Marchosias ist ein männlicher König des Purpurreichs, der mit Margery Daw einen Vertrag geschlossen hat und für seine wilde Kampfeslust berüchtigt ist.
Marchosias gehört zu jenen Wesen aus dem Purpurreich, die selbst unter anderen Bewohnern dieser Welt als ausgesprochener Kampfbesessener gelten.
Seine Flammenfarbe ist dunkles Blau.
Wenn sich seine wahre Gestalt in dieser Welt manifestiert, erscheint er als gewaltiger Wolf.
Allein dieses Bild macht schon klar, dass er nicht zu den zurückhaltenden Figuren zählt.
Sein Vertrag mit Margery Daw beruht nicht in erster Linie auf einem Pflichtgefühl gegenüber dem Gleichgewicht der Welt.
Viel wichtiger ist für ihn die Möglichkeit, seinen eigenen Drang nach Kampf und Konfrontation auszuleben.
Gerade dadurch unterscheidet er sich stark von Alastor.
Mit dessen ernsthafter Haltung, die die Mission der Flame Haze über alles stellt, kommt Marchosias nur schwer zurecht.
Aufwendige Zauberformeln sind in einem Grimoire eingraviert.
Marchosias wählt daraus jeweils jene Zaubertechnik aus und entfesselt sie, die zu Margery Daws improvisiert vorgetragenem „Stegreifgedicht des Schlachtens“ passt.
Diese Arbeitsteilung macht die beiden zu einem besonders markanten Gespann.
Margery improvisiert, und Marchosias setzt die dazu passende Kunst des freien Zaubers frei.
Marchosias wirkt laut, ungehobelt und vulgär.
Sein Auftreten ist oft grob, rücksichtslos und provokant.
Hinter dieser oberflächlichen Rohheit steckt jedoch eine andere Seite.
Er ist seinen Gefährten gegenüber loyal, mitfühlend und überraschend warmherzig.
Gerade dieser Kontrast macht ihn so interessant.
Er ist nicht bloß ein Krawallmacher, sondern jemand mit echter Bindung zu den Menschen an seiner Seite.
Ein Dämon namens Marchosias erscheint auch in der Goetia.
Damit trägt die Figur denselben Namen wie eine bekannte Gestalt aus der dämonologischen Überlieferung.
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