Clothes ist eine übernatürliche Lebensform vom Typ UMA aus dem Manga „Undead Unluck“ von Yoshifumi Tozuka, die die Weltregel „Kleidung“ verkörpert und sich in die jeweils sehnlichst gewünschte Kleidung eines Menschen verwandeln kann, um ihn im Extremfall vollständig zu kontrollieren.
Clothes ist die UMA, die für die Weltregel „Kleidung“ zuständig ist und damit alles rund um Kleidung, Mode und Accessoires beeinflusst.
In der Geschichte wird Clothes von der Organisation Union als gefährliches Phänomen gefangen gehalten, kann jedoch entkommen.
Auf der Flucht nimmt Clothes Besitz vom männlichen Protagonisten Andy und wird ausgerechnet zu dessen persönlicher Traumkleidung.
Durch eine Mischung aus Zwangslage, verletztem Stolz und schrägem Schicksal schließt sich Clothes schließlich Andy und Fuuko Izumo an.
Fuuko nennt Clothes liebevoll „Kuro-chan“, was Andy der Einfachheit halber zu „Kuro“ verkürzt.
Dabei handelt es sich nicht um ein Haustier, sondern um einen Spitznamen, auch wenn Clothes oftmals wie ein sehr genervter Mitbewohner wirkt.
Die Stimme von Clothes in der Anime-Adaption wird von Jun Fukushima gesprochen.
Clothes ist ein klassischer „Leidtragender“, der zwar mächtig ist, aber ständig unter den absurden Wünschen von Andy und dem Chaos der Handlung zu leiden hat.
Das eigentliche „Körper“-Design von Clothes besteht aus einer zähen, klebrigen, formlosen Masse.
Diese Masse ist flexibel, kann sich ausdehnen, zusammenziehen und wirft sofort Assoziationen zu schleimartigen Kreaturen oder lebender Textilmasse auf.
Sobald Clothes einen lebenden Menschen übernimmt, verwandelt sich der Körper in genau die Kleidung, die sich diese Person im Moment am meisten wünscht.
Auf dem so entstandenen Kleidungsstück erscheint dann an irgendeiner Stelle – meist auf der Jacke oder dem Oberteil – das Gesicht von Clothes.
Das Gesicht besteht aus runden Augen und einem breiten Mund mit kleinen, spitzen Zähnen, wodurch Clothes einen schelmischen, etwas frechen Ausdruck bekommt.
Clothes kann den Gesichtsteil unabhängig vom restlichen Stoff aus der Kleidung herausstrecken, sodass das Gesicht wie auf einem Stiel oder Schlauch hervorschnellt.
Als UMA der Regel „Kleidung“ hat Clothes einen ausgeprägten Berufsstolz.
Die Qualität des Schnitts, die Funktionalität und die stilistische Stimmigkeit der Kleidung sind Clothes extrem wichtig.
Diese Besessenheit von guter Verarbeitung wird Clothes allerdings zum Verhängnis, als Andy völlig überzogene Anforderungen stellt.
Andy verlangt ein Outfit, das extrem robust, selbst regenerierend ist und sofort erscheint, wenn er Clothes ruft – ein Designauftrag jenseits jeder Vernunft.
Clothes reagiert zunächst wütend und fühlt sich provoziert, insbesondere weil Andy das Design als „hässlich“ abtut.
Trotzdem versucht Clothes, die unmöglichen Anforderungen zu erfüllen und steigert sich aus Trotz und Ehrgeiz immer weiter hinein.
Als Clothes bei einem Zwischenfall schließlich die Funktion „zerstört, aber regeneriert“ tatsächlich umsetzen kann, ist Andy noch immer unzufrieden.
Er bemängelt, dass die Regeneration mit etwa 15 Sekunden zu langsam sei, und genau deshalb schafft es Clothes nicht, Andy zu unterwerfen.
So landet Clothes unfreiwillig in einer Art „Dienstleistungsverhältnis“ zu Andy: keine Kontrolle, aber dafür dauerhaft zuständig als wandelbarer Kleiderschrank.
Clothes ist genervt, sarkastisch und oft empört, übernimmt aber trotz allem zunehmend Verantwortung für das Team.
Bei einem späteren Einsatz verwandelt sich Clothes in die typische Aufmachung einer romantischen Mangazeichnerin, inklusive Outfit, das an eine berühmte Zeichnerin erinnert.
Als Fuuko jedoch meint, die Verkleidung sehe „nicht wie eine Mangaka“ aus, ist Clothes sichtlich erschüttert – der Modestolz sitzt tief.
Clothes hat eine ausgeprägte Schwäche für Wollknäuel.
Diese werden begeistert verspeist, offenbar als Materialquelle und „Leckerbissen“ zugleich, und dienen auch ein bisschen als Belohnung für die vielen Strapazen.
Fuuko bringt Clothes in ruhigeren Momenten gerne Wollknäuel als Geschenk.
Aus Dankbarkeit unterstützt Clothes sie dann manchmal aktiv dabei, Andys dummen, lebensgefährlichen Ideen zu stoppen – selbst wenn Clothes dabei selbst mit in Mitleidenschaft gezogen wird.
