Monica Everett

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Monica Everett
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Geschlecht: Weiblich
Englischer Name: Monica Everett
Japanischer Name: モニカ・エヴァレット
Chinesischer Name: 莫妮卡·艾瓦雷特
Koreanischer Name: 모니카 에버렛
Romanisierter Name: Monika Evaretto
mag Anzahl: 2
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🎙️ Anime-Sprecher

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Saya Aizawa
Saya Aizawa
Japanisch(Anime、Synchronsprecher)

🎬 Erscheinende Anime

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Secrets of the Silent Witch
Secrets of the Silent Witch
Veröffentlichungsdatum: 5. Juli 2025

Charaktereinstellung

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Monica Everett ist die Protagonistin des Fantasy-Romans „Secrets of the Silent Witch“ und eine junge Magierin des Königreichs Ridill, die als einzige bekannte Nutzerin von zauberloser Magie gilt und mit fünfzehn Jahren als jüngstes Mitglied der legendären Sieben Weisen den Beinamen „Die Schweigende Hexe“ erhält.

Trotz dieses überragenden Talents ist sie extrem menschenscheu, flieht gern in Zahlen und Formeln und verbringt einen Großteil ihres Lebens als zurückgezogene Forscherin, bis sie undercover an die Serendia-Akademie geschickt wird, um Felix Arc Ridill zu beschützen.

Name: Monica Everett

Geburtsname: Monica Reyn

Deckname an der Serendia-Akademie: Monica Norton

Geschlecht: weiblich

Alter: 16 Jahre zu Beginn der Haupthandlung, ab Band 5 der Romanfassung 17 Jahre

Geburtstag: erster Tag der ersten Woche des Wintereinladungsmonats (entspricht etwa dem 1. Dezember)

Herkunft: Stadt Rosmeria im Zentrum des Königreichs Ridill

Stand: Magiergraf (gleichwertig einem Grafen), Mitglied der Sieben Weisen

Zweitname / Titel: „Die Schweigende Hexe“

Beruf / Tätigkeit: Hochrangige Hofmagierin, Mitglied der Sieben Weisen, Forscherin für Magietheorie und -formeln, zeitweilig Schülerin der Oberstufe an der Serendia-Akademie

Vertrauter: der schwarzfellige, goldäugige Kater Nero

Lieblingssatz / Leitmotiv: „Die Welt besteht aus Zahlen.“

Lieblingslied: ein Kinderlied über Zahlenfolgen mit dem Titel „Onkel Sam und seine Schweine“

Lieblingsessen: Weißfisch mit Zitrone (Fisch und Zitrusfrüchte), Rosinen, Florentiner Gebäck

Abneigung (Essen): Lammfleisch (Trauma nach einem völlig verkochten Lammeintopf ihrer Pflegemutter, später etwas gemildert)

Getränkevorliebe: Schwarzer Kaffee, zubereitet mit der geerbten Kaffeekanne ihres Vaters

Alkoholverträglichkeit: extrem gering (betrunken nach einem Glas Wein)

Monica wächst als Tochter des genialen Wissenschaftlers Reyn in Rosmeria auf.

Er ist Mathematiker, Physiker, Biologe, Mediziner, Pharmazeut und Magieforscher und prägt sie früh mit der Idee, dass „die Welt aus Zahlen besteht“.

Ihre Mutter stirbt früh, und der Vater unterrichtet sie persönlich zu Hause.

Mit fünf Jahren kann sie bereits Flächen und Volumen berechnen und wünscht sich zum Geburtstag ein Maßband, um in ihrer Umgebung alles auszumessen.

Als Monica zehn Jahre alt ist, wird ihr Vater fälschlich der Forschung an Wiederbelebungsmagie bezichtigt und öffentlich hingerichtet.

Sie kommt zu ihrem Onkel, der durch den Makel der Verwandtschaft mit einem angeblichen Schwerverbrecher berufliche Nachteile erleidet und seine Frustration an ihr in Form von Misshandlungen auslässt; noch Jahre später sind Narben auf ihrem Rücken zu sehen.

Um den Schmerz zu ertragen, flüchtet Monica in eine innere „Zahlenwelt“, entwickelt eine schwere Sprachstörung und teilweise Mutismus.

Kurz vor ihrem körperlichen Zusammenbruch wird sie von Hilda Everett, einer ehemaligen Assistentin ihres Vaters, gefunden und adoptiert; in diesem Zuge ändert sich ihr Name von Monica Reyn zu Monica Everett, um ihre Spur vor den Verantwortlichen der Verurteilung ihres Vaters zu verwischen.

Hilda und Monica leben einige Monate zusammen, in denen sich Monicas Zustand allmählich bessert.

Als Hilda mitbekommt, wie Monica „nur um Kekse zu backen“ nebenbei eine hochkomplexe Magieformel improvisiert, erkennt sie deren Talent und schlägt eine Magierausbildung vor.

Monica bewirbt sich bei der renommierten Ausbildungsinstitution „Minerva“ und wird im Alter von dreizehn Jahren in die Unterstufe aufgenommen.

Wegen ihrer niedrigen Herkunft und ihres Schweigens wird sie von Mitschülern gemobbt und erhält den Spitznamen „die Schweigende Everett“, bis der adlige Schüler Barney Jones sie aus Standesbewusstsein heraus verteidigt.

Barney wird zu Monicas Stütze, und sie ruft ihn hilfesuchend mit der inzwischen berühmten Zeile „Barney, hilf mir!“ so oft, dass es zum Running Gag unter den Schülern wird.

Als der praktische Magieunterricht beginnt, scheitert Monica allerdings vor allen Augen daran, den Zaubergesang auszusprechen – ihre Angst, vor Menschen zu sprechen, blockiert sie völlig.

