Mary Harvey ist eine fiktive Figur aus dem Fantasy-Romanzyklus „Secrets of the Silent Witch“, eine der sieben größten Magierinnen des Königreichs Ridill und unter dem Beinamen „Sternlesende Hexe“ bekannt.
Sie ist eine herausragende Astrologin, dient dem König als Beraterin und ist für ihre Vorliebe für zarte, hübsche Jungen berüchtigt.
Mary Harvey gehört zu den Sieben Weisen des Königreichs Ridill, dem höchsten Rang für Magierinnen und Magier in diesem Land.
Sie fungiert als inoffizielle Sprecherin und Koordinatorin der Sieben Weisen und übernimmt die meisten offiziellen Aufgaben gegenüber dem König und den politischen Institutionen.
Sie trägt den magischen Beinamen „Sternlesende Hexe“, da sie eine hochentwickelte Form der Astrologie beherrscht, mit der sie aus der Bewegung der Himmelskörper die Zukunft deutet.
Ihr Spezialgebiet ist es, das Schicksal des Königreichs vorauszusagen.
Sie entstammt dem alteingesessenen Magieradelsgeschlecht des Hauses Belsting, einem berühmten Markgrafenhaus.
Sie ist die jüngere Schwester des amtierenden Markgrafen Belsting und gilt als die stärkste Magierin dieser Familie.
Ihr äußeres Erscheinungsbild entspricht etwa einer Frau Mitte zwanzig, doch ihr tatsächliches Alter wird auf Anfang sechzig geschätzt.
Sie ist seit über 30 Jahren Mitglied der Sieben Weisen.
Bei der Auswahl der Sieben Weisen zwei Jahre vor der Haupthandlung von „Secrets of the Silent Witch“ trat Mary an die Stelle des damals ältesten Weisen Graham Sanders (über 80 Jahre), der in den Ruhestand ging.
Seit seinem Rückzug ist Mary die dienstälteste und zugleich älteste der aktuellen Sieben Weisen.
Ihre Rolle wird in der Romanreihe von der Sprecherin Mamiko Noto vertont.
Mary Harvey wirkt nach außen hin sanft, freundlich und etwas verträumt, mit einer gemütlichen, ruhigen Art zu sprechen.
Hinter dieser friedlichen Fassade verbirgt sich jedoch eine von allen anerkannte Ausnahmemagierin mit scharfem Verstand und der Erfahrung vieler Jahrzehnte.
Sie ist ausgesprochen fürsorglich und hilfsbereit, fast mütterlich, und übernimmt gerne eine Mentorenrolle gegenüber jüngeren Magiern.
Gleichzeitig besitzt sie eine gewisse Abgebrühtheit: Selbst die Nachricht, dass ein Kollege aus den Sieben Weisen ermordet wurde, bringt sie äußerlich kaum aus der Ruhe.
Auffällig ist ihre besondere Art, andere anzureden.
Personen, die sie als „jünger“ oder „nachrangig“ empfindet, spricht sie unabhängig vom Geschlecht konsequent mit „-chan“-ähnlichen Verniedlichungen an, während sie ältere oder ranghöhere Personen auch dann mit „Herr/Frau“ oder „-sama/-dono“-ähnlicher Distanz betitelt, wenn diese jünger sind als sie.
Obwohl sie zu den vernünftigeren Mitgliedern der Sieben Weisen zählt, besitzt sie eine markante Schwäche:
Sie liebt zarte, hübsche Jungen unter 16 Jahren und kann diese Vorliebe nur schwer verbergen.
Wenn sie einem gut aussehenden Mann begegnet, kommentiert sie nicht selten laut und ohne Scham Dinge wie:
„Wenn ich doch nur fünf Jahre jünger wäre …“.
Sie reagiert bei jedem attraktiven Jugendlichen sichtbar schwärmerisch, was ihr Umfeld zugleich amüsiert und beunruhigt.
Trotz dieser Marotte ist sie im Kern loyal, verantwortungsbewusst und emotional tiefgründig.
Sie trägt alte Verletzungen, etwa aus ihrer Jugendzeit, bis heute in sich und versucht, Menschen, die ihr wichtig sind, um jeden Preis zu schützen.
Da Mary persönlich wie auch ihr Haus Belsting politisch neutral aufgestellt sind, eignet sie sich ideal als Vermittlerin.
Sie übernimmt deshalb fast im Alleingang die Aufgabe, als Beraterin des Königs aufzutreten, eine der zentralen Pflichten der Sieben Weisen.