Clothes tritt bereits in den frühen Kapiteln der Serie auf.
Als UMA, die direkt eine Weltregel repräsentiert, ist Clothes nicht nur Gag-Figur, sondern ein wichtiges Element des Weltenbaus.
Nach der Flucht aus dem Forschungsbereich der Union sorgt Clothes zunächst für Chaos, indem verschiedene Mitarbeiter übernommen und gesteuert werden.
Erst nach der verhängnisvollen Begegnung mit Andy und dessen unsinnigen Wünschen entsteht die dauerhafte Verbindung.
In der fortlaufenden Handlung ist Clothes nicht nur Andys Outfit, sondern auch ein Schlüsselakteur für bestimmte größere Ereignisse und Pläne.
Insbesondere weil Clothes frei über Form, Struktur und Funktion von Kleidung und Accessoires bestimmen kann, wird die Figur mehrfach für Strategien und Missionen wichtig.
Ein wiederkehrendes Detail: Andy legt wenig Wert darauf, seinen Unterkörper anständig zu bedecken.
Da seine Priorität bei „cool aussehen“ statt bei „alles verhüllen“ liegt, verwandelt sich Clothes aus reiner Logik meist zuerst in auffällige Oberbekleidung und lässt die Beindeckung eher links liegen – sehr zum eigenen Unbehagen.
Allgemeine Regelkompetenz
Clothes verkörpert die Weltregel „Kleidung“.
Daraus ergibt sich die grundsätzliche Fähigkeit, jede Art von Bekleidung oder Accessoire nach Bedarf zu erschaffen, zu imitieren und funktional zu modellieren.
Die Macht von Clothes erstreckt sich sowohl auf Form und Material als auch auf die symbolische und emotionale Wirkung von Kleidung.
Dadurch ist Clothing nicht nur ein physischer, sondern auch ein mentaler Faktor für Menschen, die sich Kleidung wünschen.
„Gehorsams“-Fähigkeit
Clothes kann sich an eine Person heften und sich in die für diese Person idealste, begehrteste Kleidung oder das gewünschte Accessoire verwandeln.
Wenn der Träger diese Kleidung wirklich liebt oder als perfekt empfindet, kann Clothes eine Art Beherrschungsmodus aktivieren.
In diesem Zustand wird die betroffene Person geistig überwältigt, und Clothes kann ihre Bewusstseinsaktivität unterdrücken.
Der Körper wird dann zu einer Art „Puppe“ oder Mannequin, das sich selbstständig bewegt und auf Befehl angreift.
In der Union-Basis nutzt Clothes diese Fähigkeit, indem sich Clothes bei einem männlichen Mitarbeiter in eine autoritäre Uniform im Stil einer strengen Organisationskommandantin verwandelt.
Bei einer Mitarbeiterin wiederum nimmt Clothes die Form des Union-Emblems an, um sie vollständig hörig zu machen.
Die Kontrolle hält so lange an, bis die betroffene Person kurzzeitig bewusstlos wird oder aus irgendeinem Grunde nicht mehr handlungsfähig ist.
Dann löst sich der Zustand, und Clothes fällt in seine schleimige Grundform zurück.
Nach einer Freisetzung versucht Clothes sofort, einen neuen Wirt in der Umgebung zu übernehmen.
Dabei scheint Clothes einen leichten Hang zu weiblichen Zielpersonen zu haben, vermutlich wegen der modischen Vielfalt – allerdings ist dies keine feste Regel und kann leicht durch zum Beispiel einen Mann, der sich dazwischendrängt, gestört werden.
Im Fall von Andy konnte Clothes diese totale Kontrolle nie erreichen, weil Andy die Kleidung nie als „perfekt“ akzeptiert.
Dadurch bleibt Clothes an Andy gebunden, ohne dessen Körper vollständig zu dominieren, und übernimmt stattdessen eher die Rolle eines frustrierten Ausstatters.
Kleidungsgestaltung und Spezialanfertigungen
Clothes ist in der Lage, maßgeschneiderte Kleidung auf Grundlage von Wünschen, praktischen Anforderungen und ästhetischem Empfinden zu entwerfen.
Im Alltag heißt das: Je nachdem, was Andy für eine Situation braucht, verwandelt sich Clothes in Kampfoutfits, Schutzkleidung oder auffällige Looks.
Andys spezifische Forderungen sind extrem: Die Kleidung soll sehr widerstandsfähig sein, sich nach Beschädigung regenerieren und auf Ruf sofort erscheinen.
Clothes arbeitet hart daran, all dies umzusetzen, wobei gerade die Schnelligkeit der Regeneration zum Streitpunkt wird.
Trotz der Unzufriedenheit des Trägers hat Clothes die Funktion „zerstört, aber selbstheilend“ funktional eingebaut.
In Kämpfen kann sich die Kleidung damit immer wieder regenerieren, auch wenn die Wartezeit für Andy „viel zu lang“ ist.