Barney bringt ihr daraufhin verkürzte Zaubersprüche bei, eine Technik, die eigentlich nur Obermagier beherrschen.

Monica treibt diese Technik aus reiner Notwendigkeit so weit, dass sie schließlich die dazugehörigen Formeln wie reine Gleichungen „im Kopf zu Ende denkt“ und die Zauber ganz ohne gesprochene Worte – also zauberlos – auslöst, womit sie alle Anwesenden schockiert.

Von da an gilt sie als Stipendiatin und überspringt Klassen, sodass sie früh in das Forschungslabor von Gideon Rutherford, dem angesehensten Forscher der Minerva, aufgenommen wird.

Als einzige Forschungsstudentin dieses Labors ist sie von vielen Standardkursen befreit und widmet sich fast ausschließlich der Entzifferung und Weiterentwicklung von Magieformeln.

In dieser Zeit entschlüsselt sie fast alle bekannten Magieformeln des Königreichs, entwickelt mehr als zwanzig neue, schreibt zahlreiche Fachaufsätze und schafft es sogar, den Windgeisterkönig zu beschwören – eine Magie, die sonst nur einigen wenigen Hochbegabten gelingt.

Noch während ihrer Studienzeit erwirbt sie den Status einer Obermagierin und bekommt auf Basis ihres Eigenprofils den Beinamen „Die Schweigende Hexe“, den Gideon für sie auswählt.

Trotz ihres Ruhms meidet sie konsequent öffentliche Auftritte wie Konferenzen und Präsentationen.

Die Minerva-Lehrkräfte erfinden schließlich Regelungen wie „Wenn Everett nicht auffindbar ist, schaut zuerst hinter den Vorhängen“, weil sie sich dort oft versteckt.

Mit fünfzehn Jahren kündigt der Wasserbau-Magier Birdland Verde seinen Rücktritt aus dem Kreis der Sieben Weisen an.

Für die Nachfolge wird ein Auswahlverfahren einberufen, und Gideon reicht ohne Monicas Wissen eine Empfehlung ein – am Tag der Prüfung wickelt er sie in einen Vorhang und bringt sie so wörtlich „eingepackt“ zum Schloss.

Der erste Teil der Prüfung, ein Magiekampf, endet mit einem überwältigenden Sieg Monicas über die beiden anderen Kandidaten Louis Miller und Adolph Fallon.

Sie setzt dabei eine Serie hochrangiger Zauber inklusive der Geisterkönigbeschwörung ein und dominiert den Kampf völlig.

Im anschließenden Vorstellungsgespräch vor den Würdenträgern bricht sie hingegen vor Angst zusammen und wird ohnmächtig.

Kurz darauf erklärt der dienstälteste Weise, der Donner-Magier Graham Saunders, aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt, und Adolph wird wegen eines Mordversuchs an Rosalie Miller (Louis’ zukünftiger Frau) überführt und durch Louis’ persönliche Vergeltung kampfunfähig gemacht.

Da nun zwei Sitze frei sind und ein Kandidat disqualifiziert wurde, rückt Monica nach – sie selbst ist überzeugt, nur „als Ersatz“ bestanden zu haben und kennt die Hintergründe nicht.

Mit fünfzehn Jahren wird sie so offiziell zur jüngsten Weisen in der Geschichte des Königreichs Ridill.

Nach ihrer Ernennung übt sie für die Zeremonie, scheitert aber an Reden und Etikette, sodass Louis die formelle Ansprache für sie übernimmt.

Als Gegenleistung muss sie während der anschließenden Parade mit Illusionsmagie Louis’ Abwesenheit kaschieren, damit dieser heimlich mit Rosalie Zeit verbringen kann.

Nach der Feier sucht Monica Barney in der Minerva auf, um ihm zu danken und sich von ihm loben zu lassen.

Doch Barney, der sich in ihrer Gegenwart zunehmend minderwertig gefühlt und sie insgeheim als Rivalin betrachtet hat, interpretiert ihr Erscheinen als Hohn und weist sie schroff zurück, wobei er sie sinngemäß als jemanden bezeichnet, der „in einer einsamen Berghütte am besten aufgehoben“ sei.

Monica gibt sich für das zerrüttete Verhältnis die Schuld und nimmt seine Worte wörtlich.

Sie kauft eine abgelegene Hütte im Gebirge, die nur über einen Tagesritt per Kutsche und einen zusätzlichen Fußmarsch erreichbar ist, und beginnt ein Leben als extreme Einzelgängerin – eine selbst auferlegte „Buße“.

Offiziell gilt sie zwar als Minerva-Absolventin, da ihr Rang als Weise einem Abschluss gleichgestellt wird.

In der Praxis lebt sie aber weit weg von der Hauptstadt, erledigt Rechenarbeit und magietheoretische Aufgaben für andere Weise im „Homeoffice“ und konzentriert sich ansonsten auf Forschung; Lebensmittel lässt sie einmal im Monat in die Berge liefern.

Louis ist nicht bereit, diese totale Isolation hinzunehmen, und zieht sie immer wieder für Sitzungen der Sieben Weisen oder besondere Einsätze aus ihrer Hütte.

Ein halbes Jahr nach ihrem sechzehnten Geburtstag wird sie gegen ihren Willen in den sogenannten „Schwarzen Drachen-Zwischenfall von Worgan“ verwickelt, bei dem sie allein in ein Gebirge voller Drachen eindringt, einen schwarzen Drachen in die Flucht schlägt und über zwanzig Großflugdrachen in einem präzisen Mehrfachangriff mit der Geisterkönigmagie ausschaltet.

Durch diesen Vorfall wird sie auch in der allgemeinen Bevölkerung als nationale Heldin gefeiert, obwohl kaum jemand ihr Gesicht kennt.

Etwa zur gleichen Zeit bindet sie Nero als Vertrautentier an sich.

