Shen Xiang ist eine fiktive Figur aus dem Manga Undead Unluck von Kei Tomozuka, ein chinesischer Kampfkünstler, Kämpfer mit der Negationsfähigkeit „Untruth“ und Mitglied des Union-Rats, wo er den Platz II am Runden Tisch einnimmt.
Er ist ein kampfbesessener, aber grundsätzlich gutherziger junger Mann, der chinesische Ausdrücke in seine Rede mischt und mit Körperkraft, Kung-Fu und uralten Relikten kämpft.
Shen Xiang ist Negator im Dienst der Organisation „Union“, die sich der Kontrolle von unerklärlichen Phänomenen widmet.
Seine Negationsfähigkeit „Untruth“ kehrt die wahre Absicht von Personen um, die er mag und die sich in seinem Blickfeld befinden.
Er nutzt einen eigenen Kung-Fu-Stil namens „Wahre Acht Extreme“ (Zhen Ba Ji) sowie mehrere antike Relikte, darunter der legendäre Stab „Ruyi Jingu“, die Fliegende Wolke „Jindouyun“ und später „Suixin Tiegan“.
Shen ist zugleich Schüler und Gegner des alten Meisters Feng Kowloon, mit dem ihn eine tragische Vergangenheit verbindet.
In einem Zeitstrang stirbt er als Mensch, wird durch das Relikt „Todes-Spiel“ als Jiangshi wiederbelebt und verliert dadurch seine Negationsfähigkeit.
In der neuen Zeitschleife wird seine Fähigkeit anders und deutlich früher erweckt, seine Schwester Mei überlebt, und sein Verhältnis zu Feng ist angespannt, aber nicht mehr von reinem Hass geprägt.
Name: Shen Xiang
Geschlecht: männlich
Geburtstag: 27. November
Alter: geheim (nicht offiziell angegeben)
Größe: etwa 185 cm
Gewicht: unbekannt, er gibt an, sich nicht zu wiegen
Hobby: Training, insbesondere Kampfkunst und körperliche Ertüchtigung
Spezialität: Er erkennt sehr schnell die Gewohnheiten und Schwächen anderer Menschen
Lieblingsessen: Hausmannskost von Mui, besonders Xiaolongbao
Fähigkeit: Negationsfähigkeit „Untruth – Unwahrheit“
Zugehörigkeit: Union, Mitglied des Runden Tisches, Platz II
Herkunft: ländliche Region in China mit schlechter Sicherheitslage
Shen ist ein muskulöser junger Mann mit jugendlichem, fast kindlichem Gesicht.
Er hat kurze, hellblaue Haare mit langen Koteletten und hellblaue Augen, was ihn optisch aus der Masse herausstechen lässt.
Sein Gesicht ist symmetrisch und ausgesprochen attraktiv, sodass er als „offizieller Schönling“ der Serie gilt.
In einer Mission kann er problemlos als Austauschschüler an einer japanischen Highschool untertauchen und erregt dabei gleichermaßen Aufmerksamkeit bei Mädchen und Jungen.
Seine Standardkleidung innerhalb der Union ist eine Mischung aus Anzug und traditionell chinesischer Kleidung.
Er trägt ein ärmelloses, weißes Oberteil im chinesischen Stil, dazu eine schwarze, weit geschnittene Hose, die an eine Hakama erinnert, sowie eine rote Krawatte und den Union-Emblem-Pin am linken Kragen.
Zur Ausrüstung gehören außerdem lange Handschuhe bis zu den Oberarmen, vermutlich um sich gegen Gegner zu schützen, die man nicht direkt berühren darf.
Auffällig ist der hohe Beinausschnitt seiner Hose, der viel Haut zeigt, was in Fankreisen zu der mittlerweile bestätigten Annahme führte, dass er darunter keine Unterwäsche trägt.
Der Autor begründet diesen „No-Pants“-Fakt mit eigenen Erfahrungen aus dem Kendo: Viele starke Kämpfer hätten unter der Hakama nichts getragen, woraus die Assoziation entstanden sei, dass „stark“ und „ohne Unterhose“ zusammengehören.
Diese Eigenheit unterstreicht den lockeren und furchtlosen Charakter von Shen – Komfort und Kampfgefühl gehen ihm vor Konventionen.
Shen spricht von sich meist in der ersten Person als „ich“ und tritt als lebensfroher, kommunikativ-offener junger Mann auf.
Er ist sehr gesellig, lacht viel, zeigt seine Emotionen deutlich im Gesicht und wirkt auf andere schnell sympathisch.