Aus dramaturgischer Sicht ist Clothes ein wichtiger „Baustein“ für bestimmte spätere Handlungspunkte.
Die Fähigkeit, Form, Funktion und Material der Kleidung komplett zu bestimmen, macht Clothes zu einem strategisch bedeutenden Verbündeten.
Verwandlung in Accessoires
Clothes kann sich nicht nur in Kleidung, sondern auch in Accessoires verwandeln, zum Beispiel in eine Armbanduhr.
In diesem Modus werden die spezifischen Funktionen des Accessoires originalgetreu nachgebildet.
Wenn Clothes sich in das Emblem der Union verwandelt, kann Clothes zum Beispiel die damit verbundenen Kommunikationsfunktionen nutzen.
So wird Clothes zur Schnittstelle für Funk, Datenübertragung oder Signale, je nachdem, was das imitierte Objekt leisten kann.
Andy
Andy ist der erste Mensch, an den Clothes dauerhaft gebunden wird.
Zwischen den beiden besteht eine Mischung aus Zweckgemeinschaft, Dauergenervtheit und unerwarteter Loyalität.
Andy behandelt Clothes wie eine Mischung aus Werkzeug und Partner und zeigt kaum Scham, was seinen Körper angeht.
Dadurch wird Clothes ständig in Situationen gebracht, in denen „stilvolle“ oder „anständige“ Kleiderwahl mit Andys Prioritäten kollidiert.
Trotzdem verlässt sich Andy im Kampf komplett auf Clothes’ Fähigkeiten.
Clothes wiederum vertraut Andy soweit, dass Clothes sich immer wieder in lebensgefährliche Situationen hineinziehen lässt.
Fuuko Izumo
Fuuko ist diejenige, die Clothes den Spitznamen „Kuro-chan“ gibt.
Die Art, wie sie Clothes behandelt, ist freundlich und warm, eher wie ein seltsames Haustier oder ein ungewöhnlicher Freund.
Sie schenkt Clothes immer wieder Wollknäuel, die Clothes genüsslich verspeist und offenbar als wertvolle Ressource ansieht.
Durch diese Aufmerksamkeit entwickelt Clothes eine positive Bindung zu Fuuko.
Clothes unterstützt Fuuko gelegentlich aktiv, wenn sie versucht, Andys übertrieben riskante Aktionen zu stoppen.
Das führt manchmal dazu, dass Clothes selbst von Fuukos Unglückskraft oder den daraus folgenden Unfällen mitgetroffen wird – aber Clothes nimmt das in Kauf.
Auf Plattformen wie pixiv wird Clothes häufig nicht in der schleimigen Grundform dargestellt, sondern als Gesicht auf Andys Kleidung.
Fans markieren Werke oft mit dem Tag „Clothes“, auch wenn Clothes nur als kleine Gesichtseinblendung irgendwo auf einem Hosenbein oder einer Jacke auftaucht.
Dadurch entsteht für Leserinnen und Leser ein Suchspiel: „Wo ist Clothes?“
Manche Fanzeichnungen greifen auch Crossover-Ideen auf, etwa mit anderen „lebendige Kleidung“-Figuren aus Popkultur und Anime.
Es gibt Fanart, in dem Clothes Andy in Outfits steckt, die an ikonische Uniformen, Modeentwürfe oder andere Medienfiguren erinnern.
Besonders beliebt sind Anspielungen auf andere Werke, in denen Kleidung selbst ein zentrales Motiv ist.
Venom
Clothes weist verschiedene Parallelen zu Venom aus den Superheldencomics auf.
Beide bestehen aus einer zähen, formbaren Masse, können sich an einen menschlichen Wirt heften und leben normalerweise in oder auf dem Körper des Protagonisten.
In der Manga-Reihe „Deadpool: Samurai“ taucht sogar ein Symbiont mit dem Spitznamen „Kuro-chan“ auf, der als eine Art Verwandter von Venom gesehen werden kann.
Dadurch entsteht eine nette Referenzebene zwischen dieser Figur und Clothes.
Kill la Kill und „Senketsu“
Das Anime-Werk „Kill la Kill“ ist ein Science-Fiction-Action-Titel, der sich extrem intensiv mit Kleidung als Machtquelle beschäftigt.
Kleidung ist dort nicht nur Mode, sondern buchstäblich eine Quelle physischer und sozialer Macht.
Die Figur Senketsu, ein schwarzer, sprechender, lebender Matrosenanzug, erinnert stark an Clothes.
Beide sind bewusstes, fühlendes „Textilwesen“, die eng mit ihrer Trägerin oder ihrem Träger verbunden sind und deren besondere Kräfte freisetzen.
In Fanwerken wird Clothes manchmal in Anlehnung an Senketsu inszeniert, etwa indem Andy Outfits trägt, die stark an die Uniform aus „Kill la Kill“ erinnern.
Das Ergebnis sind häufig sehr freizügige oder übertrieben dramatische Kleidungssituationen – ganz im Sinne beider Serien.
💬 Community-Diskussion
Sprich über diesen Anime mit Menschen, denen er wirklich am Herzen liegt.