Drei Monate nach dem Drachenvorfall wird sie von Louis mit einer neuen Aufgabe konfrontiert: König und Hof haben ihn beauftragt, den zweiten Prinzen Felix Arc Ridill heimlich zu schützen.

Louis bestimmt Monica als Hauptschutzperson und setzt sie, trotz ihrer heftigen Einwände, als Undercover-Schülerin an die Serendia-Akademie.

Um ihre Tarnung zu sichern, gewinnt Louis die Unterstützung des Grafenhauses Kerbeck, dessen Gebiet sie im Drachenvorfall gerettet hat.

Monica erhält eine falsche Identität als „Monica Norton“, angebliche von der verstorbenen Gattin des früheren Grafen adoptierte Tochter und daher formal Stiefschwester des amtierenden Grafen.

Zusätzlich erhält sie die Rolle der persönlichen „Dienerin“ von Isabel Norton, der Nichte des Grafen und offiziellen Tochter des Hauses, die gleichzeitig als „verwandte Adlige“ und Mit-Schülerin in die Akademie eintritt.

Nach außen hin behandelt Isabel sie kalt und herablassend, um die Tarnung zu stützen, während sie im Geheimen mit ihr kooperiert.

Monica wird als Zweitklässlerin der Oberstufe eingeschrieben und direkt zur Kassenwartin der Schülervertretung ernannt.

Während ihres Aufenthalts an der Serendia-Akademie knüpft sie zum ersten Mal seit langer Zeit wieder engere Freundschaften, besonders mit Lana Colette, und begegnet Felix Arc Ridill, ohne zunächst zu wissen, wer er wirklich ist.

Nach dem sogenannten „Obersten Ratsbeschluss“ und der Erfüllung ihrer Schutzmission verlässt sie die Akademie wieder.

Da sie durch ihre Rolle als Weise nun häufiger in der Öffentlichkeit auftreten muss, gibt sie das abgeschiedene Leben in der Berghütte auf und zieht in die verkehrsgünstiger gelegene Stadt Sazandor, wo sie weiterhin als Forscherin arbeitet und Lanas neu gegründete Handelsgesellschaft unterstützt.

Grundzüge

Monica ist extrem menschenscheu, leidet an ausgeprägter sozialer Angst und hat eine tief sitzende Furcht davor, vor anderen Menschen zu sprechen.

In unbekannten Gruppen, bei Festen oder Konferenzen ist sie entweder komplett still, zieht die Kapuze tief ins Gesicht oder flieht in Nebenräume.

Trotz ihres Ruhms als einzigartige zauberlose Magierin, jüngste Weise und Drachentöterin kennt die breite Öffentlichkeit ihr Gesicht nicht.

Nur der König, die aktuellen Sieben Weisen, Hilda und ihr Hauspersonal, das Grafenhaus Kerbeck und einige frühere Kontakte aus der Minerva wissen, wie sie tatsächlich aussieht.

Monica hat eine sehr niedrige Selbstachtung.

Sie beschreibt sich selbst als „Mädchen, das nichts kann außer rechnen“ und „menschenscheue Dunkelbrütige“, obwohl sie objektiv ein Genie ist.

Anderen Menschen begegnet sie mit großer Höflichkeit und Respekt, fast immer mit Sie-Form und honorifischen Anreden – selbst bei Gleichaltrigen oder Menschen niedrigeren Standes.

Nur Barney, Nero und Lana Colette spricht sie jemals ohne formelle Distanz an.

Weil sie ihre eigenen Fähigkeiten als „normal“ empfindet, versteht sie nicht, warum andere an Dingen scheitern, die ihr leichtfallen.

Dadurch lässt sie sich gelegentlich zu unbewussten Spitzen hinreißen wie „So schwer ist das doch gar nicht“, was als Provokation oder herablassend wirken kann, obwohl es nicht so gemeint ist.

Unter Druck neigt sie dazu, die Finger zu verknoten, den Blick zu senken und in unzusammenhängende Sätze oder schrille Lautäußerungen zu verfallen.

Sie hat eine empfindliche „Stressmagen“-Problematik, bekommt oft Bauchschmerzen und ist gelegentlich kurz vor dem Erbrechen, wenn die soziale Anspannung zu groß wird.

Gleichzeitig ist sie im Kern ein „vernünftiger“ Mensch mit einer recht bodenständigen Moral.

Sie kann aber in Bereichen, die sie nicht versteht (Mode, Romantik, subtile Andeutungen), eine erstaunliche Naivität und einen gewissen „natürlichen Slapstick“ zeigen.

Zahlenfixierung und kognitive Besonderheiten

Monica liebt alles, was mit Zahlen zu tun hat.

Sie erkennt in Sekunden Auffälligkeiten in Zahlenreihen, löst komplizierte Gleichungen und Magieformeln im Kopf und merkt sich jede Zahl, die sie einmal bewusst wahrgenommen hat.

Mit bloßem Auge kann sie Längen, Winkel und Formen erstaunlich genau abschätzen.

Sie benutzt diese Fähigkeit, um sich Gelände einzuprägen, Gesichter über exakte Positionsdaten von Augen, Nase und Mund zu erinnern oder Muster nahezu fehlerfrei nachzuzeichnen.

Wenn ein Problem mathematisch oder formal formulierbar ist, blüht sie regelrecht auf.

In solchen Momenten verschwindet ihre übliche Unsicherheit; sie wird ausdruckslos, hochkonzentriert und für äußere Reize fast unerreichbar.

Spricht man sie in diesem Zustand an, reagiert sie kaum, egal ob man sie berührt oder anschreit.

Erst wenn jemand sie sanft am Mund oder an der Wange berührt – Nero mit der Pfote, andere mit den Lippen oder Fingern – oder wenn die Rechenaufgabe gelöst ist, kehrt sie wieder „ins Hier und Jetzt“ zurück.

