brille trägt, und hervorragenden sportlichen Fähigkeiten. Er ist für seine Zeichentalente und seine schnelle Auffassungsgabe berüchtigt, wird aber wegen seiner Gutmütigkeit oft in unerwartete Schwierigkeiten verwickelt. Zusammen mit Kirimaru Settsuno und Shinbei Fukutomi bildet er das berühmte Dreiergespann der "Nintama". Neben den unzähligen Missgeschicken zeichnet ihn sein aufrichtiges Herz aus, das ihm Freunde und viele ungewöhnliche Erlebnisse beschert.
Rantarou ist 136 cm groß und wiegt 30 kg. Er hat auffällig rotbraune, dünne Haare, die zu wirrem Haar führen, weil er daraus keinen traditionellen Haarknoten binden kann. Wegen seiner extremen Kurzsichtigkeit trägt er ständig eine Brille. Sein Teint ist hell und sein Körperbau schlank, was ihn jünger erscheinen lässt. Im Alltag trägt er meist die typische Ninja-Uniform der Akademie, doch bei besonderen Gelegenheiten, zum Beispiel als Vertretung des Gesundheitskomitees, trägt er einen bandanaähnlichen Turban und krempelt seine Ärmel hoch.
Rantarou ist offen, freundlich und ein aufrichtiger Menschenfreund. Er schätzt Gerechtigkeit, hilft anderen stets, ist jedoch häufig Opfer eigener Gutmütigkeit. Sein Lieblingsspruch ist "Anstrengung", was sein Pflichtbewusstsein und Streben nach Verbesserung betont. Trotz seiner Schwächen in Schule und Praxis bemüht er sich immer, alle Aufgaben gewissenhaft zu erledigen. Seine Kameradschaft und Zuverlässigkeit machen ihn oft zum Vermittler zwischen seinen chaotischen Freunden. Besonders ausgeprägt ist seine Fähigkeit, sich rasch an ungewohnte Situationen anzupassen und originelle Lösungen zu finden.
Rantarou wurde als Sohn einer traditionsreichen Ninja-Familie geboren, die jedoch nie über den Status gewöhnlicher Fußsoldaten hinausgekommen ist. Sein Vater, Heinosuke, ist ein aktiver Ninja, seine Mutter war früher eine Kunoichi – eine weibliche Ninja. Weil die Familie bescheiden ist, arbeitet sie meist auf dem Feld als Bauern. Dennoch ist Rantarous Ziel, aus dem Schatten seiner Herkunft hervorzutreten und ein Elite-Ninja zu werden. In der Ninja Akademie ist er Mitglied des Gesundheitskomitees, in Band 24 für ein Kapitel Teil des Gerätekommitees.
Er ist mit Abstand der schnellste Läufer seiner Klasse und kann 100 Meter in 10 Sekunden laufen. Sein Sprungvermögen ermöglicht es ihm, zwei Meter hohe Wände zu überwinden. Darüber hinaus verfügt er über viel Geschick bei der Ersten Hilfe, da er dem Gesundheitskomitee angehört – in kritischen Situationen übernimmt er oft die Versorgung von Verletzten. Seine ausgeprägte Beobachtungsgabe und sein Talent fürs Porträtzeichnen helfen ihm, Personen schnell zu erkennen oder sogar Ninja-Techniken wie Doppelgänger zu durchschauen. Seine ausgeprägte Kurzsichtigkeit dient beim Entlarven von Illusionen oft als Vorteil.
Seine engsten Freunde sind Kirimaru Settsuno und Shinbei Fukutomi. Die drei wurden direkt nach der Aufnahmeprüfung zu Freunden, nachdem Kirimaru seine gesparten Münzen lautstark als Aufnahmegebühr ausschüttete und Rantarou daraufhin unter dem Münzberg vergraben wurde. Seither bilden sie ein unzertrennliches Team, das sich ergänzend durch das Schulleben kämpft. Obwohl sie aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen stammen, ist ihr gegenseitiger Respekt und ihre Loyalität die Basis ihrer tiefen Freundschaft. Weitere enge Kontakte bestehen vor allem zu Mitgliedern des Gesundheitskomitees wie Isaku Zenpoji, Kazuma Santanda und Fushikizo Tsurumachi.
- Der Name "Inadera" stammt von einem Ortsnamen in Amagasaki, während "Rantarou" von der starken Kurzsichtigkeit des Autors inspiriert ist.
- Im offiziellen Beliebtheitsvoting belegte Rantarou 2011 den zweiten Platz unter den Unterstufenschülern.
- In der Anfangszeit des Anime mochte er Milch, Radioübungen und Schriftrollen – dies sind Anime-exklusive Eigenschaften.
- In den ersten Folgen sprach er sich gelegentlich mit „ich“ und „mein“ (bzw. „ore“), später überwiegend mit „boku“ oder „watashi“ an.
- Sein Kopfhaar wird im japanischen Fandom manchmal mit „wie eine Mutter aus der Showa-Ära“ verglichen.
Schuleintritt und Freundschaften
Am Tag der Aufnahmeprüfung in die Ninja Akademie begegnet Rantarou zum ersten Mal Kirimaru und Shinbei. Sie freunden sich sofort an, nachdem Kirimaru seine mit Münzen gefüllte Tüte ausschüttet und Rantarou unter den Münzen begraben wird. Shinbei trifft wenig später dazu. Die drei Jungen merken schnell, dass sie ähnliche Probleme und Schwächen haben, was sie enger zusammenschweißt.
Alltag an der Akademie
Rantarou übernimmt in der Dreiergruppe die Rolle des Anführers und Schlichters, da Kirimaru oft mit Nebenjobs beschäftigt ist und Shinbei sich mit Lernen schwertut. Trotz seiner geringen schulischen Leistungen nimmt sich Rantarou alle Aufgaben zu Herzen. Er setzt sich nicht nur für seine Freunde, sondern auch für andere Mitschüler ein.
Engagement im Gesundheitskomitee
Als Mitglied des Gesundheitskomitees ist Rantarou häufig für die Erste Hilfe zuständig. Er kann im Notfall schnell handeln, hilft Verletzten kompetent und ist deswegen auch schon Vertretung des Komitee-Leiters Isaku Zenpoji geworden. In einem Film übernimmt er sogar dessen Aufgaben, auch mit passender Kopfbedeckung.
Konfrontationen und Abenteuer
Wegen seiner freundlichen, aber manchmal naiven Art wird er oft Ziel von Streichen, Herausforderungen oder Angriffe z.B. durch seinen Erzfeind Happousai. Rantarou beweist jedoch bei Gefahr Kreativität und Mut, um sich und seine Freunde zu retten. Besonders bei Vorfällen, die schnelles Handeln erfordern, kann man sich immer auf ihn verlassen.
Der Beiname „Unglückskind“
Der Ruf, dass im Gesundheitskomitee nur die unglücklichsten Schüler landen, trifft auch auf Rantarou zu, weshalb er neben dem Spitznamen „Windwirbelkind“ auch „Unglückskind“ genannt wird.
Blutgruppe: 0
Geburtsort: Settsu-Provinz
Größe: 136 cm
Gewicht: 30 kg
Lieblingswort: "Anstrengung"
Spitznamen: „Windwirbelkind“, „Unglückskind“
Beliebtheitsranking: Platz 2 bei Unterstufenschülern (2011)
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