Im Alltag ist er verspielt und wirkt oft wie ein freiheitsliebender Chaot, der andere gerne neckt und in seinen Rhythmus hineinzieht.
Gleichzeitig ist er erstaunlich fürsorglich, etwa wenn er Andy und Fuuko Izumo bremst, wenn deren impulsives Handeln außer Kontrolle zu geraten droht.
Seine eigentliche Natur ist jedoch die eines kompromisslosen Kampfbesessenen.
Je stärker der Gegner ist, desto mehr blüht er auf, und taktisch raffinierte oder technisch brillante Moves kommentiert er begeistert – oft mit chinesischen Ausrufen wie „Zhen cai!“ („Großartig!“).
Im Angesicht wahrer Stärke verzieht sich sein sonst freundliches Lächeln zu einer unheimlichen, fast dämonischen Fratze.
Dieser Kontrast zwischen sorgloser Freundlichkeit und fanatischer Kampfbesessenheit macht einen wesentlichen Teil seines Reizes aus.
Shen träumt von „Tianxia Wushuang“ – dem Status der absoluten Unübertroffenheit, der Nummer Eins unter allen Kämpfern der Welt.
Dafür trainiert er unermüdlich, verbringt viel Zeit im Trainingsraum der Union und pflegt seinen Körper mit großer Disziplin.
Trotz seines Chaos-Faktors ist Shen in der Lage, ernsthaft Verantwortung zu übernehmen, etwa wenn es darum geht, seine Freunde oder seine Untergebene Mui zu schützen.
Er kann kooperativ und teamfähig handeln, sobald er erkennt, dass es der beste Weg ist, einen starken Gegner zu besiegen oder jemanden zu retten, der ihm wichtig ist.
Seine moralische Haltung ist nicht immer konform mit der Union: Er stellt persönliche Ziele, Vorlieben und den Reiz eines Kampfes durchaus über Befehle oder Missionsprotokolle.
Das führt immer wieder zu Problemen und erfordert, dass andere Charaktere seine „Sauereien“ hinter ihm aufräumen.
Privat ist Shen überraschend schlampig.
Ohne Mui würde sein Alltag schnell im Chaos versinken, auch wenn er grundsätzlich kochen kann und gelernt hat, sich selbst zu versorgen.
Mui
Mui ist eine junge chinesische Frau und die einzige direkte Untergebene von Shen innerhalb der Union.
Sie fungiert sowohl als Assistentin im Einsatz als auch als Stütze in seinem Privatleben.
Shen nennt sie liebevoll „Mui-chan“ bzw. in deutscher Übertragung einfach „Mui“ mit sehr vertrautem Ton.
Er schätzt sie hoch, kocht mit ihr, trainiert mit ihr und verlässt sich auf ihre organisatorischen Fähigkeiten sowie ihre eigene Kampferfahrung.
Mui hilft ihm, seine privaten und beruflichen „Schadensfälle“ zu managen: Sie räumt hinter ihm auf, strukturiert Missionen und hält ihn im Alltag auf Kurs.
Im Gegenzug betrachtet Shen sie als jemanden, den er unbedingt beschützen will – in der ersten Zeitschleife sogar um den Preis seines eigenen Lebens.
In seiner Jiangshi-Form ist Shen direkt an Mui gebunden, die durch das Relikt „Todes-Spiel“ zur „Herrin“ seines untoten Körpers wird.
Fortan weicht er ihr kaum von der Seite und agiert als ihr Leibwächter und Gefährte.
Fuuko Izumo und Andy
Shen ist derjenige, der bei der ersten Begegnung mit Fuuko Izumo und Andy nach einer intensiven Auseinandersetzung beschließt, sie der Union zu empfehlen.
Er erkennt in ihnen enormes Potenzial und ist zugleich vom Kampf mit Andy begeistert.
Zu beiden entwickelt er eine aufrichtige Zuneigung: Fuuko respektiert er wegen ihrer Entschlossenheit und ihres Verantwortungsbewusstseins.
Andy schätzt er als Kämpfer, der bereitwillig als Trainingspartner herhält und die Härte seiner Experimente aushält – etwa bei der Entwicklung von Shens Spezialtechnik „Fünf Unglückssterne“.
Gerade weil er Fuuko, Andy und Mui sehr mag, muss Shen im Alltag gezielt vermeiden, sie anzustarren.
Andernfalls würde seine Negationsfähigkeit „Untruth“ im Alltag unkontrolliert auslösen.