Ihre Flucht in die Zahlenwelt hat eine dunkle Seite: In traumatischen Situationen blendet sie menschliche Gesichter und Emotionen aus und sieht Menschen nur noch als „Datenkombination aus Proportionen und Koordinaten“.

Das schützt sie vor Angst, macht sie aber gleichzeitig zu einer eiskalten, gnadenlosen Gegnerin, wenn sie in diesem Modus handelt; Louis und andere, die dies gesehen haben, empfinden das als unheimlich.

In ihrer Kindheit und besonders in der Zeit bei ihrem missbrauchenden Onkel nutzte sie dieses „Entmenschlichen“ als Schutzschild.

Später, nach den Erfahrungen mit Barney, verschärft sie diese Strategie zeitweise und beginnt, fremde Menschen bewusst nur als Zahlenmuster zu registrieren.

Mit Tieren hingegen hat sie keine Probleme; im Gegenteil, sie wird ihnen gegenüber erstaunlich gesprächig und beinahe kindlich.

Vor Insekten, Spinnen oder Würmern fürchtet sie sich nicht und bleibt sogar einem schwarzen Drachen gegenüber ruhig, während sie vor einem großgewachsenen Mann panikartig reagieren kann.

Zwischenmenschliche Verletzungen und Entwicklung

Monicas Menschenangst entspringt mehreren Erfahrungen:

Sie sah, wie freundliche Nachbarn ihren Vater nach seiner Verurteilung plötzlich als „Verbrecher“ beschimpften, erlitt die Gewalt ihres Onkels und erlebte mehrfach das „Umschlagen“ von Bewunderung in Neid und Ablehnung – Barney eingeschlossen.

Weil sie bei jeder Äußerung mit Prügel rechnete, entwickelte sie eine tiefe Angst vor dem Sprechen in Gegenwart anderer.

Ihr Unvermögen, in der Öffentlichkeit Zaubersprüche laut auszusprechen, ist eine direkte Folge dieser Traumatisierung.

Durch das Zusammenleben mit Hilda erholt sie sich soweit, dass sie den Schulalltag gerade so erträgt.

Nach der Katastrophe mit Barney fällt sie wieder zurück und isoliert sich vollständig in der Berghütte.

Erst die Serendia-Akademie-Mission bringt sie gezwungenermaßen wieder in ein soziales Umfeld.

Dort trifft sie auf Menschen wie Cyril Ashley, Lana Colette oder andere Mitschüler, die ihr aufrichtig und beharrlich begegnen, wodurch sich ihre Angst erneut etwas löst.

Trotzdem lebt sie konstant mit der Furcht, dass selbst diese ihr zugeneigten Personen sich von ihr abwenden könnten, sobald sie ihre wahre Identität als „Schweigende Hexe“ oder ihre Vergangenheit kennen.

Dieses Misstrauen führt dazu, dass sie einen Teil ihrer Geheimnisse lange für sich behält.

Alltagsgewohnheiten und Schwächen

Monica ist körperlich schwach, unsportlich und völlig untrainiert.

Sie stolpert oft, rennt unbeholfen und hat einen so eigenartigen Laufstil, dass Gideon sagt, man erkenne sie auf große Entfernung schon an ihrer Bewegung.

Ihr Gleichgewichtssinn ist so schlecht, dass sie Fliegen mittels Magie nicht beherrscht – sie kann ihre Position in der Luft schlicht nicht stabil halten.

Später hilft ihr Unterricht im Reiten durch Casey Grove: Indem sie einen Besen wie ein Pferd „reitet“, findet sie eine Art Krücke, um Fliegen zumindest auf kleinem Niveau zu erlernen.

Ordnung im klassischen Sinne liegt ihr nicht.

Ihre Berghütte ist mit Forschungsunterlagen und Aufträgen so zugestellt, dass kaum noch freier Boden bleibt; sie schläft oft mit dem Kopf auf dem Schreibtisch oder zusammengerollt darunter.

Paradoxerweise hat sie ein perfektes mentales Archiv und weiß jederzeit, in welchem Papierstapel was liegt.

Wenn sie doch einmal aufräumt, folgt sie abstrakten Schemata wie Logarithmenspiralen, die für andere völlig unverständlich sind.

In ihrem Dachzimmer an der Serendia-Akademie ist sie dagegen erstaunlich ordentlich – hauptsächlich, weil sie kaum persönliche Gegenstände dort hinbringt und wenig Arbeit mitnimmt.

Mode, Frisuren und Schminke sind ihr bis zu ihrem Akademieaufenthalt fremd; sie trägt einfache, meist zu große Roben und hat nicht einmal einen Ganzkörperspiegel, bis Louis sie dazu zwingt.

In Bezug auf Nacktheit ist sie anfangs vollkommen schmerzfrei.

Aufgewachsen mit medizinischen Büchern und Anatomiemodellen ihres Vaters betrachtet sie Körper eher klinisch, ohne Scham – erst als sie sich verliebt, entwickelt sie einem bestimmten Menschen gegenüber erstmals ein Schamgefühl.

Ihre romantische und emotionale Intelligenz ist gering.

Sie versteht Metaphern schlecht, kann sich in Romangestalten kaum hineinversetzen und interpretiert selbst zweideutige, erotische Anspielungen nüchtern biologisch oder wortwörtlich.

Was das Haushaltsleben angeht, ist sie genügsam und wenig anspruchsvoll.

Sie kann einfache Gerichte wie eingeweichte Trockenfische oder gekochtes Gemüse mit Salz zubereiten, scheitert aber meist an allem, was über Basisrezepte hinausgeht; ihr Kaffee hingegen ist dank des exzellenten Kannen-Erbstücks und gewissenhafter Zubereitung ausgezeichnet.

