Sophitia ist eine rätselhafte Kreatur aus einer anderen Welt und eine der zentralen Figuren der gesamten 9-nine-Reihe. Sie erscheint stets schwebend und taucht auf, indem sie den Raum aufreißt, wenn der Protagonist sie ruft oder sie selbst etwas zu besprechen hat. Ihr ungewöhnliches und zugleich niedliches Aussehen erinnert an ein Kuscheltier, doch behauptet sie, diese Gestalt sei nur ihr „vorübergehendes Erscheinungsbild“ und sie sei in Wahrheit eine wunderschöne junge Frau. Die vermeintliche Kuscheltierform ähnelt eigentlich eher einer Marionette – wenn ihr „echtes Ich“ abwesend ist, schweigt sie, kann ihre Form verändern und wird nach Zerstörung sofort wiederhergestellt.
Schwebende, marionettenartige Gestalt mit einem Touch Niedlichkeit, aber auch etwas Unheimlichkeit.
Ihr Auftreten in dieser Form ist lediglich ein Phantomkörper, sie bezeichnet ihr wahres Ich als bildschöne Frau.
Ihr Äußeres kann sich beliebig verändern, doch nach Zerstörung stellt sie sich sofort wieder her.
Sophitia ist für ihre scharfe Zunge und direkten Aussagen bekannt. Sie handelt oft pragmatisch und zeigt wenig Zögern, auch bei harten Entscheidungen zum Schutz vieler. Trotzdem ist sie nicht völlig kalt, sondern beweist Zuneigung zu Kakeru Niimi und Miyako Kujou sowie Fürsorglichkeit für deren Wohlergehen. Ihr Humor ist trocken, nicht ohne Ironie, und sie genießt es, sich ihrer Überlegenheit und Erfahrung spielerisch bewusst zu sein – etwa wenn sie behauptet, ein bezauberndes Mädchen zu sein. Gleichzeitig ist sie aber auch streng, wenn es um die Einhaltung von Regeln, insbesondere in ihrer Organisation, geht.
Sophitia stammt aus einer Welt, in der sogenannte Artefakte natürlicher Bestandteil sind. Sie ist Mitglied der Organisation Sephiroth, die Artefakte streng überwacht und kontrolliert. Ehemals war sie selbst als Iris bekannt, eine Schlüsselfigur beim Vorfall um ausgelaufene Artefakte vor 1000 Jahren. Nach der Rückgabe der Artefakte gründete sie Sephiroth und behandelt Artefaktsicherheit seitdem mit äußerster Sorgfalt. Die meiste Zeit ist sie nur für Artefaktnutzer sichtbar und hat den Protagonisten und Miyako wegen eines Vorfalls mit dem heiligen Artefakt ihres Landes in ihre Welt eingreifen lassen, um verlorene Objekte zurückzuholen.
Ihr wichtigstes Artefakt ist das „Auge der Welt“, mit dem sie Erfahrungen sowie Wissen aus parallelen Welten erhält. Sie kann auch durch verschiedene, niedrigere Artefakte andere Fähigkeiten erlangen: Sophitia ist für normale Menschen nicht wahrnehmbar, kann Nachrichten übersetzen, wenn es entsprechende Konzepte gibt, oder komplett unverständlich wirken. Zusätzlich ist sie immun gegen bestimmte andere Artefaktkräfte wie die der „magischen Augen“. Ihre Beobachtungsgabe und Fähigkeit, Informationen blitzschnell zu sammeln, sind bemerkenswert – sie findet innerhalb eines Tages die Identität und den Hintergrund neuer Charaktere. Ihren eigentlichen Kräften fehlt nach der fast vollständigen Vertragsaufhebung allerdings die frühere Macht.
Sie agiert immer als Unterstützerin für Kakeru Niimi, Miyako Kujou und später für die gesamte Gruppe, auch wenn ihre Kooperationsbereitschaft oft zu wünschen übrig lässt.
Ihre Verbindung zu Iris ist eng – sie ist letztlich die transformierte Persönlichkeit der ehemaligen Artefaktnutzerin.
Sophitia arbeitet offiziell für Sephiroth, teilt aber meist nur das absolute Minimum an Informationen mit ihren Verbündeten.