Neben der direkten Beratung des Herrschers koordiniert sie auch die Beziehungen zu externen Institutionen, etwa dem Adelsrat und anderen mächtigen Gremien im Königreich.
Sie ist damit eine Schlüsselfigur zwischen Magierstand, Krone und Adel.
Innerhalb der Sieben Weisen agiert sie als informelle Leiterin und „Team-Mutter“.
Die sehr unterschiedlichen, teils exzentrischen Mitglieder werden von ihr moderiert, beruhigt und im Hintergrund gemanagt.
Sie führt zudem Mentoring-Gespräche mit anderen Weisen und vielversprechenden jüngeren Magiern.
Durch ihre ruhige Art und ihre Erfahrung gelingt es ihr, Konflikte zu entschärfen und Strategien zu entwickeln, ohne selbst ins Rampenlicht drängen zu müssen.
Der Beiname „Sternlesende Hexe“ verweist auf Marys zentrale Disziplin: eine hochentwickelte Astrologie, bei der sie anhand der Stellung von Sternen und Planeten Zukunftsvisionen empfängt.
Diese Vorhersagen sind nicht vollkommen unfehlbar, aber ihre Treffsicherheit ist außergewöhnlich hoch.
Um ihre Gabe optimal zu nutzen, ist ihr Wohnsitz als eine Art Observatorium angelegt.
Viele Bereiche des Hauses sind verglast, sodass sie rund um die Uhr den Himmel sehen kann.
Das hat zur Folge, dass Mary beinahe zwanghaft immer wieder den Blick zu den Sternen hebt, selbst wenn sie gerade Gäste bewirtet.
Dieses Verhalten wirkt exzentrisch, ist aber schlicht eine berufliche „Berufsdeformation“: Sie lebt und denkt in Sternbildern.
Ihre erste bewusste Prophezeiung betraf den Tod des Vaters von Darius Nightley, ihrem damaligen zukünftigen Schwiegervater.
Dieses traumatische Ereignis hat sie bis heute nicht losgelassen und prägt den bitteren Unterton, mit dem sie über ihre Vergangenheit spricht.
Obwohl Mary innerhalb der Sieben Weisen zu denen gehört, die körperliche Auseinandersetzungen und rohe Gewalt am wenigsten mögen, ist sie keine reine Fernseherspezialistin.
Sie beherrscht auch hochkomplexe Versiegelungsmagie und Illusionsmagie, beides Gebiete, die normalerweise eine spezialisierte Ausbildung erfordern.
Gerade in der Illusionsmagie ist sie innerhalb der Sieben Weisen vermutlich die Talentierteste, sowohl was die Reichweite als auch die Detailgenauigkeit ihrer Illusionen angeht.
Ein erheblicher Teil dieser Meisterschaft stammt ironischerweise aus ihrer Obsession, die „perfekte Illusion eines idealen hübschen Jungen“ zu erschaffen – ihre private Leidenschaft befeuerte also direkt ihre magische Spitzenleistung.
Als stärkste Magierin des Hauses Belsting ist Mary außerdem mit der Verwaltung eines alten Artefakts betraut.
Sie verwaltet im Namen des Markgrafen das geheimnisvolle antike magische Gerät „Star Weaver Mira“, das traditionell vom Oberhaupt des Hauses gehütet wird.
Darius Nightley
Mary ist seit ihrer Kindheit mit Darius Nightley, dem Herzog von Clockford, befreundet.
Beide sind im selben Jahr geboren, laut späterer Textstelle sind sie etwa 63 Jahre alt, was auch Marys ungefähres Alter festlegt.
In ihrer Jugend waren Mary und Darius miteinander verlobt.
Damals befand sich das Königreich Ridill im Krieg mit dem Imperium.
Darius’ Vater, der damalige Herzog, stellte sich gegen eine Fortführung des Krieges und sprach sich für Frieden aus.
Diese Haltung brachte ihm den Hass der Bevölkerung ein, und er wurde schließlich von aufgebrachten Bürgern getötet.
In der Folge löste Marys eigener Vater aus politischen Gründen die Verlobung mit Darius auf.
Mary hat diesen Eingriff bis heute nicht verziehen und kommentiert entsprechende Themen bitter mit Sätzen wie: „Wenn du dich beschweren willst, dann geh zum Grab meines Vaters.“
Trotz allem hat sie für Darius noch immer starke Gefühle.