Feng Kowloon
Feng Kowloon ist Shen Xiangs früherer Meister und zugleich sein größter persönlicher Feind in der ursprünglichen Zeitschleife.
Feng ist ein extrem starker Kampfkünstler, ebenfalls kampfbesessen, aber moralisch vollständig verroht.
Er erkennt in Shen und später in dessen Schwester Mei enorme Begabungen und versucht, ihre Stärke durch grausame Methoden zu maximieren.
Für Feng ist Leid ein Werkzeug: Er glaubt, dass der Verlust des Liebsten und ein Herz voller Hass einen Kämpfer auf eine höhere Stufe führen.
Feng zwingt Shen und Mei zu einem Kampf auf Leben und Tod und stößt schließlich die geschlagene Mei von einer Klippe.
Als Shen sie zu fassen bekommt, aktiviert sich seine Negationsfähigkeit, und weil er seine Schwester liebt, wird ihr „Wille zu leben“ in sein Gegenteil verkehrt – sie lässt los und fällt in den Tod.
Shen macht Feng für diese Tragödie verantwortlich und schwört, ihn zu töten.
Fortan verfolgt er seinen Meister über Jahre hinweg und stärkt sich durch unzählige Kämpfe, mit dem Ziel, ihn eines Tages zu übertreffen und zu richten.
In der neuen Zeitschleife, in der Mei überlebt und die Auslösung von „Untruth“ anders verläuft, ist das Verhältnis zu Feng deutlich weniger absolut.
Shen hat noch immer Konflikte mit ihm, kann aber auch mit ihm reden, ihn beschimpfen und dennoch mit ihm koexistieren, ohne dass reiner Rachewille sein Leben bestimmt.
Grundprinzip von „Untruth – Unwahrheit“
Shens Negationsfähigkeit heißt Untruth („Unwahrheit“) und ist eine andere-artige Negation, die sich nicht gegen ein Naturgesetz, sondern gegen die „Wahrheit“ bzw. Wahrhaftigkeit eines Subjekts richtet.
Sie ist eine fremdgerichtete, zwangsaktivierende Fähigkeit, die seine Gegner zwingt, das Gegenteil ihrer wahren, inneren Intention zu tun.
Wenn eine Person in Shens Sichtfeld erscheint und im Moment der Auslösung einen klaren Impuls hat – etwa angreifen, fliehen, sprechen, ausweichen –, kehrt Untruth diese echte, unbewusste Absicht komplett um.
Ein Angriff wird zu Rückzug, ein Schritt nach vorne zu einem Schritt zurück, ein „Ja“ zu einem „Nein“ – immer exakt entgegen der ursprünglichen Intention.
Die Fähigkeit ist so gefürchtet, dass selbst besonders gefährliche UMA (unbekannte Mysterien, monströse Wesen) sie als „unmögliche Fähigkeit“ bezeichnen.
Denn in der Theorie kann Shen jede Handlung, die jemand wirklich ausführen will, sofort ins Gegenteil verkehren, solange diese Person in seinem Blickfeld ist.
Auslösekondition: „Jemanden mögen“
Untruth ist an eine sehr spezifische Bedingung gebunden: Shen muss die Zielperson mögen.
Es reicht ein gewisses Mindestmaß an Sympathie oder positiver Wertschätzung – reine Gleichgültigkeit oder Abneigung blockieren die Fähigkeit.
Da Shen ein echter Kampf-Enthusiast ist, wird diese Bedingung bei ihm aber zum Vorteil.
Starke Gegner findet er faszinierend, respektiert sie für ihre Techniken und ihren Mut und beginnt sie daher schnell zu mögen.
Auf diese Weise kann er seine Fähigkeit problemlos gegen mächtige Feinde einsetzen, die er bewundert.
Schwächere Gegner wiederum braucht er nicht zu „mögen“, weil er sie mit seinem Kung-Fu auch ohne Negation besiegen kann.
Die Kehrseite: Die Sympathie ist dynamisch.
Wenn eine Person etwas tut, was Shen massiv missfällt oder ihn enttäuscht, sinkt seine Zuneigung und Untruth greift nicht mehr.
Ein Beispiel: Andy ignoriert Shens gut gemeinte Warnungen und handelt völlig unvernünftig, was kurzzeitig Shens Sympathie so weit senkt, dass Untruth bei ihm nicht mehr funktioniert.
Außerdem ist Untruth bei besonders schnell denkenden Personen weniger effektiv, da diese ihre Impulse im letzten Moment ändern können, bevor Shen sie „einfängt“.