Beim Alkohol reagiert sie dramatisch: Schon ein Glas Wein reicht, um sie hemmungslos und entkleidungsfreudig zu machen.

Im Rausch fordert sie „Pfoten zum Kuscheln“ (sprich Nero), zieht sich teilweise aus und schläft dann ein – meist ohne Erinnerung am nächsten Tag.

Grundlagen der Magie in ihrer Welt

Menschen brauchen zum Wirken von Magie normalerweise zwei Dinge: eine komplexe, festgelegte Magieformel und einen gesprochenen Zaubergesang, der die Magieenergie entsprechend dieser Formel formt.

Die magische Handlung, die daraus entsteht, nennt man „Magie“, die zugrunde liegende Formel „Magieformel“.

In der magietheoretischen Forschung galt zauberlose Magie lange als reine Spekulation, vergleichbar mit der Idee, jemand könne komplizierte Gleichungen ohne Zwischenschritte direkt im Kopf lösen.

Magische Wesen wie höhere Geister brauchten zwar keinen Gesang, aber bei Menschen galt das als unmöglich.

Monica widerlegt diese Annahme.

Sie begreift Formeln als Zahlenmuster, abstrahiert sie und berechnet in Bruchteilen von Sekunden die „optimale Form“ einer Formel im Kopf, sodass sie den Gesang auf eine innere, extrem verkürzte Variante reduziert.

Streng genommen „verzichtet“ sie nicht vollständig auf den Gesang.

Sie hat ihn so weit verkürzt, dass er in einem Augenblick abläuft und nach außen unsichtbar ist; in der Praxis wirkt es wie echte zauberlose Magie.

Nicht alle Arten von Magie lassen sich auf diese Weise verkürzen.

Rituelle Gesänge, wie man sie etwa für Geisterkönigbeschwörungen benötigt, sowie extrem hochkomplexe Formeln, die ihre Fähigkeiten übersteigen, bleiben bei ihr aussprechpflichtig oder zumindest teilweise unverzichtbar.

Spezialisierung und magische Parameter

Monica ist vor allem in der Formelverarbeitung ein Supergenie.

In den drei grundsätzlichen Talenten eines Magiers – Magiekraft, Formelerfassung und Energiekontrolle – ist sie hervorragend, aber nicht in allen die Spitzenreiterin unter den Sieben Weisen.

Ihr bevorzugtes Element ist Wind, ein Attribut, das sich durch hohe Reichweite und gute Effizienz, aber vergleichsweise geringe rohe Zerstörungskraft auszeichnet.

Anstatt brutale Flächenangriffe zu verwenden, wählt Monica deshalb meist präzise Treffer auf Schwachpunkte, um mit geringer Energie maximalen Effekt zu erzielen.

Sie kann zudem die meisten nicht-blutsgebundenen Elemente (Feuer, Wasser, Erde, Eis, Blitz) auf hohem Niveau nutzen.

Sie beherrscht sogar anspruchsvolle Formformen mit Elementen wie Feuer oder Blitz, die für gewöhnlich schwer in stabile Formen zu zwingen sind.

Neben Elementmagie hat sie Zugriff auf mentale Beeinflussungsmagie, Verzauberungsmagie, Barrieren und Siegel sowie Illusionen.

Die meisten dieser Techniken basieren auf Formeln anderer Forscher, aber sie verfeinert und nutzt sie oft besser als deren ursprüngliche Erfinder.

Ihre Illusionen sind für sie persönlich ein Schwachpunkt:

Sie kann sie nicht gleichzeitig mit anderen anspruchsvollen Zaubern stabil halten, und aufmerksame Beobachter merken, dass „etwas nicht stimmt“ – doch schon der Umstand, dass sie Illusion überhaupt beherrscht, ist angesichts ihrer sonstigen Spezialisierungen bemerkenswert.

Verbote wie schwarze Flammen, Wiederbelebung oder magische Körpermanipulation lehnt sie kategorisch ab.

Sie respektiert magisches Recht sehr und würde nie aus bloßer Neugier verbotene Künste erforschen.

Ihre Magiekraft liegt deutlich über dem Durchschnitt eines Obermagiers und macht sie zur „Energiesäule“ komplexer Rituale.

Dennoch gibt es unter den Sieben Weisen mindestens drei Personen mit noch größerem Rohpotenzial, insbesondere was absolute Maximalwirkung und lange Aufrechterhaltung betrifft.

Geisterkönigbeschwörung

Monicas beeindruckendste Einzeltechnik ist die Beschwörung des Windgeisterkönigs Sheffield.

Sie nutzt diese Macht meist, um extrem präzise Wurfspeere aus Wind zu erzeugen, die selbst aus großer Entfernung ein Ziel mit chirurgischer Genauigkeit treffen.

Andere Varianten sind Flächenangriffe in Form schneidender Windklingen oder massive Druckwellen.

Die Vorbereitung dieser Beschwörung dauert trotz zauberloser Form etwa drei Sekunden, was in der Magiewelt immer noch unglaublich schnell ist, und verbraucht einen Großteil ihrer Magiekraft.

In ihrer Jugend konnte sie diese Magie nur einmal einsetzen, bevor ihr Vorrat erschöpft war.

Mit wachsender Erfahrung und verbesserter Formelstruktur gelingt ihr später eine mehrfach wiederholte Beschwörung, und in der Romanfassung erreicht sie mit 18 Jahren und 8 Monaten die Fähigkeit, den Geisterkönig dreimal in kurzer Folge zu rufen.

In späteren Entwicklungen (Romanfassung) verbessert sie die Methode sogar so weit, dass sie zwei Geisterkönigbeschwörungen gleichzeitig aufrechterhalten kann.

Das ist eine Leistung, für die es zuvor nur sehr wenige historische Beispiele gab.

