Naruko „Anaru“ Anjo ist eine der beiden zentralen Heldinnen aus Anohana: The Flower We Saw That Day und besucht wie Jinta „Jintan“ Yadomi die städtische Oberschule Midorigaoka in Chichibu.
Basisangaben
Name: Naruko „Anaru“ Anjo
Geschlecht: weiblich
Blutgruppe: A
Sternzeichen: Steinbock
Größe: 164 cm
Händigkeit: rechtshändig
Sprecherinnen und Darstellerinnen
Anime-Stimme: Haruka Tomatsu
Realverfilmung: Airi Matsui
Bühnenfassung: Nashiko Momotsuki
Späterer Beruf
Zehn Jahre nach den Ereignissen arbeitet sie als Dentalhygienikerin.
Naruko ist zu Beginn der Handlung Schülerin im ersten Jahr der Oberschule Midorigaoka.
Nach dem Wechsel auf die Oberschule wirkt sie äußerlich auffällig und modisch, bleibt innerlich aber dieselbe spielfreudige und empfindsame Person wie in ihrer Kindheit.
Obwohl sie wie ein typisches Gyaru-Mädchen erscheint, ist sie in Liebesdingen überraschend unschuldig.
Gegenüber Männern ist sie unsicher und kann sich eine Beziehung mit jemand anderem als der Person, die sie wirklich liebt, praktisch nicht vorstellen.
In ihrem ersten Oberschuljahr tritt sie mit einem auffälligen Gyaru-Look auf.
Jinta bezeichnet sie deshalb sogar einmal abfällig als „verdorbene Schlampe“.
Ihr Haar ist orangebraun gefärbt und oft zu Zwillingsschwänzen gebunden.
Tatsächlich ist auch ihre Naturhaarfarbe bereits braun.
Ihre Freizeitkleidung ist meist grell und modisch.
Je nach Outfit trägt sie glattes Haar, Zöpfe, einen Pferdeschwanz oder auch eine Kopfbedeckung.
Sie hat eine große Oberweite und eine insgesamt sehr kurvige Figur.
Mit 164 cm ist sie für ein Mädchen recht groß und hat eine ausdrucksstarke, fast modelhafte Erscheinung.
Zu Hause trägt sie häufig keinen BH.
Trotz ihres freizügigen Stils bleibt ihr Wesen jedoch zurückhaltend und ehrlich.
Eigentlich ist ihr auffälliges Äußeres das Ergebnis eines späten Imagewechsels.
In der Romanfassung beginnt diese Veränderung schon in der Mittelschule, in anderen Darstellungen wirkt sie eher wie ein klassisches Oberschul-Debüt.
Naruko ist kurzsichtig und benutzt Kontaktlinsen.
Zu Hause oder in ruhigeren Momenten trägt sie eine Brille.
Als Kind sah sie völlig anders aus.
Damals hatte sie braunes, natürlich lockiges Haar, eine schwarze Hornbrille und ein eher unmodisches Auftreten.
Auch damals war sie körperlich für ihr Alter schon recht weit entwickelt.
Innerhalb der Mädchen von den „Super Peace Busters“ war sie die Größte, wenn auch nur knapp.
Im zweiten Oberschuljahr trägt sie ihr Haar häufiger glatt.
Auch ihre Kleidung wird dann etwas ruhiger und weniger stark im Gyaru-Stil gehalten.
Als Erwachsene trägt sie wieder eine Brille, diesmal ein randloses Modell.
Ihre Haare bindet sie dann zu einem einzelnen Zopf zusammen.
Naruko ist ordentlich und gewissenhaft.
Ihre schulischen Leistungen sind allerdings eher mäßig, und das zieht sich von der Grundschule bis in die Oberschule durch.
Sie ist fleißig, erreicht aber trotz ihrer Mühe keine besonders guten Ergebnisse.
Daher wirkt es naheliegend, dass sie an der eher schwachen Midorigaoka-Oberschule gelandet ist.
Sie achtet auf kleine Details und kümmert sich aufmerksam um andere.
Gleichzeitig hat sie selbst das Gefühl, sich leicht von Freundinnen mitreißen zu lassen, was auch Chiriko „Tsuruko“ Tsurumi einmal direkt anspricht.
Hinter ihrem modischen Auftreten steckt immer noch ein Rest ihres alten nerdigen Wesens.
Sie liebt Spiele weiterhin und hat ihre Sammlungen von Spielen und Manga aus der Kindheit aufbewahrt.
Sie arbeitet in einem Videospielgeschäft.
Ab dem zweiten Schultrimester des ersten Oberschuljahres ist auch Jinta dort ihr Kollege.
Durch die Kontakte im Laden geht sie gelegentlich mit anderen zum Karaoke.
Laut Jinta singt sie sehr gut.
In ihrer Kindheit litt Naruko stark unter ihrem Aussehen.
Ihre schwarze Brille und ihr lockiges Haar ließen sie sich als das genaue Gegenteil von Meiko „Menma“ Honma empfinden.
Aus diesem Minderwertigkeitsgefühl entwickelte sie Menma gegenüber gemischte Gefühle.