Blickkontakt und Einschränkungen
Untruth ist an den Blick gebunden.
Nur wer in Shens Sichtfeld liegt, kann von seiner Fähigkeit erfasst werden.
Sobald der visuelle Kontakt unterbrochen wird – etwa durch Rauch, Lichtblitze, Deckung oder bewusstes Wegsehen – endet die Wirkung.
Um zu verhindern, dass ein einfacher Lidschlag die Fähigkeit unterbricht, schließt Shen nie beide Augen gleichzeitig.
Statt normal zu blinzeln, wechselt er zwischen den Augen und „blinzelt“ durch abwechselndes Zwinkern.
So bleibt mindestens ein Auge stets geöffnet und der Effekt von Untruth kann dauerhaft aufrechterhalten werden.
Shen hat gegenüber Gegnern einmal behauptet, seine Fähigkeit hätte eine begrenzte Reichweite.
Diese Angabe war allerdings selbst eine „Untruth“ – eine bewusste Lüge, um Gegner in falscher Sicherheit zu wiegen; tatsächlich reicht es, dass das Ziel in seinem Blickfeld erkennbar ist.
Alltagsprobleme
Weil Untruth automatisch aktiv sein kann, sobald die Bedingungen erfüllt sind, hat Shen im Alltag erhebliche Probleme.
Da er Fuuko, Andy und Mui sehr mag, würden ihre spontanen Handlungen ständig ins Gegenteil verkehrt, wenn er sie zu intensiv ansieht.
Um Chaos im Alltag zu vermeiden, vermeidet Shen bewusst, seine Freunde anzustarren oder ihnen lange in die Augen zu sehen.
Er muss seine Blickrichtung kontrollieren, um nicht aus Versehen jemanden stolpern, falsche Worte sagen oder sich anders verhalten zu lassen.
Grenzen der Fähigkeit
Untruth ist zwar extrem gefährlich, besitzt aber klare Gegenmaßnahmen.
Rauch, Dunkelheit, Spiegeltricks oder einfach Deckung können Shens Sicht unterbrechen und damit die Wirkung beenden.
Wie bei sehr starken physischen Attacken gezeigt wird, kann Untruth zwar den Vektor der Bewegung umkehren, aber nicht zwingend die Konsequenz neutralisieren.
Eine gigantische Attacke aus anderer Richtung kann Shen immer noch treffen, wenn er ihre Richtung zwar umkehrt, sie aber trotzdem seinen Körper erreicht.
Zudem spielen Gefühle eine Rolle: Wenn eine Figur wie Clothes die Gefühle einer Person manipuliert und diese Person plötzlich Shen zu mögen beginnt, kann Shen die Fähigkeit nicht mehr auf sie anwenden.
Das bedeutet: Nicht nur seine eigenen Gefühle, sondern auch die Emotionen der Zielperson können zu einer Art „Verknotung“ führen, die Untruth nutzlos macht.
Verlust der Fähigkeit als Jiangshi
Als Shen in der ersten Zeitschleife stirbt und mit Hilfe des Relikts „Todes-Spiel“ als Jiangshi wiedererweckt wird, ist er technisch gesehen nicht mehr derselbe Lebende.
Sein Körper gilt als tot, und damit verliert er den Status als Negator und seine Fähigkeit Untruth.
Seine Persönlichkeit, Erinnerungen und Kampfkunst bleiben jedoch vollständig erhalten.
Er kompensiert den Verlust der Negation durch seine physische Stärke, seine Erfahrung und die neuen Möglichkeiten, die ihm sein untoter Körper bietet.
Kung-Fu-Stil „Wahre Acht Extreme“
Shen praktiziert einen Kampfstil, der an den realen Stil Bājíquán erinnert, hier jedoch als eigener fiktiver Stil „Wahre Acht Extreme“ ausgeführt wird.
Dieser Stil betont kraftvolle Nahkampftechniken, kurze, explosive Bewegungen, Körpereinsatz mit Schulter, Rücken und Hüfte sowie perfekte Kontrolle des Abstandes.
Durch strengstes Training bei Feng Kowloon und eigenes, jahrelanges Sparring ist Shen in diesem Stil meisterlich geworden.
Er kombiniert die rohe Wucht seiner Schläge mit präziser Technik und hoher Beweglichkeit.
Seine Negationsfähigkeit Untruth dient ihm im Kampf als taktischer Verstärker.