Kampfstil und Grenzen

In einem reinen Magiekampf, in dem beide Kontrahenten nur Magie einsetzen dürfen, gilt Monica praktisch als unbesiegbar.

Ihre zauberlosen Angriffe zünden schneller als jeder gesprochene Zauber, und ihre Trefferquote ist legendär.

Sie kann nicht nur eigene Zauber abfeuern, sondern auch die Formeln gegnerischer Magie „on the fly“ analysieren, ihren Aufbau stören und den Effekt neutralisieren oder umleiten.

Kombiniert mit ihrer hohen Reichweite bedeutet das, dass sie viele Gegner ausschaltet, bevor diese überhaupt bemerken, was geschieht.

Im realen Kampf – mit Fallen, körperlicher Gewalt, psychologischer Manipulation und überraschenden Trickwaffen – sieht es anders aus.

Ihre körperliche Schwäche, der Mangel an Erfahrung im Nahkampf und ihre Abhängigkeit von Konzentration machen sie verwundbar.

Gegen Louis Miller, der sowohl Magie als auch militärische Praxis des ehemaligen Kommandeurs des Magiersoldatenkorps vereint, hätte sie in einem „Alles-ist-erlaubt“-Kampf wenig Chancen.

Gegen hochstufige Geister, verfluchte Drachen oder antike magische Artefakte kann sie zwar bestehen, aber nicht allein dominieren; manchmal bleibt ihr nur der Rückzug.

Ihre Flugunfähigkeit begrenzt außerdem ihre Mobilität, wenn es in der Luft zur Sache geht.

Als „lebende Artillerieplattform“ ist sie dafür umso gefährlicher, sofern sie einen festen Stand und freie Sicht hat.

Magieformeln und Forschung

Monica gilt in der Magiewissenschaft als revolutionäre Forscherin.

Etwa ein Drittel der heute verwendeten Basiszauber des Königreichs sind direkt oder indirekt von ihren Arbeiten beeinflusst.

Ihr Kerntalent liegt darin, ineffiziente Formeln zu erkennen und radikal „aufzuräumen“.

Sie streicht unnötige Teile, strafft Abläufe und konstruiert Lösungen, die energetisch optimal und theoretisch elegant sind – allerdings oft so anspruchsvoll, dass nur Magier auf dem Niveau eines Weisen sie praktisch beherrschen können.

Sie hasst die Technik der „Formelteilung“.

Dabei teilt man eine eigentlich zusammenhängende Formel in mehrere einfachere Zauber auf, um sie leichter ausführen zu können; Monica empfindet das als „Schwäche des Anwenders“ und als Verwässerung einer ursprünglich schönen Formel.

Wo eine Teilung keinen zwingenden, inhaltlich begründeten Vorteil bringt, lehnt sie diese ab.

Sie verabscheut es so sehr, dass sie sich schuldig fühlt, wenn sie ausnahmsweise selbst auf Formelteilung zurückgreifen muss – selbst, wenn es taktisch sinnvoll ist.

Als ihre Schüler später eine ihrer komplexesten Formeln in mehrere Teile aufspalten, um sie für normale Magier nutzbar zu machen, bricht sie in Tränen aus.

Aus ihrer Sicht wurde damit ein kunstvolles, perfekt poliertes Werk zerschnitten.

Trotz ihres Strenges ist sie im direkten Unterricht überraschend fürsorglich.

Sie passt ihre Erklärungen an das Können ihrer Schüler an, lobt Fleiß und Lernbereitschaft enthusiastisch – auch wenn ihre Noten und Bewertungen der tatsächlichen Zauberleistung sehr hart ausfallen.

Insgesamt ist Monica „nur“ ein beispielloser Formelkopf, kein allmächtiger Allroundmagier.

Ihre Fähigkeit, gleichzeitig mehrere Zauber aufrechtzuerhalten, entspricht im Normalfall der eines guten Obermagiers (zwei gleichzeitig), und in bestimmten Spezialgebieten (etwa extrem starke Barrieren oder sechsfach verstärkte Angriffe) bleiben andere Weise überlegen.

Reyn (ihr Vater)

Reyn ist ein universaler Wissenschaftler von großem Ansehen.

Er verbindet Mathematik, Naturwissenschaft und Magietheorie und vermittelt Monica früh, dass hinter allem eine strukturierte, zahlenbasierte Ordnung steckt.

Seine Verurteilung wegen angeblicher Wiederbelebungsforschung und die anschließende Hinrichtung bilden das zentrale Trauma in Monicas Leben.

Sie schwört sich, zu beweisen, dass er kein Verbrecher war, und sagt: „Ich werde beweisen, dass mein Vater kein Schuldiger ist.“

Der Verlust ihres Vaters ist auch der Auslöser für ihren Rückzug in die Zahlenwelt.

Monicas spätere Karriere als Forscherin und ihre Strenge gegenüber unsauberen Formeln sind stark von seinen Idealen geprägt.

Hilda Everett

Hilda war Assistentin von Reyn und findet Monica kurz vor deren körperlichem und seelischem Zusammenbruch.

Sie nimmt sie als Pflegekind auf und gibt ihr damit ein neues Zuhause sowie den Nachnamen Everett.

Durch das ruhige Zusammenleben mit Hilda lernt Monica wieder, einfache Alltagsgeschichten zu erzählen und zu lachen.

Hildas Kochkünste sind allerdings berüchtigt – ein einmonatiger Lammeintopf zwingt Monica wortwörtlich ins Bett und verursacht ihre lange Abneigung gegen Lammfleisch.

Monica sieht Hilda als Mutterersatz und fühlt sich ihr gegenüber stark verpflichtet.

Trotzdem kommt sie während ihres Hüttenexils kaum nach Hause, weil sie ihre Rolle als Weise und ihre Selbstisolierung über ihre persönlichen Bedürfnisse stellt.