Sie hat eine besondere Beziehung zur Spielerfigur und nennt diese letztlich sogar den „Neunten“.
Im Anime wird Sophitia von Satomi Arai vertont.
Hauptsächlich spielt sie die Rolle eines Maskottchens der Serie, ist aber viel tiefer in die Handlung verflochten.
Sie hat eine Vorliebe für alles, was „heruntergefallen“ ist – für sie ist das automatisch ihr Besitz.
Obwohl sie sich selbst als wunderschöne Frau bezeichnet, ist ihr tatsächliches Erscheinungsbild ein Running Gag.
„Gerade weil man etwas zu sagen hat, muss man sich an Regeln halten. Wenn jeder tut, was er will, bricht die Organisation auseinander.“
„Alles, was herunterfällt, gehört ab sofort mir.“
9-nine- Shihaisha no Oukan
Sophitia trifft den Protagonisten als angeblich verlorenes Kuscheltier am Schrein und wird fortan zu dessen rätselhaft schwebender Begleiterin. Sie unterstützt in kritischen Momenten, etwa bei der Brandkatastrophe, indem sie Hinweise gibt und zur Zusammenarbeit motiviert. Sie klärt die Protagonisten stückweise über Artefakte auf, bleibt gleichzeitig aber oft geheimnisvoll und gibt nur das preis, was sie muss. Die meisten entscheidenden Hinweise zu anderen Nutzern und deren Hintergründen zieht sie in Rekordzeit aus der Realität.
9-nine- Sora, Lied der Himmelsfarbe
Die Entwicklung der Gruppe verfolgt Sophitia mit teils verblüfften, teils kritischen Kommentaren. Sie warnt beispielsweise Sora Niimi vor unkontrollierter Kräfteanwendung und greift ein, als Ghost angreift, indem sie dessen Fähigkeiten blockiert. Sie überlässt dem Protagonisten ein wichtiges Artefakt und nimmt bei Gefahr die Form einer Maske an, um als Schutzschild zu dienen. Am Ende wird enthüllt, dass sie auch mit dem Strippenzieher Yoichi Fukazawa in Verbindung steht.
9-nine- Frühlingsklang im Wind
Vor Veröffentlichung gab es Hinweise auf einen Verrat durch Sophitia. Ihre komplexen Beziehungen, etwa mit Ghost, dem vermuteten Anwender der „magischen Augen“, kommen ans Licht. Sie wird immer wieder von der Gruppe verdächtigt und zum Ziel untersucht, wobei sie sich teils widersprüchlich, teils bewusst verschlossen verhält. Am Ende dieses Teils kommt es zu einer dramatischen Konfrontation mit Iris, wobei Sophitia ihre Geheimnisse offenbart und erstmals ihre wahre enge Verbindung zum Spieler und den wiederholten Zeitreisen aufdeckt.
9-nine- Nach dem Schneeblumenfall
Nachdem der Spieler mit den Kräften des „Overlord“ umzugehen lernt, ändert sich Sophitias Silhouette und sie muss schwierige Entscheidungen unterstützen. Sie gibt Details über die riskanten Bedingungen der Kraftübertragung bekannt, warnt und rät aber letztlich immer im Sinne möglichst geringer Verluste. Nach einem apokalyptischen Zusammenbruch der Stadt und der scheinbaren Vernichtung der Kontrahentin Iris schließt sie mit den Überlebenden die Mission ab, bis es zu einem weiteren Zeitloop-Szenario mit neuer Finalkatastrophe kommt.
Ihre Identität als Iris – die den ersten großen Artefaktvorfall vor 1000 Jahren beendete – wird erst nach und nach enthüllt.
Ihre Rolle schwankt zwischen Beraterin, Mittlerin und strategischer Spielerin, abhängig von ihrer Einschätzung der Lage und dem Verhalten der Gruppe.
Sie fungiert als Kanal, über den die Metafiktionalität des Spiels – insbesondere Player-Choices und alternative Pfade – direkt angesprochen werden.
💬 Community-Diskussion
Sprich über diesen Anime mit Menschen, denen er wirklich am Herzen liegt.