Er zwingt Gegner, sich falsch zu bewegen, ihre Angriffe zu „stornieren“ oder im entscheidenden Moment einen Schritt in die falsche Richtung zu machen.
Technik: „Achtkreis-Bergstoß“
Eine seiner markantesten Techniken ist eine Variation des „Eisenbergstoßes“ (eine Art Schulter- bzw. Körperstoß).
Shen springt in die Luft und rotiert hochgeschwindig, um mit dem Rücken oder der Schulter auf den Gegner zu prallen.
Durch diese Rotation erzeugt er acht aufeinanderfolgende Schockwellen, die gleichzeitig in den Körper des Gegners geleitet werden.
In der Darstellung „hebt“ diese Technik Gegner regelrecht vom Boden und erzeugt acht aufeinanderfolgende Einschlaggeräusche.
Da er dem Gegner dabei den Rücken zuwendet, kann er Untruth bei dieser Technik nicht gleichzeitig nutzen.
Gleichzeitig zeigt die Technik, dass Shen auch ohne Sichtkontakt tödlich effektiv kämpfen kann, was ihn gegen Gegner mit Blick-basierenden Fähigkeiten sehr gefährlich macht.
In der Animationsumsetzung wird diese Technik noch überzeichneter dargestellt, mit langen Vorbewegungen und dramatischen Rotationen.
Visuell erinnert sie an spektakuläre Martial-Arts-Finisher aus Mecha- oder Kampfserien.
Technik: „Fünf Unglückssterne“
„Fünf Unglückssterne“ ist eine von Shen selbst entwickelte Spezialtechnik innerhalb seines Kung-Fu-Stils.
Sie basiert auf dem Konzept eines fünfzackigen Sterns, das in der Welt der Serie erst durch das Auftauchen des UMA „Galaxie“ und die damit verbundene Einführung des Begriffs „Stern“ in die Realität möglich wurde.
Der Angriff zielt darauf ab, fünf zentrale Punkte des gegnerischen Körpers nahezu gleichzeitig zu zerstören: Kopf, beide Schultern und beide Knie.
Die Reihenfolge ist dabei taktisch festgelegt.
Zuerst wird der Kopf getroffen, um das Bewusstsein zu trüben und schnelle Reaktionen zu unterbinden.
Dann wird ein Knie zerstört, meist das Stand- oder dominante Bein, um Fluchtbewegungen zu verhindern.
Im Anschluss werden beide Schultern gebrochen, um Gegenangriffe mit Armen unmöglich zu machen.
Zum Abschluss wird das verbleibende Knie zerschmettert, um die Beweglichkeit endgültig zu eliminieren.
Die Schläge erfolgen so schnell, dass Außenstehende sie kaum einzeln wahrnehmen können.
Um diese Technik zu perfektionieren, ließ sich Shen von Andy als lebendem Testobjekt helfen, der dank seiner Unsterblichkeit die extremen Verletzungen überstehen konnte.
Ruyi Jingu – der Wunschstab
Ruyi Jingu ist ein antikes Relikt aus China, ein magischer Stab, der in Größe und Form extrem flexibel ist und dem legendären „Wunschstab“ aus der chinesischen Literatur ähnelt.
Er kann durch chinesische Sprachbefehle seine Länge und Dicke verändern, von einer kleinen, handtellergroßen Form bis zu einer Länge, die bis ins All reicht.
Der Stab kann sich verlängern, verkürzen, dicker oder dünner werden und darüber hinaus in Bögen, Spiralen oder andere Formen gebogen werden.
Auf Befehl kehrt er außerdem automatisch in Shens Hand zurück.
In der aktuellen Fassung trägt Ruyi Jingu an beiden Enden metallene Ringe aus dem Supermetall „Hihiirokane“.
Diese sind von Ein Shin, einem Meistertechniker der Union, gefertigt und machen die Enden praktisch unzerstörbar.
Der Stab selbst ist kein „unzerstörbares“ Werk von Ein Shin und kann theoretisch beschädigt werden.
Die verstärkten Enden jedoch geben Shens Schlägen eine enorme Durchschlagskraft, egal ob er gegen Riesen, Monster oder normale Menschen kämpft.
Shen nutzt die Elastizität des Stabs auf kreative Weise, um Gegner aus der Distanz zu treffen, sie einzuschnüren oder Angriffe umzulenken.
Seine Kunst im Stabkampf macht ihn zu einem der gefährlichsten Nah- und Mittelstreckenkämpfer der Union.