Louis Miller

Louis ist Monicas „Kollege“ unter den Sieben Weisen und ebenfalls Schüler von Gideon Rutherford.

Er ist zehn Jahre älter, stammt aus einfachen Verhältnissen und gilt als „Hundertjahrestalent“, das in Rekordzeit vom armen Schüler zum Obermagier und Kommandeur des Magiersoldatenkorps aufsteigt.

Monica lernt Louis im Auswahlkampf der Weisen kennen und hat vorher nur Geschichten über seinen Ruf als „Minervas Unruhestifter“ gehört.

Aus Angst, er könnte brutal oder unberechenbar sein, setzt sie im Prüffeld völlig überzogen auf den Geisterkönig und weitere Hochrangzauber, um ihn mit minimalem Risiko auszuschalten.

Trotz dieses harten Starts respektiert Louis ihre Begabung und sagt über sie: „Das ist jemand, der Weise sein sollte.“

Er übernimmt oft unangenehme repräsentative Pflichten an ihrer Stelle und drängt sie gleichzeitig aus der Isolation heraus, indem er ihr Aufgaben gibt – wie die Mission an der Serendia-Akademie.

Monica ist die einzige Weise, die Louis beim Vornamen nennt statt mit Beinamen.

Das liegt daran, dass sie ihn durch Gideons ständige Klagen schon lange vor dem ersten Treffen als „Louis, mein lästiger Schüler“ kannte und daher nie eine Distanzform mit Titel aufgebaut hat.

Barney Jones

Barney, Sprössling des Hauses Ambart, ist in Monicas Minerva-Zeit zunächst ihr Retter.

Er verhindert, dass andere Schüler sie mobben, und bietet ihr Schutz, was ihren Alltag erträglicher macht.

Er ist selbst ein außergewöhnlich begabter Schüler, beherrscht bereits in der Unterstufe verkürzte Gesänge ohne Zauberstab und einige Obermagierzauber.

Seine Motivationen sind jedoch ambivalent: Er genießt die Rolle des Beschützers und nutzt Monicas Abhängigkeit, um sein eigenes Selbstwertgefühl zu stärken.

Dennoch gibt es Momente aufrichtiger Wertschätzung.

Als er ihr verkürzte Zaubersprüche beibringt, tut er dies aus echter Anerkennung ihres Talents und mit dem Wunsch, dass sie ihre Schwierigkeiten überwindet.

Die Ironie: Gerade diese Hilfe ermöglicht Monicas Durchbruch zur zauberlosen Magie.

Als Barney erkennt, wie weit sie ihn überflügelt, stürzt er in eine tiefe Krise, sieht sich selbst als „bloß mittelmäßig“ und kann ihre Erfolge nicht ertragen.

Als Monica ihn nach ihrer Ernennung zur Weisen aufsucht, um ihm dankbar und voller Bewunderung zu berichten, interpretiert er es als Spott.

Sein verletzter Stolz lässt ihn sie abweisen und sagen, sie solle doch „in einer abgelegenen Berghütte leben“ – Worte, die Monica wörtlich nimmt und als Auftrag zur Selbstbestrafung versteht.

Monica verkennt seine innere Zerrissenheit, und Barney erkennt nicht, wie sehr sie ihn schätzt.

Diese gegenseitige Fehleinschätzung ist einer der tragischsten Aspekte von Monicas Vergangenheit.

Gideon Rutherford

Gideon ist ein führender Forscher an der Minerva und offizieller Betreuer von Monica und früher von Louis.

Für Louis ist er ein direkter Meister, für Monica eher ein „Forschungsmentor“, der sie in seinem Labor aufnimmt.

Monica steht ihm trotz ihrer Schüchternheit relativ nahe.

Sie weint in seine Robe, wenn sie verzweifelt ist, und er behandelt sie mit einer Mischung aus grobem Humor und ernstgemeinter Fürsorge.

Er ist einer der ersten, der Monicas außergewöhnliches Talent erkennt und fördert.

Zugleich nutzt er ihren Auftritt bei der Auswahl der Weisen bewusst, um der Öffentlichkeit zu zeigen, welch kostbare Ressource sie für das Königreich ist und um Louis und andere Kandidaten „aufzurütteln“.

Gideon bezeichnet sie mit einem gewissen Stolz und viel Fachblick als „kein reines Magiegenie, sondern ein Zahlengenie“.

Für ihn ist sie vor allem die Person, die die magietheoretischen Grundlagen der Moderne nachhaltig verändert.

Nero

Nero, Monicas Vertrauter, ist ein schwarzer Kater mit goldenen Augen.

Er begleitet sie nach dem Drachenvorfall fast überall hin und ist sowohl emotionale Stütze als auch praktischer Helfer bei Botengängen oder Beobachtungen.

Im Umgang mit Nero lässt Monica ihre übliche Förmlichkeit komplett fallen.

Sie spricht mit ihm in einem lockeren, fast kindlichen Tonfall, den sie sonst niemandem zeigt, und nennt ihn liebevoll bei seinem Namen.

Nero fungiert auch als eine Art „Schalter“ zwischen Monicas Welten.

Wenn sie sich in Zahlen verliert, holt er sie mit einer Pfote an der Wange zurück in die Realität.

Felix Arc Ridill und die Serendia-Akademie

Felix Arc Ridill ist der zweite Prinz des Königreichs und Ziel der geheimen Schutzmission, die Monica durch Louis übertragen bekommt.

Anfangs weiß sie nicht, wie er aussieht, obwohl sie als Weise die Akademie unter anderem wegen ihm besucht.

Mit der Identität als Monica Norton tritt sie in die Oberstufe ein, erhält eine Position in der Schülervertretung und lebt in einem Dachzimmer, um nicht mit anderen Schülern das Zimmer teilen zu müssen.