Sie hat ihm faktisch ihre Treue und Keuschheit bewahrt und beschreibt seine „liebenswerte Unliebenswürdigkeit“ als Teil seines Charmes.
Bemerkenswert ist, dass Mary Darius noch immer in einer sehr vertraulichen, beinahe kindlichen Form anspricht, sinngemäß wie „Darius-chan“.
Auch viele Leser der Geschichte übernehmen diese liebevolle, leicht neckende Anrede.
Monica Everett und die Sieben Weisen
Beim letzten Auswahlverfahren der Sieben Weisen trat Monica Everett, die spätere „Stille Hexe“, neu in den Kreis der Sieben ein.
Zeitgleich trat Graham Sanders zurück, wodurch Mary zur dienstältesten Weisen wurde.
Mary übernimmt eine Art Patin- und Mentorenrolle für jüngere Mitglieder wie Monica.
Sie hilft ihnen, sich politisch zurechtzufinden und im Geflecht aus Hof, Adel und Magiergilde zu bestehen.
Gleichzeitig arbeitet sie eng mit ihren Kollegen zusammen, um die Stabilität des Königreichs zu sichern.
Viele interne Spannungen werden durch Marys diplomatisches Geschick und ihre ruhige Persönlichkeit abgefedert.
Clarence Hall und ihre ehemaligen Schützlinge
Der erste hübsche Junge, den Mary in ihren Haushalt aufgenommen hat, war Clarence Hall, der später als „Magier des Observatoriums“ bekannt wurde.
Zum Zeitpunkt der Haupthandlung ist Clarence etwa 40 Jahre alt.
Clarence ist ein äußerst talentierter Magier mit Erdmagie als Schwerpunkt, körperlichen Auseinandersetzungen aber eher abgeneigt.
Trotzdem wird er von der königlichen Magiesoldaten-Truppe als wünschenswerte Verstärkung angesehen, so groß ist sein Potenzial.
Heute dient Clarence als Assistent und Beschützer Marys.
Er ist einer jener Männer, die Mary nicht nur für ihre Hilfe danken, sondern sie aufrichtig wie eine Mutterfigur lieben.
Mary hat im Laufe der Jahre regelmäßig zarte, hübsche Jungen in ihren Haushalt aufgenommen, die ungefähr die Rolle von Pagen oder persönlichen Dienern einnehmen.
Sie sorgt für Unterkunft, Verpflegung, Kleidung, zahlt ein faires Gehalt und ermöglicht ihnen, wenn gewünscht, eine Schulausbildung.
Mit Vollendung des 16. Lebensjahres – dem Alter der „Halbvolljährigkeit“ im Königreich Ridill – entlässt sie diese Jungen.
Sie gibt ihnen dabei Aussteuer, Startkapital und Empfehlungsschreiben mit auf den Weg und vermittelt sie an andere Adelsfamilien.
Auf diese Weise hat sie ein außergewöhnlich dichtes Netzwerk von ehemaligen Schützlingen aufgebaut, die heute quer durch den Adel und die Verwaltung verteilt sind.
Dieses Netzwerk ist eines der feinsten in ganz Ridill und verschafft Mary einen enormen Informationsvorsprung.
Gleichzeitig betont Mary gegenüber den Jungen, dass ihre Hilfe kein Akt der Wohltätigkeit, sondern Ausdruck ihres eigenen Hobbys sei.
Sie fordert ausdrücklich, dass sie sich ihr gegenüber nicht verpflichtet oder schuldig fühlen sollen.
Trotz dieses pragmatischen Ansatzes sehen viele der ehemaligen Schützlinge sie als Familienersatz oder zweite Mutter.
Einige, wie Clarence, sind so an sie gebunden, dass sie ihre Karriere bewusst in Marys Nähe planen.
Louis Miller und ihr Ruf
Im Online-Serial (Webfassung) der Geschichte versteht Louis Miller Marys Verhältnis zu hübschen Jungen zunächst gründlich falsch.
Er ist überzeugt, sie sei eine Art sexuelle Jägerin, die „jeden hübschen Minderjährigen, der ihr in die Augen sieht, zuerst probiert“.
Entsprechend bezeichnet er sie im Webtext drastisch als eine Art unersättliche „Lustdämonin“, die sich an Jungen vergreift.
💬 Community-Diskussion
Sprich über diesen Anime mit Menschen, denen er wirklich am Herzen liegt.