Jindouyun – die Goldene Wolke
Jindouyun ist ein weiteres Relikt chinesischen Ursprungs und eine goldene, fliegende Wolke, die Personen wie ein Fluggerät transportieren kann.
Sie wirkt wie eine moderne Interpretation der berühmten „Fliegenden Wolke“.
Die Wolke ist groß genug, um mehrere Personen gleichzeitig zu tragen.
Ihre Bedienung erfordert keine komplexen Gesten, doch es gibt eine moralische Voraussetzung.
Nur Personen mit „reinem Herzen“ können Jindouyun nutzen.
Interessanterweise erfüllen alle Mitglieder des Union-Rundentischs diese Bedingung, obwohl sie sehr unterschiedliche moralische Grauschattierungen aufweisen.
Diese „Reinheit“ bezieht sich offenbar weniger auf absolute Legalität oder Gewaltfreiheit, sondern auf innere Konsequenz, Ehrlichkeit mit sich selbst und klare Überzeugungen.
Shen, der in seiner Kampfbesessenheit sehr ehrlich ist und sich selbst nie belügt, passt hervorragend zu diesem Profil.
Suixin Tiegan – der Wille des Eisenstabs
Suixin Tiegan ist das Relikt von Feng Kowloon, ein gewaltiger Eisenstab, der auf Gedanken und Willen des Nutzers reagiert.
Er kann seine Form und Größe verändern und ist extrem zerstörerisch.
In Shens Kampf gegen Feng spielt Suixin Tiegan eine zentrale Rolle, da ein Schlag mit diesem Relikt Shens Körper schwer verwundet.
Später gelingt es Shen und seinen Verbündeten, das Relikt Feng zu entreißen, und Shen macht es zu einem Teil seines eigenen Arsenals.
Suixin Tiegan verstärkt Shens Kampfmöglichkeiten enorm, besonders in der Jiangshi-Phase.
Er kombiniert dann Ruyi Jingu, Suixin Tiegan und seine Körperkraft, um selbst monströse Gegner zu überwältigen.
Todes-Spiel – das Spiel mit dem Tod
Das Relikt „Todes-Spiel“ hat die Fähigkeit, Tote als Jiangshi wiederzubeleben und an einen Besitzer zu binden.
Es funktioniert wie ein grausames Ritual, bei dem die Tötung einer Person zum Auslöser der Wiederbelebung wird.
Feng Kowloon nutzt dieses Relikt, um gefallene Kämpfer oder Gegner als untote Diener zu versklaven.
Im Kampf in Taiwan wird dieses Relikt zum Schlüssel für Shens „zweites Leben“.
Als Shens Körper tödlich von Suixin Tiegan verletzt wird, erkennt er, dass er ohne drastische Maßnahme sterben würde.
In einer Nahtoderfahrung begegnet er der Erinnerung an seine Schwester Mei.
Shen entwickelt einen Plan: Wenn Mui ihn eigenhändig tötet, kann das Relikt Todes-Spiel genutzt werden, um ihn als ihren Jiangshi wiederzubeleben.
So würde er nicht nur weiterkämpfen können, sondern auch sicherstellen, dass Mui durch seine untote Präsenz beschützt wird.
Mui ringt lange mit sich, doch Shens Bitten und ihre Angst, ihn ganz zu verlieren, überzeugen sie.
Sie tötet ihn mit eigener Hand – ein Akt voll Trauer und Liebe zugleich.
In der Folge stirbt Shen als Mensch und wird als Jiangshi wiedererweckt, wobei Todes-Spiel die Bindung zu Mui herstellt.
Seine Negationsfähigkeit ist verloren, aber seine Entschlossenheit und sein Wille sind stärker denn je.
Kindheit mit Mei – das Auge des Drachen
Shen wächst in einem armen, unsicheren Dorf in China auf.
Seine Eltern sind tot, er lebt allein mit seiner jüngeren Schwester Mei.
In seiner Jugend ist Shen rebellisch, rau und gewalttätig, getrieben vom täglichen Überlebenskampf.
Er trägt schmutzige Kleidung, seine Schuhe sind durchlöchert, die Zehen ragen heraus – sichtbare Zeichen bitterer Armut.
Trotz seiner mageren Statur ist er körperlich erstaunlich stark und legt sich regelmäßig mit Gruppen von Erwachsenen an.
Er nutzt Schlägereien, um an Geld zu kommen, das er dann jedoch vollständig in Meis Essen, Kleidung und – seinem Traum entsprechend – eines Tages ihre Schulbildung investiert.
