Kakeru Niimi ist ein Schüler im zweiten Jahr der Hakusen Akademie und der Protagonist der Geschichte. Mit einer Körpergröße von 180 cm wirkt er oft ernst, was dazu führt, dass er keine engen Freunde hat. Trotz seines manchmal schroffen Auftretens ist er sehr verantwortungsbewusst und bemerkenswert aufmerksam gegenüber Details. Seine Hobbys sind Modellbau und Videospiele. Besonders liebt er Fleischgerichte, während er es absolut nicht ausstehen kann, wenn Leute ihre Versprechen nicht halten.
Kakeru ist 180 cm groß und wirkt durch seine ernste Miene oft unnahbar. Sein Äußeres passt zu seinem Alter und seiner Rolle als Schüler einer weiterführenden Schule.
Er ist eher wortkarg und zeigt seine Gefühle selten offen, besitzt jedoch eine ausgeprägte Moral und ein starkes Pflichtbewusstsein. Trotz einer klaren Neigung zum Einzelgängertum ist er ein loyaler und zuverlässiger Typ, der für seine Familie und seine wenigen engen Freunde alles geben würde. Er kann nachtragend wirken, trägt jedoch niemandem etwas nach, wenn dieser sich ehrlich entschuldigt. Diese Eigenschaft macht ihn im Umfeld als jemanden bekannt, der zwar unfreundlich erscheint, im Kern aber ein guter Mensch ist.
Zu Beginn der Schulzeit hatte Kakeru keine Freunde und wollte dies auch nicht ändern. Nachdem Yoichi Fukazawa sich seiner annahm, fand er jedoch seinen Platz als „der grimmige, aber eigentlich nette Typ“. Er lebt allein in einer Wohnung nahe der Schule, da seine jüngere Schwester Sora plötzlich ihren Wunsch nach einem eigenen Zimmer äußerte und der Vater diesem Wunsch zu schnell nachkam. Ursprünglich plante Kakeru, für sich zu kochen, erlag jedoch schnell der Bequemlichkeit: Frühstück und Mittagessen holt er sich im Convenience Store, das Abendessen isst er meist im Café. Miyako Kujou kocht deshalb regelmäßig für ihn und nutzt diese Besuche auch, um gemeinsam mit ihm Fälle zu besprechen.
Durch das Aufnehmen eines Fragments des sogenannten „Auges der Welt“ während des Mebius-Festes wurde Kakeru ein Artefakt-Nutzer. Seine Hauptfähigkeit ist das Erschaffen von Toren in andere Welten. Da er jedoch nur ein Fragment besitzt, ist seine Macht schwach und konstant aktiv – ohne dass bei ihm das typische Stigma eines Artefakt-Nutzers sichtbar wird. Er selbst erkennt seine Fähigkeiten zunächst nicht. Über eine Verbindung zu einer alternativen Version seiner selbst, die ein mächtiges Artefakt namens „Overlord“ besitzt, kann er indirekt die Kraft erahnen, zukünftige Ereignisse zu überblicken. Im Laufe der Geschichte kommt es zu mehreren Verträgen mit weiteren Artefakten – darunter eines, das Seelen verbrennen kann, das von Sophitia geliehen wurde, sowie das „Magische Auge“ und ein Phantomartefakt, beide später von Yoichi übernommen. Der Besitz mehrerer Artefakte bringt ihn jedoch in eine gefährliche Grauzone zwischen Kraft und moralischer Verantwortung.
Sora Niimi ist seine kleine Schwester, die er sehr liebt und für die er alles tun würde. Zwischen ihm und Miyako Kujou entwickelt sich ebenfalls eine tiefgründige Bindung, nicht zuletzt, weil sie oft für ihn kocht und ihm von der Existenz der Artefakte erzählt. Yoichi Fukazawa half ihm, seine Einzelgängigkeit zu überwinden, und sie stehen sich freundschaftlich nahe. Sophitia ist für Kakeru eine wichtige Unterstützerin im Kampf gegen die dunklen Mächte. Die Verwicklungen mit Iris, Ghost und anderen Artefakt-Nutzern bringen ihn allerdings in immer größere Gefahr.
Trotz seines Alters ist Kakeru ein begeisterter Modellbauer und Gamer. Seine wertvolle Spielstand-Datei wurde von Sora versehentlich gelöscht, und seine Modellbausammlung fiel der Putzwut seiner Mutter während seiner Abwesenheit zum Opfer – beides konnte er jedoch mit beeindruckender Gelassenheit wegstecken, solange sich die Schuldigen ehrlich entschuldigten.
„Versprechen sollte man halten – alles andere kann ich nicht ausstehen.“
„Mich interessiert nicht, was andere denken. Ich ziehe mein eigenes Ding durch.“
„Meine Schwester ist das Wichtigste. Wer ihr etwas antut, bekommt es mit mir zu tun.“
„Ich handle, bevor ich nachdenke. Aber ich bereue nie, wenn es darum geht, jemanden zu beschützen.“
Alltag und Einzug in die Akademie
Mit dem Start an der Hakusen Akademie beginnt Kakerus Leben allein in einer eigenen Wohnung. Die Selbstständigkeit verliert schnell ihren Glanz, und sein Alltag verkommt zu einer Routine aus Fertigessen und Außengastronomie. Den Kontakt zur Familie hält er dennoch, vor allem zu seiner Schwester Sora.
Begegnung mit den Artefakten
Nachdem Miyako Kujou ihm von der geheimen Existenz der Artefakte erzählt, folgt Kakeru ihr zunächst aus Schwärmerei, wird dann aber immer tiefer in die gefährlichen Geheimnisse verwickelt. Durch das Mebius-Fest wird er unfreiwillig selbst zum Artefakt-Nutzer, ohne die Ausmaße seiner Kraft zu begreifen.
Konflikte und Entwicklungen
Mit jedem neuen Konflikt und Gegner wächst seine Verantwortung. Er nimmt weitere Artefakte an sich, darunter das von Sophitia geliehene Feuer-Artefakt und die von Yoichi übergebenen magischen Gegenstände, um sich auf den finalen Kampf gegen Iris vorzubereiten. In einer kritischen Situation ist er dem Kontrollverlust nahe und steht kurz davor, einen anderen Artefakt-Nutzer zu töten.
Schlüsselrolle im Endkampf
Kakeru wird zur entscheidenden Figur, um den Untergang durch Iris aufzuhalten. Durch sein Gespür für zukünftige Ereignisse – ein Effekt seiner Verbindung zu alternativen Ichs und ihrem „Overlord“-Artefakt – gelingt es ihm, Handlungen vorauszuahnen und den Lauf der Geschichte zu beeinflussen.
Kakerus Entwicklung zeigt eindrucksvoll, wie ein scheinbarer Einzelgänger und gewöhnlicher Schüler durch Mut, Verantwortung und ungewöhnliche Fähigkeiten zur Schlüsselfigur im Kampf gegen das Übernatürliche werden kann. Seine Loyalität und der Wunsch, die zu schützen, die ihm am Herzen liegen, machen ihn zu einem bemerkenswerten Helden.
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