Offiziell ist sie eine „halb verstoßene“ Pflege-Tochter des Hauses Kerbeck, was ihre scheinbar niedrige Stellung und das Dachzimmer erklärt.

An der Akademie lernt sie Cyril Ashley, Lana Colette, Glenn Dudley, Elliott Howard und andere kennen, die ihr Bild von Menschen allmählich verändern.

Hier beginnt auch ihr Interesse an Schach, das zu einem wichtigen Hobby wird.

Lana Colette

Lana Colette wird an der Serendia-Akademie eine von Monicas engsten Freundinnen.

Sie ist unternehmungslustig, hat ein gutes Gespür für Menschen und bleibt an Monicas Seite, auch ohne deren wahre Identität zu kennen.

Monica nennt Lana als eine der wenigen Personen beim Vornamen und spricht deutlich entspannter mit ihr.

Nach der Akademiezeit zieht Monica bewusst nach Sazandor, weil sie Lanas Nähe und Unterstützung sucht und deren neu gegründeten Handelsbetrieb mit ihrem Wissen unterstützt.

Als Mitglied der Sieben Weisen erhält Monica den Titel einer Magiergräfin, was in etwa einem Grafenrang entspricht.

Es gibt nur sehr wenige Frauen im Königreich, die einen solchen Stand innehaben, und er ist nicht erblich – vergleichbar mit einem Hofgrafenamt.

Monica hat allerdings kaum Bewusstsein für ihre gesellschaftliche Stellung.

Sie verwechselt ihren Rang manchmal sogar mit dem niedrigsten Adelstitel und hat die offiziellen Dokumente und Ringe, die sie als Adlige ausweisen, irgendwo verlegt.

Sie besucht den gesellschaftlichen Adel kaum und kennt weder Etikette noch Konversationsrituale der Oberschicht.

Dass sie als Weise und adlige Magierin regelmäßig zu Hofbällen geladen wird, kollidiert stark mit ihrer Menschenangst, weshalb sie Einladungen meidet, wann immer möglich.

Finanziell steht sie überraschend gut da.

Ihre Arbeiten für die Sieben Weisen, wissenschaftliche Gutachten und Berechnungen bringen solide Einkommen, die sie aufgrund ihres bescheidenen Lebensstils selten ausgibt; mit sechzehn hätte sie theoretisch ein Haus in der Hauptstadt bauen können.

Während ihrer Zeit in der Berghütte bezahlt sie die Versorgung aus dem Dorf großzügig – beinahe das Doppelte des üblichen Preises als Aufschlag.

Teure Anschaffungen tätigt sie kaum, und große Mengen Gold trägt sie nicht bei sich.

Ihr inneres Selbstbild bleibt jedoch das einer einfachen, unbedeutenden Forscherin.

Wenn Untergebene oder einfache Bürger sie respektlos behandeln, stört sie das wenig; sie erwartet nicht, dass man sie hofiert, und reagiert eher verwirrt als beleidigt.

Zwischen der ursprünglichen Webversion und der späteren Romanfassung ihrer Geschichte gibt es einige wichtige Unterschiede.

In der Romanfassung ist Monica magisch deutlich stärker und vielseitiger dargestellt.

Sie wechselt eines ihrer Wahlfächer von Rechtskunde zu Reiten, wodurch sich eine glaubhafte Brücke zu ihren späteren Flugfähigkeiten ergibt.

Mit Hilfe dieser Erfahrung kann sie magische Fluggeräte „reiten“, als wären sie Pferde, und so ihren Gleichgewichtssinn austricksen.

Die Dauer, für die sie eine Geisterkönigbeschwörung aufrechterhalten kann, ist in der Romanfassung deutlich höher als in der Webversion, wo der Effekt nach etwa drei Sekunden endet.

Ab Band 10 kann sie zwei Geisterkönigbeschwörungen gleichzeitig kontrollieren, was sie in die Nähe historischer Rekordhalter bringt.

In der Webversion wird Monicas Alter zu Beginn der Geschichte nach der traditionellen Zählweise angegeben, weshalb sie dort als 17-jährige gilt.

Die Romanfassung verwendet die moderne Zählweise; daher ist sie zu Beginn offiziell 16.

Monica ist die erste Figur, die die Autorin entwickelte, um das Setting ihrer Welt zu testen.

Sie taucht ursprünglich im Übungswerk „Der amnesische Feldarzt Rosalie Verde – eine Betrachtung“ auf, das die Ereignisse der Auswahl der Sieben Weisen aus Sicht von Rosalie und Louis schildert.

Ironischerweise ist sie innerhalb der Reihe auch das „Fanservice“-Gesicht, obwohl sie selbst weder eitel noch körperbewusst ist.

Explizit beschriebene Unterwäsche- oder Nackszenen betreffen fast ausschließlich sie, und mehrere männliche Figuren – etwa Elliott Howard, Cyril Ashley, Glenn Dudley und Louis (in der Webfassung) – werden Zeugen ihrer spärlichen Bekleidung, oft durch unglückliche Umstände oder alkoholbedingte Entgleisungen.

Monicas Figur ist bewusst so angelegt, dass sie „extrem spitze, unausgewogene Werte“ hat:

Überragend in Zahlen, Formeln und Magiegeschwindigkeit, aber mit deutlichen Defiziten in Körperkraft, Alltagsleben und Sozialkompetenz.

Die Autorin wollte mit ihr auch die Frage untersuchen, wie jemand mit einem Talent lebt, das zugleich Segen und Fluch ist.

Monicas Weg von der traumatisierten Einsiedlerin zur vorsichtig öffnenden, aber immer noch verletzlichen Weisen bildet den emotionalen Kern ihrer Geschichte.

(Bearbeitungsverlauf anzeigen)

(Letzte Bearbeitung: 22. Dezember 2025 23:05)

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