Shens Gewalt ist nicht Selbstzweck, sondern in seinen Augen ein Mittel, um Mei ein besseres Leben zu verschaffen.
Die Liebe zu seiner Schwester ist der zentrale positive Anker seiner Kindheit.
In einem lokalen Kampftunier mit hohem Preisgeld erkennt Shen die Chance, ihre Lage schlagartig zu verbessern.
Er tritt an, überzeugt davon, dass er selbst Erwachsenen überlegen ist.
Er erreicht tatsächlich das Finale, trifft dort aber auf einen talentierten Kämpfer namens Luo, der zu den Schülern von Feng Kowloon gehört.
Shen verliert, doch seine zähe Hartnäckigkeit und seine „Drachenaugen“ – ein metaphorischer Ausdruck für seinen Hunger nach Stärke – ziehen die Aufmerksamkeit von Feng auf sich.
Feng bietet Shen an, als Schüler in seine Schule einzutreten – unter der Bedingung, dass Shen härteste Disziplin akzeptiert.
Shen verlangt im Gegenzug, dass Mei gut versorgt wird, Nahrung und Bildung erhält und sie gemeinsam ein stabiles Leben führen können.
Feng akzeptiert und so wird Shen Schüler von Feng.
Es beginnt eine Phase relativen Glücks: Training, Verbesserungen, Alltag mit Mei, das Leben wirkt plötzlich viel heller.
Shen entwickelt aus der Meister-Schüler-Beziehung eine echte Verehrung für Feng und setzt sich das Ziel, ihn eines Tages zu übertreffen.
Sein Traum „Tianxia Wushuang“ verknüpft sich mit dem Wunsch, seinem Meister zu beweisen, dass er dessen Höchstform erreichen und übertreffen kann.
Der Weg des Kriegers wird zum Pfad der Hölle
Doch Fengs Philosophien sind radikal.
Er glaubt, dass wahre Stärke nur aus Verlust, Schmerz und Hass entsteht.
Als er erkennt, dass auch Mei ein enormes Talent besitzt, beginnt er, beide in Richtung eines grausamen Experiments zu treiben.
Er will ihre Liebe zueinander auslöschen, sie einander entgegentreten lassen, um zu sehen, wer „überlebt“ und stärker daraus hervorgeht.
Feng zwingt Shen und Mei in einen Kampf auf Leben und Tod.
Die Geschwister, überfordert und verzweifelt, stehen in einem inneren Konflikt zwischen ihrer Liebe und der aufgezwungenen Konfrontation.
Schließlich tritt das schlimmstmögliche Szenario ein: Mei wird schwer verletzt und stürzt von einer Klippe.
Shen schafft es, sie im letzten Moment an der Hand zu packen und versucht verzweifelt, sie hochzuziehen.
Genau in diesem Moment manifestiert sich seine Negationsfähigkeit „Untruth“.
Weil Shen Mei aus ganzem Herzen liebt, richtet sich seine Fähigkeit auf sie – und kehrt ihren Willen zu leben in den Willen zu sterben um.
Mei lässt los und fällt in den Tod.
Shen bleibt zurück, traumatisiert, voller Selbsthass und brennendem Hass auf Feng.
Fengs Theorie hat sich in perverser Form erfüllt: Shen ist durch diesen Verlust gebrochen, aber zugleich auf einem neuen Level der Entschlossenheit.
Er verschwindet und beginnt, als wandernder Kämpfer durch die Welt zu ziehen, auf der Suche nach Feng und Stärke.
Sein Charakter verhärtet sich, er wird zynischer und noch kampfbesessener.
Die einstige, sanftere Seite aus der Zeit im Dojo verschwindet hinter einer Fassade aus Spott, Gewalt und unstillbarem Hunger nach Macht.
Während seiner Wanderschaft begegnet er vielen starken Gegnern, kämpft, lernt und verfeinert sein Kung Fu.
Schließlich wird er von Juiz d’Arc rekrutiert, der Anführerin der Union, die das Potenzial hinter seiner Negationsfähigkeit erkennt.
Im Verlauf einer Mission in Taiwan kommt es zur langersehnten Konfrontation mit Feng Kowloon.
Shen sieht endlich die Chance, seinen Meister-Feind von Angesicht zu Angesicht zu bekämpfen.
Der Kampf verläuft zunächst schlecht für Shen.
Fengs Erfahrung, Körperkraft und der Einsatz von Suixin Tiegan setzen ihn dermaßen unter Druck, dass er nahe an der Niederlage steht.
