Jashin-chan ist die Hauptfigur aus Jashin-chan Dropkick. Sie ist eine dämonische Schlangengöttin mit einer skurrilen Persönlichkeit, die halb als freches Gyaru-Mädchen, halb als mächtige Kobra erscheint. Nachdem die Studentin Yurine Hanazono sie versehentlich beschworen hat, lebt Jashin-chan bei ihr als Mitbewohnerin in Tokyo. Ihre Abenteuer bestehen meist daraus, Yurine mit immer neuen, absurden Mitteln zu ermorden, um zurück in die Dämonenwelt zu gelangen, nur um wie immer besiegt zu werden. Trotz ihrer rücksichtslosen Art und ihrer vielen schlechten Angewohnheiten zeigt Jashin-chan gelegentlich eine erstaunliche Fürsorglichkeit, besonders wenn es um ihre Freunde Medusa und Minos oder um Yurine geht.
Jashin-chan hat ein auffälliges Äußeres:
Sie besitzt einen menschlichen Oberkörper mit blondem Haar und blauen Augen, der ihrem Erscheinungsbild als Gyaru entspricht.
Ihr Unterkörper ist der einer grünen Kobra, vollständig schlangenhaft.
Sie ist etwa 150 cm groß (mit Schwanz etwa 2 Meter, laut Kindheitsmessung).
Normalerweise ist sie fast nackt, bedeckt nur durch ihr langes Haar.
Später trägt sie manchmal einen roten Umhang oder einen rosa Trainingsanzug, besonders in Medienadaptionen.
Sie trägt oft eine Umhängetasche mit Adresse und Telefonnummer um den Hals.
Ihr Aussehen entspricht einem Mädchen von etwa 16 Jahren, obwohl sie in Wirklichkeit mehrere Tausend bis Zehntausende Jahre alt ist.
Sie hat eine überraschend große Oberweite.
Jashin-chan besitzt ein sehr spezielles Modeverständnis und bevorzugt hässliche Kleidung, die sie für cool hält.
Wenn sie Beine hat und somit vollständig menschlich wirkt, wird sie gezwungen, Kleidung zu tragen.
Sie hat Angst vor Fröschen und wird beim Anblick bewegungsunfähig.
Jashin-chan ist ein Paradebeispiel für einen egoistischen, geldgierigen und respektlosen Charakter.
Sie behandelt Schwächere (wie Kōji) schlecht und nutzt jede Gelegenheit für Streiche, Erpressung oder Diebstahl.
Sie ist faul, verschwendet Geld für Glücksspiele und gibt geliehenes Geld niemals freiwillig zurück.
Nach außen gibt sie sich als feine Dame und spricht im Ojou-sama-Stil (mit "desuno"), entfaltet aber sofort eine krude Art, wenn sie gereizt ist.
Trotz allem ist sie unsicher, hasst Einsamkeit, ist schnell eifersüchtig und kann in bestimmten Momenten sehr fürsorglich sein.
Jashin-chan besitzt eine überraschende Haushaltskompetenz und kocht ausgesprochen gut.
Sie hasst es, Essen zu verschwenden, und reagiert heftig, wenn jemand von ihr gekochtes Essen respektlos behandelt.
Jashin-chan ist die Tochter eines hochrangigen Adligen in der Dämonenwelt.
Ihre Eltern verwalten die Versorgung mit Wasser und Lebensmitteln in der Dämonenwelt (vergleichbar mit dem Landwirtschaftsministerium).
Sie ist von hohem Stand, aber durch ihre Persönlichkeit ist das Verhältnis zu ihren Eltern und Verwandten stark belastet; sie wird von diesen meist abgelehnt.
Ihr voller Name ist so lang, dass ihn niemand auswendig kennt – nicht einmal ihre engsten Freunde wie Medusa oder Minos. "Jashin-chan" ist daher ihr gängiger Spitzname.
Sie hat eine Kindheitserinnerung an die Zeit der Arche Noah aus der Bibel, war also bereits zu dieser Zeit lebendig.
Jashin-chan ist zwar laut Minos "der schwächste Dämon der Hölle", kann aber normale Menschen problemlos besiegen.
Sie besitzt praktisch Unsterblichkeit durch extreme Regenerationsfähigkeiten: Von Schnittwunden, Enthauptung und selbst Verstümmelungen erholt sie sich mit Sekundenkleber oder einfach nach kurzer Zeit.
Trotzdem spürt sie Schmerzen und fürchtet daher besonders Yurines Strafen.
Jashin-chan hat eine besondere Fähigkeit: Sie kann beim Würfeln gezielt bestimmte Zahlen werfen, ohne sich des Nutzens dieser Kraft bewusst zu sein.