Ihre Emotionen bestanden aus Zuneigung und Eifersucht ungefähr zur Hälfte.
Besonders schmerzt sie bis in die Gegenwart, dass eine eigene Bemerkung ein Auslöser dafür war, dass Menma starb.
Diese Schuld begleitet sie dauerhaft.
Früher war ihr Spitzname für sie kein Problem, weil sie die Bedeutung des Wortes nicht kannte.
Heute schämt sie sich dafür sehr und reagiert wütend oder panisch abwehrend, wenn man sie so nennt.
Außerhalb der alten Gruppe benutzt praktisch niemand diesen Spitznamen.
Gerade deshalb wirkt es für sie besonders peinlich, wenn alte Freunde ihn doch wieder hervorholen.
Seit Menmas Unfalltod war der Kontakt zwischen Naruko und Jinta deutlich schwächer geworden.
Trotzdem liebt sie ihn schon seit ihrer Kindheit.
Sie gesteht Atsumu „Yukiatsu“ Matsuyuki sogar einmal, wie glücklich sie darüber war, dieselbe Oberschule wie Jinta besuchen zu können.
Zu Beginn der Geschichte hält sie emotional Abstand und spricht ihn mit seinem Familiennamen an.
Als die „Super Peace Busters“ wieder zusammenfinden, nähern sich die beiden langsam an.
Daraufhin beginnt sie wieder, ihn mit seinem alten Spitznamen anzusprechen.
Während ihrer Arbeit im Laden gesteht sie Jinta ihre Gefühle.
Er erwidert sie jedoch nicht.
Trotz dieser Zurückweisung hört sie nicht auf, an ihm zu hängen.
Auch Jahre später bleibt ihre Verbindung zu ihm etwas Besonderes.
In der Lesedrama-Fassung, die zehn Jahre später spielt, ist ihr Verhältnis zu Jinta bewusst unklar gehalten.
Es wirkt, als seien sie ein Paar, ohne dass es offen ausgesprochen wird, bis er sie plötzlich mit einem Heiratsantrag überrumpelt und sie völlig aus der Fassung bringt.
In der Grundschulzeit waren Naruko und Menma zunächst gut befreundet.
Mit der Zeit begann Naruko jedoch, aus einem bestimmten Beziehungsgeflecht heraus Abstand zu Menma zu nehmen.
Auch äußerlich sah sie in Menma alles, was ihr selbst zu fehlen schien.
Menmas glattes, seidiges Haar verstärkte Narukos Komplexe zusätzlich.
Noch immer bereut sie einen Satz, den sie als Kind zu Jinta sagte.
Dieser Moment ist eng mit ihrer Schuld gegenüber Menma verbunden, und sie denkt bis heute oft an das verstorbene Mädchen.
Mit Tetsudo „Poppo“ Hisakawa versteht sie sich grundsätzlich gut.
Oft unterstützen gerade diese beiden gemeinsam Jinta.
Wenn Poppo sie allerdings mit ihrem peinlichen Kindheitsspitznamen reizt, wird sie schnell gereizt.
Das bleibt auch später so.
Zu Yukiatsu hat sie kein besonders inniges, aber ein funktionierendes Verhältnis.
Nach dem Zwischenfall rund um ein Liebeshotel hilft er ihr, und obwohl er sie gelegentlich aufzieht, verstehen sie sich insgesamt ordentlich.
Mit Tsuruko war sie in der Grundschulzeit befreundet.
Nach ihrer Entfremdung hat Naruko jedoch das Gefühl, von ihr stellenweise herablassend behandelt zu werden.
Naruko hofft insgeheim, dass Jinta wieder regelmäßig zur Schule zurückkehrt.
Als er beginnt, häufiger dort aufzutauchen, verändert das auch ihr eigenes Verhalten.
Auch den Nebenjob im Spielgeschäft vermittelt letztlich sie.
Später schaut sie sogar bei Jinta vorbei, als er auf einer Straßenbaustelle arbeitet.
Ihre Entwicklung ist deutlich sichtbar.
Vom unsicheren Mädchen mit Komplexen wird sie zu einer jungen Frau, die sich modisch neu erfindet, ihre Gefühle ausspricht und dennoch ihre alte Verletzlichkeit bewahrt.
Ihr Spitzname „Anaru“ wurde laut Hintergrundangaben vom Hauptautor Mari Okada besonders früh im Entstehungsprozess erdacht.
Er sollte kindliche Unbefangenheit ausdrücken.
Aus heutiger Sicht wirkt das allerdings etwas fragwürdig.
Angesichts des modernen Informationsumfelds erscheint es eher unwahrscheinlich, dass weder Jinta noch Naruko als Grundschulkinder die Bedeutung des Wortes gekannt hätten.
Auf der offiziellen Webseite gab es sogar eine Rubrik mit dem Titel „Heute mit Anaru“.
Für interessierte Fans war das ein kleiner Zusatzspaß.
Eine kuriose Randnotiz betrifft die Besetzungen.
Sowohl Haruka Tomatsu als auch Nashiko Momotsuki spielten in Werken der Super-Sentai-Reihe sichtbare weibliche Gegenspielerinnen.
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