Shen erkennt, dass sein bisheriger Weg – alleine stärker werden, um Feng eines Tages zu töten – nicht ausreicht.
Durch die Interaktion mit Andy, Fuuko und Mui versteht er, dass wahre Stärke nicht nur im individuellen Talent, sondern auch im Vertrauen in andere liegt.
Er ändert seine Strategie und kämpft gemeinsam mit seinen Verbündeten.
Durch Kombinationstechniken, Teamarbeit und kluge Nutzung der jeweiligen Fähigkeiten verschiebt sich das Kräfteverhältnis.
Doch der Preis ist hoch: In einem entscheidenden Moment wirft sich Shen zwischen Mui und einen tödlichen Schlag von Suixin Tiegan.
Der Eisenstab durchbohrt seinen Oberkörper und hinterlässt ein klaffendes Loch.
Schwerverletzt, am Rande des Todes, erlebt Shen eine Vision oder Erinnerung, in der er seine Schwester Mei sieht.
In diesem inneren Dialog erkennt er, dass er aus seinem damaligen Fehler lernen und dieses Mal alles richtig machen will.
Er fasst einen radikalen Plan: Er bittet Mui, ihn zu töten, um das Relikt Todes-Spiel zu aktivieren und ihn als ihren Jiangshi wiederzubeleben.
So kann er mit neuem Körper und neuer Kraft weiterkämpfen – nicht aus Rache, sondern um sie und die anderen zu beschützen.
Mui ist anfangs entsetzt und weigert sich, ihre Gefühle lassen den Gedanken unerträglich erscheinen.
Doch sie erkennt, dass Shens Körper ohnehin dem Tod geweiht ist und dass sein Wunsch, sie zu schützen, aufrichtig ist.
Schließlich nimmt sie all ihren Mut zusammen und tötet ihn.
Der Akt ist emotional zerstörerisch, doch er erfüllt Shens Plan.
Durch Todes-Spiel kehrt Shen zurück.
Als Jiangshi ist er physisch noch stärker und frei von den Begrenzungen eines lebendigen Körpers.
Er kämpft Seite an Seite mit Mui und den anderen und trägt entscheidend dazu bei, Feng zu besiegen.
Danach bleibt er als ihr untoter Beschützer bei ihr und sieht sich selbst in dieser Rolle als „stärkste Version“ seiner selbst.
In einer neuen Welt-Schleife, in der vergangene Ereignisse unter anderen Vorzeichen neu geordnet werden, verläuft Shens Leben deutlich anders.
Seine Negationsfähigkeit erwacht früher, vor allem im Rahmen eines großen Kampftuniers, des „Himmelsdonner-Festes“.
Durch diese frühere Auslösung seiner Fähigkeit lässt sich das damalige Unglück mit Mei verhindern.
Sie überlebt, und Shen trägt nicht mehr dasselbe Trauma mit sich, das ihn in der ursprünglichen Schleife geprägt hat.
Seine Beziehung zu Feng ist noch immer konfliktgeladen, aber weniger absolut von Hass geprägt.
Es gibt mehr Raum für bissige, aber „funktionale“ Interaktionen, in denen Shen ihm gegenüber frech und respektlos, aber nicht nur todfeindlich auftritt.
Trotz der veränderten Vergangenheit bleiben Shens Kerncharakterzüge – Kampfeslust, Schutzinstinkt für seine Liebsten, Humor und Charisma – erhalten.
Er schließt sich erneut der Union an und nimmt wieder Platz II am Runden Tisch ein, dieses Mal mit einem leichteren Herzen und einem anderen inneren Motivationskern.
In der Fan-Community, insbesondere auf Plattformen wie Pixiv oder sozialen Medien, ist Shen extrem beliebt.
Seine Mischung aus charmanter Albernheit, physischer Attraktivität, Kampfbesessenheit und Tragik bietet viel Stoff für Fanart und Fanfiction.
Beim Taggen von Fanwerken wird oft nicht nur „Shen Xiang“, sondern ergänzend „Undead Unluck“ verwendet, um Verwechslungen mit anderen Figuren namens „Shen“ zu vermeiden.
Viele Fans zeichnen ihn in Kombination mit Mui, da die beiden als quasi offizielles Paar gelesen werden.
Beliebt sind Darstellungen, in denen seine freundliche und seine finstere, kampfbesessene Seite gegenübergestellt werden.
Ein weiteres häufiges Motiv ist seine Jiangshi-Form, in der Körper, Kampf und Emotionen eine neue, spannende Kombination bilden.
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