Sie entwickelt verschiedene "Todes-Techniken", darunter den berühmten Dropkick und die "Royal Copenhagen"- und "Tangle Teezer"-Attacken (Ironischerweise benannt nach Marken), scheitert aber meist an Yurine.
Wenn sie das Mittel "Satans Träne" nimmt und Beine bekommt, verstärken sich ihre Angriffe drastisch.
Ihr Level in der Dämonenwelt kann schwanken, und dürfte durch schlechte Taten bis auf ein Minimum zusammensinken (bis Level 3 im Verlauf).
Jashin-chan ist eng befreundet mit Medusa und Minos, die sie seit Tausenden Jahren kennt.
Sie behandelt Minos eher wie eine Schülerin, bei Medusa ist sie fast eine Art Lebensgefährtin, da sie ihr ständig Geld und Gefälligkeiten abverlangt.
Zu Yurine Hanazono pflegt sie eine Hassliebe: Einerseits will sie sie loswerden, andererseits wächst ihr Yurine immer mehr ans Herz.
Mit anderen Figuren wie Pekola oder Poporon geraten häufiger Konflikte ins Rollen, sie zeigt aber im richtigen Moment Hilfsbereitschaft.
Sie ist in ihrem Umfeld trotz aller Schlechtigkeit oft der soziale Mittelpunkt und unterstützt ihre Freunde in Notsituationen.
Beschwörung und der Anfang in der Menschenwelt
Jashin-chan wird von Yurine Hanazono nach dem Fund eines Beschwörungsbuchs ohne bestimmten Zweck beschworen.
Da das Rückkehrzauberbuch fehlt, ist Jashin-chan in der Menschenwelt gefangen und kann nur zurück, wenn Yurine stirbt.
Sie greift Yurine ohne Zögern an, scheitert jedoch an deren übermenschlicher Kampfstärke.
Leben als Mitbewohnerin und Mordpläne
Fortan bleibt Jashin-chan aus Mangel an Alternativen als Haushälterin bei Yurine.
Regelmäßig versucht sie auf neue Arten, Yurine zu töten – stets ohne Erfolg. Als Strafe für ihre Pläne wird sie regelmäßig von Yurine heftig bestraft und getötet, allerdings regeneriert sie sich immer wieder.
Alltag, Freundschaften und Entwicklung
Im Laufe ihrer Zeit bei Yurine kümmern sich Jashin-chans Freunde, insbesondere Medusa und Minos, um sie.
Obwohl sie ihre Freunde oft schlecht behandelt, zeigt sie zuweilen echte Zuneigung und verteidigt sie, wenn nötig.
In Momenten von Einsamkeit oder wenn sie jemanden verletzt hat, wird sie sehr emotional und gibt ihre Fehler (zustimmend oder widerwillig) zu.
Veränderungen im Charakter
Trotz ihrer "teuflischen" Art verändert sich Jashin-chan allmählich durch ihr Umfeld.
Sie übernimmt Verantwortung für den Haushalt, verwöhnt Freunde kulinarisch und entwickelt Gefühl für die Menschen und andere Wesen um sie herum.
Besondere Momente und Running Gags
Typisch für die Serie: Jashin-chan stirbt regelmäßig auf brutale und absurde Weise und kommt wenig später wieder zurück.
Sie hält an sinnlosen Mordversuchen fest, liebt Glücksspiel, trickst oft, ist aber in wichtigen Momenten einfühlsam.
Sie hasst es, Essen zu verschwenden, und verteidigt das, was ihr wichtig ist – oft auf urkomische Art.
- Jashin-chan hat eine bizarre Essgewohnheit: Sie benötigt regelmäßig Pudding, ohne den sie angeblich Anfälle bekommt.
- Sie versteckt angebrochene Lebensmittel in Schubladen oder Ordnern, was oft zu Problemen mit Yurine führt.
- Sie zahlt doppelt Krankenversicherung – in der Menschen- und Dämonenwelt.
- Sie ist großer Fan von Holsts "Die Planeten", hasst Sellerie und leuchtet in seltenen Fällen vor Wut.
- Ihre Witze werden fast nur von Yurine verstanden und goutiert.
- In ihrem Kopf laufen oft "Jashin-chan-Kongresse" ab, bei denen verschiedene Persönlichkeitsfacetten Entscheidungen treffen und miteinander streiten.
„Wie gewünscht, ich bringe dich jetzt um! Mörderischer Dropkick!“
Jashin-chan ist als kultige Antiheldin zwischen Chaos, Slapstick und überraschender Herzlichkeit das Herzstück der Serie.
Sie wird häufig mit berühmten Figuren wie Kankichi Ryotsu oder Natsumi Onizuka verglichen.
In der Anime-Version singt sie verschiedene Songs wie das „Jinbouchou Aika“ mit großem Erfolg.
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